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keine Perspektive nach misslungenem Suizidversuch

jeretik

Mitglied
Als ich im April, mein Leben beenden wollte, gab es für mich keine andere möglichkeit merh als zur Rasierklinge zu greifen.
All das was ich die vergangenen Jahre versucht habe zu verdrängen und als unwichtig zu behandeln, holte mich ein, und das alles an nur einem Wochenende. ich merkte schon einige Zeit vorher das das Schicksal seinen lauf nimmt und ich machtlos zu sehen muss. Die schwierigkeiten und Probleme häften sich Und als ich dann am 26.04. meinen Job als stellvertretender Marktleiter in einem Einzelhandelsunternehmen kündigen musste, und ich am 27.04. erfahren habe das mich mein Freund mit dem ich mittlerweile 1 Jahr zusammen war insgesamt 8 mal betrogen hatte. musste ich einfach raus. ich fuhr zu nem Bekannten nach Mannheim. Am Montag als ich wieder heim fahren wollte, gingen mir so viele Dinge durch den Kopf, und da war er wieder... der Gedanke oder besser gesagt der Drang mein Leben selbstständig zu beenden. Ich wusste nicht was los war. ich weinte die Ganze Fahrt. Und dann weiß ich nichts mehr, erst wieder als ich im Krankenwagen lag. es war überall Blut, und in diesem Moment wurde mir klar das ich es nciht "geschafft" habe und das es jetzt nur noch viel schlimmer werden würde! Als Zivi habe ich im Krankenhaus gearbeitet und mitbekmmen das Selbstmordopfer sofor nach der Behandlung in die Psychatrie eingewiesen werden.
Der Albtraum begann, ich wurde mit Tabletten still gestellt, gegen meinen Willen. Meine Mutter und mein Stiefvater besuchten mich , obwohl wir die letzten 2 Jahren fast keinen kontakt hatten. Sie spielten sich auf als ob sie schon immer für mich da waren, dann meinten sie ich solle doch zu ihnen ziehen sie helfen mir wo sie könnten und wir würden alles wieder hinbekommenIch hatte ja in stuttgart nichts mehr, also willigte ich nach tage langen überlegen schließlich ein! Dann als ich bei ihnen war, wollte ich raus, mal weggehen, ich hatte jemand übers internet kennengelernt und wir wollten am Wochenende weggehen, und erst haben sie es mir verboten das ich weggeh, dann meinten sie ja aber sei um 19 uhr zuhause!!!! ich wusste das es kein Witz war! Immer wieder setzten sie mich unter druck, ich sole mir sofort eine Arbeit suchen, eine eigene Wohnung und und und... anstatt ich mich vielleicht erstmal erholen könnte und erstmal zeit für mich habe! dann hatte ich ne Wohnung und ein Job und auf einmal stand ich wieder alleine da! ich hatte niemanden. keine Freunde, meine Mutter kümmerte sich aufeinmal nicht mehr um mich ,... ich wollte einfach weg, einfach zurück in meine alte Heimat auf die schwäbische Alb, ich lernte jemand kennen, er hatte ein Haus, war selbstständig, und nach einiger Zeit zog ich zu ihm,und künigte in Rastatt meinen Job, er versprach mir, alles für mich zu tun, Ich vertraue ihm, er sagte dasmit der kündigungsfrist für deine Wohnung ist kein Problem die 3 Monatsmieten überweisen ich ende des Monats an deinen Vermieter und dann ist alles ok. nach 3 Wochen, kam ich vom Mountain bike fahren früher als eigentlich gedacht heim, und was war, er vergnügte sich mit jemand im Schlafzimmer! für mich brach eine Welt zusamen ich hab für ihn alles aufgegeben was ich mir dann mühevoll in rastatt aufgebaut habe, und jetzt sowas! Zur Zeit wohne ich bei einer früheren Bekannten, hab keinen Job, keine freunde, wirklich nichts. und weiß nicht mehr weiter, ich seh keine möglichkeit mehr. jeden morgen wenn ich auf wach denke ich , es kann ja eigentlich nicht mehr schlimmer werden und dann, flattert wieder eine Rechnung oder Mahnung oder ein Vollstreckungsbescheid ein.Ich bin am Ende, und nun wollen meine Mutter und mein Stiefvater Geld von mir, da sie ales genau aufgeschreiben haben was ich Geld von ihnen gebraucht habe in der Zeit wo ich nach der Psychatrie bei ihnen wohnte. Angefangen, bei Geld für Klamotten,über Postgebühren, Essen, Trinken,... sie haben alles tabellarisch aufgeschrieben! Und was ist das denn für eine Familie die dir Hilfe anbietet und dich dann nachher im Stich lässt bzw von dir nachher ncoh Geld verlangt obwohl sie genau wissen das ich keines habe.
Ich wurde so oft verarscht und betrogen und glaub mittlerweile nciht mehr daran das ich jemals wieder zu jemand vertrauen aufbauen kann. Ich bin einfach total fertig und am ende und seh für mich absolut keine Perspektive.
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Jeretik,
wenn ich deine Geschichte lese, denke ich mir: Mensch, hat der aber viel Kraft, immer wieder aufzustehen, wenn er gestolpert ist und sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Auch trotz der Enttäuschungen dich immer wieder um eine gute Beziehung zu bemühen und Vertrauen zu investieren. Es sieht fast so aus, als würdest du dir (unbewusst?) immer neue Herausforderungen suchen und dich daran austesten, ob du das auch wieder hinbekommst.
Jetzt scheint deine bisher größte Herausforderung da zu sein und sie könnte stärker sein als du. Aber kaum eine Herausforderung ist stärker als einige Menschen zusammen - und wenn deine bisherige Familie nicht mit dir zieht, suche dir eine neue, künstliche. Einen Schritt in diese Richtung hast du mit deinen Zeilen hier vielleicht gemacht - und offenbar hast du auch Freunde, bei denen du momentan wohnen kannst - noch ein Pluspunkt!
Wenn du hier ein bisschen herumliest, wirst du sehen, dass sich wirklich fast alle Problem irgendwie lösen oder zumindest aushalten und erträglicher gestalten lassen. Wenn man wie du sogar bereit ist, sein eigenes Leben in die Waagschale zu werfen, können wohl Zumutungen wie Privatinsolvenz oder der Gang zum Sozialamt kaum eine Hürde darstellen.
Welches Problem willst du denn als erstes angehen und mit welchem Ziel?
Gruß, Werner
 

