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Kommunikationsschwäche und Augenkrankheit - welcher Beruf/Tätigke kommt noch in Frage

bird on the wire

Aktives Mitglied
Macht es vielleicht Sinn, zunächst nach einer stundenweise Aushilfstätigkeit in kleinem Rahmen Ausschau zu halten und nicht gleich eine Vollzeittätigkeit anzustreben? Wenn ich eine Vollzeitstelle in meinem Unternehmen zu vergeben hätte, würde ich auch den bestmöglichen Bewerbeer nehmen wollen und nicht jemanden mit vielen Einschränkungen, der noch unsicher ist im Arbeitsleben. Bei einer Aushilfstätigkeit ist das vielleicht anders. Gleichwohl kann die Aushilfstätigkeit Sicherheit und Erfahrung bringen und Fähigkeiten trainieren, die sich dann positiv auf weitere Arbeitssuche auswirken.

Ich dachte z.B. an stundenweise Arbeit in einer Tankstelle, Kiosk, kleine Einzelhandelsgeschäfte, Campinganlage, Minigolfanlage etc. Ich weiß ja nicht, was es da bei Euch so gibt. Einzelhandel mit einer intensiven Beratungstätigkeit kommt ja wohl nicht in Frage

Was mich wundert ist die ärztliche Untersagung der Arbeit bei der Müllabfuhr mit dem Argument da könnten Chemikalien im Müll sein. Dazu tragen die Mitarbeiter doch Schutzkleidung, Handschuhe etc. Sie kommen doch mit dem Abfall gar nicht wirklich in Berührung. Allerdings ist die Frage auch müßig, denn auch da besteht inzwischen das Problem, daß normalerweise keiner ohne Führerschein nur als reiner Lader mehr eingestellt wird. Da die Betriebe Mitarbeiter wollen, die eben auch den Müllwagen fahren können. Im gewerblichen Bereich ist für viele Berufe ein fehlender Führerschein inzwischen ein K.O.-Kriterium. Auch für Gärtner. Da Maschinen und Geräte zu führen sind und zumindest als Garten- und Landschaftsbauer auch Bagger etc. gefahren werden müssen. Auch Friedhofsgärtner geht ohne Führerschein nicht, da man ja zu unterschiedlichen Friedhöfen fahren muß, um die Gräber zu pflegen. Auch in der Landwirtschaft ist gute Sehfähigkeit/Führerschein nötig für Geräte und Maschinen. In Frage käme daher mangels Führerschein wahrscheinlich nur eine Hilfstätigkeit. Wenig Kraft ist noch eine Schwäche, die mit Training am ehesten auszugleichen wäre
 
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Regenbogen25

Gast
Vielleicht arbeiten mit exotischen Tieren? Spinnen, schlangen usw.? Oder in der Aquaristik, wo man nur mit Fischen zu tun hat?
 
G

Gast - Frederik

Gast
Danke für eure Ratschläge, Tipps.

Und nun, man bräuchte wohl wirklich eine Firma/Unternehmen, das einen einstellt und auch für mehr als 2-3 Wochen eine Chance gibt. Aber wenn direkt nach ein paar Tagen oder gleich einer Woche die Kündigung kommt, kann man sich kaum entwickeln. Ich brauche teils etwas mehr Eingewöhnzeit, um dann noch etwas offener zu werden ... (Hatte ich aber auch in den Einstellungsgesprächen erwähnt ... trotzdem dann Kündigung nach ein paar Tagen)

Bzgl. Augen: Ich merke kaum etwas bzw. weise eine leichte Müdigkeit auf, die aber nicht unbedingt an der Augenkrankheit liegen muss. Allerdings - laut Augenarzt - könnte die Sehfähigkeit sehr rapide nachlassen, wenn ich mich nicht an die Grenzen halten würde, ansonsten kann ich ohne Brille in der Ferne recht wenig sehen, zudem ist mein Blickfeld (Blickwinkel) eingeschränkt.

Bzgl. Aushilfstätigkeit: Da hab ich schon einiges gemacht/versucht. Teilweise aber nie über einen oder zwei Probearbeitstage hinausgekommen, denn ich war nicht kontaktfähig genug. Das war auch bei kleinen Kiosken oder Tankstellen. Die Camping-/Minigolfanlagen hier sind leider nur mit PKW zu erreichen. Mir bzw. meiner Familie kommt es so vor, als würde bei Aushilfstätigkeiten sehr schnell gekündigt, wenn man da nicht Kommunikationsfähig genug ist, oft schon am 2.+3. Einsatztag.

Fremdsprache/Übersetzer: Die Tätigkeit käme in Betracht, allerdings ist da ja auch ein Studium von Nöten (oder schulische Ausbildung). Das wird von Arbeitsamt/Jobcenter, etc. nicht finanziert. Die sagen eindeutig, dass sie ihm nur eine normale Ausbildung nach dem BBiG finanzieren. Und er muss ja auch seine Wohnung und das Leben finanzieren können ...

Fachkraft für Lagerlogistik: laut Arbeitsamt scheitert es am letzten Punkt der auf Berufnet angegeben ist ("Handgeschick, Auge-Hand-Koordination und Umsicht (z.B. Fördersysteme oder Hebezeuge bedienen und dabei das Umfeld erfassen und berücksichtigen)", ich hatte schon ein Praktikum und war für die Bedienung von solchen Maschinen auch von den Leuten dort für ungeeignet befunden worden, andere Betriebe forderten schon für die Ausbildung den Führerschein (teils wegen Schichtarbeit).

Reiseführer: Ich war in Frankreich als Citygreeter (für 3 Wochen) tätig, ist eine Art ehrenamtlicher Stadtführer. Dort war man sehr schade, dass ich wieder weg ging und hat mich für geeignet gehalten. Hier in Deutschland beim nächsten Verein, der so was bietet, wurde ich nach 2 Tagen wieder aufgrund mangelnder Kommunikation rausgeschmissen. Dabei hat sich meine Verhaltensweise wohl kaum verändert (bzw. war in Frankreich aufgrund der Fremdsprache noch ein klein bisschen unsicherer als hier in Deutschland). Die offiziellen Stellen (mit Verdienst) verlangen hier eine kaufmännische Ausbildung. Die kriegt man ja aufgrund der Augenprobleme nicht.
 
R

Regenbogen25

Gast
Was erwarten die Arbeitgeber eigentlich nach einer Woche? Ich bin auch nicht Grade die kommunikativste, aber das hört sich ja echt krass und frustrierend an, finde ich toll das du noch nicht aufgegeben hast.
 

Landkaffee

Urgestein
(...)

Bzgl. Augen: Ich merke kaum etwas bzw. weise eine leichte Müdigkeit auf, die aber nicht unbedingt an der Augenkrankheit liegen muss. Allerdings - laut Augenarzt - könnte die Sehfähigkeit sehr rapide nachlassen, wenn ich mich nicht an die Grenzen halten würde, ansonsten kann ich ohne Brille in der Ferne recht wenig sehen, zudem ist mein Blickfeld (Blickwinkel) eingeschränkt.
(...)
Um da in Deinem Thema weiter zu kommen, benötigst Du jemanden im RL, der genau hinguckt.

Hast Du eine Ahnung, weshalb Du z.B. Gesichter nicht so gut erkennen oder nicht so gut erinnern kannst?


Schreibst Du in Metaphern?


LG
Landkaffee
 

Pandoralight

Mitglied
Hallo lieber Frederik,

du hast schon Recht das hier nicht jeder genommen wird, könntest du dir den eventuell vorstellen wieder ins Ausland, z.B. Frankreich, zu gehen um dort zu arbeiten? Also sprich dorthin ziehen, auch wenn du dann von deinen Eltern getrennt bist, aber die wollen ja auch, dass du beruflich weiterkommst und wenn du in Deutschland trotz Bemühungen, die ja schon sehr anständig waren, du nichts findest dann wäre so eine Überlegung doch ein Gedanke wert?

Ich habe einen etwas anderen Blickwinkel auf die Dinge die so passieren. Vielleicht liegt es an meinem ungesunden Weltbild und das ich keiner Frage aus dem Weg gehe und sei sie noch so verrückt? Meine Theorie zu deiner aktuellen Lage: Deine Krankheit und Probleme hast du nicht ohne Grund genauso wie die Schwierigkeit, hier in Deutschland genommen zu werden und die positiven Resonanzen von der einen Gruppe da sprechen für sich. Was ich damit sagen möchte ist vielleicht sollst du aus Deutschland raus gehen um die Deutsche Mentalität zu verbreiten, sprich Pünktlichkeit, Qualität etc. das was eben lange Zeit als Made in Germany galt.

Ich kann mit meiner Vermutung auch falsch liegen doch riskieren könntest du es viel zu verlieren hättest du ja nicht. Du kannst ja im Zuge dessen vielleicht auch mal in mehrere Länder reisen um etwas von der Welt zu sehen und die unterschiedlichen Sprachen kennen zulernen?

Ich wünsch dir viel Erfolg und drücke die Daumen das ihr weiterkommt auch deinen Eltern liebe Grüße und sage ihnen das ich es toll finde das sie dich nicht fallen lassen.

LG Pandoralight
 
P

primavera7

Gast
Hallo Frederik,

von deinem Schreibstil her wirkst du gar nicht so wenig kommunikativ. Wie alt bist du? Wäre es möglich, dich zunächst auf die Therapie zu konzentrieren und erst dann Arbeitsversuche zu machen, wenn deine Kommunikationsfähigkeit sich deutlich verbessert hat? Oder würde dadurch eine zu große Lücke im Lebenslauf entstehen? Was meint dein Therapeut dazu?

Worin genau äußert sich eigentlich deine "mangelnde Kommunikationsfähigkeit"? Mir klingt das zu abstrakt. Bitte nenne doch einmal konkrete Beispiele, anhand derer deutlich wird, wodurch sich dein Kommunikatonsverhalten von dem des Durchschnittsmenschen unterscheidet.
 

Landkaffee

Urgestein
Hallo Frederik,

(...)

Worin genau äußert sich eigentlich deine "mangelnde Kommunikationsfähigkeit"? Mir klingt das zu abstrakt. Bitte nenne doch einmal konkrete Beispiele, anhand derer deutlich wird, wodurch sich dein Kommunikatonsverhalten von dem des Durchschnittsmenschen unterscheidet.
Das wüsste ich auch gerne.

Okay, Gesichter erkennen, da ist ein Problem, das vermutlich auch mit dazu führen kann, dass es Störungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation gibt. Wobei, da kann man einiges lernen.... .


LG
Landkaffee
 
F

Frederik01

Gast
Es fällt mir teilweise sehr schwer Personen anzusprechen. Dies hat sich aber schon etwas gebessert. Auch Telefonieren mag ich nicht so sehr, ich habe eine lange Zeit versucht, auf E-Mails (oder ggf. den Postweg) auszuweichen.
Mein Therapeut, der mich schon lange kennt, meint, ich mache schon Fortschritte. Für außenstehende sieht es oft so aus, als ob ich bei einem Gespräch nicht in die Augen schauen würde. Wenn ich jedoch die beiden Augen von Personen, welche mir gegenüberstehen, schaue bzw. besser gesagt genau wahrnehme, sieht es für diese Person so aus, als würde ich an ihr (der anderen Person) vorbeischauen. Dies liegt auch an der Augenkrankheit. Dies ist auch ein Aspekt, dass ich nicht in die Augen schauen würde bei Kunden. Die Kunden müssten das Gefühl haben, direkt angeschaut zu werden hieß es immer ... Eventuell bin ich auch nicht reaktionsschnell genug, um zu grüßen.

Und Mangelnde Kommunikationsfähigkeit ... Gute Frage, was die Betriebe/Unternehmen genau wollen. Eins habe ich ja oben schon genannt. So gehört da wohl auch der richtige Blickwinkel und was weiß ich zu ...(?). Einzuschätzen, ob ich den Personen (auch aus deren Sicht) direkt in die Augen schaue, krieg ich z.B. nicht hin (trotz monatelanger Übung mit Therapeuten). Viele Hinweise geben die Betriebe ja nicht. Hieß oft nur: "Ihre Kommunikationsfähigkeit ist nicht ausgesprägt genug. So können wir sie nicht weiterbeschäftigen." Auf weitere Nachfrage gab es keine vernünftige Antwort. Z.B. der Besitzer des Zeitschriftenladen hat erwartet, dass man z.B. die Kunden nach der Befindlichkeit fragt und Smalltalk führt. Sowas ist nicht mein Ding. Damit hab ich auch teilweise Probleme, wenn ich nicht genau weiß, worüber man sprechen soll.

Momentan (seit Mittwoch) hab ich für 3 Wochen eine Aufgabe als "Aushilfs-Hilfskraft bei der Mitarbeit in der Parkraumüberwachung". Mal schauen, was dann so rauskommt.
 
G

Gast

Gast
Kann es nicht sein, daß du dich schlechter redest als du bist? Ich weiß es ist nicht leicht etwas passendes zu finden, das geht anderen auch nicht anders, aber wer ein Abitur geschafft hat, kann so blöd nicht sein, um mit z. B. Pflanzen umgehen zu können.
 

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