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Kritikunfähigkeit abgewöhnen

momo28

Moderator
Teammitglied
Sind dann meist immer die selbe Art der Formulierung...

Du hast, Du musst, warum hast du....

Wenn die Kritiken so anfangen, dann kann ich dich sehr gut verstehen.
Das hat mit konstruktiver Kritik leider gar nichts zu tun.

Und so stellt sich mir die Frage, warum reagiert mein Gegenüber so, redet so mit mir?
Wo sind die Anteile, die dem Gegenüber gehören und auf dich projiziert werden?

Ich denke, da liegt auch der Schlüssel, warum du z. B. mit beruflicher Kritik besser klar kommst.
 

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Lotus37

Aktives Mitglied
Bei mir kommt es immer drauf an wie Kritik vorgetragen/angebracht wird.
Ist es herablassend, gelogen/unfair etc. werde ich wütend und ziehe mich aus dem Gespräch raus.

Ist es gerechtfertigt und ok vorgetragen, nehme ich das an und denke drüber nach+suche nach einiger Zeit erneut das Gespräch.
Vielleicht wäre das was für Dich: Erstmal sacken lassen, etwas Abstand+ dann Feedback zur Kritik geben.
 

Drache Grisu

Aktives Mitglied
Auf der Arbeit ist es zwar der Vorgesetzte, der mich kritisiert, aber es ist nichtsdestotrotz eher ein kollegiales Gespräch als alles anderes. Das wird von deren Seite ganz anders aufgezogen.

"Bei der Sache da, da ist mir dasunddas aufgefallen..... Das sehe ich jetzt zum ersten Mal so, wie kamst du drauf?"
 

Geißblatt67

Aktives Mitglied
Einfach erst mal tief durchatmen, eine Weile warten und überlegen, ob es eine berechtigte Kritik ist.

Dem Vorgesetzten kannst du ja sicher sagen, warum du was gemacht hast und vielleicht auch, dass du es nächstes Mal doch anders machst.

Bei unberechtigter Kritik sagst du einfach, dass du gehört hast, was der Kritiker sagt, es aber trotzdem nach deiner Art machen möchtest.
 

BlueShepherd

Aktives Mitglied
Halllo @Drache Grisu

Das Thema ist bei mir auch extrem present und eines meiner kern problematiken in der therapie.

Mit fremden ist es sehr schwer daran zu arbeiten. Allerdings haben mein Partner und ich spezielle kummunikations regeln aufgestellt um es mir leichter zu machen. Das fängt damit an, das er eine kritik auf eine bestimmte art vorträgt die auf mich weniger negativ wirkt.

Zweiteres ist die selbstreflektion und vorallem das in den anderen hinein versetzen.

Ist die kritik berechtigt, wie fühlt sich der andere und hätte ich die kritik anders geäußert?

Und zu letzt das für sich einstehen um sich selbst nicht entmächtigt zu fühlen wenn man glaubt die kritik ist falsch.
 

Santino

Aktives Mitglied
Es ist genauso schwer wirklich konstruktiv Kritik zu üben wie es schwer ist, Kritik anzunehmen und mit Kritik gut umzugehen. Die allermeiste Kritik wird nicht konstruktiv vorgetragen. Das ist so.

Es ist nicht schlimm, mit Kritik nicht gut umgehen zu können. Das können meiner Erfahrung nach die wenigsten Menschen. Eigentlich fragst du ja auch nicht, wie du mit Kritik im Sinne einer konstruktiven Annahme umgehen kannst, sondern wie du innerlich nicht so wütend darüber wirst, wenn dich jemand kritisiert. Was genau stört dich an der Kritik? Hast du dann Sorge, dass dich jemand nicht mag bzw. womöglich alle Menschen nicht mögen, nicht gut finden, und so weiter, während du dich selbst eigentlich in Ordnung findest? Also bist du eher traurig und nicht wütend? Oder ärgert dich, dass es schwer ist, sich selbst zu ändern und du deshalb das Gefühl hast, es wird dir "vorgehalten", dass du in irgendeiner Art und Weise schlecht wärst?

Ich habe keinen allzu hilfreichen Hinweis, denn mir gelingt es bis heute nur schwer bis gar nicht, in der akuten Situation mit Kritik umzugehen (in beiden oben aufgeführten Arten). Meist gelingt es mir aber im Nachhinein. Was mir dabei hilft, ist, mich zu fragen, was das Kritisierte für mich bedeutet. Wenn ich zu dem Schluss komme, dass es eine grosse Bedeutung hat oder dass es für mich eigentlich in Ordnung ist und warum, nehme ich die Kritik nicht an. Komme ich zu dem Schluss, dass das Kritisierte eigentlich weniger bedeutsam ist und, wenn ich genau darüber nachdenke, irgendwie auch nicht in Ordnung, nehme ich die Kritik an und überlege, wie und ob ich das an mir ändern könnte.

Letztlich muss man auch abwägen, ob man mit den Konsequenzen des Kritisierten leben kann - stört es mich also, dass das Kritisierte andere Menschen stört und ggf. zu Reibungen und Konflikten führt? Wenn ja, wie sehr? Und wie wichtig ist mir im Vergleich das Kritisierte?

Liebe Grüsse
Santino
 

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