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Keine Selbstbewusstsein im Büro

A

Alf

Gast
Guten Tag,
ich bin 28 Jahre alt und arbeite nun schon über 6 Jahre in dem gleichen Unternehmen
als Vertriebsinnendienst. Mit meinen Kollegen komme ich im Allgmeinen gut klar und mit den Kunden auch.

Was mir aufgefallen ist und mich extrem an mir stört sind in den letzten zwei Jahren immer wiederkehrende
Schübe von großer Anspannung und Unsicherheit bei zu langen oder tiefgründigen Gesprächen.
Beispielsweise auch in Meetings.
Trockener Munde, Schwitzen, ich merke wie ich rot werde und
Schweißperlen auf der Stirn habe.. teilweise auch Tränen in den Augen.
Es ist dann mittlerweile so weit, dass ich meine Kaffetasse nicht mehr ohne zittern anheben kann.
Direkter Blickkontakt verstärkt das unangenehme Gefühl dann noch mehr und ich würde am liebsten
sofort den Raum verlassen.

Ich überlege mir einen Termin bei einem Psychologen zu machen.

Privat bin ich tatsächlich ganz anders. Frech, Humorvoll und von meinen Freunden geschätzt
als guter Zuhörer aber auch Redner.

Gibt es jemanden mit ähnlichen Erfahrungen?
Was ist in solchen Momenten ratsam?
Ich bin nach diesen Arbeitstagen auch Zuhause immer von mir selber Enttäuscht und Tieftraurig.

mfg
Alf
 

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Binchy

Aktives Mitglied
Hallo Alf,

was genau läuft denn innerlich ab bei Dir in diesen langen, tiefgründgen Meetings? Was denkst oder fühlst Du? Ist es Angst, zu versagen, etwas nicht zu verstehen, Dich nicht konzentrieren zu können? Ist es Leistungsdruck, spürst Du die Erwartungshaltung von anderen, Kollegen oder Chef?

Oft ist man beruflich anderes drauf als privat, da man privat lockerer sein kann, entspannter, die Erwartungen, die Freunde an einen stellen, sind ganz andere, die auf der Arbeit verlangt werden.

Hast Du Angst, Fehler zu machen oder ist es schon vorbekommen, dass Kollegen oder Chefs Bemerkungen über Dich gemacht haben?

Je genauer Du das definieren kannst, umso eher wirst Du daran arbeiten können. Und einen Therapie ist sicherlich nicht verkehrt, wenn Du da drunter leidest und auch Deine Arbeitsleistung beeinträchtigt wird.
 

Martin55841

Mitglied
Versuche in dich hineinzuhören, weshalb genau du diese Gefühle hast.

"Direkter Blickkontakt verstärkt das unangenehme Gefühl dann noch mehr und ich würde am liebsten
sofort den Raum verlassen".....denn dann?
Was wäre denn, wenn du den Raum verlässt? Was ist draußen, was drinnen nicht ist?
 

Rikachab

Aktives Mitglied
Ich denke, du willst vorunangenehmen Sachen fliehen und hast Angst vor Konflikten, dass kenne ich zu gut.
Dann gibt es noch die Phase, wo man sich innerlich einfriert damit es nicht schlimmer wird.

Du hast wahrscheinlich Scheiss Arbeitskollegen?

Du solltest an deinem Selbstbewusstsein arbeiten. Sie können dir schliesslich nicht wirklich etwas tun.
Es gibt paar Methoden damit man sich sicherer im Körper fühlt
 
Zuletzt bearbeitet:

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Guten Tag,
ich bin 28 Jahre alt und arbeite nun schon über 6 Jahre in dem gleichen Unternehmen
als Vertriebsinnendienst. Mit meinen Kollegen komme ich im Allgmeinen gut klar und mit den Kunden auch.

Was mir aufgefallen ist und mich extrem an mir stört sind in den letzten zwei Jahren immer wiederkehrende
Schübe von großer Anspannung und Unsicherheit bei zu langen oder tiefgründigen Gesprächen.
Beispielsweise auch in Meetings.
Trockener Munde, Schwitzen, ich merke wie ich rot werde und
Schweißperlen auf der Stirn habe.. teilweise auch Tränen in den Augen.
Es ist dann mittlerweile so weit, dass ich meine Kaffetasse nicht mehr ohne zittern anheben kann.
Direkter Blickkontakt verstärkt das unangenehme Gefühl dann noch mehr und ich würde am liebsten
sofort den Raum verlassen.

