Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Kollegen ignorieren mich

B

Blume1989

Gast
Hallo,
ich bin total verzweifelt :( Ich habe im August meine Ausbildung angefangen (Büro) und in der ersten Abteilung lief alles wunderbar. Ich kam mit den Kollegen gut zurecht, habe auch immer Hilfe bekommen, wenn ich bei einer Aufgabe nicht weiter wusste. Danach kam ich in eine andere Abteilung. Vom ersten Tag an hatte man dort etwas gegen mich. Ich vermute, weil ich schüchtern bin und dort die Leute gewitzter und schlagfertiger sind. Das lies man mich auch gleich spüren. Keiner wollte so recht was mit mir zu tun haben, man erklärte mir das Nötigste. Wenn ich nachfragte, bekam ich zwar eine Antwort, aber in einem unfreundlichen und genervten Ton. Bei Fehlern bekam ich richtig Ärger. Ich war verunsichert und so passierten mir immer mehr Fehler und letztens sagte eine Kollegin zu mir, bei mir wäre alles verloren. Die Azubine die mit mir angefangen hat und davor in der Abteilung war ist dort richtig beliebt. Sie sagte zu mir "So kenn ich Kollegin XY ja gar nicht". Sie ist auch frecher von der Art, ich vermute deswegen wird sie dort akzeptiert. Ich habe versucht mit den Kollegen ins Gespräch zu kommen, doch das schlug jedes Mal fehl. Knappe Antworten oder gar keine. Heute unterhielten zwei Kollegen miteinander und da eine Kollegin etwas für ihre Weihnachtsdekoration suchte und schon überall danach geschaut hatte, wollte ich ihr den Tipp geben, wo man das herbekommen könnte. Darauf sagte eine der Kollegen ganz streng zu mir "Frau XX ich bin gerade mit Frau __Kollegin__ im Gespräch". Man grenzt mich absichtlich aus. Die Kollegen unternehmen auch viel nach Feierabend viel gemeinsam. Es gibt also keinen einzigen in der Abteilung, mit dem ich ins Gespräch kommen könnte.
Ich bin ziemlich verzweifelt, weil ich den ganzen Tag auf der Arbeit diese Ablehnung spüre und kein Wort mit jemandem reden. Zudem habe ich Angst, dass über mich in anderen Abteilungen schlecht geredet wird, da diese Kollegen mit allen gut befreundet sind und es in den anderen Abteilungen dann auch so wird.
Ich weiß echt nicht mehr was ich tun soll...
 

Anzeige(7)

B

Blume1989

Gast
Das habe ich heute versucht, aber ich habe das Gefühl das ihn das nicht interessiert bzw. er selbst zu überfordert damit ist. Er meinte, ich würde das alles falsch interpretieren...und so schlimm sei es bestimmt nicht.
 

Selah

Aktives Mitglied
Sollst Du denn in dieser Abteilung bleiben oder wirst Du wieder wechseln? Falls ja, würde ich sagen "Augen zu und durch" und hoffen, dass Du in der nächsten Abteilung nettere Kollegen hast. Falls nicht, hilft wirklich nur ein - nochmaliges, eindringliches - Gespräch mit dem Chef. Wenn auch das nichts bringt...gibt es eine Gewerkschaft vor Ort? Auch bei der IHK z.B. gibt es Leute, die in schwierigen Situationen in der Ausbildung vermitteln können.
 

Rhenus

Urgestein
Sorry,

geht net, gibs net! :)
Für deine Ausbildung ist jemand in deiner Firma zuständig, sonst dürften sie nicht ausbilden.
Derjenige muss sich Zeit nehmen!
Was sagt der Betriebsrat?

Dann gehe eben zum höchsten Chef.
Du bist doch erwachsen, da muss man auch mal Klartext reden.
Sag, dass du von ihm erwartest, dass er mit den Kollegen spricht. Arbeitgeber müssen ihrer Schutzpflicht gegenüber den Beschäftigten nachkommen. Besonders dann, wenn jemand in der Ausbildung ist.

LG
Rhenus
 

Brahman

Mitglied
Hallo,

@Rhenus: das stellst du dir aber einfach vor....umso mehr Theater man macht und das an den höheren Stellen, umso tiefer gerät man in das Loch.

Blume leider muss man dazu sagen "willkommen in der Arbeitswelt!".

Dein Chef hat schon recht, wenn du etwas falsch interpretierst, das gibt es eigentlich nie, dass alle eine Person in der Abteilung nicht leiden können.
Wenn die Abteilung ein stressiges Geschäft hat, bleibt oftmals nicht viel Zeit zum einarbeiten, hier ist Initiative gefragt. Bei einer Ausbildung lernt man nicht nur wie man seinen Beruf zu erledigen hat, sondern auch wie man sich selbst organisieren muss (wie Notizen, dass man nicht 3x das gleiche fragt). Du hast in der Ausblidung nur das Glück, dass man dich nicht feuern kann wenn du Fehler machst.

Wenn du eh bald wieder in eine andere Abteilung kommst, dann bleib einfach etwas auf Abstand und rede nur das Nötigste mit den Kollegen.
Versuch dich einfach auf deine Leistungen zu konzentrieren (mit Ruhe und Zeit), umso besser du deine Arbeiten machst umso kollegialer wird das Verhalten werden.

Alles Gute
 
B

Blume1989

Gast
Danke für eure Antworten! :)
Einen Betriebsrat haben wir leider nicht, aber ich werde den Ausbilder nochmal ansprechen. Ich glaube, viele Vorgesetzte gehen einem so unangenehmen Thema gerne aus dem Weg.
Mit den Kollegen selber reden hat bis jetzt nichts gebracht, im Gegenteil ich habe das Gefühl das es dadurch schlimmer wurde. Erst wurde ich gerade so geduldet und nach dem Gespräch hatte ich das Gefühl sie hassen mich.
Zum Glück bin ich nicht das erste Mal im Berufsleben. Habe davor schon gearbeitet und dort kam ich auch mit den Kollegen super zurecht. Ich würde auch selbst von mir behaupten, dass ich ein freundlicher und umgänglicher Mensch bin. Hätte ich diese Vorerfahrung nicht, hätte ich womöglich an mir selbst gezweifelt. Ich bin jetzt leider noch 3 1/2 Monate in der Abteilung.
Ich habe mit der Azubine im 3. Lehrjahr gesprochen, die im August ausgelernt hat. Ihr ging es damals auch so in der Abteilung, sie meint, dass sie dort Menschen mit einer ruhigen Art nicht leiden können. Sie hat nach dem Prinzip "Augen zu und durch" sich durchgebissen. Allerdings hat sie auch ein bisschen dickeres Fell als ich und bei ihr war es weniger heftig wie bei mir.
 
B

Blume1989

Gast
@ Brahman :
Ja das stimmt, mir sind viele Fehler unterlaufen. Das Problem war, dass ich Angst hatte nachzufragen und es dann nicht richtig verstanden habe. Aber genau das hat es eigentlich schlimmer gemacht. Ich werde versuchen auch auf Abstand zu bleiben. Das fällt mir zwar schwer, weil ich ein sensibler Mensch bin , der eigentlich mit allen ein Gutes bzw. neutrales Verhältnis möchte. Aber das scheint hier nicht mehr zu funktionieren.
 
E

EllaKarina

Gast
Hallo Blume,

wie schön dass du scheinbar ganz fest auf zwei Beinen stehst, obwohl dir in deiner Abteilung solche Steine in den Weg gelegt werden. Ein ruhiges Wesen finde ich persönlich sehr angenehm, aber für dich ist das Schwimmen in einem Raubfischbecken dann natürlich unangenehm.

Ich rate dir, dich auf deine Stimme zu besinnen. Ganz im Ernst, mach den Mund auf, am besten immer sofort. Wenn man dir eine fachliche Frage zB. nur kurz und bissig beantwortet und du damit nicht zufrieden bist, dann frag sofort nach. Gib ein 1:1 Feedback, vielleicht in etwa so:
Sie wirken so genervt, wieso?
Haben Sie gerade Stress? Wie wäre es wenn Sie sich dann um 10 Uhr mal zehn Minuten Zeit nehmen für mich?
Die Antwort genügt mir ehrlich gesagt noch nicht, das ging mir jetzt schon öfter so, wenn ich Sie etwas gefragt habe. Wer kann mir das denn nun erklären?
Sie sehen mich gerade an als könnten Sie mich überhaupt nicht ausstehen. Ist das so?
Merken Sie eigentlich dass Sie gerade laut werden/ unhöflich werden/ unsachlich sind/ beleidigend werden?
Sagen Sie, ignorieren Sie mich gerade? Ich sagte jetzt schon 2x Guten Morgen…

Hol den Spiegel raus und halte ihn der Person direkt vor die Nase. Damit zeigst du ganz klar, dass du einen kollegialen Umgang erwartest und eine Erklärung für grobes Fehlverhalten einforderst. Bleib immer sachlich und freundlich, aber nimm nicht einfach alles hin. Auch, wenn dir vor lauter Verwirrung oder vielleicht Wut manchmal der Schweiß ausbricht, oder du rot anläufst – egal!

Wenn mich jemand (unter Zeugen) damit konfrontiert, dass ich mich gerade völlig daneben benehme, dann wär mir das furchtbar unangenehm. Ich würde dann einlenken und mich ertappt fühlen! Manchmal reicht es, dem Kind einen Namen zu geben. Die meisten Leute wissen dass sie sich falsch verhalten. Aber erst wenn sich jemand traut, sie direkt darauf anzusprechen, dann fühlen sie sich erkannt und mögen das schlechte Bild nicht, dass sie gerade abgeben…
Ich wünsche dir alles Gute und immer einen starken geraden Rücken.
 

Rhenus

Urgestein
Hallo Brahman,

Hallo,
@Rhenus: das stellst du dir aber einfach vor....umso mehr Theater man macht und das an den höheren Stellen, umso tiefer gerät man in das Loch.
in der Tat stelle ich mir das einfach vor, es entspricht meine Erfahrung als Gewerkschafter und später als Vorgesetzter.
Ich hätte niemals jemanden so weggeschickt!
Vielmehr wäre bei mir die Sache, nach etwa einer halben Stunde und einer kleiner Ansage an alle Mitarbeiter, erledigt gewesen.
Auch werden die Ausbilder gerade darauf geschult. Da muss er wohl gefehlt haben.

Blume leider muss man dazu sagen "willkommen in der Arbeitswelt!".
Das mag ja deinen Erfahrungen entsprechen, doch das geschilderte Verhalten könnte sogar schon Mobbing sein und verstößt auf alle Fälle gegen die einschlägigen Ausbildungsrichtlinien
und das Betriebsverfassungsgesetz (Besondere Fürsorgepflicht).
Dein Chef hat schon recht, wenn du etwas falsch interpretierst, das gibt es eigentlich nie, dass alle eine Person in der Abteilung nicht leiden können.
Ach so?
Darum kostet das den Krankenkassen und den Betrieben auch jährlich einige Mill. € an Kosten für Lohnfortzahlung und Therapien.

LG
Rhenus
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben