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Med. Reha - eure Meinung, bitte

Frage85

Aktives Mitglied
Ich mache derzeit seit ca. 4 Wochen eine Med. Reha (psyche) diese soll 3 Monate gehen.

Allerdings sehe ich es mit gemischten Gefühlen. Hier bitte um eure Meinung.

Bis jetzt sieht der Tagesablauf so aus: meist unter 4 std. Arbeitstherapie, diese verbringe ich hauptsächlich mit putzen..
Ich arbeite jedoch gründlich und achte auch das ich es ordentlich mache. Ab 12 Uhr ist nichts mehr, so das ich erst ab 16 Uhr Freizeit habe und das Gelände verlassen kann. In dieser Zeit schlafe ich meist oder suche mir eine andere Beschäftigung.

Am Donnerstag habe ich immer ein Gespräch bei einem Psychiater, anfangs dachte ich noch, das es mir gut tut und ich meine persönlichen Probleme, Gedanken, Ängste - endlich mit jemanden ansprechen und verarbeiten kann. Aber anscheinend, so meine Gefühlslage im moment, mag dieser mich nicht.

Den ich habe ihm einfach erklärend das erzählt, wer ich bin und wie ich zu diesem Menschen wurde, was mich bewegt und was mich beschäftigt. Ich druckte ihm sogar einen 2seitigen Text aus, den er bis jetzt immer noch nicht gelesen hat, den wenn ich schreibe kann ich mich besser ausdrücken, als wenn ich es sage.

Jetzt vor einer Woche hatte er mir gesagt, das ich ja garnicht krank wäre und das er mir kein Mitleid schenkt, als ich ihm etwas (sorgen, verlust) erzählt hatte. Nun in dieser Woche sagte er mir, das ich ihn provoziere, sobald ich anfange zu reden, das er mir meine Probleme (das ich jemanden aus dem weg gehe) garnicht glaubt und das er mich NICHT Arbeitsfähig sieht, das er mich in einer Behindertenwerkstatt gerne sehen möchte. Ist das aber mein Ziel ? NEIN. Vorallem finde ich das sehr unfair von ihm, das er das bereits jetzt nach ca. 2sdt gespräch sagt und ich habe ihm noch nicht alles erzählt, was mich bedrückt, momentan ist mir da auch ehrlich garnicht mehr nach, da ich einfach die Angst / Sorge vor einer Enttäuschung im Rahmen des vertrauens habe. Das meine Probleme, Ängste, Sorgen dazu führen, das ich komplett einen Stempel erhalte. So das ich nun mit den Gedanken spiele, mir das Gespräch noch einmal mit ihm zu versuchen und wenn er wieder so unsensibel klingt, das ich diesen dann wechsel. Weil ich möchte ja schließlich mit einem guten Gespräch und vertrauen zu jemanden gehen, das ich auch keine Angst habe, das ich mich jemanden anvertraue und öffne. Und das ist momentan garnicht der Fall. Ich habe im mom eher keine Lust mich mit ihm zu unterhalten, da mich bei den letzten beiden malen sein Gespräch so sehr beschäftigt hat.

Ich weiß noch, als ich das Aufnahmegespräch bei dem anderen Arzt gehabt hatte, der mich sogar dazu bewegt hat, das ich dahin gehe, weil er mir sagte, wie schön es ist, wenn man einen Beruf nach geht, sein eigenes Geld verdient und sich auch etwas erlauben = zB eine schöne Wohung, kann. Das ist ja auch mein Ziel.

Aber wenn ich jetzt bereits höre, das ich als Arbeitsunfähig eingestuft werde und er mich in einer Behindertenwerkstatt (wo man meist nur taschengeld bekommt) sieht, dann ist das für mich kein Ziel, sondern eher ein Alptraum.. Den ich stehe jeden morgen (auch wenn ich am liebsten weiter schlafen möchte) pünktlich auf, bemühe mich jeden Tag auf der Arbeit und habe meine Ziele im Kopf, das ich mal arbeite, mein eigenes Geld verdiene, eine Wohnung habe und endlich LEBEN kann.

Und das empfinde ich es mehr als Unfair, das er mich jetzt schon so einstuft, ohne wirklich etwas über mich zu wissen, ohne mich wirklich einzustufen, den bis jetzt hab ich nur geputzt, war weder in der holztherapie, noch auf praktikum. Und das ist zudem nicht mein Ziel, weswegen ich mich zur Med. Reha entschlossen habe.

