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Keine Lust mehr auf das alles

Miraculixus

Mitglied
Hallo ich bin Mike,

schon in meiner frühen Jugend quälten mich diverse Ängste, was nicht zu letzt auch daran lag das ich generell viel zu viel über alles und jeden nachdenken musste, da ich mich dann noch Themenspezifisch mit dementsprechender Literatur zugepumpt habe, erweiterte ich diesen "kranken" Horizont noch mehr.

Mit der Weile erscheint mir ALLES um mich herum nicht mehr logisch zu sein, das Verhalten meiner Mitmenschen, die Zustände nicht nur hier bei uns sondern einfach ALLES, es macht alles keinen Sinn mehr ... man steht morgens auf und hat einfach nur ANGST mit dem typischen "Was wäre WENN ..." ... man sich durch Arbeit und andere Dinge ab zu lenken, gestaltet seine Freizeit mit verrückten Dingen nur damit man sich mehr auf das was man gerade tut konzentrieren muss um eben NICHT NUR an die Ängste und Sorgen denken zu müssen die einen Quasi auf Schritt und Tritt verfolgen ...

Der absolute Hammer ich habe mir bereits zum 5ten mal versucht professionelle Hilfe zu holen, bei der es wiederum nach spätestens der 3 Sitzung, jedes mal hieß "Herr ******* ich kann keinerlei Störung in ihrer Persönlichkeit feststellen" das kann doch einfach nicht sein !?

Ich meine ich weiß doch selber das ich schwer ein am Wandern hab irgendwo ... nur wieso bin ich der einzige der das sieht ?

in den vergangenen 3 Jahren ist dieser Zustand zunehmend schlimmer geworden, und eine weitere Angst die dazu kam ist einfach, das ich vielelicht irgendwann nicht mehr die Kraft habe selber damit fertig zu werden wobei ich sagen muss das das ALLES schon extrem grenzwertig ist ...

Ein Bekannter meinte etwas von wegen "Mitlifecrysis" oder so ähnlich, die wurde bei mir aber schon 2009 diagnostiziert ... man sollte fast meinen sowas kommt im Leben nicht nur einmal vor, aber ich denke über dieses "vorrübergehende" Krankheitsbild bin ich vermutlich schon viel zu weit hinaus ...

Ein Schritt nach vorne bedeutet für mich zwei Schritte nach hinten, Andere machen Ärger oder bauen Mist ich bekomm es ab immer,

Beispiel : in unserem Ort rasen die Leute teilweise weit über den erlaubten 50 die Straße lang, dann komm ich und fahre wie jeder andere 54 oder 56 ... da wird der Kopf geschüttelt und Scheibenwischer gezeigt ( und nein mein Tacho geht richtig da ich ja nach Tacho 54-56 fahre sind das sogar vermutlich um die 50kmh )

Beispiel 2 : Schwester spuckt vom Hochbett runter, ich verstecke das Kuscheltier und bekomme dafür eine Ohrfeige von Mutter

Beispiel 2 : Schwester nimmt Hobel aus der Werkstatt und Hobelt an ihrem Bett rum, ich bekomm ne Klatsche weil sich muttern dadurch n paar Sprießen reingefahren hat

wenn ich jetzt hier weiter machen würde ,,.. dann wäre bei Beispiel 587 noch nicht Schluss ...

So zieht sich das auch noch wenn man mit Ordnungshütern zu tun hat in einer Verkehrskontrolle, Fahrzeugdurchsuchung ohne Verdacht einfach nur so zur Kontrolle ...

Orange Karte mit 50 Euro da angeblich Betriebserlaubnis erloschen, beim Tüv vorgefahren konnte KEINE Mängel feststellen Gebüren und Auslagen durfte ich dennoch zahlen, auf die Anwälte in diesem Land kann man eh scheissen, meist hat man danach mehr Ärger als vorher ...

Um jetzt nicht zu weit aus holen zu müssen, im groben und ganzen ist klar ... es scheint einfach WIRKLICH alles schief zu laufen, was schief laufen kann, zudem die Ängste die Gedanken ... üblichen WehWehchen ... das bewusste Miterleben des eigenen Verfalls ... joa ... und dann soll man jetzt noch iwie mit dem Hintern an die Hand kommen ... sry ... aber wenn ich jetzt noch wüsste wie ... würd ich vermutlich n Teufel tun und nicht hier schreiben.

Erwarten tu ich nichts, jedoch ist vlt iwer da draußen der die selben Päckchen mit sich herumschleppt ... am Ende bild ich mir das alles nur ein ... und der Zustand den ich für "krank" halte ist völlig normal ... naja was auch immer.

Erst ma danke fürs lesen ^^
 

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Keep Going

Aktives Mitglied
Hallo Mike,

vielleicht schreib ich an deinem Problem vorbei und vielleicht hilft dir das auch nichts. Das sind jedenfalls meine Gedanken zu dir nachdem ich deinen Text gelesen habe: Ich habe den Eindruck, dass du dich sehr auf die negativen Dinge konzentrierst und das scheint eine Art "Eigenleben" entwickelt zu haben.
Meiner Erfahrung nach ist es halt ein wenig so wie wenn man diverse Beipackzettel liest und wenn es einem vorher noch nicht schlecht ging, dann spätestens danach. Da du ja am Anfang geschrieben hast, du hast dich themenspezifisch mit dementsprechender Literatur zugepumpt war das mein Gedanke.
Das macht halt etwas mit einem und die gute Nachricht ist, du kannst das verändern.

Wenn man sich viel mit solchen Themen beschäftig, scheint sich auch die Ausstrahlung, Energie oder sonstwas zu verändern und man scheint das Pech anzuziehen. Ich weiß nicht ob es hierzu wissenschaftliche Belege gibt, aber das ist jedenfalls meine persönliche Erfahrung.

Meiner persönlichen Erfahrung nach kann man das auch beeinflussen indem man sich zwingt positiver drauf zu sein. Das heisst nicht, dass jetzt alles toll ist, aber zumindest besser als zu Zeiten der Weltuntergangsstimmung. Du kannst auf jeden Fall beeinflussen womit du dich den ganzen Tag beschäftigen möchtest.

Das wars für den Augenblick, vielleicht kannst du irgendwas davon gebrauchen.

Alles Gute.
 

Miraculixus

Mitglied
Ich danke erst einmal für deine rasche Antwort "KeGo" in der tat ist etwas wahres dran ... für mich ist 90% des Alltags schlecht und negativ ...

Ich weiß nicht wie man das sagt, aber es gibt Augenblicke z.B. Wenn ich grad an der Ampel stehe oder ... einfach irgendo bin, dann kann ich sehen wie in wenigen Augenblicken wie in einem Zeitraffer alles altert und zerfällt um mich herum ... Autos rosten auf der stelle weg, Reifen werden brückig und zerfallen, geteerte Straßen brechenauf und zerfallen, Wegetation bricht durch Teile der Straßendecke, Menschen fallen einfach um und sind in Sekunden einfach nur noch blanke Gebeine ...

Es ist einfach nur noch krank und erschreckend ... je mehr ich mich zwinge irgendetwas positiv zu sehen je schlimmer wird das ganze ... es ist traurig, gruselig und es ist mega belastend solche Bilder und Eindrücke zu sehen ...
 
G

Gelöscht 116778

Gast
Hallo Miraculixus

Schon wieder jemand, der ähnliche Probleme wie ich hat. Hätte ich dieses Forum nur früher entdeckt!
Langsam frage ich mich, wieviele Menschen man wohl im Alltag begegnet, die auch diese Gedanken haben aber das Ganze gut verstecken können. So wie ich. Die Leute denken alle bei mir, ich sei sehr glücklich und humorvoll. Wenn sie nur wüssten, was in meinem Kopf vorgeht...

Das mit deinen Visionen finde ich recht aussergewöhnlich und krass! Blöde Frage, aber schaust du gerne Horrorfilme?
 

