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Kindbetreuung und wechselnde arbeitszeiten

Ich meinte natürlich meine Schwiegermutter MisterEco. MisterEco, Sie berücksichtigen nicht die Bedürfnisse eines kleinen Kindes. Ein kleines Kind braucht mehr Schlaf als ein Erwachsener. Es wäre gut, wenn mein Sohn spätestens um 20 Uhr schlafen würde, damit ich ihn um 6 Uhr morgens wecken kann. Wenn ich meinen Sohn um 19 Uhr von der Oma abhole, muss ich ihn noch baden, ihm Abendessen machen und ihn ins Bett bringen. Außerdem arbeitet die Oma die ganze Woche und kann mir sonst nicht helfen. Ich denke, ich werde mich zunächst schriftlich an meinen Arbeitgeber wenden und um eine Änderung der Arbeitszeiten oder eine Verringerung der Zahl der Vollzeitstellen bitten, da sich am Telefon nichts regeln lässt. Bitte schreiben Sie mir Ihre Meinung, jeder Ratschlag ist wertvoll.
 
An Deiner Stelle würde ich mal mit der Agentur für Arbeit sprechen und mich erkundigen welche Möglichkeiten Du da hast ohne Sperre rauszukommen, falls Du kündigst.
Und als zweiten Schritt würde ich mich dann auch parallel anderweitig bewerben auf einen Job , der Deinen Bedürfnissen mehr entgegenkommt.
 
Wenn ich meinen Sohn um 19 Uhr von der Oma abhole, muss ich ihn noch baden, ihm Abendessen machen und ihn ins Bett bringen
Wäre es denn nicht möglich, dass er bei deiner Mutter isst? Und kein Kind muss täglich baden. 1/2 x baden pro Woche reicht, Den Badetag kann man auf einen freien Tag legen, ansonsten halt mit dem Waschlappen fix waschen. Zack, fertig. Es geht doch darum, eine Zeit zu überbrücken bis du eine verlässliche andere Lösung gefunden hast. Hast du kein gutes Verhältnis zu deiner Mutter, dass sie dir hier nicht nach Kräften hilft?
 
Guten Morgen,

ich glaube die Situation ist sehr schwierig, viele Fragen ob Verwandte einspringen können was anscheinend nicht geht.
Ich sehe hier aber jemanden an den irgendwie keiner so richtig denkt und das ist das Kind.
Es hat eine Mutter die anscheinend nicht in der Lage ist den Kind die nötige liebe zu geben, was das Kind braucht, in dieser Phase, ist der Papa.
Es bringt doch nichts das Kind irgendwo zu parken bis es ins Bett geht.
Im Moment macht nur ein Teilzeit Job Sinn und eventuell Aufstockung durch das Amt.
 
Ich denke auch ein Anwalt kann wenig machen. Das Problem im Januar das in fast allen Firmen noch viele im Urlaub sind und dem entsprechend dauert halt alles lange
 
Ich sehe hier aber jemanden an den irgendwie keiner so richtig denkt und das ist das Kind.
Es hat eine Mutter die anscheinend nicht in der Lage ist den Kind die nötige liebe zu geben, was das Kind braucht, in dieser Phase, ist der Papa.

Ja mag sein, aber das ist halt am eigentlichen Thema vorbei.
Der Arbeitgeber, muss in erster Linie ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen führen, denn sonst verlieren, dort alle ihre Jobs.
Da ist das Kind von einem XY Schichtarbeiter (ist nicht abwertend gemeint) eben nicht die Priorität.

Du schreibst, dass das Kind den Papa braucht.
Nun ja, das Kind ist ja offensichtlich schon von 7 Uhr Morgens bis 19 Uhr abends in Betreuung (Krippe, Oma)
Der TE hat ja schon eine gute Idee angesprochen:

eine Verringerung der Zahl der Vollzeitstellen bitten

Das halte ich für einen gangbaren Weg, zumindest kurzfristig.
Mittel- und vor allem langfristig wird aber dann eine andere Lösung hermüssen.
Das Kind ist aktuell 12 Stunden in Betreuung, da wird es bestimmt viele Jobs geben, die in ein Zeitfenster von 7 bis 19 Uhr passen.

Man sollte im übrigen auch die "Moral" aus dem ganzen Thema weitestgehend raushalten.
Der TE braucht handfeste Ratschläge, "Gefühle" kann er sich aktuell eher weniger leisten.
 
Die Reduktion der Stundenzahl muss man aber auch erst einmal wirtschaftlich stemmen können. Im klassischen Schichtdienst in der Produktion verdienst du schon nicht die Welt. Klappt das dann noch mit den finanziellen Verpflichtungen, wenn du Stunden reduzierst? Nicht dass du eine Baustelle schließt und sich die nächste öffnet. Arbeitet die Mutter? Zahlt sie Unterhalt?

Ich würde nochmal überlegen, welche anderen Stellen es gibt, die tatkräftige Unterstützung bieten können. Vielleicht Gemeindemitglieder oder mal der Caritas das Problem schildern. Oft gibt es Menschen, die jemanden kennen, der jemanden kennt...

