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Kein lesenswertes Leben mehr :(

r1ks

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

vorab entschuldige ich mich für meine halbe Lebensgeschichte.
Hab leider den Überblick verloren welche Probleme worauf zurückzuführen sind.

Zu meiner Person, bin 26 Jahre alt, 1,70m groß und wiege ~54kg.

Hatte in der Jugend das Problem, das an meinem Penis/Hoden vergrößerte Talgdrüsen waren.
Zu diesem Zeitpunkt war mir allerdings nicht bewusst was das ist und hab es einfach als nicht normal abgestempelt. Bin dann jeglichem Kontakt mit Frauen aus dem Weg gegangen obwohl ich wirklich viele Möglichkeiten hatte…

Dies hat mich zu der Zeit natürlich sehr frustriert, da ich ja eigentlich wollte…
Meine „tolle“ Lösung war es mir das Problem einfach „wegzukiffen“

Das ganze ging dann von meinem 15. Lebensjahr an so weiter.

Hatte in der Zwischenzeit eine Ausbildung mit Mühe und Not abgeschlossen.
(Wurde ziemlich scheiße behandelt von den Arbeitskollegen, was mein Selbstvertrauen was aufgrund des Kiffens eh schon beeinträchtigt war nicht gerade gefördert hat)

Ein paar Tage nach meiner abgeschlossenen Ausbildung gab es ein Todesfall in der Familie was mich total fertig gemacht hat. (Das Kiffen hat es natürlich alles noch schlimmer gemacht)

Hab dann von einem auf den anderen Tag Probleme mit meinen Augen bekommen. Irgendwie wollen das rechte und linke Auge nicht mehr richtig miteinander „kommunizieren“.
Wenn ich jemandem in die Augen schaue kann ich nur ein Auge fixieren.
Es bildet sich einfach kein Gesamtbild….

Seitdem ist das „schlechte“ Auge auch ein wenig zur Seite „abgedriftet“
Beim Neurologen wurde der Sehnerv geprüft, der völlig in Ordnung ist.

Hab mich insgesamt einfach völlig entfremdet gefühlt und kann den Leuten nicht mehr in die Augen schauen.
Ich fühle mich so als ob ich nicht mehr der bin der ich mal war.
Hab auch wie so eine Art Missempfindungen im Gesicht (Die eine Hälfte fühlt sich anders an wie die andere)
Irgendwie kommt mir das vor als ob es vom Kiefer aus kommen würde ( Zahnarzt meint es wäre alles in Ordnung) Hab aber auch immer Druck auf den Zähnen…

Das ganze empfinde ich auch bei Personen die ich schon Ewigkeiten kenne (völlig entfremdet) Wurde dann bei einer Party von einem Mädchen vor sämtlichen Leuten drauf angesprochen, dass ein Augenlid von mir weiter runter hängt als das andere. Das war mir dermaßen unangenehm, dass ich immer weiter auf Abstand zu meinen Freunden gegangen bin.
Es hat sich soweit entwickelt, das ich mich schließlich Zuhause „isoliert“ habe und einfach den ganzen Tag nur noch gekifft und am PC gezockt habe.

Das ging so auch eine lange Zeit gut, bis ich eines Abends als ich ein gekifft habe, totales Herzrasen bekommen habe und mir Hände sowie Beine und Füße „einschliefen“. (Ich denke ihr kennt dieses kribbeln… hatte auch kein Gefühl mehr in Händen und Füßen)
Hatte natürlich totale Panik und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Dort wurde alles Mögliche geprüft (Schlaganfall, MRT bzw. CT wurden gemacht, Halswirbel überprüft, Rückenmark wurde entnommen, Urin und Blut untersucht etc.)

Es konnte allerdings nichts festgestellt werden und wurde dann nach einigen Tagen wieder entlassen.
Das Kribbeln wurde von Tag zu Tag weniger bzw. das Gefühl in Händen und Füßen kam auch wieder.

Das Kribbeln bzw. kein Gefühl in den Händen und Füßen trat weitere 2 Mal nach dem Konsum von Gras ein. (Hab es damals auf Streckmittel im Gras geschoben weil ich ja angeblich Gesund bin)

Als ich ca. 22 Jahre alt war hab ich ein Konsumstopp eingelegt in der Hoffnung das es mir besser geht. Gleichzeitig traf ich auch meine damalige Freundin. Hab 5 Monate kein Gras geraucht doch es trat keine Besserung ein. In der Zeit wurde mir immer bewusster wie andere Leute mit Abneigung etc. auf mich reagieren. Also fing ich wieder an zu kiffen…

Gleichzeitig hatte ich das Problem das mein Penis nicht richtig steif werden wollte bzw. sehr schnell den erigierten Zustand verliert wenn ich in meine Freundin „eindringen“ wollte.

