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KRANKEu.SOZIALSCHWACHE(drzt.auch ich)ERHALTEN OFT KEINE WOHNUNG-SOLLEN SIE VERRECKEN?

frau42

Neues Mitglied
42 Jahre bin ich alt. Ich habe immer gegen alle mir auferlegten Mißstände gekämpft, habe das alle nie als Entschuldigung gesehen, um nichts zu tun, nichts zu wollen, nichts zu träumen, bin nie brutal oder süchtig geworden, was immer.

Ich habe viele Jahre massivster Kindesmißhandlung erlebt, und zig OP-Traumata, und die letzte OP hat mich endgültig kaputt gemacht, seitdem habe ich chronische starke Schmerzen im Bauch, verfrühte Wechseljahre mit heftigen Symptomen und Schlaflosigkeit seit 2006 sowie Daueratemnot sind gefolgt, und ich habe jede Menge Narben und noch offene Wunden auf der Seele. All das, das ich hier jetzt nicht ausführlich behandeln will und muß, hat vor ein paar Jahren endgültig zur Berufsunfähigkeit geführt - ich möchte das ändern, so daß ich in meinem Rahmen einen kleinen Job machen kann.
Aber wie SOLL ICH DAS WOHNUNGSLOS TUN?!? Wohnungslos...nein, nicht eine von denen, die Platte macht, aus Null-Bock-Denken...einfach unverschuldet wohnungslos wie viele...hatte bereits einen Mietvertrag unterschrieben, die Wohnung war von einem Makler vermittelt, das Geld hatte ich geliehen, zahle es jetzt noch ab, und dann ist alles geplatzt, durch die Schuld des Maklers, der mir eine Wohnung untergeschoben hatte, mit unzumutbaren Mängeln, die sich erst rauskristallisieren konnten, als man bereits drin saß. Ich konnte diese Wohnung nicht beziehen. Es ist Winter. Weihnachtsgedudel überall. Ich habe kein Heim. Wohne auf engstem Raum mit jemandem, wo das Zusammenleben nicht gehen kann, bin chronisch krank, bedarf der Ruhe, habe derzeit heftige Zahnschmerzen, offene Wunden, Schmerzmittel ohne Ende, weiß nicht wohin..und bemühe mich weiter mittels Wohnungssuche online etc. - und was geschieht, wenn ich sage, daß ich durch Krankheit vom Sozialamt lebe - Ablehnung, Vorurteile...zum Teil Beleidigungen oder eben einfach nichts.

Nein!!! Ich vertrinke meine Sozialhilfe nicht, NEIN!!! ich hatte nie Mietrückstände oder einen Schufa-Eintrag!!! Nein, ich habe nicht vergessen, wie Seife aussieht...NEIN!!! ich schlage niemanden und nehme keine Drogen! Es gibt manche, die so agieren, aber die meisten kämpfen sicher auch ihren ehrlichen, meist leisen Kampf, und keiner will hinhören. Ich möchte wieder etwas arbeiten, in meinem Rahmen mitmachen - aber ich werde ins Aus gestoßen, immer mehr, durch die gleiche Gesellschaft, die damals ungerührt und jahrelang zugesehen hat, wie ein Kind über ein Jahrzehnt massiv mißhandelt worden ist...alle haben es gewußt, niemand hat was getan, außer uns, als ich 10 war, herauszukündigen, aus der Wohnung, denn ich war nicht leise genug beim Halbtotgeschlagenwerden, ich hätte nicht weinen und schreien dürfen, um niemandem auf die Nerven zu fallen. Zig Polizeieinsätze und Sanitäter gab es, niemand hat auch nur ein Wort gemeldet, damals, in den 70-ern bis 1980. Ich habe weiter gehofft, geglaubt, geliebt...umsonst...

Nun stehe ich da, und überall nur verschlossene Türen...ein Obdachlosenheim droht, und ich bin zu krank, um da heil rauszukommen. Ansprüche habe ich nicht viele...nur ein kleines, sauberes Zimmer...Ich bin in PANIK, lebe drzt. auf engstem Raum mit besagter Bekannten, völlig UNZUMUTBAR! Ich möchte nur ein ruhiges, kleines Heim, auf Dauer, das heißt, ich werde nicht aus Jux und Tollerei demnächst etwas anderes ausprobieren wollen! Das bedeutet auch für eine etwaige Lösung "Wohnen auf Zeit", daß jemand nicht gleich wieder einen neuen Mieter auch Zeit suchen müßte. Ich rauche nicht, bin still, man sieht und hört kaum was von mir, mein Erscheinungsbild läßt meine Lage nicht im mindesten vermuten - trotzdem...die Türen bleiben zu. Ja, ich könnte lügen, am Telefon, einen Job erfinden - aber wozu? Es kommt eh raus. Und wozu mich für diese Art der Gesellschaft verbiegen und verleugnen? Ich möchte gar nicht bei jemandem in Miete sein der mich nur aufgrund einer Lebenslüge reinläßt und der mich nur bespucken würde, wenn er wüßte, ich bin krank und sozial schwach.

Es ist grotesk: erst wird man mißhandelt, dann kaputtoperiert, und am Ende wird man abgeurteilt und vollends ruiniert, weil man nicht funktioniert - warum darf das so sein?!? Die Wohnsituation in Karlsruhe ist ohnehin kriminiell schlimm. Gebaut wird überall, alles verschandelt, alles unnötig irre teure Klötze, die man uns vor die Nase stellt - aber viele Menschen haben kein Obdach oder nur miese Löcher zu Wucherpreisen, in denen sie vor sich hingammeln.

Und nicht vergessen: wir sollen bitte ganz leise verrecken, damit niemand gestört wird! Und ich bin bald soweit, denn ich kann nicht mehr! Ich werde immer kränker, bin endlos müde!!!



HEIMAT - etwas, das ich durch die unverschuldeten Umstände seit Monaten nicht mehr kenne...

Ich selbst verliere mich bald angesichts all dem Hin und Her und Elend, verliere bald all die Dinge, die ich mir trotzdem bewahrt habe...und eigentlich bin ich trotz allem noch immer relativ offen und umgänglich. Ich möchte nicht zu WEIHNACHTEN KRANK UND DAZU OHNE HEIM SEIN!
Und wenn man mich kennenlernt, würde man schnell merken, daß eine Wohnung bei mir in guten Händen wäre! Ich zahle pünktlich, und ich hatte wie gesagt nie einen Schufa-Eintrag oder Mietrückstand! Ich muß auch nicht teure Dinge finanzieren, wie Auto etc., meine Ansprüche sind gering, aber klar und einfach - einfach nur in Ruhe in leben.
Ich lebe seit Jahren ruhig und eher zurückzogen. Ich halte nichts von Verstellung und Masken.
Und ich bin wahrlich kein Parymensch, der alles runterwohnt. Ich bin sehr sorgsam mit mir anvertrauten Dingen oder Wohnungen etc.

Ich habe früher im Büro gearbeitet und später mit meinem langjährigen guten Freund in einem Einzelhandelsgeschäft. Durch den oben erwähnten ärztlichen Kunstfehler bin ich aber nun mal - und das durch zig quälende Gutachten hindurch anerkannt, samt Behindertenausweis - seit Jahren massiv eingeschränkt und gehandicapt, dazu kam wie gesagt die Dauer-Atmemnot; darum lebe ich drzt also vom Amt - und bin also nicht, wie viele denken, jemand, der sein Geld nicht abführt oder veruntreut oder sonstwie Schindluder damit treibt! Und dies tun ganz viele auch nicht, verdammt!!!

Das lange Stehen im Laden ging einfach nicht mehr, und alles, was länger geht, ist unmöglich geworden (auch Sitzen, lange rumliegen etc) - ja, ich habe alle Ärzte und sogenannten profitgeilen Heiler, die sich an mir auch noch über Jahre bereichert haben, ausprobiert - keine Hilfe, die vom Arzt verschuldetet und nicht eingestandene massiv verschlimmerte Verwachsungsproblematik und ein großes Trauma - zusätzlich zu den Traumata der Kindheit - bleiben, und ich versuche damit zu leben, bin in ambulanter Therapie, seit langer Zeit. Meine Belastungsgrenzen sind durch alles lange überschritten, es ist nicht 5 vor 12 - es ist Mitternacht und drüber raus!!! Die, die mich aburteilen, hätten nicht mal ein Zehntel von dem überlebt, was an mir seit Geburt hängt, aber die schauen am meisten hämisch und kalt weg und haben ihr fertiges Bild von mir, das kann man mit keinem Pinselstrich der Welt korrigieren, denn dazu bräuchte es offene Augen und Herzen!

Und doch habe ich meine Prioritäten im Leben gefunden, lange schon.

Es gibt Menschen, die wirklich unverschuldet in einem Dilemma sind - und trotzdem ordentliche, aufrechte Menschen sind! Sollten diese nun wohnungslos bleiben, weil sie nicht in ein Raster passen, welches unmöglich auf die ganze Welt zutreffen kann?!? Es gibt sie nun mal, die Kranken, Schwächeren, die, die das Leben nicht verwöhnt hat!

Ich mag Musik, sehr gerne auch klassische, liebe Loriot, der leider verstarb, und ich lese gerne und schreibe selbst Gedichte, Reflexionen usw. Ich liebe Tiere von Herzen, lebe biologisch-vegetarisch und über lange Strecken vegan. Ich liebe den Wald, lebe bewußt, und es ist mir wichtig, was mit unserer Natur und unserer Erde geschieht - aber nicht im esoterischen Sinn, sondern einfach und klar und wirklich bemüht, keinen Schaden zuzufügen.

Und doch...bin ich ohne Obdach, und doch bin ich...nichts wert, da draußen, und geh kaputt vor aller Augen!!!
Ich weiß, Gerechtigkeit ist Utopie - aber niemand kann mir vorwerfen, nur gejammert zu haben, und niemand kann meinen Kampf nachvollziehen, und spürten, wie ich mit der letzten Kraft versuchte und versuche rauszukommen und nur ein wenig Ruhe zu finden...

Warum bin ich, sind viele von uns so allein...?...
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Shorn

Sehr aktives Mitglied
Hallo Frau 42

Das kenne ich durch Misshandlungen in der Kindheit wurde auch ich krank und 2009/10 für mehrere Monate Obdachlos.
Auch ich trinke keinen Alkohol und nehme keine Drogen und bin polizeilich nicht erfasst.
Irgendwann wurde ich dann schwer depressiv wollte ich nicht mehr leben,doch alles kam anders.
Ich ging in die Klinik und von da aus in Betreutes Wohnen.

Und nun zu dir

Ich bin aus bestimmten Gründen aus der Maßnahme ausgeschieden und muss mir nun eine andere Wohnung suchen.
Daher biete ich dir an das ich mit meiner Betreuerin spreche.
Ich glaube nämlich das du hier in meiner Stadt bestimmt Anspruch auf Betreutes Wohnen hast.
Vielleicht kann ich da etwas für dich tun,dazu bräuchte ich aber ein paar Daten.
Zum Beispiel wie man dich erreichen kann,und deinen jetzigen Aufenthaltsort sowie deinen vollständigen Namen.
Mit etwas Glück hast du dann wieder eine Wohnung oder aber so wie ich ein Zimmer in einer betreuten WG.
Das wünsche ich dir.