Auch die Oma würde ich nochmal ins Boot holen und schauen, ob die nicht jetzt in der akuten Situation stärker unterstützen können. Was ist mit den anderen Großeltern? Das Thema Leihoma würde ich auch mal ins Auge fassen, wenn schon die leiblichen Großeltern sich nicht so einbringen wie es in dieser Notsituation zu wünschen wäre. Das sind oft kinderlose, aber noch fitte Menschen, die sich ein Enkelchen wünschen, sich für es ehrenamtlich engagieren möchten und die sich zu echten Familienmitgliedern entwickeln können. M. E. wäre das (gleich nach den leiblichen) die beste, weil beständigste Lösung. Google mal nach Leihoma und dem Namen deiner Stadt. Leider hat das Konzept Schule gemacht und es wird gelegentlich schon gegen Gebühr angeboten. Es gibt aber auch noch die anderen, die die gute Idee dahinter sehen, 2 Wünsche zusammenzubringen: Bedürftige Eltern und enkellose Menschen, die so noch an ihr Enkelchen kommen. Bei uns in der Stadt ist die Caritas der verittelnde Träger.

Dein Kind ist noch ganz klein, es wird noch mindestens 15 Jahre (elterliche)Unterstützung brauchen. Die wird sich zwar über die Jahre qualitativ verändern, aber selbst dein jugendlicher Sohn braucht dich als Vorbild und Papa mit Zeit für ihn an seiner Seite - auch fürs Herz. Sonst findest du den nämlich später in Kreisen, die du dir nicht für ihn wünschst. Schule ist auch nicht immer ein Selbstläufer, da mal zu unterstützen gehört nach meinem Verständnis schon auch dazu. Gute Bildung ist auch heute noch (oder vielleicht sogar heute mehr denn je) Garant für eine stabile berufliche und wirtschaftliche Situation.

M.E. kommst du nicht umhin, deine berufliche Situation anzupassen. Idealerweise raus aus der familienunfreundlichen Schicht villeicht ja durch Weiterqualifikation? Und vielleicht auch einen Arbeitgeberwechsel. Große Unternehmen sind da oftmals besser aufgestellt mit ihren Möglichkeiten und bieten deutlich flexiblere Arbeitszeitmodelle an.
Ja mag sein, aber das ist halt am eigentlichen Thema vorbei.
Der Arbeitgeber, muss in erster Linie ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen führen, denn sonst verlieren, dort alle ihre Jobs.
Da ist das Kind von einem XY Schichtarbeiter (ist nicht abwertend gemeint) eben nicht die Priorität.
Die erste Priorität ist es nicht, aber auch nicht OT. Ein Arbeitgeber ist - um optimale Leistung aus seinen MA herauszuholen - durchaus daran interessiert, dass deren psychische Verfassung gut und entspannt ist. Darauf hat das Privatleben nun mal maßgeblichen Einfluss. Große Unternehmen bieten daher auch nicht aus reiner Nächstenliebe wieder verstärkt eigene Kitas mit besonderen Betriebszeiten oder auch Sozialberatung an, dazu unendlich viele Arbeitszeitmodelle. Bei uns im Unternehmen ist z. B. beinahe alles möglich, nur eben nicht im Korsett des Schichtbetriebes.

Betriebskitas wurden vor einigen Jahrzehnten vom Arbeitgeber entkoppelt und in freie Trägerschaften entlassen. Da gibt es seit einigen Jahren wieder eine entgegengesetzte Entwicklung, da man festgestellt hat, dass eine entspannte Betreuungssituation dafür sorgt, dass gute Mitarbeiter auf so etwas achten und nach dem Kinderkriegen schnell wieder als Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, statt zig Jahre Erziehungszeit nehmen zu müssen, weil sie keine Betreuung finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Arbeitgeber ist - um optimale Leistung aus seinen MA herauszuholen - durchaus daran interessiert, dass deren psychische Verfassung gut und entspannt ist.

Ich wünschte mir auch, dass das immer der Fall wäre.
Die Realität sieht halt in vielen Fällen anders aus und die Zeiten haben sich auch geändert.
Vielen Unternehmen geht es aktuell schlecht. Die Zukunft ist ungewiss.
Da ist vielleicht vieles aktuell nicht "drin"

Die Reduktion der Stundenzahl muss man aber auch erst einmal wirtschaftlich stemmen können

Hier stimme ich dir zu.
Aber als Alternative zur bisherigen Verfahrensweise (unbezahlter Urlaub) aber immer noch besser.
Ideal ist das aber natürlich alles nicht.

Andererseits muss man aber auch mal in Relation dazu betrachten, dass es in Deutschland (hab mal gegoogelt) 1,7 Millionen Alleinerziehende Familien gibt.
Viele Alleinerziehende stehen vor einem ähnlichen Dilemma und müssen Job, Kind, Finanzen, etc. unter einen Hut bekommen.
Hier sind die Ausgangsbedingungen ja noch nicht mal so außergewöhnlich schlecht.
Es ist "nur" ein Kind.
Es gibt eine Großmutter, die mithilft.
Für viele wäre das Luxus.

M.E. kommst du nicht umhin, deine berufliche Situation anzupassen. Idealerweise raus aus der familienunfreundlichen Schicht villeicht ja durch Weiterqualifikation?

Ja er muss raus aus dem Schichtsystem, aber ob Weiterqualifikation da der richtige Ansatz ist, weiß ich nicht.
Kostet halt auch wieder Geld und was noch schlimmer ist Zeit.
Letzteres hat er ja eben nicht.
Eine sinnvolle Weiterbildung (falls noch nicht vorhanden) also sowas wie ein Meister oder Fach- bzw. Betriebswirt dauert in Teilzeit Jahre und frisst auch wieder etliche wertvolle Wochenstunden.
Kurz- sowie Mittelfristig kommt er nicht dran vorbei, mit seiner bestehenden Qualifikation was anderes zu suchen.

@Felixxx magst du uns kurz eine Info geben, über welche Aus- und Weiterbildungen du aktuell verfügst? dann kann man vielleicht konkreter auf den Punkt eingehen, auch in Hinsicht auf mögliche Jobalternativen.
 

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