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Mache mir Gedanken über meine Mutter- was sagt ihr dazu?

AnjamitVicky

Aktives Mitglied
Ich mache mir in letzter Zeit verstärkt Gedanken über die Erziehung meiner Mutter und viele Begleiterscheinungen. Hängt sicher auch mit meiner letzten Mutterschaft zusammen.

Vorab: Meine Mutter und mein Vater sind heute geschieden.
Unsere Erziehung (habe noch Schwester und Bruder), bestand weitestgehend daraus, mit Druck und mit schlechtem Gewissen zu arbeiten und es wurde sehr viel Wert auf die Meinung anderer gelegt.
Meine Mutter war die Dominante. Mein Vater hatte nicht viel zu melden.

Sätze wie:
"Was sollen denn die anderen Leute von dir denken?"
oder "Pfui, schäm dich. Das macht Mama aber ganz traurig" (war eine Situation, in der sich meine Schwester in die Hosen gemacht hat) sind mir bis heute präsent. Es wurde mit emotionalem Druck gearbeitet. Meine Schwester hat daraus sogar eine Zwangsneurose entwickelt.

Unser Bruder war immer der Liebling. Meine Schwester und ich sind zeitweise auch übel beschimpft wurden.
"Ich erschlage dich" oder "Ich drehe dir den Hals um" sind nur einige Beispiele. Ausschließlich von meiner Mutter. Mein Vater hielt sich sehr zurück.

In meiner Teenagerzeit ging meine Mutter auch mehrfach an meine Spardose und nahm sich was sie brauchte. Gleiches lief mit meinen Süßigkeiten.
Es gibt eine Situation, die mich bis heute verletzt. Ich hatte Geld gespart, das ich von Onkel und Tante bekommen hatte und ich kam nach Hause und suchte mein Geld.

Meine Mutter hatte mein Geld in ihren Schrank geschlossen. :mad: Auf die Frage warum, bekam ich zu hören, ich würde nicht mit Geld umgehen können.
Was nie so war. Ich führte seit meinem 13. Lebensjahr akribisch Listen, in denen ich jede Ein und Ausnahme belegt habe. Umso erschütterter war ich, dass dann eben mal 300 DM fehlten.

Tierliebe ging bei meiner Mutter gar nicht und das ist bis heute so. Tiere waren immer mit Ekel verbunden.
Ich erinnere mich an eine Situation. Meine Schwester war 14, ich 17. Wir hatten in einer Zoohandlung ein Meerschwein entdeckt und kauften es uns.
Meine Mutter machte daraufhin ein Theater, als ob wir einen Elefanten gekauft hätten. Wir wurden wüst beschimpft und gezwungen das kleine Tier zurück in die Zoohandlung zu bringen, da sie andernfalls damit drohte, uns vor die Tür zu setzen.
Wie gesagt, wir reden von einem Meerschwein. Meine Tochter hatte diese Phase mal mit 14 und brachte einen Goldhamster mit nach Hause. Ich habe geschmunzelt und er wurde selbstverständlich behalten.
Natürlich mit dem Kommentar, dass wir das zukünftig absprechen, aber man muss es doch nicht übertreiben.
Ich selbst habe mir immer einen Hund oder eine Katze gewünscht, aber dieser Wunsch wurde erst Jahre später wahr.

Ich erinnere mich im nachhinein, dass es zwischen ihr und meiner Schwester handfeste Auseinandersetzungen gab, die auch körperlich heftig waren.
Meine Schwester hatte mehrfach blaue Arme. An mich hat sich meine Mutter nicht mehr rann getraut, als ich mich einmal gewehrt habe und die Nachbarn am nächsten Tag meine Mutter in die Mangel nahmen, wie sie denn mit uns umginge.

Jetzt durch mein 3. Kind und die Zeit zum nachdenken kommt das wieder hoch.
Ich habe immer eine sehr große Enge gespürt. Die Enge wurde erst besser, als ich meinen jetzigen Mann kennenlernte.

Davor hatte ich immer dieses Gefühl der "solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst, Mentalität."

Ich habe mir geschworen, meine Kinder so nie aufwachsen zu lassen wie es bei ihr war und ich habe es bis jetzt auch geschafft.

