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Lebe bei Großeltern und nun werden sie sterben

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Martha

Gast
Hallo!
Ich weiß gerade echt nicht wo meine Gedanken stehen. Meine Eltern haben mich bei meiener Geburt verlassen, den Grund dafür weiß ich nicht, es scheint aber deshalb zu sein, dass ich ein "unfall" war und sie keine Kinder wollten. Ich hatte aber das Glück, dass meine Großeltern mütterlicher Seits herzensgute Menschen waren und mich aufgenommen und qasi "adoptiert" haben. Ich habe mein ganzes Leben bei meienn Großeltern verbracht und sie haben mich liebevoll erzogen. Ohne sie wäre ich nicht der Mensch der ich heute bin. Doch nun kommen wir zu meinem Anliegen. Meine Oma liegt schwerkrank im Krankenhaus und word bald sterben. An Wunder glaubt der Arzt nicht. Auch meinem Opa geht es sehr schlecht, er kann nicht mehr gehen und bekommt kaum noch Luft, war auch schon oft im Krankenhaus.
Mir ist bewusst, dass ich meine Großeltern wahrscheinlich nicht mal mehr einen Monat lang bei mir haben werde. Nun aber zu meiner Angst. Was passiert dann mit mir? Ich bin erst 15 und kann nicht alleine wohnen. Ich habe zu meinen anderen Großeltern oder zu Pnkeln/Tanten, Verwandten, usw... keinen Kontakt. (Sie haben alle den Kontakt zu mir abgelehnt.) Ich habe auch nicht so viele Freunde. (Ich bin eher ein "braves" Mädchen und trinke keinen Alkohol und rauche nicht und dadurch bin ich bei der Jugend heute ein bisschen "unten durch".) Ich habe Angst, dass ich ins Heim gesteckt werde und keine Zukunft haben werde. Ich gehe auf ein Gymnasium, schreibe gute Noten und seit Jahren ist es mein größter Herzenswunsch, Lehramt zu studieren und selbst zu unterrichten. Doch ich habe Angst, dass mir all diese Träume genommen werden. Dass sie mich ins Heim stecken, mich zwingen eine Lehre zu suchen und mir alles vermasselt wird. Und ja, ich weiß, dass viele eine Lehre haben und dass das nichts schlimmes ist, aber es liegt überhaupt nicht in meiner Interesse und ich würde so nicht glücklich werden. Wenn die mich ins Heim stecken kann ich mich gleich umbringen gehen. Ich liebe meine Schule, ich liebe die Lehrer und die pasr Freunde die ich habe. Dort rausgerissen zu werden wäre das Schlimmste für mich. Natürlich ist es auch schwer meiner Großeltern zu verlieren, aber damit habe ich es schon geschafft umzugehen. (Es geht ihnen schon länger schlecht und ich wusste, dass es bald vorbei sein wird, also habe ich mit der Zeit gelernt, damit umzugehen.)
Könnt ihr mir bitte weiterhelfen? Ich möchte nicht ins Heim. Wenn die mich ins Heim stecken platzen alle meine Träume.
Und was ist, wenn ich den Tpd meiner Großeltern nicht verkrafte? Noch leben sie ja und ich komme mit dem Gedanken, sie zu verlieren klar. Aber wenn dann wirklich der Anruf kommt? Ich weiß nicht, ob ich dann noch so klar komme. Vorallem, niemand wird mich verstehen. Alle meine Freunde leben liebevoll bei ihren Eltern und würden niemals verstehen, warum ich so einen Aufstand mache wegen meinen Großeltern.
Ich könnte grad echt heulen.
Lg Martha
 

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Youshri

Mitglied
Liebe TE,
Deine Sorgen und Ängste kann ich sehr gut verstehen.
Zuerst würde ich an Deiner Stelle über mein Problem mit Deinem Lieblingslehrer sprechen, ihm erzählen, was Dir bald so bevorsteht und ihn um Hilfe bitten. Du musst alles dransetzen, dass Du nicht ins Heim kommst. Zeig ihm und den Leuten von der Behörde, dass Du mit Deinen 15 Jahren reif und selbständig genug bist, um allein leben zu können, wenn Du z.B. auch finanziell gesichert bist. Vielleicht bekommst Du dann nur einen Vormund oder man vertraut Dich bis zur Volljährigkeit einer Familie an. Das sind so meine Gedanken, andere hier im Forum kennen aber wahrscheinlich mehr, wie das so praktisch verläuft.