Bei Oralverkehr oder „Handarbeit“ ist das Problem nicht so sehr ausgeprägt.

Hab mir dann über das Internet diese Pillen von Rivando bestellt.
Damit war und ist der Sex problemlos möglich.
Hab die Pillen über einen langen Zeitraum genommen. Doch sobald ich die nicht nehme klappt es einfach nicht bzw. nur ganz selten das eine ausreichende Erektion vorhanden ist.

Alleine nur durch Gedanken oder Situationsabhängig wird er nicht mehr steif. Die morgendliche Erektion nach dem aufstehen hatte ich seitdem auch nicht mehr.

Ich bin nun an einen Punkt angekommen wo ich mein Leben einfach wieder in den Griff bekommen möchte. Das Kiffen habe ich seit 3 Tagen eingestellt und will es auch nie wieder machen!

In der Zwischenzeit hatte ich auch einige Sachen versucht:

- Weisheitszähne rausnehmen lassen
- Verschiedene Ärzte auf meine Probleme angesprochen
- Physiotherapeut
- Neurologe



Weitere Symptome die ich habe sind:

- Innerliche Unruhe
- Zittern
- Gangprobleme
- Problem beim stehen, muss immer ein Bein entlasten (kommt mir vor als ob das von der Wirbelsäule aus kommt)
- Verspannungen vor allem im Hals/Nacken Rückenbereich sowie im Kiefer
- Missempfindungen im Gesicht
- Druck auf Zähne
- Unwohlsein/Überfordert im Kontakt mit Menschen
- Nervös
- Augenbewegung schwierig, als ob zu viel Druck auf den Augen wäre
- Konzentrationsprobleme
- Innerliche Anspannung
- Versuche allem aus dem Weg zu gehen was ich als Stress empfinde (rausgehen,einkaufen…)

Danke das ihr bis hierher gelesen habt :) Über Tipps wie ich weiter vorgehen sollte bzw. falls sogar eine Vermutung besteht woran es liegen könnte, wäre ich euch sehr dankbar.
 

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D

DNK

Gast
Also bitte... Das mit dem Auge und Gesicht ist nicht normal. Lass dich beim Neurologen nicht einfach abstempeln, sondern bleib beharrlich.
 
G

Gast

Gast
AW: Kein lebenswertes Leben mehr :(

Hallo,

wirklich helfen kann ich Dir leider nicht - das kannst nur Du selbst.

Vieles ist sicherlich psychisch bei Dir bedingt - nur ein Beispiel aus Deinem Text:

"Seitdem ist das „schlechte“ Auge auch ein wenig zur Seite „abgedriftet“
Beim Neurologen wurde der Sehnerv geprüft, der völlig in Ordnung ist.

Hab mich insgesamt einfach völlig entfremdet gefühlt und kann den Leuten nicht mehr in die Augen schauen."

Für mich klingen diese Sätze fast schon logisch: Du kannst den Leuten (psychisch) nicht mehr in die Augen schauen - und nun kannst Du es körperlich auch nicht mehr.

Was Du tun kannst:
- hole Dir Hilfe: und zwar nicht körperliche, sondern psychische. Es haben sich sehr viele Dinge bei Dir aufgestaut, die wg. Verdrängung, Kiffen etc. psychisch nicht be- und abgearbeitet, sprich verarbeitet, werden konnten. Ich könnte mir vorstellen, dass Dir hier einfach ein paar Tools fehlen, wie man mit Problemen besser umgeht. Insofern kümmere Dich am besten gleich mal darum, einen Psychotherapeuten zu finden - das dauert manchmal eh etwas länger, bis man einen Termin bekommt. Am besten ein Therapeut, der u.a. auch sexuelle Probleme mit bearbeiten kann.

- ich persönlich bin kein Anhänger der Schulmedizin, sie hat ihre Berechtigung, keine Frage - aber Dein "Fall" ist mal wieder das beste BEispiel, dass man ausschließlich symptom-orientiert ran geht und nicht den Menschen als Ganzes betrachtet und da ansetzt. Insofern - wenn es finanziell irgendwie machbar ist - würde ich mir eine gute Naturheilpraktikerin suchen und mit ihr ein Gespräch bzw. Anamnese machen. Manchmal kann man mit Naturheilmitteln und Homöopathie (die auch auf die Psyche wirkt) schon etwas erreichen (allerdings wird das hier nicht reichen und ist keine Ausrede dafür, nicht zum Psychotherapeuten zu gehen).
Außerdem würde ich - vielleicht kann Dir jemand eine Empfehlung geben - mal zu einem Osteopathen gehen; die erkennen oftmals viel besser und schneller, ob bspw. beim Rücken, Zähnen, Kopf Probleme vorhanden sind, die man osteopathisch behandeln kann.

Nur ein Bsp: ich hatte jahrelang Migräne bis meine Naturheilpraktikerin in der ersten Sitzung erkannt hat, das mein 1. Halswirbel nicht richtig sitzt und hat mir einen Osteopathen empfohlen, der den Atlas einrenken kann (das kann nicht jeder und man kann sich vorstellen, dass das auch nicht ungefährlich ist) - es hat etwas gedauert, bis mein Rücken sich daran gewöhnt hat, dass alles wieder an Ort und STelle war (musste also öfter zum Osteopathen), aber ich hatte quasi ab sofort keine Migräne mehr, auch mein Taubheitsgefühl im Gesicht war weg.

Du wirst es schaffen, Dir wieder mehr Lebensqualität zu schaffen - das geht aber nur, wenn Du Themen angehst und nicht indem Du sie verdrängst.

Du kannst auch schauen, ob Du Dir nicht ein paar Bücher besorgst, die sich mit den Themen Selbstbewußtsein etc. beschäftigen. Vielleicht kannst Du da auch was für Dich rausziehen.

Denn für mich ist eins klar: Freunde schauen einen nicht komisch an, Freunden kann man bspw. erzählen, dass man Probleme hat und diese haben Verständnis dafür. Es wäre gut, wenn Du es schaffen würdest wieder mehr Kontakt zu Deinen Freunden herzustellen. Du musst ja nicht in großer mit allen was machen. Aber vielleicht ist ja einer dabei, den man auch mal allein treffen kann.

Je mehr Du versucht, dem "Stress" aus dem WEg zu gehen, in dem Du Dich isolierst, desto mehr Stress werden alle Kontakte, umso isolierter wirst Du. Der Weg zurück ins "normale", lebenswerte Leben wird somit immer schwieriger.

Ich wünsche Dir alles Gute und die Kraft, wirklich was für Dich zu tun.
 

r1ks

Neues Mitglied
Danke schon mal das ihr euch die Zeit genommen habt!

Das mit dem Psychotherapeuten klingt echt gut, werde mich mal Informieren wen es gutes hier in der näheren Umgebung gibt.
Bei einer Naturheilpraktikerin war ich bereits ca.8 mal.
Diese hat bei mir unter anderem Akupunktur, so etwas mit warmen Steinen und so verschiedene „Massagetechniken“ durchgeführt.
Hatte nach den Terminen meist das Gefühl das es ein wenig besser ist, aber war immer nach kurzer Zeit wieder verflogen.

Einen Osteopathen hab ich auch schon einige Male aufgesucht.
Dieser hat wie bei dir meinen Atlas bearbeitet, einen Beckenschiefstand festgestellt und bearbeitet sowie einige andere Dinge durchgeführt. Des weiteren auch meinen Kiefer zurechtgedrückt.
Da hatte ich auch häufig das Gefühl, das es danach ein wenig besser war, nur leider nicht auf Dauer.

Das mit den Büchern ist auch ein super Tipp!
Werde ich in Angriff nehmen.

Der Kontakt zu meinen damaligen Freunden gestaltet sich für mich als schwierig.
Zum einen sind das alles Kiffer, wodurch natürlich ein Rückfall viel schneller wieder eintreten könnte.
Zum anderen als ich mich damals „abgekapselt“ hatte, hat sich von denen niemand für mich Interessiert.
Da ist keiner mal vorbeigekommen und hat gefragt was los sei … Hat mich damals auch sehr enttäuscht. Daran erkennt man wieder wahre Freunde …
Hab mich in der Zwischenzeit auch des öfteren bei einem von dem ich dachte, dass er ein guter Freund sei gemeldet und anschließend auch zu Ihm gefahren.
Allerdings scheint dieser am Kontakt auch nicht wirklich interessiert zu sein, da wenn ich mich nicht melde auch nix von ihm kommt. Da höre ich dann monatelang nix von …
Der einzige Mensch der mir halt gibt ist meine Freundin.

Es ist auch nicht so, dass ich mich komplett isoliere.
Ich gehe ganz normal arbeiten, gehe mit meiner Freundin schwimmen etc.
Nur mir fällt das ganze nicht leicht, ich fühle mich oft irgendwie überfordert.
Ich fühle mich oft in kleinen bis mittleren Menschenmengen als ob ich immer im Mittelpunkt stehen würde und mich alle angucken würden …

Achso, hatte vor einem Jahr für 3 Monate das Kiffen schon mal sein lassen, doch da einfach keine Besserung eintrat wieder angefangen …

Eine Sache fällt mir noch ein, die damals zu Beginn meiner Phase eintrat, welche mich auch sehr beunruhigt hat.

Meistens wenn ich Sport getrieben habe, habe ich im Kopf, mein komplettes Gleichgewichtssinn verloren. Ihr könnt euch das so vorstellen, das fühlte sich an als ob Wasser im Ohr ist und plötzlich das gesamte Gleichgewichtssinn weg ist. Dies gestaltete sich dann meist so, dass ich entweder einfach umgefallen bin weil ich halt nicht mehr wusste wo oben und unten ist… (Kann das kaum beschreiben, hoffe ihr könnt es euch ein wenig vorstellen) Wenn ich Glück hatte und es rechtzeitig bemerkte hab ich mich ganz schnell hinsetzen/hinlegen müssen. Hat dann immer einige Minuten bis Stunden gedauert bis es sich wieder normalisiert hatte …
 
G

Gast

Gast
Eine Sache fällt mir noch ein, die damals zu Beginn meiner Phase eintrat, welche mich auch sehr beunruhigt hat.

Meistens wenn ich Sport getrieben habe, habe ich im Kopf, mein komplettes Gleichgewichtssinn verloren. Ihr könnt euch das so vorstellen, das fühlte sich an als ob Wasser im Ohr ist und plötzlich das gesamte Gleichgewichtssinn weg ist. Dies gestaltete sich dann meist so, dass ich entweder einfach umgefallen bin weil ich halt nicht mehr wusste wo oben und unten ist… (Kann das kaum beschreiben, hoffe ihr könnt es euch ein wenig vorstellen) Wenn ich Glück hatte und es rechtzeitig bemerkte hab ich mich ganz schnell hinsetzen/hinlegen müssen. Hat dann immer einige Minuten bis Stunden gedauert bis es sich wieder normalisiert hatte …
Lass Dich mal beim HNO durchchecken, ob das Gleichgewichtsorgan im Ohr o.k. ist.
 

r1ks

Neues Mitglied
Wollte mal ein kurzes Update geben. Mittlerweile hab ich fast die ersten 4 Wochen ohne kiff. hinter mir. Mir geht's ein wenig besser, Träume immer noch ziemlich viel Mist und auch sehr lebendig aber macht mir nichts aus. Dafür wird der Schlaf langsam wieder erholsamer und kann wieder durchschlafen. In der Zeit des kiffens bin ich oft sogar sehr früh morgens oder nachts wach geworden und musste ein kiff. weil ich sonst nicht weiter schlafen konnte. Das beste ist allerdings, was mich wirklich sehr glücklich macht, das ich fast problemlos wieder Sex haben kann :) Viele Probleme sind allerdings noch geblieben, wie z. B die sehstörung etc. Was mir noch ziemlich zu schaffen macht. Hab in der kommenden Woche ein Termin beim Zahnarzt weil ich abklären möchte ob ich evtl Cmd habe. Die Symptomliste dabei ist ja ziemlich lang wobei ich jedoch bestimmt 90% auf mich zurückführen kann. Daher könnten ja auch die genannten Gleichgewichtsstörungen her kommen. Desweiteren hat meine Freundin schon oft festgestellt das ich extrem schnarche und dabei atemaussetzer habe. Hatte mal nachts ein sehr beunruhigendes Erlebnis, was ich aber kaum beschreiben kann. Evtl. Könnte dies ein kleiner hirnschlag bzw Schlaganfall gewesen sein. