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Klinikaufenthalt!

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Followyourdreams

Gast
Hallo, an alle, die das hier lesen. Ich bin 14 und nächste Woche gehe ich für ein paar Monate in eine Klinik wegen einer mittelschweren Depression und eine Somatisierungsstörung. Heute habe ich es erfahren. Ich habe einfach Angst davor, was mich dort erwartet. Hat jemand von euch Erfahrungen mit Klinikaufenthalte gemacht und kann mich bitte beruhigen? SONST DREHE ICH NOCH DURCH!!! Wie wird das alles dort ablaufen? Ich habe mir die Depression immer noch nicht eingestanden. Vor m
ein paar Monaten war ich in der Klinik auch auf der Akutstation, aber das beruhigt mich nicht. Was ist wenn ich dort irgendwie negativ auffalle? Und, und, und....
 

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Followyourdreams

Gast
Hattest Du negative Erfahrungen auf der Akutstation?
Nein, hatte ich nicht. Natürlich war das nicht die tollste Zeit dort. Klar war es nicht toll, da durchgehend überwacht zu werden, aber letztendlich hat es mir geholfen, endlich mal wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Wofür ich schon sehr dankbar bin... Die Erfahrungen dort waren weder negativ noch positiv
 

Frau Rossi

Aktives Mitglied
Das ist schon mal tröstlich.
Du kommst doch nicht erneut auf die Akutstation oder ist diese gleich Aufnahmestation?

Du hast als Patirntin Rechte und die Ärzte eine Aufklärungspflicht.
Manche nehmen es leider nicht so genau.
Frag denen Löcher in den Bauch wenn dir was unklar ist.
Im besten Fall wirst du über die Medikamente die versucht werden sollen gut aufgeklärt und dukannst den Behandlungsplan mitbestimmen.
Deine Eigenverantwortung ist sehr wichtig und deine Mitwirkung.
Versuch im Vorfeld schon ein Informationsgespräch zu führen oder schreib deine Fragen und Sorgen auf und nehm diese zum Erstgespräch mit.
Ich wünsche dir das du dort Menschen triffst mit denen es leichter wird sich der Situation zu stellen.
Das du dort Menschen triffst mit denen du einfach mal Spass haben kannst und über alltägliches quatscht.
Die anderen Patienten haben ähnliche Hürden wie du und man kann sich gegenseitig unterstützen.

Ich wünsche dir das du dich öffnen kannst und es dir hilf.
 
F

Followyourdreams

Gast
Nein auf die Akutstation komme ich nicht mehr... zum Glück... Ich komme dort auf die Jugendstation, dort war ich auch an dem Tag, an dem ich entlassen wurde.

Frag denen Löcher in den Bauch wenn dir was unklar ist.
Ja werde ich machen :)
Ich wünsche dir das du dort Menschen triffst mit denen es leichter wird sich der Situation zu stellen.
Das du dort Menschen triffst mit denen du einfach mal Spass haben kannst und über alltägliches quatscht.
Ich wünsche dir das du dich öffnen kannst und es dir hilf.
Danke, dass mit dem Öffnen wird denke ich mal das schwierigste für mich sein...
 

Sadie02

Aktives Mitglied
Hi!

Ich kenne mich damit selbst nicht aus, aber ich möchte dir trotzdem hier alles Gute für deinen Klinikaufenthalt wünschen.

Ein paar Monate ist sehr lang. Vielleicht einerseits abschreckend, andererseits aber sicher auch eine Chance, mal raus zu kommen aus dem negativen Alltag.

Ich finde es sehr stark, dass du die Akut-Station nicht als durchweg negativ siehst und auch erkennst, dass du dort alles ein bisschen ordnen oder klarer sehen konntest. In der Klinik jetzt dann bist du ganz freiwillig. Das ist schonmal ein Fortschritt.

Alles Gute und viele gute Begegnungen wünsche ich dir dort :) .
 

Frau Rossi

Aktives Mitglied
Naja Akutstation heisst nicht immer unfreiwillig.
Es gelten halt auch da für die Patienten unterschiedliche Regeln.

Followyourdreams.
Wäre schön wenn du hier berichten würdest.
Darfst auch gerne moppern wenn dir was stinkt.
Wenn dir die "richtige" Person gegenüber sitzt wird das mit dem Öffnen schon klappen.
Du musst dich bei dieser Person nicht öffnen aber du darfst.
 

In Flow

Aktives Mitglied
ich war wegen schwerer Depressionen in 2 Jahren zwei Mal stationär in Behandlung. Jeweils 10 Wochen.
Das war allerdings die Station für Erwachsene.
Üblicherweise bin ich noch einmal die Woche zu einer Therapiegruppe dort.

Wenn es mir an diesen Tagen nicht gutgeht, merke ich richtig, wie das Betreten der Station wie eine kleine, tröstende Umarmung wirkt, ich kenne das Pflegeteam, die Ärzte, die Therapeuten und wenn die nicht beschäftigt sind und gerade im Pflegestützpunkt sitzen, kann man ein paar Minuten nett plaudern.
Rein optisch ist die Station ziemlich in die Jahre gekommen und echt nicht schön, aber es ist für mich trotzdem ein sicherer Ort.
Dort hat die Außenwelt im Zweifelsfall keinen Zutritt, man hat seinen Tagesablauf, an dem man sich gemächlich entlanghangeln kann, man hat viel Zeit, die Mitpatienten kennenzulernen, zu lesen, zur Ruhe zu kommen.
Es gibt einen Fernsehraum und einen Fernseher im Aufenthaltsraum. Der erstere zeigt abends die Tagesschau, ansonsten sind die meist aus.
Manchmal kommen Patienten, die zu Hause ihre Tage vor der Glotze verbracht haben... die lassen das aber auch nach ein paar Tagen.

Dort gab es tolle Musiktherapien, Ergotherapie, in der man sich so richtig in verschiedensten Werk- und Bastelmethoden austoben konnte.
Kunsttherapie fand ich großartig und der Kunsttherapeut und ich freuen uns immer beide, wenn wir uns in der Klinik über den Weg laufen.
Sporttherapie gabs auch, von ganz easy bis richtig fordernd.
Und natürlich Einzelgespräche mit den Therapeuten, Gruppentherapien zu verschiedenen Themen etc.

Man hat nicht nur seinen festen Therapeuten für Gespräche, sondern bekommt auch eine Pflegekraft zugeteilt, die einen in besonderer Weise unter die Fittiche nimmt.

Die gemeinsamen Mahlzeiten im Aufenthaltsraum fand ich zuerst schrecklich... und irgendwann war es dann an den Wochenenden zu Hause komisch, nicht mit 24 Leuten zu frühstücken.
Oder abends immer jemanden finden können, mit dem man quatschen und spazierengehen, irgendwas spielen oder zusammen werkeln konnte.

Meiner Therapeutin gegenüber konnte ich mich nach 3 Sitzungen gut öffnen, allerdings auch aus dem Wissen heraus, dass ich diese Krankheit jetzt fast 30 Jahre mit mir herumschleppe und sie zumindest irgendwie in den Griff bekommen und verstehen muss.

Was wichtig ist: lass Dich nicht hineinziehen, wenn Leute wochenlang und die ganze Zeit über irgendwas in der Klinik herumjammern oder gegeneinander zicken. Die lenken sich damit nur von der Therapie ab und suchen ein Ventil für ihre schlechten Gefühle.
Und ja, man kann 8 Wochen darüber herumjammern, wie dreckig der Aufzug ist oder dass die Zwischentür im Flur quietscht. Man kann sich auch die ganze Zeit über den Mitpatienten aufregen, der so laut redet.
Damit zerschießt man sich aber die Therapie.
 
A

Alböguhl

Gast
Hallo, an alle, die das hier lesen. Ich bin 14 und nächste Woche gehe ich für ein paar Monate in eine Klinik wegen einer mittelschweren Depression und eine Somatisierungsstörung. Heute habe ich es erfahren. Ich habe einfach Angst davor, was mich dort erwartet. Hat jemand von euch Erfahrungen mit Klinikaufenthalte gemacht und kann mich bitte beruhigen? SONST DREHE ICH NOCH DURCH!!! Wie wird das alles dort ablaufen? Ich habe mir die Depression immer noch nicht eingestanden. Vor m
ein paar Monaten war ich in der Klinik auch auf der Akutstation, aber das beruhigt mich nicht. Was ist wenn ich dort irgendwie negativ auffalle? Und, und, und....
Die Angst ist ein Teil deiner Erkrankung, auch das denken, das du ( negativ ) auffällst.
Ist nicht so, war selbst in 4 Rehas mit verschiedenen Erkrankungen.
Da bist du nicht der Mittelpunkt um den sich alle kümmern und schauern was du machst.
Die Patienten sind ja selbst alle da mit den Erkrankungen, Kummer und Sorgen.
Du wirst da zu nichts gezwungen, machst nur was dir guttut.
Bist erst 14, sehr jung, erwarte nicht zu viel, Schritt für Schritt.
Wer sich eine konkrete Lösung für seine Probleme wünscht, wird von einer Reha vermutlich enttäuscht sein.
Denn deren Ziel ist es in erster Linie Verhaltensmuster aufzeigen und Denkanstöße zum eigen handeln zu geben.
Deshalb sollte der Therapeut gleich am Anfang einer Reha die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen, einer solchen Behandlung aufzeigen.
Nur so lassen sich gemeinsam Therapieziele festlegen, an denen dann gearbeitet werden kann.
Die eigentliche Änderung kommt erst nach der Klinik zum tragen, wieder im echten Leben.
Zu Hause gibt Selbsthilfegruppen an die du dich wenden kannst.
Anlaufstelle für Beratung ist:
 

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