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Keine Freunde und Kontakte mehr nach Abschluss des Studiums

B

Bine244

Gast
Hallo zusammen,
ich hatte immer schon sehr große Probleme Kontakte zu finden. In meiner Schulzeit und bis Anfang 20 hatte ich keinerlei Freunde. Im Studium habe ich es dann geschafft 2-3 Leute kennenzulernen und auch öfter privat etwas zu unternehmen. Nachdem diese mit dem Studium fertig waren, sind sie direkt aus der Stadt weggezogen. Wir haben beide gesagt, wir wollen auf jeden Fall den Kontakt halten und weiter regelmäßig was machen. Mit der Zeit ist es immer mehr eingeschlafen, auf Nachrichten wurde nur sehr knapp geantwortet, es wurde nichts mehr gefragt und auf Treffen wurde nicht mehr eingegangen. Ich habe es länger versucht, aber es hat mich irgendwann zu sehr enttäuscht und ich habe auch nichts mehr geschrieben. Das war Ende 2018 und es kam nie wieder eine Nachricht.

Mich beschäftigt das bis heute und ich frage mich immer wieder, warum kein Interesse mehr da war. Die eine hat zwar nicht mehr in der Stadt gewohnt, aber war immer wieder regelmäßig da, um andere Leute zu treffen. Ich habe seitdem niemanden mehr kennengelernt, was mich sehr belastet.
Hat jemand so etwas auch schon mal erlebt?
 

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Wildkatz

Aktives Mitglied
Es gibt Freunde, die hat man nur für einen gewissen Lebensabschnitt. Manchmal verändern sich die Interessen, manchmal findet man Menschen, die besser zu einem passen.

Warum hast du seit dem nicht versucht, neue Menschen kennenzulernen?
 

Ausi

Mitglied
Hi,
Ich versteh dich total.

Falls es dir etwas hilft, du bist nicht der einzige dem es so geht. Mein ganzes Leben lang habe ich nie konstante Freudne / Freundesgrupppen gehabt und nicht verstanden warum. Ich habe aktiv nach Leuten gesucht, bin auf Veranstaltung etc., habe mit habe Jeden angesprochen und nette Gespräche gefühlt. Aber selbst wenn der Kontakt etwas angehalten hat musste immer ich mich melden und gefühlt schon betteln.
Dass hat mich immer sehr frustriert und beschäftigt, tut es bis heute.

Ich versteh warum es dich fertig macht, man bekommt einfach keinen Grund und sucht irgend wann den Fehler bei sich.
Aber lass dir gesagt sein, mit dir ist nichts falsch. Menschen verändern sich, Du und Sie. Lebenssituationen verändern sich und somit auch Prioritäten. Dass Sie dich so links liegen gelassen hat ist nicht nett, aber du musst es leider akzeptieren.

Du hast ja auch schon den richtigen Weg gewählt und aufgehört zu schreiben.
Sag dir immer wieder, dass so eine Freundin es nicht wert wäre und du natürlich auch nicht so eine einseitige Freundschaft willst.
Du trauerst den alten schönen Zeiten nach aber so etwas kann man leider nicht erzwingen.

Sei dankbar dass du mit ihnen eine schöne Studienzeit erleben durftest und dich da nicht so einsam gefühlt hast.

Aus meinen Erfahrungen bringt es auch nichts nach so vielen Jahren die Person an zu schrieben und nach dem WARUM zu fragen.

Es tut mir leid dass du diese Erfahrung gemacht hast, aber genau so schnell wie Leute aus deinem Leben gehen können auch neue kommen.
 
H

Hast

Gast
Habe leider auch die selben Erfahrungen machen müssen. Meist haben sich die Menschen noch gemeldet damit ich über ihre Bewerbungen schauen und das wars. Oder wenn sie noch Probleme hatten kam ein Anruf. Aber dann nichts mehr. Anrufe kamen nicht durch, keine konkreten Termine für ein Treffen angeblich alles immer so ausgebucht. Sogar wenn man ein halbes Jahr vorher den Termin gemacht hat, würde dieser tatsächlich 2 Tage vorher abgesagt. Aber auch nur durxh nachfrage. Vergiss sie. Lass dich auch nicht auf diese Spiele ein mit, wann können wir telefonieren. Ja, dann sollen sie anrufen. Ich habe keinen mehr angerufen und meist kamen solche Sätze, wenn ich unterwegs war und Spaß hatte. Die Leute wollen natürlich nicht komplett den Kontakt abbrechen, wer weiß vielleicht braucht man doch noch. Ich hatte auch erfahren, dass sie immer in der Stadt waren. Es tut weh, weil man dachte man wäre befreundet. Aber die meisten nutzen einen nur aus. Ich bin froh das ich eine Freundin habe, die wirklich da ist. Aber war schon hart es zu realisieren.
 

Alieschen

Mitglied
Hi,
ich bin kurz vor Ende meines Studiums zu meinem heutigen Mann (wahrscheinlich bald Ex/anderes Thema) gezogen. Habe damals auch meine 2-3 Freunde /Bekanntschaften dadurch verloren. Ist nun etwas her, danach kamen Umzüge, aber jetzt stehe ich auch absolut alleine da. Partnerschaft kaputt, und sonst niemand da.
 
B

Bine244

Gast
Dankeschön für eure Antworten! Der Austausch tut mir sehr gut, zu wissen, dass andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Zu der Frage, warum ich seit dem niemanden mehr kennengelernt habe. Die Entäuschung war sehr groß und dadurch habe ich mich lange zurückgezogen. Ich war nicht in der Lage neue Leute kennenzulernen, da ich auch wusste, dass ich bald selbst wegziehen würde.
Nun wohne ich seit Anfang des Jahres in einer neuen Stadt und dann kam die Corona-Krise, wodurch es schwer ist Leute kennenzulernen. Meine einzige Option wäre durch Apps, aber da habe ich leider in der Vergangenheit ähnliche Erfahrungen gemacht, dass das recht oberflächlich ist. Es ist sehr schwer wieder bei null anzufangen, deshalb habe ich so lange gar keinen Kontakt zu anderen Menschen gesucht, auch wenn ich eigentlich sehr gerne ein paar Leute kennenlernen würde.
 

Alieschen

Mitglied
Ich hab früher über Facebook ein paar Leute kennen gelernt, blieb allerdings auch oberflächlich. Mittlerweile hab ich facebook gar nicht mehr, bin auch am überlegen es wieder mit Apps zu probieren. Ich hoffe eben, dass die nicht so einen Dating Charakter haben.
 

Grapevine

Mitglied
ich hab auch keine Freunde und frage mich, woran es liegt, dass manchen Freunde nur zufliegen, während andere Personen hinterher rennen müssen... ich wurde auch schon oft beste Freundin genannt und kurze Zeit später hatte man keinen Kontakt mehr. Ich hab kein Bock mehr und werd meinen Fokus deshalb nicht mehr darauf richten, welche zu finden.
 

Alieschen

Mitglied
Ich glaub einen Fokus drauf zu haben ist immer schlecht (dann ist man gern zu zwanghaft und das merken die anderen) Aber nix zu machen ist auch doof, es kommt ja kaum einer auf einen zu bzw. vom Himmel gefallen. Kompliziert das alles :-( Ich hatte immer nur gestörte Freundschaften in den letzten Jahren. Gefühlt aber niemanden mehr, also gar niemanden seit 4 Jahren.
 
A

Alböguhl

Gast
Das Wort Freunde wird heutzutage sehr Inflationär verwendet.
Manche haben ( 100 ) Freunde bei Facebook.
Freundschaft ist was seltene und wertvolles, ein Verhältnis von Menschen, das auf gegenseitiger Zuneigung beruht und das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet.
Eine Freundschaft braucht aber keine Erwartungshaltungen.
Eine Freundschaft basiert für mich immer auf dem freiwilligen Wunsch beider Seiten, gemeinsame Zeit zu verbringen und muß frei von Zwängen, Erwartungen und Druck sein.
Freunde verzeihen sich.
Wenn die Freundschaft und das Maß der Verbundenheit stark genug sind, werden Freunde einander wiederfinden.
Sie werden sich verzeihen und den Weg gemeinsam weiter gehen, egal was vorgefallen ist.
Sonst sind es nur Lebensabschnittbekannte, Verwandte, Nachbarn, Sportkameraden u.s.w.
Ps;
Es ist schlimm, erst dann zu merken, daß man keine Freunde hat, wenn man Freunde nötig hat.
 

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