Miraculixus

Mitglied
Hallo ZeThl,

Das mit dem Bierglas kenn ich nur zu gut, kann das mit meinem Problem aber irgendwie nicht so richtig identifizieren, was ich dafür getan habe damit es besser wird ? Tja ich habe viel getan ich habe schon den Wohnort gewechselt, ich habe die Umgänge gewechselt, viel Geld aus gegeben für Abenteuer und neue Spielsachen ... das ist wie mit einem Heor-Süchtigen nur in anderen Umständen ... der braucht nicht jedesmal seine Dosis, damit er nicht ab-spinnt ... sondern er braucht immer MEHR Und immer KRASSERE Dosen damit er nicht ab-spinnt ... ich sag mal so viel, manche Dinge ( ohne jemand anderen schaden zu müssen ) bewegen sich extrem hart an der rechtlichen Grenze ... in den ich mich persönlich in "leichte" für mich abschätzbare Gefahren begeben muss die meine volle Aufmerksamkeit bedürfen ... um nicht an diesen ganzen MIST denken zu müssen der mikch tag täglich quält ...

@Firefox81

Eben nicht, ich mag Humor, Action und Fantasy, Si-Fi und so ne Sachen ... allerdings muss man mich regelrecht DRÄNGEN da auch mal n Film zu schauen oder so ... bin eher der Freiluftatmer ^^
Diese Frage aber wurde mir auch schon gestellt seitens "professioneller" Helferlein. Klingt wahrlich wüst als wenn ich HOFFOR-Süchtig wäre und mich jeden Tag mit sochen Filmen zu pumpen würde ^^

In der Tat gelte ich für Aussenstehende als wie Du dich beschreibst, Humorvoll, imemr gut drauf und Hilfsbereit etc. da ich aber sehr Offen und Direkt bin ... hält sich mein freundeskreis dann doch eher arg in Grenzen ...
 
G

Gelöscht 116778

Gast
Interessant, dass die professionellen Helfer die gleiche Frage gestellt haben :)
Habe gefragt, weil ich eben solche Filme mag und auch manchmal total schräge Horror-visionen habe!
 

Miraculixus

Mitglied
@firefox

ob man dunter den Umständen seine Horrorvorstellungen nicht tatsächlich in den Filmen den Ursprung findet !? ... könnte ich mir fast vorstellen, das bei Dir das der grund sein könnte ( nicht böse gemeint )

Ich schau ( noch heute immer und immer wieder ) Stargatr SG1 / Atlantis ... in dieser Welt fühle ich mich iwie wie zuhause und da kann ich mich ablenken auch wenn ich vlt 1-2 mal die Woche mir ein 40min Serienteil reinziehe ^^

Ich glaube wenn ich mir jetzt tatsächlich noch i welche Horrorstreifen reinziehen würden dann ... wärs echt vorbei ... dann könnte ich einpacken bei dem Gedankenstress ^^
 

Fear.Less

Mitglied
Hallo Mike,

ich musste bei deinem ursprünglichen Beitrag zunächst an "Grübelzwang" bzw. eine Angststörung denken. Vieles, was du dann später noch beschrieben hast, schien mir dann aber doch nicht so recht dazu zu passen - und natürlich sind Ferndiagnosen von Laien im Endeffekt ohnehin totaler Nonsens.

Du kannst dich selbst wohl schlecht aus deinem Gedankenkarussell lösen, so wie ich das verstehe? Empfindest einen Leidensdruck und den Wunsch nach Veränderung?
An und für sich sind das schon ausreichende Gründe für eine Psychotherapie. Man muss ja auch keine Störung haben, um eine Therapie zu machen. Ist dann halt wahrscheinlicher, dass man diese privat bezahlen muss, aber wenn du dir dies finanziell leisten kannst und es vor allem selber möchtest, sehe ich nichts, was dagegen sprechen würde.

Vielleicht wäre es gut, wenn du dir vorab schon mal überlegen würdest, welche Veränderungen du dir eigentlich erhoffst? Wie würdest du dein Leben gerne gestalten? Und inwiefern beeinträchtigen und behindern dich deine Gedanken da?
 

Miraculixus

Mitglied
@Fele

Die Ärtzte bei den ich vorsprach, meinten das sie keinerlei Grund erkennen würden bei dem eine "Therapie" sinn machen würde ... ob das nun tatsächlich so ist bezweifele ich selber stark.

Nunja, welche Veränderung ich mir wünschen würde meine Gedankenwelt kontrollieren zu können, und bei bedarf ganz abschalten zu können.

Meine Gedanken und Ängste behindern mich in dem ich mich nicht mehr so richtig auf das Wesentliche in diesem Leben konzentrieren, einlassen und genießen kann ...
 

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