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Kredit an Familienmitglieder geben

M

Martha101

Gast
Guten Tag,
hat jemand hier Erfahrung mit Krediten innerhalb der Familie? Im konkreten Fall möchte ich einem Familienmitglied eine größere Summe für den Bau eines Hauses leihen. Ich selber brauche das Geld nicht und möchte es nicht einfach auf dem Konto herumliegen haben, während es jemand anderes aus meiner Familie dringend brauchen könnte. Das Vertrauensverhältnis stimmt absolut, aber wir wollen natürlich, dass alles seine Richtigkeit hat. Also alles soll vertraglich und mit Zinsen geregelt werden. Die Zinsen sollen dabei natürlich fair sein, so dass sich auch das Finanzamt nicht beschweren kann. Hat jemand Erfahrungen und kann mir Tipps geben? Leider kenne ich mich mit solchen Dingen nicht aus, denn ich habe selber nie einen Kredit aufgenommen und auch keinen bisher vergeben. Was sollte ich beachten? Wo kann ich mich beraten lassen? Gibt es etwas, das ich unbedingt vermeiden sollte? Muss ich so einen Vertrag beim Notar beglaubigen lassen, oder etwas ähnliches?
Ich bin für jeden Hinweis dankbar.
Grüße.
 
W

Weiß nix

Gast
Ich würde mir als Sicherheit eine Grundschuld in das Grundbuch eintragen lassen. Falls eine Versteigerung ansteht, hast Du noch Chancen.
 

Doratio

Aktives Mitglied
Es geht in deinem Fall um sehr viel Geld.
Da würde ich tatsächlich einen Notar einschalten.
Auch in der Familie wo man sich untereinander sehr gut kennt, und auch Vertrauen eine wichtige Rolle spielt.
Die Rückzahlung wird über einen längeren Zeitraum stattfinden, da kann viel passieren.
Du könntest auf das Geld irgendwann angewiesen sein. Das Familienmitglied könnte in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Man weiß einfach nicht was kommt.
Da ist ein rechtskräftiger Vertrag eine gute Investition.
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Guten Tag,
hat jemand hier Erfahrung mit Krediten innerhalb der Familie? Im konkreten Fall möchte ich einem Familienmitglied eine größere Summe für den Bau eines Hauses leihen.
Erlaube mir bitte zu diesem Abschnitt eine Anmerkung.

Baukredite sind gegenwärtig bei Banken unschlagbar günstig, weniger als 1% Zinsen sind die Regel.

Wenn ihr den Kredit (auch für dich) fair aufsetzt und auch das Finanzamt nicht zu kurz kommen soll, wird dein Familienmitglied in jedem Fall bei einer Bank besser fahren. In allen anderen Fällen würdest du massive Verluste (Kaufkraft, Inflation) hinnehmen müssen. Kredite für unter 1% lohnen sich für Privatleute als Kreditgeber absolut nicht.

Dies würde bei mir automatisch die Frage aufwerfen, warum dein Familienmitglied nicht einen günstigen Bankkredit nimmt?

Sollte er keinen bekommen, wäre das für dich ein erstes Alarmzeichen bezüglich seiner Zahlungsfähigkeit oder auch sonstiger Umstände.

Verstehe mich hier nicht falsch. Ich kenne weder dich noch den Kreditnehmer. Aber rein aufgrund deiner Schilderung bekäme ich Bauchschmerzen.
 

SFX

Aktives Mitglied
Es geht wirklich um viel Geld, so wie es aussieht. Ich habe es innerhalb der Familie folgendermaßen gehandhabt: Lieber schenken, als ausleihen! Wenn die Summe zu hoch ist, geht das natürlich nicht.

Ansonsten würde ich es lieber bleibenlassen. Welcher Vorteil ergibt sich denn daraus für alle Beteiligten? Der Häuslebauer könnte doch genauso gut einen Kredit von der Bank aufnehmen, Zinsen muss man zur Zeit eh kaum zahlen. Du könntest dein Geld stattdessen in einem hübschen Aktiendepot anlegen.

Solche Finanzgeschichten können das sonst hervorragende Familienverhältnis schnell zerrütten! Vorsicht! Mir wäre das zu heiß! Wenn das Familienmitglied keinen Bankkredit bekommt, dann erst recht Finger weg!

LG,
SFX
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Nachtrag:

Bedenke bitte auch, dass du, selbst wenn der Vertrag juristisch wasserdicht und notariell abgesegnet ist, ziemlich in die Röhre schaust, wenn dein Familienmitglied in (Privat-)Insolvenz geht.

Selbst bei einem Vergleich und einer eingetragenen Grundschuld würdest du ordentliche Verluste einfahren und ich rede hier von Stammkapital, nicht von entgangenen Zinsen.

Die Wohlverhaltens-Frist bei Privatinsolvenzen beträgt gerade nur noch 3 Jahre... ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Familienkredite sind in der Regel diejenigen, die bei Vergleichen am Schlechtesten wegkommen, da professionelle Kreditgeber (Banken, Versicherungen etc.) einen ganz anderen Druck aufbauen können.

Ironischerweise betonen Schuldner immer das Gegenteil... Familie und Freunde sind heilig... nie würde ich sie enttäuschen, blabla... die Realität sieht ganz krass anders aus.

Je länger ich drüber nachdenke, desto weniger gefällt mir der Vorschlag mti dem Familienkredit.

Leg dein Geld lieber an, LASS das mit dem Kredit. Da kann am Ende viel böses Blut rumkommen und am Ende bist du nicht nur finanziell sondern auch familiär außen vor.
 

CabMan

Aktives Mitglied
Hauskredit-Zinssätze sind aktuell ziemlich niedrig. Möchtest Du das noch unterbieten? Wie sicher ist die Rückzahlung? Was machst Du, wenn es zum Streit zwischen Euch kommt? Bist Du auf die - vollständige - Rückzahlung angewiesen?
 

Portion Control

Urgestein
Hallo Martha

Ich selber brauche das Geld nicht und möchte es nicht einfach auf dem Konto herumliegen haben
ich habe jetzt bestimmt 8 Sekunden über diese Aussage nachgedacht aber letztendlich keinen Beweggrund gefunden, wie das logisch erklärbar ist.
Wieso möchtest du unbedingt an die Stelle eines Kreditinstituts, wenn doch die Zinsen für jeden Darlehensnehmer ohnehin im Keller sind.
Bist du allergisch gegen Geld auf dem Konto? Dann spende es doch für gemeinnützige Zwecke. :unsure:
Sorry, ich blicke es von hier aus nicht.
 

natasternchen

Aktives Mitglied
Hallo Martha


ich habe jetzt bestimmt 8 Sekunden über diese Aussage nachgedacht aber letztendlich keinen Beweggrund gefunden, wie das logisch erklärbar ist.
Wieso möchtest du unbedingt an die Stelle eines Kreditinstituts, wenn doch die Zinsen für jeden Darlehensnehmer ohnehin im Keller sind.
Bist du allergisch gegen Geld auf dem Konto? Dann spende es doch für gemeinnützige Zwecke. :unsure:
Sorry, ich blicke es von hier aus nicht.
Geht mir ähnlich. Es macht gar keinen Sinn in Konkurrenz zu Banken zu treten, die mit Geld von der EZB geflutet wurden
 

flower55

Aktives Mitglied
Hallo,
was mich irritiert ist die Möglichkeit, dass Du einem Familienmitglied eine höhere
Summe zur Verfügung stellen möchtest.

Normalerweise werden für ein Haus Bankkredite in entsprechender Höhe abge-
schlossen.
Das ist das Allersicherste. Zur Zeit sind Bankkredite sehr günstig und es spricht
nichts dagegen, dass ein Familienmitglied die Finanzierung über eine Bank in
Anspruch nimmt.
Da ist alles abgesichert. Es gibt notarielle Vereinbarungen und entsprechende
Einträge ins Grundbuch. Rechtliche ohne Bedenken.

Du kannst ja jederzeit Hilfe und Unterstützung mit kleineren finanziellen Beträgen,
wenn es mal eng wird. Nach einer Bauphase ist der eigene finanzielle Rahmen
enger und da hilft es, evtl. kurzfristig nicht das Girokonto überziehen zu müssen,
da die Zinsen dafür recht hoch.

Hat das Familienmitglied evtl. den Bankkreditvolumen bereits ausgeschöpft oder
ist die Bank nicht breit, diesem aufgrund seiner finanziellen Möglichkeiten einen
Kredit zu gewähren?
Ich würde mir auf jeden Fall auch die monatlichen Einkommensverhältnisse des
Familienmitgliedes anschauen und darin auch Einblick nehmen wollen.
Steht irgendwann das neue Haus auf dem Grundstück fallen Grundsteuer,
Versicherungsgebühren an, die mit zur Finanzierung hinzugerechnet werden
müssen und es ist besser, das vorher mit einzukalkulieren bzw. bei der Stadt
oder der Gemeinde nachzufragen, wie hoch der Grundsteuerbetrag für das
Familienmitglied ist. Es kommen Wasser- und Abwassergebühren hinzu.
Die Heizkosten sind evtl. höher, da sie nicht wie in einem Mehrfamilienhaus umge-
rechnet werden können.

Ich würde dem mehr nachgehen, was ein Familienmitglied abhält, bei diesen
zur Zeit recht günstigen Zinsen für Bankkredite einen solchen aufzunehmen.

alles Liebe
flower55
 

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