Anzeige(1)

Leibliche Mutter ausfindig machen-wie vorgehen?

G

Gast678

Gast
Hallo an alle :)
Ich wurde als Baby zur Adoption freigegeben,die Gründe dafür möchte ich jetzt nicht so genau erläutern.Mittlerweile bin ich Mitte 20 und habe mich dazu entschlossen,nach meinen Wurzeln zu suchen.Vom Magistrat habe ich vor einiger Zeit einen Bericht erhalten,der einige Informationen über meine leibliche Mutter enthält,unter anderem eine Adresse und einen Telefonnummer.Diese Informationen waren zu dem Zeitpunkt,als der Bericht geschrieben wurde,aktuell,es könnte also sein,dass sie in der Zwischenzeit umgezogen ist (der Bericht wurde geschrieben,als sie noch mit mir schwanger war,also vor fast 25 Jahren).Die Adresse,die in dem Bericht steht,ist ungefähr eine halbe Stunde von meinem Wohnort entfernt.Ich habe bereits in einigen Online Telefonbüchern nach ihr gesucht und es scheint,als würde die Telefonnummer immer noch stimmen.Auf Facebook & Co würde es nicht viel nutzen,nach ihr zu suchen,da ich nicht weiß,wie sie aussieht.
Ich weiß leider echt nicht,wie ich weiter vorgehen soll und habe gehofft,hier vielleicht Rat von jemandem zu finden,der eine ähnliche Situation erlebt hat oder allgemein ein paar Ideen bzw Ratschläge...
 

Anzeige(7)

Daoga

Urgestein
Statt gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, ist es vielleicht ratsam, schön altmodisch erst mal einen höflichen Brief zu schreiben. Daß Du Deine Mutter unverbindlich kennenlernen möchtest und um Antwort bittest, ob ja oder nein (leg sicherheitshalber einen frankierten Rückumschlag bei). Kann ja sein, daß sie kein Interesse an einem Treffen hat, aus ganz persönlichen Gründen. Sie hatte ja auch damals ihre Gründe, Dich herzugeben, die könnten nach wie vor in Kraft sein (z. B. familiäre Probleme, neuer Partner oder was anderes).
Wenn Du von einem Magistrat schreibst, ist das wohl nicht in Deutschland. Österreich?
 

Daoga

Urgestein
P.S. wenn Du sie anschreibst, laß auf jeden Fall ein paar Worte über deine Adoptiveltern fallen. Ob Du ein gutes Leben hattest oder eher mies. Auch wenn sie Dich vielleicht nicht treffen will - interessieren wird es sie sicher, was mit Dir geschehen ist.
 

Bodenschatz

Namhaftes Mitglied
Leider gibst Du , obwohl Du vollkommen anonym bist, kaum Infos preis.
Also kann man Dir eigentlich nur raten, dass Du die Informationen über Deine Mutter, die Dir vorliegen, auswertest.
Wann war sie wo, warum wird sie da gewesen sein, wie kann ihr Umfeld ausgesehen haben und wer mag sie kennen gelernt haben, woher mag sie gekommen sein und warum.
Dazu käme in Betracht, dass Du versuchst, ein Gespräch mit (D)einem Vater zu bekommen, und auch in den Spiegel zu sehen, um herausragende Merkmale, die Du vererbt bekommen hast, festzustellen.
 

cucaracha

Namhaftes Mitglied
Ich würde ihr auch einen Brief schreiben..
Wenn sie nicht antwortet würde ich vermutlich versuchen bei ihr anzurufen oder bei ihr zu klingeln, um zu sehen ob die Adresse stimmt.
Es wäre wichtig, dass du deine Mutter zumindest einmal sehen könntest.

Allgemein würde ich vorsichtig dabei vorgehen und von ihr nicht viel erwarten.
Es kann sein, dass sie sich freut dich zusehen und ihr im Gespräch eure Vergangenheit klären könnt.
Aber es könnte auch sein, dass sie mit dir nicht viel zu tun haben möchte.
Das muss man dann auch akzeptieren.

Ein Treffen mit ihr könnte für dich schön sein, es könnte aber auch ein Schock und eine negatives Erlebnis für dich sein.
 

Baffy

Aktives Mitglied
Einen Brief würde ich nicht schreiben. Was ist, wenn ihre Familie garnichts von dir weis und die den Brief aus versehen lesen? Die fallen aus allen Wolken.
Du könntest das Produkt von Missbrauch/Vergewaltigung oder sonst was sein, was dann? (Spekulativ)
Ich würde deine leibliche Mutter versuchen alleine zu sprechen, irgendwo auf der Strasse vielleicht und sie fragen ob sie mit mir reden möchte. Wenn nicht, dann akzeptiere das.