Ich überlege mir einen Termin bei einem Psychologen zu machen.

Privat bin ich tatsächlich ganz anders. Frech, Humorvoll und von meinen Freunden geschätzt
als guter Zuhörer aber auch Redner.

Gibt es jemanden mit ähnlichen Erfahrungen?
Was ist in solchen Momenten ratsam?
Ich bin nach diesen Arbeitstagen auch Zuhause immer von mir selber Enttäuscht und Tieftraurig.

mfg
Alf
Was Du bezüglich des Berufs beschreibst kenne ich von einem mittlerweile überstandenen Krankheitsbild ( Depression).
Allerdings passt dazu absolut nicht, dass Du zu hause gut drauf bist.

Zu hause:
Mir selber hat geholfen, dass ich negative Gedanken gelernt habe, abzulehnen. Dies müsste bei dir - nach Feierabend und zu hause - auch so sein. Man könnte sagen: verdrängen.

Meine eigene Logik dazu ist die, dass ich selber verdrängen/ mich ablenken kann oder: es wird fremdbestimmt verdrängt, weil mich jemand anruft und bittet, rüber zu kommen.

Da in beiden Fällen Verdrängung und keine "Aufarbeitung" statt findet, kann das eine kaum schädlicher als das andere sein , folglich kann man mir kaum empfehlen, traurige Gedanken zu Ende zu denken aber gleichzeitig empfehlen, in Gesellschaft zu gehen, wenn es mir "passiert".
Indem ich also etwas besseres vorhabe, freue ich mich darauf, traurige Gedanken auf später zu verschieben und lade sie ein, gerne zu kommen - aber nicht jetzt.
Sie können auch gerne mit doppelter Wucht kommen, müssen sich aber drauf gefasst machen, dass ich dann auch wieder keine Lust habe drauf einzugehen.
Da Vergangenes verblasst, hat sich der Grund der Gedanken später von selbst erledigt.
Das ist dann Pech für die Gedanken und gut für mich.


Auf Arbeit:
Anscheinend handelt es sich um eine Kombination aus "einer örtlichen Zwangslage" und "einer Zwangslage, Dich über ein bestimmtes Maß hinaus mit fremden Sachverhalten intensiv beschäftigen zu müssen". Hier bezogen auf zuhören & mitreden.

Diese beiden Dinge könntest Du trennen.

Zunächst prüfst Du, wie es Dir geht, wenn ein tiefgründiges Gespräch draussen statt findet, beim Spazieren gehen. Spazieren gehen wäre etwas wie die Verwirklichung eines gewissen Fluchtreflexes. Daher wäre, solange Du läufst, das Gespräch und die aktive Teilnahme daran kaum belastend.

Kommst Du zu diesem Ergebnis, so müsstest Du für Dich innerlich fest machen, dass Du nie und zu keinem Zeitpunkt örtlich gefangen bist und diesen Glauben als Trick verinnerlichen.

Lass es mich mal damit vergleichen, dass manche (ich) kaum auf längere Fahrt gehen woll(t)en, weil das Gefühl anstand, dass man unmittelbar auf Klo muss, aber nirgendwo kann. Die Lösung war, im Auto einen Eimer und Klopapier mitzunehmen. Dadurch ist erst das Gefühl gegenstandslos geworden, danach der Eimer, und schließlich auch die meisten Raststätten/ Toilettenangebote.

Wenn Du also innerlich die Überzeugung erreichst ( auch in Räumen) , dass Du gehen kannst aber nicht bleiben musst, ergibt sich eine beherrschbare Situation ( wie damals in der Schule auch).

Sobald Du das Ortsproblem in den Griff bekommen hast, gehst Du über zu dem Intensitätsproblem.

Lass mich erst einmal raten, dass dies das geringere Problem ist und sich von selbst erledigt oder ebenfalls beherrschbar ist.
 
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