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Könnte das für mich das Aus im Job bedeuten?

Marika46

Aktives Mitglied
Liebe Community,

ich bin seit fast zwei Jahren als Pflegehelferin in einem Altenheim beschäftigt. Ich war anfangs dort glücklich, kam gut mit den Aufgaben zurecht und die meisten Kollegen sind nett. Im Sommer letzten Jahres wechselte aber die Pflegedienstleitung und ich habe inzwischen den Eindruck, dass mich die Pflegedienstleiterin nicht besonders mag.

Es hat vielleicht damit zu tun, dass wir zwei gegensätzliche Charakere sind. Sie hat jede Menge Power, ist sehr emotional und kann sehr laut werden. Ich bin eher ruhig, bin so erzogen worden, nie Emotionen zu zeigen, schon gar nicht am Arbeitsplatz. Wenn mir etwas zu viel wird und ich überfordert bin, gebe ich erst recht Gas. Zuhause erlaube ich mir dann zu weinen.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mich die Chefin für wehleidig hält. Als ich mich mal mit einer Kollegin über Rückenschmerzen und Muskelkräftigungstherapie austauschte, bekam sie das mit. Sie fragte mich ungehalten, ob ich schon mal eine Knochendichtemessung habe machen lassen. Osteoporose könne man schließlich gut behandeln! Ich rechtfertigte mich und sagte, ich habe diese Untersuchung durchführen lassen, aber Osteoporose liege bei mir nicht vor.
Als ich vor zwei Wochen sehr erkältet zum Dienst kam und nach einem Corona-Test fragte, die wir dort zur Verfügung haben, bemerkte ich, dass sie die Augen verdrehte.

Ihr Verhalten geht mir gegen den Strich, weil ich zu den wenigen Mitarbeitern gehöre, die sich kaum krank melden.
So bin ich auch vor zwei Wochen trotz Erkältung arbeiten gegangen. Einige Tage später habe ich mir bei einem Sturz Prellungen am Knie zugezogen und bin trotzdem arbeiten gegangen.

Anfang letzer Woche hatte ich einen Termin beim Neurologen. Es wurde ein EEG gemacht, das unregelmäßig war. Er konnte das EEG nicht richtig deuten, konnte nicht genau sagen, ob es sich bei den Auffälligkeiten um Epilepsie handelt. Daher hat er mir zu einer Abklärung in einer Klinik für Epileptologie geraten. Ich habe dort für Ende Februar einen Termin bekommen.

Ich war erst einmal schockiert von dem Umstand, dass der Neurologe Epilepsie nicht ausschließen konnte. Als ich zum Spätdienst kam, war ich wie benebelt. Die Chefin fragte mich, ob wieder alles okay sei hinsichtlich meiner Erkältung. Ich sagte, ja, mit der Erkältung schon. Sie fragte: "Aber mit dem Rücken nicht oder wieder etwas Neues?" Ich gab nonverbal zu verstehen, dass ich nicht darüber reden wollte.

Ich habe den Termin in der Klinik erst einmal ambulant. Dort wird es nur ein Gespräch geben, evtl. noch ein EEG. Doch ich vermute, zur genauen Abklärung muss ich stationär dorthin. Ich habe mich schon informiert und gelesen, dass der Aufenthalt zwischen drei und vier Wochen dauert.

Ich mache mir jetzt schon unwahrscheinlich Gedanken, wie das bei meinem Arbeitgeber ankommen wird.
Sollte ich stationär aufgenommen, wird die AU ja sicherlich vom Neurologen ausgestellt?
Nur: was soll ich meiner Chefin dann sagen, in welche Klinik ich muss? Ich möchte nicht sagen, dass es sich um eine Klinik für Epileptologie handelt, denn meiner Ansicht nach hat das so einen komischen Beigeschmack. Das ist nicht viel besser als würde es um einen Aufenthalt in der Psychiatrie gehen.

Ich habe Angst, dass es mich den Arbeitsplatz kosten könnte, wenn ich ehrlich bin.

Könnt ihr mir einen Rat geben?

Es grüßt euch
Marika
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey Marika,

mach dir nicht zu viele Gedanken.

Ich hoffe, dass sich der Verdacht in Wohlgefallen auflöst und du nicht unter
Epilepsie leidest.

