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Mein einziger Wunsch ist es, tot zu sein!

Kunkina234

Mitglied
Hallo. Ich habe hier schonmal einen Beitrag gemacht vor kurzem erst und beschrieb darin, was ich in den heutigen Kinderheimen alles an Gewalt erlebt habe und beschrieb ungefähr meine Lebenssituation. Aber jetzt geht es um ein anderes (wenn auch recht naheliegendes) Thema. Ich bin erst 18, sehe aber keine Zukunft in meinem kaputten Leben. Ich habe nur einen Förderschulabschluss weil ich große Probleme mit der Konzentration in der Schule hatte und durch mein Trauma was durch die Heime ausgelöst wurde. Ich muss weil ich durch mein psychisches Leid und die Depressionen wahrscheinlich in einer Behindertenwerkstatt arbeiten weil ich es nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt schaffen kann. Ich habe auch schon sehr viele Praktikass gemacht, aber ich war immer zu langsam, nicht geeignet und ich kann auch mit dem Druck nicht umgehen. Ich hasse einfach mein Leben und will einfach nur normal sein. Aber wie geht dass? Wie? Ich hab keine richtige Familie (da ich ja in Heimen aufgewachsen bin) habe durch meinen schlechten Abschluss auch keine Chance aufzusteigen. Alle sagen zwar immer, du kannst alles schaffen wenn man sich anstrengt und den ganzen anderen blöden Motivationskram. Aber nein, bei mir ist dass nicht so! Die Erzier und alle anderen auch sagen, dass eine Behindertenwekrstatt die einzige Möglichkeit ist die mir noch bleibt. Ich kann mich damit nicht abfinden! Der Gedanke allein daran bringt mich zum Weinen, denn ich habe mir in meiner schrecklichen Kindheit immer nur gewünscht, irgendwann einen guten Abschluss zu machen, mit Hunden in einer schönen großen Wohnung zu wohnen und endlich ein erfülltes Leben zu führen. Aber ich weiß, dass dies niemals der Fall sein wird! Bitte, bitte bitte schreibt jetzt nicht sowas wie ,,ja, Menschen die sterben wollen wollen eigentlich nur Probleme lösen", denn dass ist bei mir definitiv NICHT der Fall! Mein einzig existierender, tiefster und innigster Wunsch ist es nicht mehr auf dieser ungerechten, traurigen Welt zu leben. Ich werde niemals glücklich sein und ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. Ich wollte niemals geboren werden und jetzt habe ich niemanden. Keine Freunde, Familie und keine Menschen denen ich ernsthaft etwas bedeute. Wenn ich tot währe, wird niemand über mich trauern. Und selbst wenn, es währe mir egal. Ich bin allein und will nicht alt werden. Ich will auf der Stelle tot umfallen und egal was man mir sagen wird, dass ist mein letzter und verzweifelter Wunsch: endlich zu sterben! Ich wünsche niemanden so ein Leben, wie ich es führen muss. Manchmal hat eine Geschichte eben auch kein Happy End und nein, ich werde dass auch niemanden erzählen weil ich sonst in eine Psyschatrie muss und dann wird mein Leben noch schlechter! Ich fühle nur noch Traurigkeit, egal was ich tue und wenn dies mal nicht so ist dann fühle ich ein unendliches Nichts und die Leere. Es gibt keine Hoffnung für mich und es tut mir leid dass dieser Beitrag so lang ist, aber es gibt halt niemanden an den ich mich sonst wenden kann.
 

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Also ich finde, du kannst ziemlich gut schreiben. Das war mein erster Gedanke.
Natürlich hast du andere Möglichkeiten als in einer Behindertenwerkstatt zu arbeiten (falls du darauf keine Lust hast).
Du bist erst 18? F****, du hast locker 50 Jahre Zeit, um dein Leben in Ordnung zu bringen!!! Nimm dir doch diese Chance nicht weg. Die geilsten Geschichten erzählen doch Menschen, die mal gaaaanz unten waren.
Mach kleine Schritte. Versuch, aus der Hölle ein Drama zu machen. Was kannst du tun, um das Leid ein ganz kleines bisschen zu verringern? Jeden Tag ein bisschen. Wer weiß wo du in 10 Jahren sein kannst?
 