Deine Grosseltern, über die Du sehr liebevoll und anerkennend schreibst, waren ja nicht nur Deine Grosseltern für Dich, sondern auch gleichzeitig die Ersatzeltern. Natürlich kann da jeder verstehen, was Du empfinden musst, wenn sie dann einmal nicht mehr da sind.
Ich denke, Deine Trauerarbeit hat schon begonnen, und Du wirst das gut meistern, wenn es soweit ist. Sei so liebevoll und fürsorglich wie möglich zu ihnen, das wird Dir dann später die Trauer erleichtern, weil Du sie gut akzeptieren kannst und diesen Prozess als ganz natürlich empfinden wirst.

Ob Du den Mut aufbringen wirst, Deine anderen Verwandten von Deiner zukünftigen Situation verständigen zu können und ob sie sich für Dich und Deine Zukunftspläne einsetzen werden, das weiss ich nicht. Ob Du es trotz der vielen Hürden versuchen willst? Vielleicht wäre es dann sogar eine Gelegenheit, Deine biologischen Eltern endlich kennenzulernen? Aber vielleicht ist das schon zu weit gedacht?

Hab' Vertrauen auf Dein Leben und auf Deine Zukunft. Sollte alles schiefgehen, dann gehen die 3 letzten Jahre bis zur Volljährigkeit auch schnell herum, und Du kannst vieles noch nachholen und Dein Ziel erreichen.

Ich drück Dir die Daumen, dass Du bald eine gute Lösung finden wirst! :)
 

cucaracha

Namhaftes Mitglied
Ich würde mit dem Jugendamt reden, am besten gemeinsam mit einem Vertrauenslehrer.
Du könntest in ein betreutes Einzelwohnen ziehen oder in eine Jugend WG oder in eine Pflegefamilie.
 

Schroti

Namhaftes Mitglied
Zuerst einmal: Nerven behalten! Du bist jung, deine Großeltern vermutlich auch. Mal groß geschätzt so um die...60?
In dem Alter ist es äußerst selten, dass BEIDE zeitnah sterben. Kein Arzt hat gesagt, dass sie nur noch einen Monat zu leben haben. Steigere dich nicht in diese Horrorvorstellung hinein.
Deine Eltern haben dich abgegeben direkt nach der Geburt und ALLE Verwandten wollten nichts mit dir zu tun haben? Auch Tanten, Onkel etc.?
Weißt du, warum? Und ob das wirklich so ist? Würdest du deine Familie gerne kennenlernen?
Und nun zum "Heim":
Heute gibt es keine klassischen "Waisenhäuser" mehr. Jugendliche leben in WGs, in denen es recht lustig zugeht. Da du am Wohnort gut integriert bist (Schule, Freunde etc.) kämst du in einer wohnortnahen WG unter. ABER: das wird nicht passieren. Statistisch gesehen ist es höchst unwahrscheinlich, dass deine großeltern zeitgleich zeitnah sterben.
Und FALLS das passieren sollte, wäre da die WG. Nix Heim.
Aber bleibe optimistisch.
 

cucaracha

Namhaftes Mitglied
Ich bin auch bei meinen Grosseltern aufgewachsen und beide starben als ich 15 Jahre alt war.
Ich zog zu meinem Freund.
Meine Lehrer und die Schule gaben mir auch einen Halt.
 

unbeleidigte Leberwurst

Namhaftes Mitglied
Die Tipps mit dem Vertrauenslehrer und dem Jugendamt sind sehr gut.

Daneben steigerst Du Dich meiner Meinung nach zu sehr in den Gedanken "wenn ich ins Heim komme, muss ich eine Lehre machen" hinein. Warum sollst Du da nicht ganz normal Dein Abitur und ein Studium machen können?

Und warum sollen Dich Deine Freunde wegen Deiner Situation nicht verstehen?
GERADE wenn sie liebevolle Eltern haben, müssen sie doch Verständnis haben.
Mach aus Deinem Herzen keine Mördergrube und rede auch mit Deinen Freundinnen.
Ich bin davon überzeugt, dass sie Dir helfen wollen.
 

Andreas900

Namhaftes Mitglied
Ich glaube es ist normal sich mit 15 zu junge zu fühlen um alleine zurecht zu kommen. Ich bin auch bei meinen Großeltern aufgewachsen und ich kann mich auch erinnern in deinem Alter große Angst gehabt zu haben. Als ich 20 war starb beim Opa, meine Oma lebte aber noch rund 10 Jahre.

