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Leitfaden für das Leben?

D

Don944

Gast
Hallo,

in letzter Zeit seh ich irgendwie immer mehr Fernsehr besonders lass ich nebenbei auch mal so Sendungen wie Taff laufen oder Sam wenn ich Mittags schon von der Arbeit nachhause komme. Was ich da sehe, erschreckt mich schon manchmal sehr stark. Um mal ein paar Dinge aufzuzählen:

Es ist völlig normal in der heutigen Jugend, dass man mit 13 herum Beziehungen hat und Sex hat. Normal, dass man am Wochenende in Clubs geht und irgendwo immer was zum abschleppen ist. Ach....meißt reicht ja nur ein Hallo und schon liegt man in der Kiste. Selbstverständlich, dass man mit 23 schon "übertrieben" die halbe Welt gesehen hat, sei es mit Freundeskreis unterwegs gewesen oder mit Freundin. Dazu ein Kapital hat von dem einige nur Träumen obwohl sie nebenbei studieren.

Gut, einiges ist in den Medien viel gelogen und was das Kapital angeht, gibts ja bei einigen immer noch geldspendende Eltern. Jedenfalls hab ich daraufhin mich im Internet informiert in Chats und Foren auf denen hauptsächlich um das Leben geredet wird, und wie oft gehört ja dazu das Thema Beziehung. Interessant fand ich einfach, wie diese Leute die da so schlau reden eigentlich drauf sind.

Nachdem kam ich zum Entschluss, dass ich mein Leben bis jetzt (23 Jahre) total verschlafen habe und mit meiner derzeitigen Einstellung mich nicht wundern brauch, wenn ich noch nie eine Freundin hatte, keine Freunde und mittlerweile eine Sozialphobie habe. Mit alten Klassenkameraden hab ich geredet und wenn ich selbst von Leuten höre die ich persönlich gut kenne, dass ich nie irgendwann gelebt habe, weiß ich nicht mehr weiter.

Zu meiner Situation: Bin 23m, Eltern haben sich geschieden als ich 11 war, wurde von Mutter aufgezogen und in meiner pupertären Entwicklung durch einer ...naja, leicht herrischen Mutter unterdrückt. Das Wort "Sex" wurde nie in meiner Gegenwart ausgesprochen und wenn, dann nur ganz heimlich in der Ahnung, dass ich nicht weiß was das ist. Selbstständigkeit wurde so übermittelt, dass ich alles selbst machen muss und NIE anderen vertrauen darf. Nach einigen qualvollen Jahren in der Schule fing ich an, eine Ausbildung nach der anderen hinzuwerfen weil ich nicht wusste ob mir das gefällt. Nun wurde ich mit 22 erst fertig mit einem relativ sicheren Job. Die ganzen Jahre als Azubi waren auch nur von Unterdrückung geprägt und mit meinem jetzigen Menschenhass ist es mir unmöglich, soziale Kontakte aufzubauen.
Wenn ich dann aber sehe wie so manche 17jährige schon mehr erlebt haben als ich, könnt ich fast zusammenbrechen. Leider weiß ich nicht was ich tun soll, wo anfangen und zu unterscheiden was richtig und falsch ist. Wenn mir wer ein paar Tipps schreiben kann, immer gerne her damit!
 

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EuFrank

Gast
Hallo Don944!

Hallo,

in letzter Zeit seh ich irgendwie immer mehr Fernsehr besonders lass ich nebenbei auch mal so Sendungen wie Taff laufen oder Sam wenn ich Mittags schon von der Arbeit nachhause komme. Was ich da sehe, erschreckt mich schon manchmal sehr stark. Um mal ein paar Dinge aufzuzählen:

Es ist völlig normal in der heutigen Jugend, dass man mit 13 herum Beziehungen hat und Sex hat. Normal, dass man am Wochenende in Clubs geht und irgendwo immer was zum abschleppen ist. Ach....meißt reicht ja nur ein Hallo und schon liegt man in der Kiste. Selbstverständlich, dass man mit 23 schon "übertrieben" die halbe Welt gesehen hat, sei es mit Freundeskreis unterwegs gewesen oder mit Freundin. Dazu ein Kapital hat von dem einige nur Träumen obwohl sie nebenbei studieren.

Gut, einiges ist in den Medien viel gelogen und was das Kapital angeht, gibts ja bei einigen immer noch geldspendende Eltern. Jedenfalls hab ich daraufhin mich im Internet informiert in Chats und Foren auf denen hauptsächlich um das Leben geredet wird, und wie oft gehört ja dazu das Thema Beziehung. Interessant fand ich einfach, wie diese Leute die da so schlau reden eigentlich drauf sind.