Leider stelle ich fest, dass meine Mutter jetzt im Alter eher noch schwieriger als zuvor wird.
Sie intrigiert, sie versucht sich in unsere Leben einzumischen und wenn sie keine Aufmerksamkeit auf normalem Weg bekommt, versucht sie es über das Vortäuschen von Erkrankungen


Mittlerweile wiegt sie über 110 kg. Wenn sie nicht arbeitet, sitzt sie in ihrem Ohrensessel und spielt an ihrem Smartphone, klagt dann aber über Verstopfung.

Mit meinem Vater lebt sie nicht mehr zusammen. Ihre Wohnung verwahrlost und sie müllt ein Zimmer nach dem anderen zu.

Ich bin momentan zu sehr auf meine Kinder konzentriert und möchte sie daher nicht zu sehr in mein Leben lassen.
Zu meiner Schwester und meinem Bruder hat sie nur sporadischen Kontakt.

Ihr könnt dazu gern mal eure Meinungen schreiben. Wie ihr das spiegelt.

Wenn ich meine Kinder sehe frage ich mich manchmal, wie ich es unter den Umständen geschafft habe groß zu werden.

Ich sehe meine erste Partnerwahl durch sie geprägt. Zum Glück ist daraus noch was gute entstanden, nämlich meine Tochter, aber den Jahren mit meiner Mutter weine ich keine Träne nach.
 

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G

Gelöscht 75067

Gast
Naja, du kannst deine Mutter nicht ändern. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist immer Schade und traurig mit dem Wissen zu leben keine bessere Mutter gehabt zu haben, aber ändern kann man es auch schlecht. Zudem wird ihr starkes Übergewicht sowieso den Rest geben.
 

AnjamitVicky

Aktives Mitglied
Na, ja den Rest geben ist schon drastisch gesagt. Gut ist es sicher nicht, aber ich bin langsam darüber hinweg mir da Gedanken zu machen.

Ich bin nicht fürs Glück anderer zuständig.
 
B

BeeSun

Gast
Haben wir dieselben Eltern? Nein das haben wir nicht. Aber meine sind genauso. Meine Geschwister reden kein Sterbenswörtchen mehr mit mir, weil auch unsere Eltern daran Schuld sind (mischen sich sowieso überall ein, wollen alles besser wissen) .

Ich kann dir nur raten: Lebe dein Leben mit deiner Familie und wenn deine Mutter wirklich Hilfe braucht, weil sie alt und krank ist, dann sei für sie da. Aber nicht mehr auf diese abhängigkeits Basis.
 
B

BeeSun

Gast
NARZISSMUS !!!

Google mal

"Töchter narzisstischer Mütter"
"typischer weiblicher Narzissmus"
"verdeckter Narzissmus"
"verdeckte narzisstische Mütter"
Darf ich das mal sagen?

Auch bei narzisstischen Eltern mache ich mir Gedanken. Sie sind aber aufgrund ihrer psychischen narzisstischen Krankheit zu dumm meine Sorgen anzuerkennen und wehren mich ab. Ich bin momentan noch Zufrieden in meiner Wohnung.
 

cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Sie sind aber aufgrund ihrer psychischen narzisstischen Krankheit zu dumm meine Sorgen anzuerkennen und wehren mich ab
Zitat Ende

Mit dumm hat das nichts zu dumm.
Manche Leute z.B. Narzissten können andere Menschen und deren Probleme fast gar nicht wahrnehmen, da sich ihre Welt nur um sich selber kreist.

Sie können auch keine Kritik ertragen und können nicht ihre eigenen Anteile an Problemen erkennen.




Anja :

Du hast eine sehr schwierige Mutter und ich kann dadurch manche Fäden von dir besser verstehen.

Ich würde mich auf dein Leben, deine Kinder und Familie konzentrieren.

Deine Mutter machte dich damals und jetzt psychisch fertig .

Hilfst du zuviel schadest du dir selber und anderen Leute wie mit dem kranken Zwerghasen .

Ich würde mich von der Mutter mehr distanzieren.
Du kannst sie nicht verändern.

Es gibt Hilfsdienste, welche sich um sie kümmern können.

Die Adressen würde ich ihr geben, aber ich würde für sie nicht mehr tun.


Entweder nimmt sie von denen die Hilfe in Anspruch oder sie lässt es bleiben.

Als Kind hat sie euch sehr mies behandelt.
 

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