Es ist anderen schwer zu vermitteln, was das bedeutet. Andere leben bei ihren Eltern. Für dich sind keine Großeltern deine Eltern. Und Eltern leben meistens lange genug bis man "richtig erwachsen" ist. Wenn man Eltern verliert wenn man selber noch am Beginn seines Lebens steht (ich würde sagen alles unter 25 Jahren, aber insbesondere unter 20 Jahren) ist das sehr hart.

Das Gefühl vermutlich früher alleine zu sein begleitet dich ständig. Auch mit 12 wusste ich schon, meine Großeltern werden früher sterben als die Eltern anderer Kinder. Aber so hart es auch im Moment scheint, du wirst über die Trauner hinwegkommen!

Auch ist noch nicht gesagt, dass beide sterben werden. Vielleicht deine Oma wenn du im Krankenhaus liegt. Vielleicht gibt es dann vom Jugendamt aber auch ein betreutes Wohnen für Jugendliche. Vertrauenslehrer und dem Jugendamt sind gute Ideen, wurde ja schon mehrfach geschrieben. Du bist zwar noch zu jung um vollkommen alleine zu sein, aber vielleicht klappt eine WG oder du lebst erstmal mit deinem Opa zusammen, der hoffentlich noch viele Jahre hat.

Alles Gute!
 

Werwiewas

Aktives Mitglied
Martha, das tut mir echt sehr Leid für dich. So jung schon die wichtigsten Bezugspersonen zu verlieren, ist schrecklich.

Das Verhalten deiner leiblichen Eltern finde ich absolut letztklassig. Selbst wenn sie sich nicht in der Lage sahen, dich selbst großzuziehen, hätten sie dich doch besuchen können. Kennst du sie überhaupt oder haben sie bzw. deine Mutter den Kontakt zu ihren Eltern komplett abgebrochen?

Mir kam noch ein anderer Gedanke: Wenn deine Großeltern dich nicht offiziell adoptiert haben, sind deine Eltern unterhaltspflichtig, bis du deine Ausbildung abgeschlossen hast. Lass dich auch rechtlich beraten.

Wie andere schon geschrieben haben, wirst du wahrscheinlich in einer WG untergebracht und kannst weiter in deine gewohnte Schule gehen.
 
Ich bin mit 17 in eine betreute Wohngruppe gekommen. War eigentlich ganz da ich dort relativ selbstständig sein durfte, natürlich gab es regeln, aber diese waren jetzt nicht so das man sich extrem eingeschränkt gefühlt hat. Meine Schule habe ich nicht wechseln müssen.
Man hat mich auch nicht gezwungen irgendwas zu machen was ich nicht wollte Berufsausbildung/Abitur/Studium etc.
Steht dir eigentlich alles frei, die Betreuer sind sehr nett gewesen und hatten immer ein offenes Ohr. Ich wurde sogar bei der Wohnungssuche unterstützt und bei den ganzen Behördengängen.
Belies dich doch mal online zu ein paar Sozialträgern die Wohngruppen anbieten, es ist wirklich ganz und gar nicht so schlimm wie du es dir vorstellst
 

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Gastraum
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    Raumnachrichten wurden entfernt!
  • (Gast) reika:
    Und da meine Mutter auf grund iherer verschiedenen wesen in verschiedenen welten mittlerweile allein in einer großen wohnung lebt und auf grund von uneinsichtigkeit gegenüber der krankenkasse kein geld mehr hat wird sie wohl ungesehen verhungern trotzdem können und wollen sie nicht helfen der arzt der dabei war hat dieses gesetz sogar noch hochgelobt nur eine psychischkranke frau wie meine mutter die nicht einsieht krank zu sein die ihr leben keines wegs mehr kontrolieren kann sterben zu lassen.... In was für einer geselschaft leben wir den bitte aie kann es ja nicht entscheiden o dachlose haben auch mehre anlaufstellen wen sie sie nicht für voll nehmen haben sie meist größe probleme wo geholfen werden muss die wenigsten sitzten wirklich freiwillig auf der Straße und meine mutter geht auch nicht freiwillig den bach runter trotzdem ist es wie es scheint egal
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  • (Gast) reika:
    Ich weiß halt einfach nicht mehr weiter und geh selbst daran zu grunde und ich glaube abgesehen vom bot kriegt das hier auch keiner mit
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    (Gast) reika: Ich weiß halt einfach nicht mehr weiter und geh selbst daran zu grunde und ich glaube abgesehen...

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