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Lunge verschleimt nach Operation

S

Sorgenmachender Gast

Gast
Hallo, hab da mal ne Frage.

Und zwar ein älterer Bekannter, hat aufgrund von 2 großen Operationen die er hinter sich hat Probleme beim Schlucken. Er trinkt nicht richtig, weil er entweder es nicht kann oder weil er es nicht will. Er ist auch noch nicht so klar im Kopf von der Operation. Kann auch noch nicht so richtig sprechen. Er versucht es aber schon. (Die Ärzte wissen nicht warum er nicht trinkt bzw. er sich dabei verschluckt, weil er nicht richtig schluckt)- So nun bekommt er das Essen und Trinken über die Magensonde. Das bekommt er seit Samstag. Hat zwar Durchfall dabei, aber der Pfleger meinte, es könnte von der Umstellung auf die Magensonde kommen.

Am Wochenende hat er auch noch Fieber bekommen, welches heute Abend bei 37,1 Grad war, also fast weg.

Nun zum eigentlichen großen Problem. Heute haben Sie ihn nochmal Schleim von der Lunge abgesaugt. Er bekommt den Schleim los, aber ist noch nicht kräftig genug, (sehr schwach) diesen raus zu bekommen. Möglicherweise liegt es am trinken? Oder am Liegen. Er sitzt auch mal 2-3 Stunden im Stuhl für die Lunge. Er muss doch den Schleim so losbekommen, das er ihn abhusten und auswerfen kann. Er hatte zwar Wasser in der Lunge, das ist bis auf ein bisschen weg. Klar er hat auch schon immer chronisches Asthma, aber vor der Op konnte er es Problemlos abhusten. Den Ärzten macht die Lunge Sorgen.

Er hat auch erhöhte Entzündungswerte, aber nicht bedrohlich zurzeit so der Pfleger.

Vor zwei Wochen sah es nicht gut aus.(Fast hätte er es nicht geschafft). Er hat sich seitdem schon vom Zustand gesteigert. Ist zwar noch schwach und abgemagert, aber es hat sich gebessert.

Wer kennt das Problem mit dem Schleim und kann Tipps geben, wie man es abhusten kann besser oder so. Vll. kann er es und es liegt immoment an seiner Verwirrung.

Wer kennt sowas und kann mal davon berichten.

Vielen Dank im vorraus. Und sry. für den langen Text!
 

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PsychoSeele

Urgestein
Huhu,

das kann verschiedene Ursachen haben.

Die Gefahr an einer Lungenentzündung zu erkranken ist bei deinem Bekannten sehr hoch. Durch den verminderten Schluckablauf können Getränke und Speisen in die Atemwege gelangen. Dies führt dann zu vermehrter Schleimbildung, da die Nahrungsmittel als Fremdkörper in der Lunge drin sind.
Das Krankenpersonal wird sich dessen bewusst sein und sie sollten da gegen steuern.

Wichtig ist abzuklären warum die Schluckstörung besteht. Das kann zb durch das legen eines Tubus (Schlauch für die Beatmung), weil der dahinter liegende Nerv und oder die Stimmlippen geschädigt werden kann, oder sogar durch einen unerkannten Schlaganfall !!!, kommen. Aber auch eine Magensonde kann den Schluckvorgang beeinträchtigen.

Es gibt zudem ein sogenanntes "Durchgangssyndrom" welches sich nach einer Op durch Verwirrung und oder Halluzinationen zeigt (kurzzeitiges Delir). Dieses sollte aber spätestens nach wenigen Tagen abklingen.

Bei der Schluckstörung sollte dringend die Logopädie hinzugezogen werden, sofern es nicht innerhalb von ein paar Tagen besser wird. Diese therapieren/üben das Schlucken mit dem Patienten. Zudem sollte eine Abklärung von neurologischer Seite her erfolgen. Dies ist natürlich die Aufgabe der Ärzte, du kannst aber ggf nachfragen bzw Hinweise geben.


Es gibt einiges was man tun kann um einer Lungenentzündung zu verhindern bzw um die Lunge zu belüften. Vieles davon gehört in die Hände der Pflege. Ich bin selbst Krankenschwester, deshalb kann ich dir etwas dazu schreiben.

Inhalationen, Vibrationsmassagen, schleimlösende Medikamente, spezielle Lagerungen sind pflegerische Tätigkeiten bzw müssen vom Arzt verordnet werden.
Vielleicht steht ja so ein kleiner Atemtrainer Triflo (hat zwei oder drei Bällchen in Säulen) am Bett.
Das sollte der Patient drei bis vier mal am Tag machen.
Anleitung durch Krankenschwester!

Es sollte zudem geschaut werden, wenn noch nicht geschehen, dass der Patient auf die Beine kommt. Mobilisation erfolgt ebenfalls auf Arztanordung bzw erfolgt nach Schema im Behandlungsplan.


Das was ich schrieb ist überwiegend die Aufgabe der behandelnden Ärzte/Pfleger.
Wenn du ihm helfen möchtest, dann spreche dich mit dem Personal ab, was du tun darfst.
Unterstützen kannst du ihm, wenn er husten muss, indem du ihm hilfst in eine möglichst aufrechte Position zu bringen und ihn zu motivieren abzuhusten. Das Sekret sollte er ausspucken. Ein leichter Druck auf eventuelle Op Narben am Bauch lindern Schmerzen.
Hustentees lösen auch Schleim und fördern den Abfluss.
Wick vaporup auftragen auf die Brust.

Ja und es ist eben wichtig das er viel trinkt. Wenn er nicht genug trinken kann dann wird er Infusionen erhalten. Getränke können auch mit einem Pulver angedickt werden, was besser zu schlucken ist. Das entscheidet aber die Logopädie und oder die Ärzte.

Ich habe jetzt nur einen groben Überblick gegeben, da das sonst den Rahmen sprengen würde, und es eben fachliche Kompetenzen erfordert.

Liebe Grüße
SchwarzeSeele
 
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S

Sorgenmachender Gast

Gast
@schwarze Seele

Mein Bekannter hatte heute nicht mehr viel Fieber. Heute Abend war das Fieber weg. Er war auch wach aber halt eben hat nicht gepsprochen.

Habe auch kurz mit dem Arzt gesprochen, der sagte die Lungenblässchen sind etwas besser. Was heißt das denn genau. Ich habe ihn nicht so richtig verstanden. Und er sagte, das sie im laufe der Woche nochmal Wasser zwischen Lunge und Rippenfell absaugen wollen, das würde ihn immoment nicht Beeinträchtigen aber besser wäre es. Zu den Fieber sagte er das ist ein kommen und gehen so ne Art Schübe. Und für den Durchfall bekommt er jetzt irgendwas ab morgen, da sie einen Keim vermuten.

Mir macht er halt eben vom Kopf her am meisten sorgen. Er liegt da, mit offnene Mund. schaut mich auch an und erkennt mich und andere, aber er sagt nicht, bzw. er versucht es ab und zu und es kommt aber nicht viel Sprache raus. Woran kann das wohl liegen? Ist er einfach dafür noch zu schwach. Am Sonntag hat er besser und vor allem mehr gesprochen. Im Kopf haben sie nix organisches sprich irgendeine Blutung oder so gefunden. Und vor den Ops war er auch ganz normal und so.

Naja man macht sich ja schon Gedanken. Wenn du das liest, wäre ich sehr dankbar wenn du nochmal was dazu schreiben könntest.

Vielen Dank.
 

Medizinmann

Aktives Mitglied
Man kann auch 3 x täglich 500 mg L-Cystein geben. Das ist allerdings nicht als medizinischer Rat zu verstehen und nur nach Rücksprache mit dem Arzt, denn wahrscheinlich bekommt er bereits Schleimlöser (z. Bsp. N-Acetyl-L-Cystein, was meiner Meinung nach die schlechter (verträgliche) Form ist).

Gutes Schwarzkümmelöl zusätzlich einnehmen würde wohl auch nicht schaden.
 

PsychoSeele

Urgestein
Huhu,

vereinfacht gesagt, heißt das, dass die Lunge wieder besser Sauerstoff aufnehmen und Kohlendioxid abgeben werden kann. Die Lungenbläschen übernehmen diese Funktion. Falls ein Infekt vorliegt, ist der Stoffaustausch dort erheblich behindert. Aber das wird ja wieder besser.

Beim Pleuraerguss (Wasser zwischen den Lungenfellen), das beeinträchtigt die Atmung ebenfalls, da sich die Lunge nicht richtig ausdehnen kann.
Die Ärzte haben das anscheinend im Griff, sonst würde es nicht besser werden. Ich drück die Daumen, dass es auch noch besser, wenn die Ursache behandelt, wird

Vielleicht strengt ihn das reden an, weil er die Probleme mit der Lunge hat. Aber ich kann nur "raten", da ich deinen Bekannten bzw seinen Krankheitsverlauf nicht kenne.
Letztlich kannst du nur abwarten und mit den Ärzten im Gespräch bleiben.

Wenn neurologisch keine Auffälligkeiten sind, ist das schon ein gutes Zeichen. Es scheint aufwärts zu gehen und das ist, vorsichtig gesagt, eine gute Tendenz.
Dein Bekannter ist schwer krank, ich denke, er wird noch einige Zeit brauchen, bis er sich erholt hat, falls er sich ganz erholen wird.


Falls du bei einem Gespräch mit dem Arzt etwas nicht richtig verstehst, dann frage ruhig nach. Das ist überhaupt nicht schlimm.
Ich hoffe das ich dir ein wenig die Ängste nehmen konnte.

Liebe grüße
SchwarzeSeele
 
S

Sorgenmachender Gast

Gast
Hallo schwarzeSeele,

Vielen Dank für die Antwort. Jetzt verstehe ich eins nicht. Er hat noch Durchfall durch einen Darmkeim. Bekommt dafür etwas. Aber er verweigert Essen und Trinken. Erst mit Härter Durchgreifen trinkt er etwas mit dem Löffel. Die Logopädie sagte er müsse es einfach können. Auch Schlucken müsse er können.

Warum verweigert er das? Er geht schon mit dem Physiotherapeuten mit dem Rolator und ist vor zwei Tagen morgens alleine aus aller Kraft vor dem Bett gestanden. Er ist auch nicht mehr so häufig viel müde eher nen bißchen Dösen.


Wie kann man ihn zum Essen und Trinken nahebringen. Man verzweifelt schon, da er mit Verwandten die ihn füttern wollen und auch mit dem Pfleger auch laut und frech wird.

Vielen Dank für die Antwort nochmals.
 

PsychoSeele

Urgestein
Huhu,

jemanden zum essen und trinken zu animieren ist nicht einfach.
Vielleicht schämt er sich für den Durchfall und verweigert deshalb die Nahrung und Getränke.

Ich hab dir dazu mal einen link rausgesucht, das alles aufzuschreiben ist mir jetzt gerade zu viel da ich im Moment nur kurz Zeit habe.. Das ist zwar auf Demenzkranke bezogen, das macht aber nichts. Diese Tipps könnten vielleicht hilfreich sein.
Du kannst da ruhig experimentieren.

Pharmazeutische Zeitung online: Ernährungsprobleme: Ausreichend essen und trinken trotz Demenz

Viel Glück.

Liebe grüße
SchwarzeSeele
 
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