Und ja, oft ist auch besser, wenn man das alles garnicht weis und es so läßt wie es eben ist..... LG
 

gigi2

Namhaftes Mitglied
Ich stimme baffys Meinung zu.
Was bringt es Wirbel und Unruhe in das Leben deiner Erzeugerin zu bringen?
Ich kann verstehen, dass du sie kennen lernen möchtest. Das finde ich auch legitim, nur ich würde genauso diskret vorgehen wie Baffay es schrieb.
Erst mal anrufen, fragen ob sie alleine ist und unbelauscht sprechen kann.
Geh behutsam vor. Es bringt dich nicht weiter, wenn sie dich nicht sehen oder sie dich lieber für den Rest ihres Lebens verschweigen möchte.
Dann musst du es akzeptieren.
Vielleicht freut sie sich aber auch. Wer weiß unter welchen Umständen sie dich damals hergeben musste. Aber sie muss Gelegenheit haben, diese Geschichte mit ihrer jetzigen Familie zu klären.
Es ist vermutlich ein Schock wenn plötzlich ein Kind auftaucht.
Meine Überzeugung: Derjenige, der sich einem Kind nicht gewachsen fühlt ist immer noch verantwortungsvoller, wenn er sein Kind in guten Händen abgibt, statt es verwahrlosen zu lassen.

Ich wünsche dir von Herzen, dass alle deine Träume, Hoffnungen und Erwartungen sich dahingehend erfüllen.
 

Santino

Namhaftes Mitglied
Es ist nicht verwunderlich, dass keiner Verständnis für dich aufbringt, Gast678, und dass du nur vorwürfliche Antworten bekommst. Die Menschen mit ihren Familien können sich einfach nicht vorstellen, wie es ist, wenn man allein gelassen wurde. Die ganz typische Empathielosigkeit diesem Problem gegenüber ist hier wieder vertreten. Selbst niemals mit so einem Problem konfrontiert zu sein, aber anderen derart abwertend so etwas vor den Latz zu knallen, die damit leben mussten. Typisch.

Natürlich musst du es leider akzeptieren, wenn sie nichts mit dir zu tun haben möchte. Aber das heisst nicht, dass du es nicht ganz normal probieren darfst und dich stattdessen anschleichen musst wie ein Verbrecher.

Schreib deiner Mutter einen normalen, netten Brief und frag vorsichtig, ob sie an einem Treffen oder vielleicht auch erst einmal an einem schriftlichen Austausch oder Telefonat Interesse hätte. Ich würde da keine Rücksicht nehmen auf eine etwaige neue Familie, die nichts von dir weiss - deine Mutter hat schliesslich auch keine Rücksicht auf dich genommen, als sie dich aus ihrem Leben ausgestossen hat. Du kannst den Brief ja mit "Frau Lisa Müller persönlich" adressieren, um das Risiko zu minimieren, dass Familienmitglieder den Brief vor ihr öffnen. Du kannst im Brief auch deine Emailadresse angeben, damit sie dir schneller antworten kann.

Du hast ein Recht darauf, nachzufragen und Kontakt aufzunehmen, zu wem auch immer du Kontakt aufnehmen möchtest. Deine Mutter kann den Kontakt ablehnen, dann weisst du Bescheid. Aber du darfst trotzdem ganz normal nachfragen und musst dich nicht dafür schlecht fühlen, auch, wenn die ganzen komplett empathielosen User vor mir dir das einreden wollten.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast6788

Gast
Statt gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, ist es vielleicht ratsam, schön altmodisch erst mal einen höflichen Brief zu schreiben. Daß Du Deine Mutter unverbindlich kennenlernen möchtest und um Antwort bittest, ob ja oder nein (leg sicherheitshalber einen frankierten Rückumschlag bei). Kann ja sein, daß sie kein Interesse an einem Treffen hat, aus ganz persönlichen Gründen. Sie hatte ja auch damals ihre Gründe, Dich herzugeben, die könnten nach wie vor in Kraft sein (z. B. familiäre Probleme, neuer Partner oder was anderes).
Wenn Du von einem Magistrat schreibst, ist das wohl nicht in Deutschland. Österreich?
Hier die TE:
Ja genau,ich komme aus Österreich.
 
G

Gast6788

Gast
Leider gibst Du , obwohl Du vollkommen anonym bist, kaum Infos preis.
Also kann man Dir eigentlich nur raten, dass Du die Informationen über Deine Mutter, die Dir vorliegen, auswertest.
Wann war sie wo, warum wird sie da gewesen sein, wie kann ihr Umfeld ausgesehen haben und wer mag sie kennen gelernt haben, woher mag sie gekommen sein und warum.
Dazu käme in Betracht, dass Du versuchst, ein Gespräch mit (D)einem Vater zu bekommen, und auch in den Spiegel zu sehen, um herausragende Merkmale, die Du vererbt bekommen hast, festzustellen.
Hier die TE:
Ich habe leider kaum Infos.In dem Bericht,den ich bekommen habe,hat sie sonst lediglich ein paar Dinge über sich selbst (Hobbys,etc) bzw. ihre Familie erzählt,aber keine weiteren Namen oder Ähnliches genannt.Ausschließlich ihre Schule (wo sie die Matura gemacht hat) wurde namentlich genannt.Bild war auch keines beigelegt,der Bericht beschreibt allerdings (eher oberflächlich) ihr Aussehen,zB dass sie dunkle Haare hat (ja,die kann man aber färben),ihre Größe und dass sie eine schlanke Figur hat.
Um an Infos über meinen Vater zu kommen,müsste ich erst mit ihr sprechen,da der Name meines Vaters nirgendwo bekanntgegeben ist (auch in der Geburtsurkunde nicht),da es sich bei den beiden um eine flüchtige Urlaubsbekanntschaft handelt.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!
    Chat Bot: Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben