Liebe Community,
ich bin seit fast zwei Jahren als Pflegehelferin in einem Altenheim beschäftigt. Ich war anfangs dort glücklich, kam gut mit den Aufgaben zurecht und die meisten Kollegen sind nett. Im Sommer letzten Jahres wechselte aber die Pflegedienstleitung und ich habe inzwischen den Eindruck, dass mich die Pflegedienstleiterin nicht besonders mag.
Es hat vielleicht damit zu tun, dass wir zwei gegensätzliche Charakere sind. Sie hat jede Menge Power, ist sehr emotional und kann sehr laut werden. Ich bin eher ruhig, bin so erzogen worden, nie Emotionen zu zeigen, schon gar nicht am Arbeitsplatz. Wenn mir etwas zu viel wird und ich überfordert bin, gebe ich erst recht Gas. Zuhause erlaube ich mir dann zu weinen.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mich die Chefin für wehleidig hält. Als ich mich mal mit einer Kollegin über Rückenschmerzen und Muskelkräftigungstherapie austauschte, bekam sie das mit. Sie fragte mich ungehalten, ob ich schon mal eine Knochendichtemessung habe machen lassen. Osteoporose könne man schließlich gut behandeln! Ich rechtfertigte mich und sagte, ich habe diese Untersuchung durchführen lassen, aber Osteoporose liege bei mir nicht vor.
Als ich vor zwei Wochen sehr erkältet zum Dienst kam und nach einem Corona-Test fragte, die wir dort zur Verfügung haben, bemerkte ich, dass sie die Augen verdrehte.
Ihr Verhalten geht mir gegen den Strich, weil ich zu den wenigen Mitarbeitern gehöre, die sich kaum krank melden.
So bin ich auch vor zwei Wochen trotz Erkältung arbeiten gegangen. Einige Tage später habe ich mir bei einem Sturz Prellungen am Knie zugezogen und bin trotzdem arbeiten gegangen.
Anfang letzer Woche hatte ich einen Termin beim Neurologen. Es wurde ein EEG gemacht, das unregelmäßig war. Er konnte das EEG nicht richtig deuten, konnte nicht genau sagen, ob es sich bei den Auffälligkeiten um Epilepsie handelt. Daher hat er mir zu einer Abklärung in einer Klinik für Epileptologie geraten. Ich habe dort für Ende Februar einen Termin bekommen.
Ich war erst einmal schockiert von dem Umstand, dass der Neurologe Epilepsie nicht ausschließen konnte. Als ich zum Spätdienst kam, war ich wie benebelt. Die Chefin fragte mich, ob wieder alles okay sei hinsichtlich meiner Erkältung. Ich sagte, ja, mit der Erkältung schon. Sie fragte: "Aber mit dem Rücken nicht oder wieder etwas Neues?" Ich gab nonverbal zu verstehen, dass ich nicht darüber reden wollte.
Ich habe den Termin in der Klinik erst einmal ambulant. Dort wird es nur ein Gespräch geben, evtl. noch ein EEG. Doch ich vermute, zur genauen Abklärung muss ich stationär dorthin. Ich habe mich schon informiert und gelesen, dass der Aufenthalt zwischen drei und vier Wochen dauert.
Ich mache mir jetzt schon unwahrscheinlich Gedanken, wie das bei meinem Arbeitgeber ankommen wird.
Sollte ich stationär aufgenommen, wird die AU ja sicherlich vom Neurologen ausgestellt?
Nur: was soll ich meiner Chefin dann sagen, in welche Klinik ich muss? Ich möchte nicht sagen, dass es sich um eine Klinik für Epileptologie handelt, denn meiner Ansicht nach hat das so einen komischen Beigeschmack. Das ist nicht viel besser als würde es um einen Aufenthalt in der Psychiatrie gehen.
Ich habe Angst, dass es mich den Arbeitsplatz kosten könnte, wenn ich ehrlich bin.
Könnt ihr mir einen Rat geben?
Es grüßt euch
Marika
ich bin seit fast zwei Jahren als Pflegehelferin in einem Altenheim beschäftigt. Ich war anfangs dort glücklich, kam gut mit den Aufgaben zurecht und die meisten Kollegen sind nett. Im Sommer letzten Jahres wechselte aber die Pflegedienstleitung und ich habe inzwischen den Eindruck, dass mich die Pflegedienstleiterin nicht besonders mag.
Es hat vielleicht damit zu tun, dass wir zwei gegensätzliche Charakere sind. Sie hat jede Menge Power, ist sehr emotional und kann sehr laut werden. Ich bin eher ruhig, bin so erzogen worden, nie Emotionen zu zeigen, schon gar nicht am Arbeitsplatz. Wenn mir etwas zu viel wird und ich überfordert bin, gebe ich erst recht Gas. Zuhause erlaube ich mir dann zu weinen.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mich die Chefin für wehleidig hält. Als ich mich mal mit einer Kollegin über Rückenschmerzen und Muskelkräftigungstherapie austauschte, bekam sie das mit. Sie fragte mich ungehalten, ob ich schon mal eine Knochendichtemessung habe machen lassen. Osteoporose könne man schließlich gut behandeln! Ich rechtfertigte mich und sagte, ich habe diese Untersuchung durchführen lassen, aber Osteoporose liege bei mir nicht vor.
Als ich vor zwei Wochen sehr erkältet zum Dienst kam und nach einem Corona-Test fragte, die wir dort zur Verfügung haben, bemerkte ich, dass sie die Augen verdrehte.
Ihr Verhalten geht mir gegen den Strich, weil ich zu den wenigen Mitarbeitern gehöre, die sich kaum krank melden.
So bin ich auch vor zwei Wochen trotz Erkältung arbeiten gegangen. Einige Tage später habe ich mir bei einem Sturz Prellungen am Knie zugezogen und bin trotzdem arbeiten gegangen.
Anfang letzer Woche hatte ich einen Termin beim Neurologen. Es wurde ein EEG gemacht, das unregelmäßig war. Er konnte das EEG nicht richtig deuten, konnte nicht genau sagen, ob es sich bei den Auffälligkeiten um Epilepsie handelt. Daher hat er mir zu einer Abklärung in einer Klinik für Epileptologie geraten. Ich habe dort für Ende Februar einen Termin bekommen.
Ich war erst einmal schockiert von dem Umstand, dass der Neurologe Epilepsie nicht ausschließen konnte. Als ich zum Spätdienst kam, war ich wie benebelt. Die Chefin fragte mich, ob wieder alles okay sei hinsichtlich meiner Erkältung. Ich sagte, ja, mit der Erkältung schon. Sie fragte: "Aber mit dem Rücken nicht oder wieder etwas Neues?" Ich gab nonverbal zu verstehen, dass ich nicht darüber reden wollte.
Ich habe den Termin in der Klinik erst einmal ambulant. Dort wird es nur ein Gespräch geben, evtl. noch ein EEG. Doch ich vermute, zur genauen Abklärung muss ich stationär dorthin. Ich habe mich schon informiert und gelesen, dass der Aufenthalt zwischen drei und vier Wochen dauert.
Ich mache mir jetzt schon unwahrscheinlich Gedanken, wie das bei meinem Arbeitgeber ankommen wird.
Sollte ich stationär aufgenommen, wird die AU ja sicherlich vom Neurologen ausgestellt?
Nur: was soll ich meiner Chefin dann sagen, in welche Klinik ich muss? Ich möchte nicht sagen, dass es sich um eine Klinik für Epileptologie handelt, denn meiner Ansicht nach hat das so einen komischen Beigeschmack. Das ist nicht viel besser als würde es um einen Aufenthalt in der Psychiatrie gehen.
Ich habe Angst, dass es mich den Arbeitsplatz kosten könnte, wenn ich ehrlich bin.
Könnt ihr mir einen Rat geben?
Es grüßt euch
Marika
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