Nachdem kam ich zum Entschluss, dass ich mein Leben bis jetzt (23 Jahre) total verschlafen habe und mit meiner derzeitigen Einstellung mich nicht wundern brauch, wenn ich noch nie eine Freundin hatte, keine Freunde und mittlerweile eine Sozialphobie habe. Mit alten Klassenkameraden hab ich geredet und wenn ich selbst von Leuten höre die ich persönlich gut kenne, dass ich nie irgendwann gelebt habe, weiß ich nicht mehr weiter.

Zu meiner Situation: Bin 23m, Eltern haben sich geschieden als ich 11 war, wurde von Mutter aufgezogen und in meiner pupertären Entwicklung durch einer ...naja, leicht herrischen Mutter unterdrückt. Das Wort "Sex" wurde nie in meiner Gegenwart ausgesprochen und wenn, dann nur ganz heimlich in der Ahnung, dass ich nicht weiß was das ist. Selbstständigkeit wurde so übermittelt, dass ich alles selbst machen muss und NIE anderen vertrauen darf. Nach einigen qualvollen Jahren in der Schule fing ich an, eine Ausbildung nach der anderen hinzuwerfen weil ich nicht wusste ob mir das gefällt. Nun wurde ich mit 22 erst fertig mit einem relativ sicheren Job. Die ganzen Jahre als Azubi waren auch nur von Unterdrückung geprägt und mit meinem jetzigen Menschenhass ist es mir unmöglich, soziale Kontakte aufzubauen.
Wenn ich dann aber sehe wie so manche 17jährige schon mehr erlebt haben als ich, könnt ich fast zusammenbrechen. Leider weiß ich nicht was ich tun soll, wo anfangen und zu unterscheiden was richtig und falsch ist. Wenn mir wer ein paar Tipps schreiben kann, immer gerne her damit!
An Sendungen wie taff und sam darfst Du Dich schon mal überhaupt nicht orientieren. Diese Sendungen sind weder repräsentativ noch vorbildlich. Sie wollen einfach quotengeil ein voyeuristisches Bild einiger speziell ausgewählter Leute geben. Der durchschnittliche Deutsche Jugendliche ist vermutlich ganz anders.

Es geht nicht darum, besonders viel Tolles erlebt zu haben. Und Sex an sich hat auch keinen besonderen Wert. Wichtig ist meines Erachtens, dass Du für Dich einen Lebensstil findest, mit dem Du Dich gut identifizieren kannst. Ich würde Dir einen Weg empfehlen, der Dich motiviert (das Gegenteil von einer EgalHaltung). Du brauchst eine oder mehrere Sachen, für die Du Dich engagieren und für die Du Dich einsetzen kannst. Dann klappt meistens auch ganz gut der andere Rest.
 
K

kriemhild

Gast
Sehe ich auch so. Es gibt sicher irgendetwas, das dich interessiert. Wie siehts aus mit Sport, Musik? Wo könntest du deine Fähigkeiten einbringen? Du könntest dich auch anderweitig engagieren, vielleicht im sozialen Bereich. Hier bei uns gäbe es z.B. die freiwillige Feuerwehr (sind viel junge Leute drin), das Rote Keuz und v.m. Eufrank hat Recht, alles andere klappt dann auch, wenn du erst einmal erfährst, dass du gebraucht wirst. Orientiere dich nicht daran, was die "anderen" tun.Du bist du, dein Leben ist bisher sicher nicht gut verlaufen, aber das ist kein Grund, sich zu verkriechen. Fange langsam an, stelle nicht zu hohe Forderungen an dich selbst.
Ich wünsche dir viel Kraft!
Kriemhild
 
E

EuFrank

Gast
Sehe ich auch so. Es gibt sicher irgendetwas, das dich interessiert. Wie siehts aus mit Sport, Musik? Wo könntest du deine Fähigkeiten einbringen? Du könntest dich auch anderweitig engagieren, vielleicht im sozialen Bereich. Hier bei uns gäbe es z.B. die freiwillige Feuerwehr (sind viel junge Leute drin), das Rote Keuz und v.m. Eufrank hat Recht, alles andere klappt dann auch, wenn du erst einmal erfährst, dass du gebraucht wirst. Orientiere dich nicht daran, was die "anderen" tun.Du bist du, dein Leben ist bisher sicher nicht gut verlaufen, aber das ist kein Grund, sich zu verkriechen. Fange langsam an, stelle nicht zu hohe Forderungen an dich selbst.
Ich wünsche dir viel Kraft!
Kriemhild
Sympathisch geschrieben :).
 
E

EuFrank

Gast
Hallo Don944!

Ich möchte noch etwas ergänzen. Selbst wenn Du im Augenblick orientierungslos bist - ich finde es sehr gut, dass Du eine gewisse Unzufriedenheit mit Deiner Situation empfindest und nach Alternativen suchst.

Jemand, der mit aller Kraft nach einem besseren Leben sucht, hat meine Achtung.
 

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