Weil die verkaufen sich ja schließlich auch so, das sie auf die Ziele der Klienten eingehen.

Und zum putzen, mich stört diese Form der AT nicht. Allerdings wünsche ich mir einfach mal etwas abwechslung. Jemand der 4 Tage vor mir da ist, aber nicht weiß was Obst und Gemüse ist, der war bereits ab dem 2 Tag schon in der Küche. Er backt Kuchen, macht Nachspeisen, arbeitete schon in der Übungsküche und ist viel weiter als ich. Ich stehe im Grunde jeden morgen nur auf, um dort zu putzen und wenn ich mal was anderes selbständig mache, bekomme ich gesagt, das ich mich melden soll - wenn ich eine neue Aufgabe haben möchte. Auch wenn der Arbeitstherapeut heute meinte, das er es toll findet, wenn man sich seine Arbeit selber sucht.. Und auch das kapiere ich nicht


Oder was meint Ihr ?
 

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*Moni*

Mitglied
Puuh, schwer etwas dazu zu sagen, da mir einige Grundinfos fehlen.
Wie alt bist du? Warum bist du da? Hast du einen Behinderungsgrad oder eine (geistige) Behinderung? Vorgeschichte? (Du musst das nicht beantworten)

Unter normalen Umständen hat man das Recht den zugewiesenen Therapeuten zu wechseln. Es müsste Sozialarbeiter vor Ort geben, die dir da helfen könnten.

Warum machst du 4 Std Arbeitstherapie und sonst nichts? Keine Gruppensitzungen, Sport, Autogenes Training oder ähnliches?

Oft erschließt sich der Grund nicht warum man etwas machen muss, die Therapeuten haben da Gründe für.
Zb soll der eine lernen welche Lebensmittel es gibt und ist deswegen in der Küche. Du kannst das aber schon und sollst mehr Gründlichkeit/etc lernen und musst deswegen putzen.
Frag deine Therapeuten am besten auch noch selbst.
Alles Gute.
 

Frage85

Aktives Mitglied
Ich bin wegen der Psyche dort, also ich grübel und erhalte eine erw. Rente.
Vieles kam jeden Falls von Problemen der Familie.

Ja, es sind 4std. und nach 12 kommt einfach nichts mehr, keine Kunsttherapie, keine gruppensitzungen, sport ja (dienstags, dann sieht der Tag so aus: Keine Arbeitstherapie, 30min sport und danach nichts mehr...) kein autogenes training.

Die Reha besteht nur aus 4sdt arbeitstherapie, außer am dienstag die 30min sport. Aber ein ganzer Tag der nur aus 30min sport besteht, ist ja auch nicht das wahre.

Gut, ich mag und will mich auch nicht auf ihn konzentieren, da ich nunmal meine eigenen Probleme habe. Nur finde ich es halt traurig, das jemand mit Abitur nicht weiß, ob Tomaten Gemüse sind und was Bananen sind. Wären es exotische Früchte kann ich das ja noch verstehen, da ich auch nicht alle kenne.

Also ich werde dem Therapeuten noch eine chance geben, sollte er wieder so unsympathisch auf mich wirken, dann bingt das leider nichts für mich und ich werde ihn wechseln.
 

Frage85

Aktives Mitglied

ist das eine Reha wegen Eingliederung in das Arbeitsleben und kam es von der Rentenversicherung?

Grüße ~Stone~



ja genau.

Ich bin ja dort, da ich lange nicht gearbeitet habe und da die Rente jetzt wissen möchte, ob sie weiter zahlen müssen oder nicht. Ist ja alles auch verständlich!

Und ich hatte mich auch dazu entschieden, das ich dahin gehe, da ich bei dem Vorstellungsgespräch auch wieder Mut und Hoffnung bekommen hatte, mein Leben in dem Griff zu bekommen, auch wenn ich (ein anderer Thread) vor dieser Entscheidung auch mir bereits Gedanken zu gemacht, wie auch Bewerbungen verschickt hatte.

Im Vorstellungsgespräch sagte der Psychiater zu mir "Wäre es nicht schön, wenn Sie wie jeder andere einen Beruf nachgehen, ihr eigenes Geld verdienen und sich neben einer schönen Wohnung, auch etwas leisten können?"
Natürlich wäre es schön, den ich habe ja auch meine Träume, wie mir mal was schönes zu leisten oder mal in dem Urlaub zu fahren / fliegen zB in die USA.

Ich bin nun über einen Monat in der Reha, bin jeden Tag bemüht, was bedeutet, das ich meiner Arbeit nachgehe, sie ordentlich mache, dinge / Dreck wegräume, die andere übersehen, das ich jeden Tag pünktlich bin usw.

Andere hingegegen stehen zu spät auf, indem sie entweder verschlafen oder keinen Bock haben, sich dann in ihr Zimmer zurück ziehen, mehrmals eine rauchen = Pause machen, faul sind usw.

Nun hatte der tolle Psychiater (ein anderer) bereits nach der 3 Sitzung (je 30min) zu mir gesagt, das er mich nicht Arbeitsfähig sieht. Aber das beste kommt noch, er will das ich in einer Behindertenwerkstatt gehen soll.

Hier sagte ich, dass das nicht mein Ziel sei. Mein Ziel ist es entweder eine neue Ausbildung zu machen oder so in einem anderen Beruf zu arbeiten. Wichtig wäre mir aber die Ausbildung (die 1 Jahr geht). Er meint aber, das aufgrund meiner Psyche diese Behindertenwerkstatt in Frage käme.... was aber zu mehr frust und Unruhe führt, wenn ich daran schon dran denke.
Und da kann ich meine Träume dann auch abharken, das ich mir mal was leiste oder in dem Urlaub fliege, den ich möchte mir diese wunderschöne Welt ja auch mal ansehen. Ich empfand es als frecht als er zu mir sagte, ob ich den einen Sponsor dafür hätte und kam dann mit den Worten, das ich ja meine Mutter dafür hätte.
Ich will aber auch mal (wie ich es in diesen Jahr im März nach Bayern machte) allein wohin fahren und nicht immer mit meiner Mutter, zumal ich mir auch JETZT mein eigenes Leben aufbauen möchte.

Alles was mich bedrückt hab ich ihn auch nicht erzählt und konnte es auch nicht, den er harkt da immer ab, das er keine lust drauf hat. Ich hab leider den eindruck das er mich eher als ein verwöhntes Kind sieht.. was garnicht einmal der Fall danach ist.

Frech empfand ich es auch, das er zu mir sagte, wenn ich anfange zu reden das ich ihn dann damit provoziere.
Zufrieden bin ich mit diesen Therapeuten nicht und wechseln kann ich ihn auch nicht mal.

Nach ca. 3 Wochen hatte ich mit meiner Sozialp. über meine wünsche und ziele gesprochen, ihr gesagt das die Behindertenwerkstatt nichts für mich sei. Sie sagte laut "Stopp" und das ich mir das mal ansehen soll.
Nun hat der Psychiater es auch wieder angesprochen und das ich mir diese demnächst ansehen soll. Aber ich empfinde diese Reha nun langsam als einen großen Fehler, gut ich bin wegen der rente da, aber ich hab mich ja mehr oder weniger dafür entschieden, da ich sie für mich mache - da ich mein leben ändern möchte.

Und das ich jeden Tag aufstehe, pünktlich auf der arbeit bin und das mir die arbeit spaß macht, ist für mich ein großer Fortschritt. Den ich kenne Tage von früher, da war ich nicht so motiviert. Und der spaß tut meiner Psyche auch gut.

Was ich einfach nicht verstehe, dass das Leitbild der Reha sich nach den träumen und zielen des Klienten richtet, das unser auftrag das ziel der Reha ist. Aber bis jetzt fühl ich mich mehr oder weniger abgestempelt. Da die behindertenwerkstatt im Grunde schon abgeschlossene sache für die ist...…..
und bis jetzt war ich nur in der Hauswirtschaft, nicht einmal in der holzwerkstatt noch in einem Praktikum..... also kann man mich jetzt noch garnicht abstempeln, mit welchem recht auch.
Zumal ich nicht einmal eine Behinderung noch was schlimmes mit der Psyche habe, ich bin halt nur jahre jemanden aus dem weg gegangen, so das ich nicht gearbeitet habe.
 
G

Gelöscht

Gast
Ich kann dich verstehen, wenn ich ehrlich bin, denn ich wurde jetzt dazu gezwungen einen Antrag auf Rente zu stellen und habe der Rentenversicherung auch schon angekündigt, dass wenn ein positiver Bescheid kommt ist dagegen in den Widerspruch gehen werde zur Not auch durch die vollen Instanz.

An deiner Stelle würde ich daher da mal auf den Tisch hauen und zwar nicht nur so: Ich will das nicht machen, sondern mit entsprechenden Argumenten, denn die Behindertenwerkstatt ist tatsächlich oftmals nur eine Sackgasse und zum anderen sollten du dich nicht auf eine Ausbildung versteifen, sondern auf eine Umschulung zu einem Beruf der dir gefällt.

Sollten deine zuständigen Leute dort wieder nicht zu hören wollen oder gar dir Ihre Meinung aufdrücken wollen, rufe bei der Rentenversicherung an und sage es Ihnen wie es ist, nämlich, dass Sie dir nicht helfen und nur noch mehr nieder machen wollen und auch sehr oft durchblicken lassen haben, dass Sie von dir genervt sind, denn ich gebe dir Brief und Siegel darauf, das was die an Bericht erstellen werden wird entsprechend ausfallen, aber nur wer spricht (vor allem mit den richtigen Ansprechpartner in deinem Falle) kann auch gehört werden.
 

Frage85

Aktives Mitglied
Ich kann dich verstehen, wenn ich ehrlich bin, denn ich wurde jetzt dazu gezwungen einen Antrag auf Rente zu stellen und habe der Rentenversicherung auch schon angekündigt, dass wenn ein positiver Bescheid kommt ist dagegen in den Widerspruch gehen werde zur Not auch durch die vollen Instanz.

An deiner Stelle würde ich daher da mal auf den Tisch hauen und zwar nicht nur so: Ich will das nicht machen, sondern mit entsprechenden Argumenten, denn die Behindertenwerkstatt ist tatsächlich oftmals nur eine Sackgasse und zum anderen sollten du dich nicht auf eine Ausbildung versteifen, sondern auf eine Umschulung zu einem Beruf der dir gefällt.

Sollten deine zuständigen Leute dort wieder nicht zu hören wollen oder gar dir Ihre Meinung aufdrücken wollen, rufe bei der Rentenversicherung an und sage es Ihnen wie es ist, nämlich, dass Sie dir nicht helfen und nur noch mehr nieder machen wollen und auch sehr oft durchblicken lassen haben, dass Sie von dir genervt sind, denn ich gebe dir Brief und Siegel darauf, das was die an Bericht erstellen werden wird entsprechend ausfallen, aber nur wer spricht (vor allem mit den richtigen Ansprechpartner in deinem Falle) kann auch gehört werden.
Also ich bin ja anfang 30, habe nach meiner Ausbildung ca. 10 J lang nicht gearbeitet (da ich mich aus Angst versteckt habe) und selbst das wird mir noch aufs Brot vor gesammelter Mannschaft (andere Rehab.) geschmiert, indem gesagt wurde "Sie haben noch nie gearbeitet, sie kennen nicht wie es ist" und was ist mit meiner Ausbildung von 3 Jahren, wo ich täglich 8sdt gearbeitet hatte ? Ist das kein Alltag, um zu verstehen wie es im Berufsleben zu sich geht ?? Genauso wie die vielen Praktika meiner Schulzeit.

Was mich sehr nervt ist der Psychiater. Den er ist nicht der "Ich vertrau ihm alles an Typ" ich hatte ihn anfangs alles erzählt was mich bedrückt hat in den Jahren, wie es in meiner Kindheit war, die Scheidung, der fehlende Besuch usw. und er kommt dann immer damit, das er es nicht wissen möchte, den ich soll mich auf das hier und jetzt konzentieren. Trotzdem möchte ich das gerne mal von meiner Seele sprechen, ohne das er den Eindruck hat das mich der Kram in meinem Alltag beschäftigt.

Dann kamen so Wörter "Sie haben doch garnichts = das ich nicht krank bin" Das er mich schon längst von Zuhause rausgeschmießen hätte, wenn ich sein Sohn wäre.
Dann der Spruch "Ich würde ihn provozieren, sobald ich anfange zu reden"

Ich weiß nicht welche Taktik dahinter steckt, aber ich find sie unsympathisch. Genauso sein Satz, als ich ihm von meinen Träumen erzählt habe, wenn ich arbeiten gehe. Das ich mir etwas von meinem verdienten Geld auch etwas leisten kann (in meinem Fall, was ich natürlich nicht ansprach: Kameras, Kamerazubehör, Spiele, oder mal so für die Wohnung etwas etc.) und das ich dann auch mal vereisen möchte zB in die USA, oder wo anders, da ich noch nie geflogen bin. Wie schaffen das bitte die ganzen unter 30j. Instagram Leute, die in all die schönen Länder reisen, wenn sie keine Influencer sind? Kenne auch privat einen, der ist Krankenpfleger und vereist im Jahr mal nach Dubai, Kuba usw. weil er dafür arbeiten geht und es sich leisten kann.

Und der Spruch vom Psychiater hieß "Sie haben doch Ihre Mutter und Oma, die mich sponsorn können"
Das fand ich einfach nur dreist und frech !

Ich stehe in der Reha jeden morgen auf, bin immer pünktlich, motiviert und gehe meiner Arbeit nach, such mir jetzt auch keine mehr selbstständig..... den ich soll ja immer fragen, sobald ich fertig bin. Ich merke in meinem Kopf, das ich abschalten kann und weniger grübel, den mir macht es spaß zu arbeiten, nur in meinen Kopf kann auch nur ich allein reinschauen und nicht diese Besserwisser. Ich war weder in der Holzwerkstatt, noch in einem Praktikum, also wie kann man dann überhaupt behaupten, das ich in einer Behindertenwerkstatt gehöre ? Nur da mein Arbeitstempo langsam ist ? Es gibt Berufe da wird sowas ÜBERHAUPT NICHT gebraucht, den im Büro sitzt man auf seinen Hintern.
Jetzt kam auch noch neu dazu, das ich keine Leistung erbringe, aber was ist mit der ganzen arbeit die ich getan habe und vorallem das wegputze (eingetrocknete krusten) die andere übersehen ?! Während ich arbeite, rennen andere in der stunde zum 5ten mal zum rauchen raus. Ich selber rauche nicht. Oder sie verziehen sich, da es ihnen nicht gut geht oder krank sind. Ich hatte in der Zeit noch keine schlechte Phase und war auch nicht krank.

Ich verstehe so manches in der Reha nicht. Aber eins weiß ich, jedes Gespräch mit dem Psychiater zieht mich immer mehr herunter, genauso die Behindertenwerkstatt. Was kommt als nächstes? Betreutes wohnen? Ein Betreuer? Der mein Geld einteilt und mit mir einkaufen geht ??!

Ich kann alleine und selbständig einen Haushalt führen, bin sauber, kann saugen und staubwischen, kann alleine einkaufen und komme zudem mit meinen Geld aus.

Hatte dem Psychiater nun letzte Woche gesagt, das diese Werkstatt nichts für mich ist und er kam eben mit der frage wieso ?

Und nun erzählte die Sozialpäd. auch noch davon..... und als ich zu ihr sagte, dass das nichts für mich ist, sagte sie laut "Stopp, ich soll mir diese erst einmal angucken"

Nun in 2 Wochen sitze ich mit beiden zusammen und das Gespräch geht auf jedenfall in diese Richtung. Ich werde es auch sagen, das ich davon nichts mehr hören möchte und mich langsam verarscht fühle, den ich habe andere Ziele und will mein Leben, was ich im Grunde fiele jahre nie gelebt habe, nun auch mal anfangen zu leben. Und in einer Behindertenwerkstatt kann ich auch frust etc. bekommen. Das hat man überall.

Und was kann man sich von ca. 180 oder 211€ im Monat überhaupt leisten ? Kann mir das mal jemand erklären ? REIN GARNIX. Wie lang soll ich den da für eine Reise sparen ? Oder werde ich zusammen mit denen vereisen?
Ich glaube ich würde da KOMPLETT KRANK werden. Allein wenn ich jetzt daran denke.

Mein Ziel ist es entweder Krankenpflegehelfer (1Jahr mit Hauptschulabschluss möglich) oder in den Medien zu arbeiten. Heute hab ich mich mit einem Fotografen unterhalten, er meinte warum sollte es mit Hauptschulabschluss nicht möglich sein? Es ist ein Handwerkberuf und das Auge für Details habe ich. Selbst das hat sich noch keiner von denen angesehen, was ich fotografiere.

Aber am besten kann ich mich mit den mit Rehabilitanten unterhalten, den die verstehen mich und sehen mich ganz anders, wie die Mitarbeiter. Sie meinen ich bringe Leistung, gehe meiner Arbeit an, bemühe mich, bin freundlich und hilfsbereit. Ich kann kommunizieren und habe auch ein Tempo. Und wieviele Menschen die in einem Beruf arbeiten, es gibt auch da schlaftableten, die vom Tempo langsam sind.
Auch das ich zu dick bin, da wurde mir auch gesagt, das ich deswegen nicht arbeitsfähig bin. Aber ich sehe selbst in berufen menschen die mehr wiegen als ich.

Was ich nur nicht verstehe. Ich hab noch 2 Monate vor mir und warscheinlich wird das ganze auch noch verlängert. Aber wieso? Wenn man mich jetzt schon als arbeitsunfähig einstuft ? Oder wollen die nur an mir verdienen ? Ich frage, warum soll die Rente da jeden Monat einen 4stelligen Betrag zahlen, wenn ich schon jetzt arbeitsunfähig bin.

Ich hätte damit ja nicht einmal ein Problem. Aber mit der Behindertenwerkstatt schon eher.
Meine persönliche Sicht ist auch mehr die Ausbeute, gut die Menschen sind beschäftigt, gehen einen normalen alltag an, bekommen essen und rente..

Aber trotzdem, von 200€ kann doch keiner Leben.... sich mal was erlauben... etc. da hat selbst der nicht arbeitende H4 Empfänger mehr im Monat, als jemand der arbeiten geht.

Und ausbeute, deswegen. Da die Werkstatt zum einem Geld erhält und die Firmen dadurch billige Arbeitskräfte bekommen.

Und als Pflegekraft hab ich zudem noch die Möglichkeit überall mal hinzuziehen, wo ich gerne mal hin möchte. Mit Werkstatt müsste man doch wieder hingehen, fragen und eine neue finden. Oder man wird gefragt wieso und weshalb... und dann muss ich mich wieder rechtfertigen. Oder irgendwelche Menschen entscheiden über mein Leben. Das wäre noch schlimmer.

Gut ich habe Grammatik und Rechtschreibfehler, ich schreibe Romane und vielleicht noch wirres Zeug. Aber wenn mich etwas beschäftigt oder gar ankotzt, dann muss das einfach nur raus.

Und mittlerweile frag ich mich halt, wieso das ganze überhaupt noch, wenn ich eh schon den Stempel "Behindertenwerkstatt" habe? Das fiel sogar einen Rehab. auf, das ich anfang so fröhlich rüber kam und jetzt traurig bin. Und warum? Anfangs war ich eben voller Hoffnung, das es mir von der Psyche (mich zieht nichts herunter, sondern mich beschäftigt was bzw die Ängste) besser geht, das es da Menschen gibt bei denen ich mich öffnen kann und die es auch für sich behalten, es geht ja jeder Kleinigkeit direkt durch das Team.... Und das ich einfach mein Leben verändern möchte, das ich eine Arbeit nachgehe, meine 1.200 oder so nach Hause bringe und mir auch mal was leisten kann. Einfach ein normales Leben was jeder von hier führt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Frage85

Aktives Mitglied
Meine Reha ist nun zu ende und ich möchte mich nun auch gern wieder hier zurück melden.

Ich versuche das ganze mal aus meiner Sicht nochmal zu erklären. Mir persönlich hat die Reha (9 Monate war ich dort) nicht wirklich was geholfen.

Zum einem kam ich überhaupt nicht mit dem Psychiater klar, weil ich mich nie über meine Gedanken, Sorgen unterhalten konnte / durfte.

Zum Beispiel das Thema (für mich auch mein Hauptproblem) der Umzug und die Entscheidung in die richtige Stadt. Die Sorgen / Ängste und Träume, die damit verbunden sind. Da kam von ihm immer "Soll ich Ihnen Mitleid schenken ?"

Dann erzählte ich ihm, das ich gerne arbeiten möchte und mein Leben auch ändern will. Das ich ihm erzählt habe, das ich auch mal in die USA reisen möchte oder mir etwas erlauben möchte. Hier kam als Antwort "Sie haben doch Ihre Mutter und Oma, die können sie sponsorn"

Das einzige womit er mir etwas helfen konnte, war mit dem Medikament was ich bekam. Den dadurch wurde das grübeln zum einem weniger und zum anderen hatte ich keine Panikattacken und Ängste (hypochonder) mehr. Die besuche zum Arzt (facharzt) wurden weniger.

Dann haben die Mitarbeiter auch ständig mit mir gemeckert, weil ich eben Hilfsbereit bin. Aber das ist eben meine freundliche Art.

Was ich oft in der Arbeitstherapie zu hören bekam war, das ich vom Arbeitsthempo sehr langsam sei.
Aber ich hab immer etwas getan und auch gründlich. Ich nenne beispiele, jemand räumte das Wurstfach im Kühlschrank mit Wurst und Käse ein. Ich dagegen hab das immer sortiert und zwar so, dass da auch nur Wurst drin lag und dass das mhd (was bald abläuft) oben liegt.
Oder auch beim abputzen eines Tisches. Ich habe diesen gründlich sauber gemacht, wo andere nur kurz drüber gegangen sind....
Und manche standen auch nur so da und haben garnichts gemacht. Ich erinnere mich an Winter. Es hat den einen Tag geschneit und ich wollte eigentlich mit spazieren gehen, aber da mir das backen so eine freude bereitet hat, habe ich dann kekse allein in der küche gebacken. Und zwar das es 4 Teigs wurden.

Andere Rehabilitanten sagten auch, das sie das nicht verstehen, wie sie mich einschätzen. Weil andere garnichts tun und ich dagegen sehr viel.

Dann hatte ich in der Zeit 2 Praktikas gemacht. Das eine im Supermarkt, wo die Leitung auch gesagt hat, das in mir potenzial steckt was gefördert werden sollte und ich in keiner Werkstatt gehöre.
Das Thema Werkstatt musste ich mir auch die gesamten 9 Monate in jeder Sitzung beim Arzt anhören. Es war fürchterlich !!

Mein zweites Praktikum hatte ich im Krankenhaus gemacht. Ich hatte schon Vorfreude. Weil ich zuletzt vor ca. 17 J in Krankenhäuseer Praktikas gemacht hatte und sie mir immer gefielen.
Dieses ging 1 Monat und ich durfte auf 2 Monate erhöhen. Aber aufgrund Corona war ich nur 6 W dort.

Ich war jeden Tag um 5 aufgestanden und war pünktlich dort. Bekam allerdings eine 2 bei der Beurteilung.
Wenn Pause war, hab ich auch immer pünktlich pause gemacht und beim feierabend meist gern mehr gearbeitet :)

Zuerst waren es 4 sdt der Arbeitsbelastung. Dann wurden auf 6.5sdt erhöht. Was mir auch nichts ausgemacht hat. Weils eben spaß gemacht hat.

Was ich gemacht hatte, war zum einem das Frühstück, Mittag, Kaffee verteilen / einsammeln.
Die Grundwäsche der Patienten (sogar im alleingang) bei Bettlegigen.
Krankenhausfahrten der Patienten im Bett / Rollstuhl.
Wenn es geklingelt hat bin ich sofort ins Zimmer gegangen und habe nachgeschaut was der Patient wollte. Hier wurde ich sogar am ersten Tag gelobt. Es hieß das macht nicht jeder Praktikant am Anfang.
Dann hatte ich wenn ich nichts zu tun gehabt habe, den unreinen Arbeitsraum desfinfiziert, die Urinflaschen, Pfannen ein/ ausgeräumt, die Wäschewagen neu befühlt, Bettwäsche hochgebracht, wenn ich neue Betten hoch gebracht hatte.
Zimmer desinfiziert, Betten herunter / neue hoch gebracht, Mahlzeiten angereicht, Patienten angezogen, neue schutzhose angezogen, viel kaffee gebracht :)
Dann auch den Postein/ ausgang sortiert. Auch hier bekam ich lobs, das alle so zufrieden mit mir wären und ich dennen viel Arbeit einspare!
Dann war nach 4 wochen das erste Gespräch mit der Stationsleitung und Betreuerin der Reha.
Es hieß, das ich sehr viel mache für einen Praktikanten. Das ich nzu 150% arbeite und dinge sehe, die andere noch übersehen. Das ich für den Beruf interessiert bin und auch alles genau mir anschaue und es dann ohne nachzufragen umsetze. Nur das ich etwas still sei. Darum wurde das Praktikum dann auch erhöht. Ich kam dann auch aus mir heraus und hab mich mit dem Krankenhauspersonal mehr unterhalten, gefragt wie ihr wochenende war.

Nun, dann war es ja wegen corona vorbei gewesen und ich bekam per Post die Beurteilung.
Es stand wie gesagt die 2 für Pünktlichkeit dort. Was ich jetzt nicht so schlimm empfand. Doch die 3 hat mich gestört für die selbstständige Tätigkeit.
Wir hatten eine andere Praktikantin dort. Diese hatte eine 1 bekommen, obwohl sie immer mit dem rücken zur wand stand. Das fand ich schon ungerecht.
An dem letzten Tag hatte ich ca. 6 Zimmer im alleingang desinfiziert und immer betten hoch gebracht... Da die Servicekraft nicht da war.

Nun erzählte mir dann der Arzt das die Betreuerin der Reha dann beim Krankenhaus angerufen hatte, wegen dem Abschluss gespräch, es hieß, ich sei weder als Krankenpfleger, noch als Krankenpflegehelfer (was ich gerne erlernen wollte) nicht geeignet - noch als Aushilfe wollen sie mich nicht.

Was mich dann total aus der Bahn geworfen hatte! Ich hatte dann noch 2 Monate reha vor mir gehabt. Ich wurde dann als arbeitsunfähig entlassen, bekomme nun weiter die volle erwebsminderungsrente und kann nur 3sdt. arbeiten.

Andere durften Praktikas garnicht machen...... oder andere machten es bei dem familären Betrieb und aus dieser Sicht ist es ungerecht.
Einer arbeitet nun im Pflege Betrieb seiner Mutter, obwohl er eine totale schlafmütze (verschläft) ist. Und er ist nicht einmal gelernter Pfleger.

Dafür das ich mein Leben ändern wollte.

Ich werde es aber noch anderswo versuchen, den mir hat das arbeiten im Krankenhaus sehr gefallen.

In der Reha war meist auch nur Luft gewesen. An der wohnsituation haben sie mir auch nicht geholfen. Nur das ich nun betreutes wohnen bekomme. Was ich auf einer art nicht schlecht finde. Aber das wurde erst beim ende der reha veranlasst. Warum nich vorher? Hatte jetzt das erste Gespräch gehabt. Es ging um den Antrag zum ausfüllen. Dieser wurde aber nur zur hälfte gemacht. Nun kann ich fast 2 Monate auf den nächsten termin warten. Eine andere Rehabilitantin hatte das selbe. Sie wartet immernoch auf ihren Antrag.

Aber so wirklich hilfe brauch ich bei der wohnungssuche nicht, ich denke ich schaff das auch alleine. Auch wenn meine gedanken mom wieder in mehreren städten liegen. ein teufelskreis diese gedanken.
 
O

Oberhelfer

Gast
Ich mache derzeit seit ca. 4 Wochen eine Med. Reha (psyche) diese soll 3 Monate gehen.
Am Donnerstag habe ich immer ein Gespräch bei einem Psychiater, anfangs dachte ich noch, das es mir gut tut und ich meine persönlichen Probleme, Gedanken, Ängste - endlich mit jemanden ansprechen und verarbeiten kann. Aber anscheinend, so meine Gefühlslage im moment, mag dieser mich nicht.
Ein Arzt, Therapeut muß dich nicht mögen, der soll deine Defizite aufdecken.
Das ist oft schmerzhaft, wenn die Erkannt werden, sind ja meist verdrängt, oder im Unterbewußtsein versteckt.
Sonst könntest du ja nach der Reha nicht allein weitermachen, war so schön dieses Verständnis des Therapeuten.
Viele Glauben nach einer Reha wäre alles OK, so ist es nicht
Denn da beginnt erst deine eigentliche Arbeit, das anzuwenden was du mit auf den Weg bekommen hast.
Deine Probleme, Gedanken, Ängste zu verarbeiten und was zu ändern, dazu reichen 3 Monate nicht, ist ja auch nicht über Nacht entstanden deine Erkrankung.
 

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