Anki

Mitglied
ich kann dir kein geld bieten, auch keine wohnung oder ähnliches... nur meine ohren, meine worte und mein bestes, dir beizustehen.... und das versprechen, alles was du mir erzählst vertrauensvoll zu behandeln!

------ meine Freundschaft ------
 

jeretik

Mitglied
@ Werner: ja bisher hab ich jedesmal wenn ich am Boden lag all meine Kraft zusammen genommen und mich wieder aufgestellt, nur mittlerweile bin ich so "kraftlos" und auch "willenlos" das ich keine Zukunft mehr seh.
Ja ok, ich wohn zur zeit bei jemanden aber ich kann mit dieser Person nicht über meine Probleme sprechen.

Ja aber die Tatsache, wenn ich wieder einen Job haben sollte wo ich auch gut verdien, und nach dem ersten monat mein chef zu mir kommt und sagt, ich habe gesehen das sie eine Lohnpfändung wegen Privatinsolvenz haben, glaube ich nicht das er mich noch länger für sich arbeiten lässt!
Und ohne Job ist mein Leben noch weniger wert wie es eh shcon ist.

@Anki: Echt lieb von dir, es tut gut zu wissen das es vielleicht doch noch Leute gibt, die zu einem stehen und einen nicht verurteilen, was er in seiner Vergangenheit falsch gemacht hat!


LG Jeretik
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
@ Werner: ja bisher hab ich jedesmal wenn ich am Boden lag all meine Kraft zusammen genommen und mich wieder aufgestellt, nur mittlerweile bin ich so "kraftlos" und auch "willenlos" das ich keine Zukunft mehr seh.
Hallo Jeretik,
wenn deine Kraft, die du noch zusammenkratzen kannst, nicht für die Zukunft reicht, vielleicht dann wenigstens für die Gegenwart, für den einen Tag, die eine Stunde? Ich kenne das auch, dass mir die Zukunft manchmal abhanden kommt und merke wie es dann guttut, erstmal den kleinen Zeitraum zu gestalten, über den ich momentan verfügen kann.
Wenn man kraft- oder willenlos ist, hängt das häufig damit zusammen, dass man mit dem "Oberbewusstsein" etwas will, für das das Unterbewusstsein ein Stopschild aufgestellt hat, weil es schon "weiß", dass dieser Weg in die Irre oder die nächste Sackgasse führt. Dann ist es angeraten, zunächst mal die Kräfte und den Willen zu sparen, sich zu informieren, in sich zu gehen, den nächsten Schritt zu überdenken, sich Rat zu holen etc. - in der Regel kehren die Kräfte zurück, wenn der Weg passt. Das kann manchmal einige Zeit dauern, die man dann einfach durchstehen muss.

Wie gut kannst du die Unterstützung deiner Freunde annehmen?

Ja aber die Tatsache, wenn ich wieder einen Job haben sollte wo ich auch gut verdien, und nach dem ersten monat mein chef zu mir kommt und sagt, ich habe gesehen das sie eine Lohnpfändung wegen Privatinsolvenz haben, glaube ich nicht das er mich noch länger für sich arbeiten lässt!
Und ohne Job ist mein Leben noch weniger wert wie es eh shcon ist.
Deshalb ist es sinnvoll, wenn man Privatinsolvenz hat, das gleich zu Beginn ehrlich zu sagen. Einer Bekannten ging das so und der neue Chef meinte nur "Frau ... wenn Sie wüsste, wer hier im Betrieb alles die PI hat, Sie würden staunen." Er fand es gut, dass sie gleich beim Vorstellungsgespräch so ehrlich war.

Vielleicht wäre zuerstmal die Schuldenberatung am Zug?

Und dass ein Leben ohne Job "weniger" und eines mit mehr wert sein soll, möchte ich doch bezweifeln. Wenn du keinen Job hast, ist es vielleicht zunächst der, dir einen zu suchen ... oder dir die staatliche Unterstützung zu holen, die dir zusteht.

Einen wertvollen Tag wünscht dir
Werner

P.S. Wenn du nicht mit deiner Wohnungsgeberin sprechen kannst, hier geht es immer ;)
 

jeretik

Mitglied
@Werner: ich bewerbe mich ja bzw hab ich zur zeit nen 400€ Job aber wenn dann halt immer nur Absagen kommen ist das total depremierend! und ich habe halt Angst wenn ich dann mal nen Job oder ein Vorstellungsgespräch habe, und wenn ich esmeinem "chef" sag das ich Privatinsolvent bin, das er dann sagt, so jemand brauchen wir nicht!
 

Anki

Mitglied
Es gibt sicherlich Menschen / Arbeitgeber, die Deine Situation verstehen... es spricht doch für Dich, dass du einen Job suchst und dein Leben "wieder" in die Hand nehmen willst.... ich hoffe für dich, dass deine Mühe und auch deine Stärke belohnt wird und du einen Job findest....

gib nicht auf!!!!!!!
 

jeretik

Mitglied
heute nacht war es wieder ganz schlimm, ich konnte nicht einschlafen und da war es wieder, dieses eine Gefühl, ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, ob es ein gefühl ist oder sogar ein Drang!, ich verspürte einfach , etwas das mich dazu leiten will, mich wieder umzubringen. das schlimme daran ist! das kommt tief aus meinem inneren, auch wenn ich mich versuch dagagen zu wehren es, ist so stark, ich lag im Bett habe nur geweint.weil ich angst davor habe (bzw angst vor mir selber) weil ich genau weiß das ich, wenn ein gewisser Punkt überschritten ist, mir wieder versuche das Leben zu nehmen. und ich habe doch jetzt erst vor ein par Tagen jemanden kennengelernt, und wir verstehen uns echt super. ich bin so am Ende.jedes mal wenn ich zur zeit zur ruhe komme, kommt dieses Gefühl in mir hoch! erst verstärkt es das Gefühl der Einsamkeit, dann Traurigkeit, dann kommt die leere, und wenn ich dann vezwifelt da liege und nur noch weine, komt dieser Drang dem ganzen ein Ende zu setzen.:(
 
G

Gast

Gast
Mein bester Freund hat vor ein paar Tagen auch versucht sich das Leben zu nehmen.
Eine Abschiedsnachricht an mich, rettete ihm sein Leben.
Er wollte sich mit Medikamenten vergiften.
Jetzt liegt er auf der Intensivstation und ist absolut hilflos.
Mein Freund und ich sind fast alles was er hat.
Ich habe leider keine Ahnung wie ich mit ihm umgehen soll. Was sage ich zu ihm, wie bin ich zu ihm? All das sind meine Fragen.
Wie kann ich ihm am besten helfen, wie kann ich ihm seine Probleme leichter scheinen lassen.
Ich mache mir große Vorwürfe, dass ich überhaupt nicht gemerkt habe wie schlecht es ihm wirklich geht. Klar, jeder ist mal an einem schlechten Punkt in seinem Leben, aber mit diesem Schritt hätte ich niemals gerechnet.
Wie blind muss man denn sein?
Ich habe absolute Angst im Umgang mit ihm? Kann mir jemand weiterhelfen? Kann jemand aus Erfahrung sprechen?

Ich bedanke mich jetzt schon einmal.
 
D

Die Eule

Gast
Aus Erfahrung spreche ich (zum Glück) nicht. Aber ich kann dir sagen, dass du ihn vor allem am Anfang nicht direkt darauf ansprichst und ihn auspickst, was er sich dabei gedacht hat, wieso, weshalb, warum usw. Denn damit stresst du ihn TOTAL.

Zeig ihm einfach, dass du für ihn da bist und dass er mit dir darüber reden kann, wenn ihn sowas bedrücken sollte. Das wird ihm bestimmt sehr viel weiterhelfen, wenn er weiß, dass es jemanden gibt, der sich um ihn kümmert. Viel Glück!
 

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