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Keine Frustrationstoleranz

Vicberreton

Mitglied
Ich bin 25 und heule, wenn ich eien Schachpartie verliere. Ich definiere mich nur über meine Leistungen, und muss mir immer wieder beweisen, dass ich etwas kann. Wenn eine Anerkennung etwas länger her ist, zweifle ich an allem, an meiner Intelligenz, bis ich es schaffe wieder eine entsprechende Leistung zu erbringen. Schon als Kind war ich wie besessen auf sowas, meine Mutter fand mich anstregend. Verlorene Spiele und Niederlagen endeten mit Tränen und Wutausbrüchen. Daran hat sich nichts geändert. Und da ich in letzter Zeit im beruf und Hobby nur noch Misserfolge habe fühle ich mich unzureichend.

Zudem fehlt mir bis heute die Einsicht, dass man sich Sachen erarbeiten muss. Wenn etwas nicht sofort klappt, schmeisse ich alles hin. Das kann doch nicht normal sein. Und mit 10 stand ich schon vor dem Spiegel und heulte, weil ich mich hässlich fand. Woran sich nicht viel geändert hat...
 

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Germ

Aktives Mitglied
Da muss einiges vorher schon in der Erziehung
völlig falsch gelaufen sein. Vielleicht hast du auch
ehrgeizige Eltern.

Es könnte dann auch der dümmliche Ehrgeiz sein,
den du während deiner Erziehung zu sehr
verinnerlicht hast.

Herzlichst

Germ
 

Vicberreton

Mitglied
Das paradoxe ist ja, dass meine Eltern mich nie zu was angetrieben haben. Sie waren nie welche von diesen "Eislaufeltern", die wollen, dass ihr Kind unmögliche Dinge vollbringt. ich wollte das immer von mir aus.
 

Germ

Aktives Mitglied
Ok.

Kreisen wir die Problematik mal ein wenig ein.

Wir gehen jetzt davon aus, dass in jedem Falle
dein Verhalten etwas mit sozialem Miteinander
zu tun hat, fachlich formuliert: Deine soziale
Kommunikation ist gestört.

Das verwende ich jetzt einmal als Ausgangspunkt
, quasi als Arbeitshypothese.

Durch was aber kann eine soziale Kommunikation
gestört sein ?

Verwenden wir hier das Beispiel mit dem Schachspiel,
wo du ganz sicher leicht überreagiert hast, also anders
reagiert hast, als eher ausgeglichende Menschen, die zwar
ein Verlieren nicht als etwas Angenehmes empfinden
aber immer etwas, was ihnen nicht sonderlich die
Stimmung gänzlich vermiesen kann.

Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten.

Entweder die soziale Störung ist in der Erziehung
entstanden oder hat körperliche Ursachen.

Die Vorgehensweise/Prozedur bei deinem Problem ergibt sich
aus dem Geschilderten:

1. Deinen Hausarzt aufsuchen, wegen möglicher hormoneller,
bzw. neurologischer und ähnlicher Problematiken

und

wenn das negativ verlaufen sollte,

einen Tiefen-Psychologen/Sozialtherapeuten/Verhaltenstherapeuten
aufsuchen, ( wegen der Kostenübernahme den Hausarzt befragen ),

Ich könnte noch mehr dazu schreiben, belasse es aber bei diesen
zwei Erklärungsversuchen.

Wenn du meine Empfehlungen getätigst hat, dh. Fachleute
aufgesucht, komme bitte dann noch einmal ins Forum.

Herzlichst

Germ
 

Karsten

Aktives Mitglied
Hi Vicberreton,

Und ich muss sagen die emotionale Seite des Misserfolges, die bei dir so überausgeprägt ist habe ich auch. Ich verliere bestenfalls ungern. Aber anstatt aufzugeben und mich unterkriegen zu lassen, setze ich lieber Himmel und Hölle in Bewegung beim nächsten Mal besser zu sein. Und dabei hilft mir mein emotionaler Frust, Wut auf eigene Inkompetenz, das Problem mit sehr viel Elan anzupacken.

Vielleicht kannst du das selbst irgendwie in dir umlenken?

Grüße
Karsten
 

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