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Lernblockade und Lernwille/ Übermotiviert

MapleAru

Mitglied
Hey liebe Hilferuf-community,

Ich habe so ein kleines Problem. Eigentlich ist es nicht so wild, aber vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps und Möglichkeiten, wie ich mich überwinde. Folgendes: Aktuell studiere ich und in zwei Wochen finden die ersten Prüfungen statt. Dieses Semester war ausschließlich (dank den Umständen) digital und ich habe mir das eineinhalbfache des empfohlenen Workloads (statt 30, 45 ECTS) aufgeladen. Natürlich nicht unüberlegt, sondern vorsichtig abgewogen und auch das Semester über fleißig nebeher mitgezogen. Alle Fristen konnte ich bisher gut erfüllen und aktuell bin ich noch guter Dinge alles, oder zumindest den Großteil zu meistern. Leider geht es nun aufs Ende zu und ich weiß nicht wieso, aber plötzlich komme ich einfach nicht mehr so schnell hoch und mit der Motivation und Konzentration hapert es auch ein wenig. Ich lerne trotzdem genug, denke ich bisher mal, um zumindest zu bestehen, aber ich würde mich wohler fühlen, noch ein oder zwei Wochen Turbo geben zu können. Noch kann ich mich von manchen Prüfungen abmelden, aber eigentlich will ich das nicht. Auf lange Sicht strebe ich nämlich ein (verschobenes) Parallelstudium zu meinem Master an und dazu möchte ich meine Arbeitsweise erst optimieren und testen. Mein (berufliches) Ziel motiviert mich zwar und ich komme voran und bin halbwegs kontinuierlich am Lernen, nur habe ich manchmal echt Schwierigkeiten mich dauerhaft zu motivieren und lange Zeit am Stück zu lernen. Habt ihr Tipps wie ich noch besser/effektiver vorgehen kann? Wie ich in mir Disziplin aufbauen kann, mehr zu geben? Keine Sorge, ich will nicht über das Maximum und später einen Burn-out, so fühle ich mich noch nicht. Bis zu 6 Stunden pro Tag zu lernen, ohne Konzentrationsschwächen und Ablenkung würde ich schon gerne schaffen und habe auch schon darüber nachgedacht mir Mittel zu holen. Aber bin ich dazu glaube ich zu stolz.
Na hoffentlich war das nicht zu sehr Gutefrage.net-Niveau und ich verschwende mit meinen seichten Themen nicht euren Mittag! Ich würde mich über Tipps, Ideen, Anregungen und Kommentare sehr freuen!
Sonnige Grüße!
 

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Daoga

Urgestein
Laß beim Lernen den Spaßfaktor nie zu kurz kommen. In jeder Materie steckt irgendwo Spaßpotential drin, egal ob bei Jura oder bei Buchhaltung. Zum Beispiel, indem man sich Szenen ausdenkt, wo man das Gelernte real anwenden kann. Manchmal gibt es schon Lektüre dazu, z. B. Grimms Märchen aus Sicht des heutigen Strafrechtes.
 
A

Alböguhl

Gast
Bis zu 6 Stunden pro Tag zu lernen, ohne Konzentrationsschwächen und Ablenkung würde ich schon gerne schaffen und habe auch schon darüber nachgedacht mir Mittel zu holen. Aber bin ich dazu glaube ich zu stolz.
Jetzt im Studium schon ( Mittel ) zu nutzen, wie willst du dann im Berufsleben durchalten.
Was noch dazu zu den Mitteln, wenn du jetzt schon überfordert bist, sonst brauchtest du das ja nicht!
So fangen oft Sucht, Drogenkarrieren an:
Wie viele Studenten sich in Deutschland tatsächlich mit leistungssteigernden Mitteln wie dem Wirkstoff Methylphendidat dopen, ist nicht bekannt.
Der gesunde Menschenverstand läßt jedoch ahnen: Dauerhaft wenig Schlaf und stetige Leistung, das kann weder gesund für Körper, noch für das Gehirn sein.
Zudem unterdrückt das Methylphenidat Durst und Hunger, jegliche Warnsignale des Körpers werden nicht mehr wahrgenommen.
Auch führt es dazu, daß der Student seine eigenen Fähigkeiten falsch einschätzt.
Solange er sich am Schreibtisch befindet ist das lediglich gefährlich für ihn selbst – wechselt er jedoch z.B. in den Straßenverkehr, steht auch die Gesundheit anderer auf dem Spiel.
Und dies rechtfertigt weder ein Motivations-, noch ein Zeitproblem.
 

Youshri

Aktives Mitglied
Du solltest Dein Arbeitspensum kennen und es auch einhalten bzw. respektieren. Jeder hat seinen individuellen Rhythmus. Pausen einlegen ist das wirksamste Mittel, um das Gelernte zu behalten. Ich verstehe auch nicht so ganz, wieso Du mit Dir selbst in Competition gehen willst? Warum verlangst Du von Dir soviel? Geh vernünftig mit Deiner Gesundheit um und denke, selbst Maschinen gehen mal kaputt.
 

MapleAru

Mitglied
Jetzt im Studium schon ( Mittel ) zu nutzen, wie willst du dann im Berufsleben durchalten.
Was noch dazu zu den Mitteln, wenn du jetzt schon überfordert bist, sonst brauchtest du das ja nicht!
So fangen oft Sucht, Drogenkarrieren an:
Ich bin mir bewusst, dass ich diese Mittel romantisiere. Insgeheim hoffe ich auf ein Wundermittel, dass mich dazu bringt Top-Leistung im hohen Maße zur erzielen. Zumindest Ritalin hilft aber maximal nur beim Konzentrieren, soweit ich das verstanden habe. Das Gute ist, ist, dass ich mir das nicht zutraue. Die Leistung würde sich unverdient anfühlen und ich wäre sowieso zu hadernd dabei, weil ich nicht wüsste, welche Folgen das für mich hat (Abhängigkeit usw.) Zudem fühle ich mich nicht soo überfordert. Mein Studiumgang ist nicht so wild. Einzig die Matheanteile später machen mir Sorgen. Aber du hast recht. Wenn mir das Studium nur mit Mittel machbar erscheint (das tut es zum glück nicht), sollte ich wohl besser meinen Berufswunsch überdenken!
 

MapleAru

Mitglied
Laß beim Lernen den Spaßfaktor nie zu kurz kommen. In jeder Materie steckt irgendwo Spaßpotential drin, egal ob bei Jura oder bei Buchhaltung. Zum Beispiel, indem man sich Szenen ausdenkt, wo man das Gelernte real anwenden kann. Manchmal gibt es schon Lektüre dazu, z. B. Grimms Märchen aus Sicht des heutigen Strafrechtes.
Eine echt gute Idee. Tatsächlich lerne ich bereits in Teilen so, dass ich mir Beispiele konzipiere, die den Stoff verdeutlichen. Gut, meine Fälle sind nur nie witzig ^^ In Mathe könnte das noch extra Kreativität abverlangen. Leider kann ich mit der Methode kaum immer/Alles lernen, weil es auf Dauer recht zeitintensiv ist.
 

MapleAru

Mitglied
Du solltest Dein Arbeitspensum kennen und es auch einhalten bzw. respektieren. Jeder hat seinen individuellen Rhythmus. Pausen einlegen ist das wirksamste Mittel, um das Gelernte zu behalten. Ich verstehe auch nicht so ganz, wieso Du mit Dir selbst in Competition gehen willst? Warum verlangst Du von Dir soviel? Geh vernünftig mit Deiner Gesundheit um und denke, selbst Maschinen gehen mal kaputt.
Ich würde noch nicht meinen, mein Arbeitspensum zu überschreiten. Ich weiß, dass ich nur (leider ausschließlich in Stresszeiten) mehr leisten kann und könnte. Ich verlange ja keine Monate auf Höchstleistung -> im Gegenteil von selbst bekomme ich das ohne Druck von außen nicht mal für ein paar Wochen hin. Es fühlt sich an, als würde ich nur eine Mindestleistung erbringen, wenn ich mehr möchte, greifen Faulheit, Motivations- und Aufmerksamkeitslücken ein. Ich beneide Andere, die es schaffen tagelang stundenweise ein ganzes Semester nachholen zu können und würde nur ein Bruchteil von dieser mobilisierenden Energie additionell zu meiner bisherigen Leistung benötigen, um glücklicher und effizienter zu sein!
 

Youshri

Aktives Mitglied
Jetzt verstehe ich Dich aber nicht richtig: Du brauchst viel Stress, um dann erst so richtig loslegen zu können und auch viel Arbeit zu leisten? Ich nahm an, dass Du Dich von selber überfordern willst, um immer mehr und noch viel mehr leisten zu können. So, als wolltest Du immer weiter höher hinaus.
 

MapleAru

Mitglied
Jetzt verstehe ich Dich aber nicht richtig: Du brauchst viel Stress, um dann erst so richtig loslegen zu können und auch viel Arbeit zu leisten? Ich nahm an, dass Du Dich von selber überfordern willst, um immer mehr und noch viel mehr leisten zu können. So, als wolltest Du immer weiter höher hinaus.
Nein, Verzeihung, dass das so unklar ist! ^^ Nein, ich will mich nicht überfordern. Will ja nicht bereits im Studium einen Burn-out! Das Einzige was ich möchte ist mehr Disziplin/Konzentration/momentane Motivation beim Lernen. Nicht mich ablenken lassen, sondern mich fokussiert auf meinen Lernsstoff zu richten für idealerweise mehrere Stunden am Tag (mit Pausen zwischendrin natütlich). Ich schaffe es selten über den Tag verteilt um die 6 bis 8 Stunden zu lernen, was ich schade finde. Das muss ja nicht jeden Tag sein. Nur eben in den Wochen, bevor es ernster wird.
 

Youshri

Aktives Mitglied
Vielleicht bist Du dann so eine Art Saisonarbeiter? und hast periodenweise starke Lernschübe und dann wieder Flaute? Dann vertraue ruhig auf Deine Energieverteilung, denn es hat dann keinen Zweck, eine Disziplin anzustreben, die mit Deinem Temperament nicht zusammen passt. Denn Lernen und das Gelernte behalten und begreifen, sind ja zweierlei.
Ansonsten, wenn Du sowieso unter einem Disziplinmangel leidest, hilft Meditation. Aber auch dazu braucht man Disziplin.
 

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