Sprich deinen Neurologen gezielt auf die Diagnostik an, denn mir ist es neu, dass diese
3–4 Wochen bei einem stationären Aufenthalt umfasst.

Aber selbst wenn, dem so sei, so würde ich es offen auf der Arbeit ansprechen.

Sage, dass bei dir der Verdacht auf Epilepsie besteht und du diverse Untersuchungen machen lassen musst.

Ende.

Ignoriere die Bemerkungen und gehe deiner Arbeit nach.

Wenn es dir zu unerträglich wird, bewirb dich weg. Gerade in deinem Berufsfeld werden Leute gesucht.

Ich wünsche dir alles Gute ♥
 
Wenn eine Vorgesetzte ständig spitze Kommentare ablässt, würde ich der gar nichts zur Indikation sagen. Soll sie doch überlegen und phantasieren was sie will. Es geht sie nichts an, solange du dich oder andere im Job nicht gefährdest. Und ob das so ist weißt du erst nach Vorliegen der Diagnose. Also nix dazu sagen; wer weiß, was sonst wieder folgt!

M.E. lässt sich i.d.R. schon ganz gut unterscheiden, ob jemand besorgt nachfragt oder sich über etwas lustig macht. Wenn die TE diesen Eindruck hat, dann wird da schon etwas dran sein. Natürlich kann man das auch ganz offensiv mal in einem 4-Augen-Gespräch verifizieren und offen fragen, ob die Vorgesetzte die ärztlichen Diagnosen anzweifelt. Die wird sich hüten.. und vielleicht ist dann Ruhe.

Deine Chefin ist übrigens ebenfalls nur angestellt. Wenn ihr/e Vorgesetzte/r mitbekommen würde, dass sie dich kostbare Pflegekraft piesackt, würde sie sich wahrscheinlich einen Rüffel einfangen.

Grundsätzlich solltest aber du wegen deines Jobs nicht weinen müssen.. völlig unabhängig, ob vor anderen oder still für dich zu Hause. Da würde ich schon mal ansetzen. Läuft noch etwas anderes nicht gut? So manche Erkrankung hat psychische Ursachen und Stress ist nicht selten der Auslöser. Darüber solltest du auch mal nachdenken und das bei deinen Untersuchungen zur Sprache bringen.
 
Te, dich braucht man überall. außer wenn du Verletzt bist oder krank. Dann bleibe bitte zu Hause. Bei Erkältungen kannst du die alten und kranken anstecken und bei einer Verletzung kann es sich ganz schnell verschleppen. Da musst du auf deinen Körper hören und dich ausruhen.
Ich würde diesmal keine. Grund nennen. Da du ja merkst, dass sie sich das negativ abspeichert. für die Zukunft du musst nicht in jeder Einzelheit erklären was du hast, du bist krank. Es hat seinen Grund wieso die Diagnose an die KK geht und nicht an Arbeitgeber und KK.
Ich würde die raten das KH zu wechseln. Wahrscheinlich springt da noch eine Gehaltserhöhung raus. Du bist mir zu oft am weinen oder traurig. Das ist nicht gut.
 
Kann es evtl sein, dass du sehr sensibel bist und dann dazu neigst, das Verhalten anderer tendenziell negativ zu interpretieren?

ich habe inzwischen den Eindruck, dass mich die Pflegedienstleiterin nicht besonders mag.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mich die Chefin für wehleidig hält.
Das schließt du offenbar aus sowas:
Sie fragte mich ungehalten, ob ich schon mal eine Knochendichtemessung habe machen lassen. Osteoporose könne man schließlich gut behandeln!
bemerkte ich, dass sie die Augen verdrehte.
Sie fragte: "Aber mit dem Rücken nicht oder wieder etwas Neues?" Ich gab nonverbal zu verstehen, dass ich nicht darüber reden wollte.
Das finde ich eine Überinterpretation.

Bei einer Krankschreibung bist du nicht verpflichtet, der Chefin mitzuteilen was du für eine Krankheit hast. Allerdings kann man aus dem Fachgebiet des Arztes, der die Krankschreibung unterschreibt, auf das medizinische Problem schließen. Wenn ich als Chefin erfahren würde, dass eine Mitarbeiterin von mir evtl Epilepsie hat, würde mir das extrem leidtun und ich käme nicht im Traum auf die Idee, dass diese halt "empfindlich" ist. Wenn man Krankfeiern will denkt man sich was Harmloseres aus, und dass du keine Krankmacherin bist, hast du doch schon bewiesen. Wenn eine Mitarbeiterin mit Erkältungssymptomen in der Arbeit erscheint und dann von mir einen Coronatest erbittet, würde ich übrigens auch die Augen verdrehen (dann aber auch etwas Entsprechendes sagen), denn bei uns gilt die Regel, dass keiner mit Corona zur Arbeit erscheint, was automatisch bedeutet, dass er den Test bitte zuhause macht.

Und du gehörst zu einer Berufsgruppe, wo du ganz bestimmt nicht vor dem Aus stehst, weil du mal krank bist. Leute wie du sind so gesucht auf dem Arbeitsmarkt, dass man da ganz viel hinnimmt, wenn du nur bleibst.
 
Danke für eure Antworten.

@Pfefferminzdrops

Danke vor allem dir für deine hilfreiche und verständnisvolle Antwort.

Ich glaube auch nicht, dass ich einen falschen Eindruck habe, wenn ich die Äußerungen meiner Chefin nicht als besorgt, sondern als pampig und verächtlich wahrnehme. Ich werde ihr auch auf gar keinen Fall sagen, dass ich zur Untersuchung in eine Epilepsie-Klinik muss. Im Moment hoffe ich ja noch, dass schon der ambulante Termin Erkenntnisse bringen wird und ich erst gar nicht stationär aufgenommen werden muss. Denn ich bin sicher, dass ich bei ihr nicht auf Mitgefühl treffen werde.

Ich habe schon immer zu Depressionen geneigt, die sich in den ganzen Jahren, die ich nun alleinerziehend bin, noch verstärkt haben. Mir fehlt ganz einfach eine starke Schulter zum Anlehnen. Ich schlafe oft sehr schlecht, bin tagsüber gerädert und das führt dann natürlich dazu, dass ich nah am Wasser gebaut habe. Es kostet mich zunehmend Kraft, mich neben meinem Job noch intensiv um meine jüngere Tochter kümmern zu müssen, die mit ihren 17 Jahren noch jede Menge Unterstützung benötigt. Außerdem brauchen inzwischen auch meine alten Eltern mehr Aufmerksamkeit.

Manchmal habe ich die Vermutung, dass meine Symptome nicht auf Epilepsie zurückzuführen sind, sondern vielleicht mit einer psychischen Erkrankung zusammenhängen. Was ich inzwischen auch empfinde ist eine Erleichterung, wenn ich nach Dienstschluss nach Hause komme und sozusagen in die eigenen vier Wände flüchten kann. Dabei mache ich meinen Job gern und habe sehr viele der pflegebedürftigen Menschen sehr gern. Nur ist es so, dass mich oft schon banale Situationen fast zum Weinen bringen.

Heute z.B. habe ich eine eine ganz liebe Bewohnerin gepflegt, die trotz ihrer 100 Jahre noch Spaß am Stricken hat. Sie hatte einen Stapel Topflappen vor sich liegen und hat mir zwei davon geschenkt. Ich war so gerührt und denke, ich werde sie so immer in Erinnerung behalten, wenn sie mal nicht mehr da ist.
Ich finde es bedenklich, dass das für mich schon ein Anlass ist, weinen zu können.

@Klalalala

Ich habe mir jetzt vorgenommen, in Zukunft mehr auf meinen Körper zu hören. Wenn ich Schmerzen habe oder erkältet bin, werde ich zuhause bleiben und mich auskurieren. Denn es wird eh nicht geschätzt, wenn ich mit Erkältung oder Schmerzen zur Arbeit komme.
Mir kommt es wirklich so vor, als wenn meine Chefin über mich denkt: Die mit ihren ewigen Zipperlein!

Ich ziehe tatsächlich schon in Erwägung, mich woanders zu bewerben.

@HeartAttack

Ich gebe zu, es war nicht besonders klug von mir, mit Erkältungssymptomen zum Dienst zu gehen und dort um einen Corona-Test zu bitten. Nur wusste ich mir an dem Morgen nicht anders zu helfen. Um 7 Uhr war Dienstbeginn und ich hatte keine Möglichkeit, mir vorher noch einen Test zu besorgen.

Nein, meine Chefin mag mich nicht.
Ich habe das auch schon in anderen Situationen zu spüren bekommen.

Es ist bei uns so, dass der Dienst jede Woche wechselt. Wir haben eine Woche Frühdienst und in der nächsten Woche Spätdienst. Das wurde bisher zuverlässig eingehalten. Dementsprechend kann man dann auch private Termine planen.
Jetzt war es aber im Januar bei mir so, dass ich plötzlich zwei Wochen am Stück Spätdienste hätte machen sollen. Ich brauchte aber wegen Arztterminen letzte Woche zwei Frühdienste und sprach meine Chefin darauf an. Sie sagte, dass ich aber doch zwischen zwei Etagen hin-und herswitchen müsse. Das aber kann ich auch im Frühdienst, der normalerweise hektischer ist als der Spätdienst. Ich sagte, dass ich an einem Tag nachmittgs zur Corona-Impfung müsse, da mein Hausarzt nur nachmittags impft (da habe ich mich auch schon wieder so gerechtfertigt). Ihre genervte Antwort war: "Ja, ok, dann gehen Sie halt zu ihrer Corona-Impfung"!

Sie machte mir auch mal Vorwürfe, weil ich mich gegen einen aggressiven Bewohner nicht durchsetzen konnte, der sich nicht pflegen lassen wollte. Sie sagte, ich müsse ihm zeigen, wer der Herr ist. Einmal sagte sie triumphierend, dieser Herr habe sie fast verprügelt, aber sie habe sich durchgesetzt. Doch auch Kolleginnen hatten Angst vor ihm. Zweimal wurde sogar die Polizei gerufen, weil er andere Bewohner bedrohte. Jetzt ist er schon seit November in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie. Wäre er das, wenn man sich einfach nur hätte "durchsetzen" brauchen?

Mal sehen, wie sich alles weiterentwickelt. Erst einmal soll jetzt meine Gesundheit im Vordergrund stehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute z.B. habe ich eine eine ganz liebe Bewohnerin gepflegt, die trotz ihrer 100 Jahre noch Spaß am Stricken hat. Sie hatte einen Stapel Topflappen vor sich liegen und hat mir zwei davon geschenkt. Ich war so gerührt und denke, ich werde sie so immer in Erinnerung behalten, wenn sie mal nicht mehr da ist.
Ich finde es bedenklich, dass das für mich schon ein Anlass ist, weinen zu können.
Das finde ich überhaupt nicht bedenklich. Das rührt einen ja schon, wenn man das liest.
Sie sagte, dass ich aber doch zwischen zwei Etagen hin-und herswitchen müsse. Das aber kann ich auch im Frühdienst, der normalerweise hektischer ist als der Spätdienst. Ich sagte, dass ich an einem Tag nachmittgs zur Corona-Impfung müsse, da mein Hausarzt nur nachmittags impft (da habe ich mich auch schon wieder so gerechtfertigt). Ihre genervte Antwort war: "Ja, ok, dann gehen Sie halt zu ihrer Corona-Impfung"!
Daraus würde ich nicht schließen dass sie was gegen dich hat. Es hat halt nicht in ihre Planung gepasst, und da war sie eben etwas genervt.

Sie machte mir auch mal Vorwürfe, weil ich mich gegen einen aggressiven Bewohner nicht durchsetzen konnte, der sich nicht pflegen lassen wollte. Sie sagte, ich müsse ihm zeigen, wer der Herr ist.
Vielleicht hat sie dich gar nicht kritisiert, sondern wollte dir einen Tipp geben um dich zu stärken.
 
Als ich vor zwei Wochen sehr erkältet zum Dienst kam und nach einem Corona-Test fragte, die wir dort zur Verfügung haben, bemerkte ich, dass sie die Augen verdrehte.
Warum hast Du keinen Test zuhause gemacht ?
Ich würde an Deiner Stelle keinerlei Infos zu privaten Befindlichkeiten oder Krankheitsprognosen am Arbeitsplatz
Sollte es so sein , lässt Du Dich krankschreiben
 
So bin ich auch vor zwei Wochen trotz Erkältung arbeiten gegangen. Einige Tage später habe ich mir bei einem Sturz Prellungen am Knie zugezogen und bin trotzdem arbeiten gegangen.

Ich würde Dich wegen so einem Verhalten maßregeln. Es kann doch nicht sein, daß Du krank zur Arbeit kommst und andere Leute ansteckst. Was soll das?
 

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