Schmiddi

Mitglied
Hey,
Ich mache selber gerade eine schwere Phase durch und kann ansatzweise verstehen, wie du dich fühlst... aber du bist noch so jung und hast noch soviel Zeit ein schönes Leben aufzubauen und nette Menschen kennenzulernen. Was sind denn Dinge im Leben, die dir wirklich Spaß machen oder Spaß machen könnten ? Versuche doch eine Leidenschaft zu finden, die das Leben lebenswert macht.
 

Kylar

Sehr aktives Mitglied
Hallo Kunkina,
ich habe leider keinen Ratschlag für dich, der dir helfen könnte. Ich wollte dir nur sagen, dass du mein Mitgefühl hast. Ich wollte auch lange Zeit einfach nur tot sein.
Ich will dir auch nicht sowas sagen wie " du musst nur wollen" oder "du musst dich nur anstrengen". Manche Dinge erreicht man einfach nicht, egal wie sehr man sie gerne hätte.
Aber gibt es nicht doch irgendeine kleine Sache, die für dich realistisch erreichbar wäre? Es muss wirklich nichts großes sein, nur eine Kleinigkeit, die dir helfen könnte dein Leben, vielleicht nicht schön, aber zumindest ertragbarer zu machen?
Zum Beispiel wirst du es vielleicht nicht schaffen, mal mit Hunden in einer Wohnung zu leben, aber vielleicht kannst du in einem Tierheim mit Hunden Gassi gehen?
Kannst du dich etwas im Kleinen zuhause selber verwirklichen? Malst du gerne oder schreibst du gerne Geschichten? ( Ich finde du hast ein sehr gutes Ausdrucksvermögen).
Eine Behindertenwerkstatt, falls es denn dazu kommen sollte, was noch nicht feststeht, ist auch noch lange nicht Endstation. Auch von da kann man immer noch auf den ersten Arbeitsmarkt kommen. Oder es gibt auch so Zwischendinger, wo du erstmal im geschützten Rahmen arbeitest und man dir nicht soviel Druck macht. Ich kann verstehen, dass du dich dort selber nicht siehst. Du wirkst auf mich auch so als hättest du da mehr Potential. Aber so ein Ort kann eine gute Chance sein, sich auszuprobieren und Selbstbewusstsein zu tanken. Wenn du merkst: "Hey, ich kriege das hin, was die hier von mir fordern" ist das ein gutes Gefühl für jemanden, der ansonsten aufgrund von zu viel Druck leider nicht zeigen konnte, was er drauf hat. Und wenn in dir dann mehr und mehr das Vertrauen reift "eigentlich kann ich noch mehr" wird man dir da denke ich keine Steine in den Weg legen und dich nicht auf Teufel komm raus in der Behindertenwerkstatt halten wollen.
 

Kunkina234

Mitglied
Hallo Kunkina,
ich habe leider keinen Ratschlag für dich, der dir helfen könnte. Ich wollte dir nur sagen, dass du mein Mitgefühl hast. Ich wollte auch lange Zeit einfach nur tot sein.
Ich will dir auch nicht sowas sagen wie " du musst nur wollen" oder "du musst dich nur anstrengen". Manche Dinge erreicht man einfach nicht, egal wie sehr man sie gerne hätte.
Aber gibt es nicht doch irgendeine kleine Sache, die für dich realistisch erreichbar wäre? Es muss wirklich nichts großes sein, nur eine Kleinigkeit, die dir helfen könnte dein Leben, vielleicht nicht schön, aber zumindest ertragbarer zu machen?
Zum Beispiel wirst du es vielleicht nicht schaffen, mal mit Hunden in einer Wohnung zu leben, aber vielleicht kannst du in einem Tierheim mit Hunden Gassi gehen?
Kannst du dich etwas im Kleinen zuhause selber verwirklichen? Malst du gerne oder schreibst du gerne Geschichten? ( Ich finde du hast ein sehr gutes Ausdrucksvermögen).
Eine Behindertenwerkstatt, falls es denn dazu kommen sollte, was noch nicht feststeht, ist auch noch lange nicht Endstation. Auch von da kann man immer noch auf den ersten Arbeitsmarkt kommen. Oder es gibt auch so Zwischendinger, wo du erstmal im geschützten Rahmen arbeitest und man dir nicht soviel Druck macht. Ich kann verstehen, dass du dich dort selber nicht siehst. Du wirkst auf mich auch so als hättest du da mehr Potential. Aber so ein Ort kann eine gute Chance sein, sich auszuprobieren und Selbstbewusstsein zu tanken. Wenn du merkst: "Hey, ich kriege das hin, was die hier von mir fordern" ist das ein gutes Gefühl für jemanden, der ansonsten aufgrund von zu viel Druck leider nicht zeigen konnte, was er drauf hat. Und wenn in dir dann mehr und mehr das Vertrauen reift "eigentlich kann ich noch mehr" wird man dir da denke ich keine Steine in den Weg legen und dich nicht auf Teufel komm raus in der Behindertenwerkstatt halten wollen.
Mein Wunsch war es immer, Schriftstellerin zu werden, Sängerin oder Drehbuchautorin. Ich versuche ja schon so viel: ich geh schon länger mit Hunden im Tierheim raus, zeichne und schreibe viele Bücher- Lustiges, trauriges ernstes (meistens science fiction) oder was total bescheuertes, was aber dann doch auch irgendwie lustig ist. Nur ist immer diese Leere in mir, ganz egal was ich auch tue. Meine Kindheit und die Heime in denen ich lebte haben mich zerstört und ich kann nicht mehr so leben. Ich hab nun mal keine Freunde, Familie usw. und jeder Tag ist einfach unerträglich für mich.
 
D

Deliverance

Gast
Huhu,

Ich finde es normal, dass du nach diesen Geschehnissen so denkst. Was macht das Leben da schon lebenswert?
Ich war auch mal an dem Punkt wie du: schlechter Schulabschluss, keine Perspektive im Leben, keine Familie, keine Freunde, schwer traumatisiert und depressiv.
Das war vor 10 Jahren. Ich habe mühsam meinen Schulabschluss nachgeholt, eine Ausbildung und viele Psychatrieaufenthalte mitgemacht, Freunde und einen großartigen Partner gefunden und zu meinen Geschwistern habe ich guten Kontakt.
Mein Bruder ist jetzt mit 32 aus dem Heim gezogen, seinen Realschulabschluss hat er nachgeholt, vorher war er auf der Sonder/Förderschule. Jetzt macht er eine Ausbildung und wohnt seit 2 Wochen alleine :D

Es ist furchtbar hart, sich da raus zu arbeiten. Wir sind oft verzweifelt und wollten ums beide das Leben nehmen. Aber die hatte Arbeit trägt jetzt nach all der Zeit Früchte und lässt uns das Leben genießen!

Du hast auch Glück verdient- leider musst du es dir härter erarbeiten als Andere. Es wird viele Rückschläge geben. Es wird zwischendurch wahrscheinlich echt furchtbar werden.
Das ist die Realität. Die ist richtig scheiße!
Und oft fehlt da jemand, der einen einfach mal in den Arm nimmt und sagt, dass man etwas gut macht.

Jetzt bist du am Boden - in dir schlummert die Stärke, es zu schaffen! Schritt für Schritt.
Du scheinst ein großes Herz zu haben und musst so viel leiden - dieser Zustand wird irgendwann aufhören. Bis dahin ist es noch ein langer Weg.

Ich würde dir raten, deinen Schulabschluss nachzuholen, für die Behindertenwerkstatt wirkst du mir anhand deiner Beiträge zu fit.
Auch wenn du sicherlich andere Phasen haben wirst, wo du durch die Verletzungen deiner Seele blockiert wirst.

Du bist ein Mensch - du hast überlebt - jetzt ist deine Zeit gekommen und niemand kann dich aufhalten!
 

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