Ps: alles weitere über Pn


Shorn
 
Zuletzt bearbeitet:

Liliana89

Mitglied
Liebe Unbekannte,

ich habe mir deine Zeilen durchgelesen und ich muss Dir leider zustimmen. Die Gesellschaft hat leider schon ein perfektes Bild von allem und jedem, aber jeder soll bei denen hinschauen und nicht verurteilen.
Ich weiß leider keinen großen Rat, jedoch nur einen, der vielleicht hilfreich sein könnte: Stelle sofort einen Antrag beim Amtsgericht auf einen gerichtlichen Betreuer. Diese sind in der Lage Dir kompetent zu helfen, was Wohnung(en) angeht, ebenso die ganze Bürokratie bei Ämtern und Behörden. In der Regel dauert das leider, bis man einen Betreuer bekommt, doch wenn Du darauf hinweist, dass es sehr dringlich ist, tu das bitte. Die dürfen dich nicht im Stich lassen und werden das auch nicht!
Ansonsten gibt es eigentlich in jeder größeren Stadt Sozialpädagogen, die Kosten übernimmt meistens der Landesverband, die helfen Dir auch, so gut sie können. Im Rathaus vielleicht anrufen und nach Sozialpädagogen fragen, die im Psycho-Sozialen Bereichen arbeiten.

Du bist eine starke Frau und gib jetzt nicht auf!
Du hast so viel durchmachen müssen, Du bist stärker als soooo viele andere Menschen, die alles an den A**** getragen bekamen/bekommen. Du bist nicht schwach! Vielleicht im Moment ohne Job, aber dennoch bist Du als Mensch WERTVOLL und hast dasselbe verdient, wie jeder andere von uns auch.

Kopf hoch.
Das sagt sich zwar leichter, als getan, aber ich bitte dich von Herzen nicht aufzugeben. Ich wünsche Dir alles Liebe, baldige Genesung und hoffe, dass Du das mit einem amtsgerichtlichen Betreuer machst. Die können wenigstens wirklich helfen.
 

Tuesday

Aktives Mitglied
Hallo,

es macht mich immer sehr traurig, eine solche Geschichte wie deine zu lesen. Es ist leider so. Nicht nur, dass Menschen wie du als Kind die Hölle durchleben, oftmals geraten sie dadurch in ihrem Erwachsenenleben ins Ausseits.

Du kannst aufs Wohnamt gehen. Es ist in jeder Stadt anders, manchmal gibt es Vereine, die helfen, manchmal auch das Wohnamt selbst. Die haben für Menschen, die auf der Straße leben, einen gewissen Pulk an Sozial-Wohnungen.

Oder wie Shorn schon sagte, es gibt das betreute Wohnen, was vielleicht auch eine erste Auffangstelle ist, von der aus du dann in aller Ruhe suchen kannst. Da hast du dann aber wenigstens dein eigenes Zimmer, das du auch abschließen kannst.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft.


Tuesday
 

Tuesday

Aktives Mitglied
Ich weiß leider keinen großen Rat, jedoch nur einen, der vielleicht hilfreich sein könnte: Stelle sofort einen Antrag beim Amtsgericht auf einen gerichtlichen Betreuer.
Wieso denn das? Die Frau ist doch durchaus fähig, ihr Leben allein in den Griff zu bekommen. Warum sollte sie ihre Rechte an jemanden abtreten, von dem sie nicht weiß, ob er ihr wohl gesonnen ist?

Ein gerichtlicher Betreuer hat viel zu viel Entscheidungsgewalt.


@Frau42
Mir fällt noch ein, der sozialpsychiatrische Dienst kann auch helfen. Wohnungen können sie wohl weniger vermitteln, aber die wissen auf jeden Fall, wo du welche Hilfe bekommst.


Tuesday
 

Gemini

Urgestein
Hallo Frau 42

Es macht mich sehr betroffen, zu lesen, was du schon alles in deinem Leben mitmachen musstest.

Nach der Hölle deiner Kindheit und ihrer Folgen werden dir auch nun noch Felsklötze in den Weg gelegt, die einfach nicht nötig wären.
Diese Vorurteile, die so verletzend sind, auch noch aushalten zu müssen ist schlimm.

Vielleicht kann dir Sozpädal in Karlsruhe helfen oder zumindest Tipps geben.
Ich würde dort einfach einmal anrufen und nachfragen.

SOZPÄDAL - Startseite

Ich wünsche dir viel Kraft und ganz viel Glück, dass du schnellstens Hilfe erhältst und eine Wohnung bekommst.

VG
 

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