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mein exfreund ist depressiv - ich habe so angst um ihn...

G

Gast

Gast
Hallo ihr!
Ich weiß nicht wie ich meinem exfreund helfen soll, der depressiv ist ... seine mutter ist gestorben als er 13 war und ich glaube er hat die trauer nie richtig verarbeitet... er hasst sich selber und alle anderen auf der welt... er verspürt nur noch hass, schmerz und wut... er hat schon ein paar mal gesagt, dass er nicht mehr leben möchte... ich habe so sehr angst um ihn... weil ich auch nicht weiß wie ich ihm helfen kann ... ich habe ihm jetzt gesagt dass vllt eine therapie das beste wäre... aber ich weiß nciht wie ich ihn wirklich dazu motivieren kann, das auch in die tat umzusetzen... aber ich denke, das wäre der einzige weg... ich habe es schon oft mit trösten versucht aber wenn man psychisch wirklich geschädigt ist, braucht man ja professionelle hilfe....
er kommt mit seinem leben absolut nicht mehr klar... er ist auch der festen überzeugung dass er nur fehler macht und alles seine schuld ist und er ein ganz furchtbarer mensch ist.. aber das stimmt natürlich nicht, es ist ein ganz wundervoller mensch und ich liebe ihn über alles und kann es nicht ertragen dass es ihm so schlecht geht...
an seinen depressionen und wutanfällen ist auch unsere beziehung gescheitert...
ich wäre unendlich dankbar, wenn ihr mir ein paar ratschläge geben könnte, wie ich ihn wirklich zu einer therapie motivieren könnte und was es da überhaupt für möglichkeiten gibt und wie man in so eine therapie herein kommt .... vielen dank !!!!!!
mona
 

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Benjamin-29

Gast
Guten Morgen Mona,

wenn er bereit ist eine Therapie zu beginnen, dann kann er sich ganz einfach über seinen Hausarzt zu einem Psychologen überweisen lassen. So weit ich weiss, könnte er aber auch einfach selbst zu einem Psychologen gehen - der regelt dann den Rest mit seiner Krankenkasse. Der Psychologe muss dann nur noch zu ihm passen.

Wenn er noch nicht so weit ist, eine Therapie zu beginnen, dann ist das schwieriger. Direkt helfen kannst du ihm nicht - das kann er nur selbst. Insbesondere kann man das nicht, wenn man eng mit dem Depressiven verbunden ist. Es gab dieses Thema vor wenigen Tagen schon einmal in diesem Unterforum, da kannst du auch mal nachschauen.

Oft ist es im Umgang mit Depressiven wichtiger etwas nicht zu tun, als etwas zu tun. Ein paar gut verständliche Anregungen dazu findest du dort: Depression

Wichtig für dich ist das:
ich liebe ihn über alles und kann es nicht ertragen dass es ihm so schlecht geht...
Wenn du ihm helfen willst, dann kannst du zwar Mitgefühl haben - du musst aber aufpassen, dass du kein Mitleid hast. Wenn er merkt, dass du mit ihm leidest, wird er sich das selbst vorwerfen und du verstärkst damit seine Depression.
Lass dich darum nicht von ihm runterziehen. Achte darauf, dass es dir bei allem was du mit ihm tust gut geht.
Sei für ihn da - aber nur so lange, wie du es ohne grosse Mühe kannst. Ein guter Indikator dafür ob du auf dem richtigen Weg bist, ist dein Gefühl nach einem Gespräch oder einem Treffen mit ihm. Wenn du danach selbst müde und erschöpft bist, dann wirst du mit ihm gelitten haben. Gute Gespräche und Treffen erkennst du daran, dass du dich danach nicht schlechter als vorher fühlst - im besten Fall kann man sich sogar besser fühlen.
Oft muss man mit Depressiven auch garnicht sprechen, sondern es genügt da zu sein und sich nicht runterziehen zu lassen.

Wenn du selbst merkst, dass dich die Sache belastet - dann such dir einen Ausgleich und rede mit Freunden oder Verwandeten über das was dir durch den Kopf geht.
 
Hallo Gast,

ich kann dich so gut verstehen - uns ist das Gleiche passiert!
Unsere Beziehung ist nach 8 1/2 Jahren in die Brüche gegangen. Die Wutanfälle wurden auch immer schlimmer und sein Gefühl nichts wert zu sein und nichts erreichen zu können haben ihn kaputt gemacht! Seit gut 6 Wochen sind wir nun getrennt, und seit dem hat er auch eine richtige Therapie begonnen. Er war vorher schon bei 3 Psychologen, die ihm aber nicht helfen konnten! Er hätte nur Anti - Depressiva verschrieben bekommen, aber sie sagten ganz klar, sie können ihm nicht helfen. Zudem ist es schwierig, jemanden zu finden, den er auch mag,bei dem er sich wohlfühlt. Tja, er hat sich übrigens von mir getrennt, weil er mich nicht weiter mit runter ziehen wollte und mich schützen wollte!
Er hat in einem psychologischen Zentrum in unserer Nähe angerufen und bekam dort einen allgemeinen Vortermin, bei dem er seine Gefühle und Probleme schildern konnte, dann wurde entschieden, zu welchem Psychologen er kommt. Dort war er dann insg. 7 Mal - leider geht die richtige Therapie erst nächstes Jahr los, weil es erst von der Krankenkasse genemigt werden musst. Ich hatte ihn vor 6 Wochen also gebeten, dass er sich Hilfe sucht - gar nicht wegen mir oder uns, sondern wegen ihm. Ich habe ihm gesagt, dass er unbedingt Hilfe braucht, einfach für sein weiteres Leben.
Das Wichtigste ist aber, dass er es selbst erkennen muss, er selbst muss die Hilfe wollen - denn sonst hat das keinen Sinn! Es wird auch kein einfacher Weg sein. Die drei anderen Psychologentermine hatten ihn nur noch mehr runtergezogen, weil er dann selbst dachte, keiner könne ihm helfen. Im Augenblick ist es nicht besser geworden mit den Depressionen, aber die Wutanfälle sind weniger geworden. Wir sind zwar getrennt, haben aber noch engen Kontakt und sehen uns manchmal. Er sagt auch, er habe noch starke Gefühle für mich - die Trennung belastet ihn also noch zusätzlich - und die Schuld liegt seiner Meinung nach nur an ihm - gut, stimmt ja auch irgendwie :(. Aber er weiß, dass ich immer für ihn da bin, und ich glaube, dass hilft ihm. Du darfst ihm nur keine Vorwürfe machen, und so hart es auch klingt, versuche, ihm nicht deine Trauer über euch aufzulasten!

Hat er dir gesagt, dass er sich so fühlt, oder war das dein Eindruck? Ich denke, wenn er ja das schon eingesehen hat, dann kannst du ihm vielleicht auch klar machen, dass er Hilfe braucht.
Hilfe, die du ihm nicht geben kannst. Ich bin auch eher so der Samaritertyp und es fällt mir schwer, mich da zurück zu halten, aber ich kann es nicht besser machen. Also sag ihm ganz deutlich, dass du immer für ihn da bist!

Es wird nicht leicht, aber ich wünsche dir und ihm ganz viel Kraft.

LG
 
G

Gast

Gast
Vielen Dank, Benjamin-29 und Schmetterling23! =)
Ja, leider belastet mich das schon sehr! Aber ich habe schon mit meiner Mutter und meinen besten Freundinnen darüber gesprochen und das hat mir geholfen. Aber ich denke auch, dass er wirklich jemanden braucht, der für ihn da ist und ihm hilft, da selbst sein Vater sich nicht wirklich um ihn zu kümmern scheint. Mein Exfreund hat mir gesagt, als er mit seinem Vater über seine Probleme sprechen wollte, hat dieser nur komisch geguckt... =S Außerdem ist sein Vater eh nur selten zu hause, da seine Freundin in Österreich wohnt und er eigentlich immer bei ihr ist.
Ich glaube, dass er bereits einsieht, dass er professionelle Hilfe benötigt.
Erst habe ich es nur gemerkt, dass er sich so fühlt, aber jetzt hat er es mir auch genau so gesagt bzw. geschrieben... Er hat z.B. auch gesagt, dass er "krank im Kopf ist" Ich habe ihm darauf gesagt, dass er wahrscheinlich alles, was er in seiner Kindheit erlebt hat nur nie richtig verarbeiten konnte und es da auch kein Wunder ist, dass das nicht folgenlos an ihm vorbei gegangen ist, aber das ihm eine Therapie sicher helfen würde, alles richtig zu verarbeiten und der dort auch den Umgang mit seinem Kummer lernen könnte. Ich glaube, ich werde mich mal genau informieren, was es für Möglichkeiten an Therapien es gibt und wie man dort hinein kommt und werde dann mit ihm darüber reden...
Genau wie dir, Schmetterling23 geht es mir auch nur um sein Wohl und darum, dass er sein Leben wieder normal leben kann. Ich möchte nur, dass er glücklich ist. Aber er ist genau wie dein Exfreund der festen Überzeugung, dass er an allem Schuld ist und eben auch an unserer Trennung... Auch wir haben uns getrennt, weil er während seiner Wutanfälle auch oft fies zu mir war und er damit nicht klar kam, mich immer wieder zu verletzen. Hoffst du denn, dass du mit deinem Exfreund wieder zusammen kommst?
Nein, ich habe ihm nur unmittelbar nach unserer Trennung Vorwürfe gemacht, weil ich da wirklich unglaublich verletzt war, das war allerdings nur am selben Tag. Aber jetzt mach ich ihm gar keine Vorwürfe mehr - ich empfinde ja nicht einmal mehr welche. Er kann ja auch nichts dafür, er wollte mich ja nie verletzen und sich eigentlich auch nie von mir trennen...
Liebe Grüße
Mona
 
Ach ja, dass kommt mir so bekannt vor...
Ich hoffe, dass wir wieder zusammen kommen. Ich weiß, dass er mich auch noch sehr liebt - also er sagt, er habe noch sehr große Gefühle für mich, aber die Angst, nicht gut genug für mich zu sein überwiegt, und deshalb kann er im Augenblick nicht. Wenn wir aber gemeinsam etwas unternehmen, dann fühlt er sich wohl. Ich denke aber, er braucht noch viel Zeit für sich, vielleicht kann ihm die Therapie ja helfen, wieder zu sich zurück zu finden. Ich kenne ihn schließlich schon so lange und weiß, wie er vor seiner Erkrankung war. Er ist kaum wieder zu erkennen, hat sich einmal komplett gedreht - aber ich halte immer wieder daran fest, dass es vielleicht mal wieder so werden könnte... Auch wenn die Therapie viele Jahre dauern kann.
Die Eltern meines Freundes - ups - Exfreundes interessieren sich auch nicht wirklich für ihn. Er hatte eh noch nie ein wirklich enges Verhältnis zu ihnen, da sie viel mehr mit sich selbst beschäftigt sind! Und das ist auch ein Problem für mich. Freunden würde er sich in dieser Sache nie anvertrauen - also weiß ich, ich bin die Einzige, die ihn jetzt unterstützen kann, wenn ich es nicht tue, ist er alleine!
Also insgeheim mache ich ihm schon Vorwürfe - aber die entstehen aus meiner Enttäuschung heraus. Ich sage ihm das nicht, und wenn ich genau darüber nachdenke, verstehe ich auch, dass er nichts dafür kann, weil das einfach nicht er selbst ist, sondern die Depressionen. Aber ich kann es oft nicht nachvollziehen, weil ich selbst eben nicht unter Depressionen leide - Gott sei Dank! Aber ich habe mich sehr viel im Internet und bei Ärzten darüber informiert, weil ich ihm helfen will!
Es ist aslo auch eine sehr schwere Zeit für dich. Guck doch einfach mal im Internet nach Psychologen. Wenn du auf die Seite seiner Krankenkasse gehst, kannst du dort auch sehen, welche Psychologen von denen bezahlt werden! Da haben wir auch angefangen, bis er die Adresse von dem psychologischen Institut bekommen hat. Und weil es so akut war, bekam er auch gleich die Woche drauf diesen Vortermin. Das war übrigens in Frankfurt am Main.
LG
Schmetterling23
 

mom_jen

Neues Mitglied
hallo,

ich würde gern mal hören, wie es euch ergangen ist. Mir ist ähnliches passiert. Mein Partner stößt mich immer wieder weg, trennt sich andauernd, sagt er sei nicht gut für mich, er sei so ein schlechter mensch und er könne und wolle mich nicht damit verletzen, dass er so depressiv ist. er kommt jedoch immer wieder zurück, da er mich doch irgendwie braucht. ich glaube an unsere liebe, und ich will und kann ihn nicht fallen lassen.

wie habt ihr es überstanden?
 

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