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Keine AU vorhanden - was nun?

Lyra82

Mitglied
Hallo ihr Lieben!

Hoffe das hier ist das richtige Unterthema.
Aber es geht ja um den Beruf irgendwie.

Und zwar geht es um folgendes.
Eine Freundin von mir ist derzeit zuhause. Sie hat einen Bänderriss. Normalerweise hat sie einen 400€ Job. Wird aber nur nach Leistung bezahlt, also kein Festgehalt oder gar Stundenlohn.
Sie ist nicht Krankenversichert, weil sie die KV ja selbst zahlen müßte und dazu fehlt das Geld. Ich weiß nicht toll, aber das ist Deutschland. ALG 2 bekommt sie nicht weil der Lebenspartner zuviel verdient (10€ zuviel hat er). Sonst wäre sie ja über die ALG Stelle versichert soweit ich weiß.

Folglich hat sie nun auch keine AU die sie dem Arbeitgeber vorlegen könnte.
Sie will dort eh weg aus der Firma, da dort alles drunter und drüber geht. Aber das steht auf einem andern Blatt Papier.

Das schlimmste was ihr ohne AU passieren kann, wäre doch die Kündigung, oder?
Lohnfortzahlung gibt es dort nicht. Es wird nur bezahlt was an Arbeit geleistet wurde.


Hoffe ihr könnt mir bzw. meiner Freundin helfen.
 

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C

chrismas

Gast
Wenn tatsächlich nur nach Leistung gezahlt wird, dürfte sogar eine Kündigung nicht drin sein, aber um das beurteilen zu können, müsste man den Arbeitsvertrag kennen.

Außerdem sollte deine Freundin und ihr Freund nochmals einen Antrag stellen, denn wenn nur 10 Euro zu viel verdient wird, dürften Werbepauschalen etc pp nicht berücksichtigt worden sein und da deine Freundin kein gesichertes Einkommen hat, müsste sie sowieso jeden Monat aufs neue einen Antrag stellen mit entsprechenden vorlagen zum Einkommen von Freund und ihr selbst.
 

Lyra82

Mitglied
Es wird wirklich nur nach Leistung gezahlt. Da bin ich mir 100% ig sicher.
Sie bekommt keinen Stundenlohn sondern eben nur pro "Akte" einen Stücklohn.

Naja sie wäre gar nicht mal so traurig sollte eine Kündigung erfolgen.
Aber rein rechtlich können die ihr sonst nix groß oder wie?
Weil sie hat ja keine AU, aber defintiv einen Bänderriss. Also bleibt nicht ohne Grund der Arbeit fern.
Sie müßte sehr sehr viel laufen in dem Job und das geht natürlich nicht.
 
C

chrismas

Gast
Es kommt halt darauf an, was im Arbeitsvertrag steht und das wird deine Freundin sicherlich am besten wissen.

Wenn dort zum Beispiel steht, dass sie sich immer jede Woche melden muss, um zu melden, das sie zur Verfügung steht oder nicht, muss sie das melden mit dem Bänderiss. Gleiches gilt ebenfalls, wenn sie sich verpflichtet hat in der Woche mindestens X Stunden zu arbeiten und ähnlichem.
 

Lyra82

Mitglied
Habe gerade mit ihr telefoniert.

Im Vertrag steht nix davon das sie sich täglich/wöchentlich melden muß.
Und sie muß auch nicht X-Stunden wöchentlich leisten.
Arbeitszeit richtet sich nach Arbeitsaufkommen und wird ja auch eben pro Stück gezahlt und kein Std.Lohn.

Nur eben im Krankheitsfall Bescheid sagen muß sie, laut Vertrag.
Und das dann eine AU verlangt wird steht auch im Vertrag ab dem 3. Tag.
Sie hat dem Arbeitgeber verschwiegen das sie keine KV hat. :(
 
C

chrismas

Gast
Dann muss sie die Augen zu machen und halt durch und mit ihrem Arbeitgeber ein Gespräch führen, denn das ist für ihn auch wichtig, dass sie keine hat, denn dadurch kann es unter Umständen Probleme mit der Unfallversicherung etc kommen.
 
J

john-2

Gast
Hallo,

aus Richtung Krankenkasse hat sie ganz sicher keine Ansprüche, weil sie eben
nicht versicherungspflichtig gearbeitet hat. Die ärztliche Versorgung wird ver-
mutlich über die KV des Ehemannes als Familienmitglied bezahlt.


Aber: Hinsichtlich der Leistungspflicht des Arbeitgeber könnten sich sein paar
Telefonate lohnen. Möglicherweise ist er verpflichtet, den Durchschnittslohn der
letzten Monate zu bezahlen. Auskünfte gibt der Rechtspfleger am Arbeitsgericht.
Der heißt heute evtl. nicht mehr Rechtspfleger, sondern anders, bitte einfach an-
rufen und nachfragen. Die Auskünfte sind kostenlos.

Gruß John


PS:
....
Und das dann eine AU verlangt wird steht auch im Vertrag ab dem 3. Tag.
Nochmal mit dem Arzt sprechen und die Tätigkeit beschreiben...

....
Sie hat dem Arbeitgeber verschwiegen das sie keine KV hat. :(
Sie hat einen 400,-E Job ?? - Da zahlt der AG die Versicherungsanteile.
Außerdem ist sie über Ihren Mann familienversichert.

------------------------

PPS:
@ john

sie ist nicht verheiratet.
Vielen Dank für den Hinweis; ich hatte wohl zu schnell gelesen.

Da man hier leider nichts durchstreichen kann, habe ich die
zu streichenden Textstellen hell markiert.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lyra82

Mitglied
Ja der AG zahlt Versicherungsanteile, aber ja nicht an ihre Versicherung, da sie ja gar keine hat.

Und genau, sie ist nicht verheiratet, es handelt sich um den Freund/Verlobten von ihr mit dem sie zusammen lebt und der minimal überm Satz verdient so das sie kein ALG 2 bekommt.

Somit ist sie dann ja auch nicht versichert, selbst wenn der AG Anteile zahlt, oder sehe ich das falsch?

Mit dem AG reden bringt leider nicht viel. Egal mit was für einem Anliegen man kommt, die stellen sie quer. Und sind gegen alles, ein normales Reden ist nicht möglich.

Das sie keine Ansprüche aus Richtung der Krankenversicherung hat, ist klar. Das will sie auch gar nicht.

Nochmal mit dem Arzt reden geht auch nicht, da sie nicht beim Arzt war.
Sie weiß aber das es nen Bänderriss ist, da sie das schon mal hatte. Und eine befreundete Arzthelferin hat das auch bestätigt.
 
W

Wapiti

Gast
Meines Wissens nach gibt es eine Krankenversicherungspflicht.
Da solltet ihr euch informieren.
Nicht krankenversichert zu sein, kostet sogar Strafe.
Deine Freundin sollte sich dringend mal beraten lassen, AWO, Caritas oder ähnliches.
Mit einem prekären Beschäftigungsverhältnis ohne jegliche Krankenversicherung in einer Bedarfsgemeinschft , die nur so knapp über dem Existenzminimum liegt, zu leben, kann nicht die Lösung sein.
Das sog, geringfügige Beschäftigungsverhältnis zielt ja genau darauf ab, daß KEINE Beiträge an die Sozialversicherungen gezahlt werden. ( Deshalb gibt es ja auch so viele davon. )
 

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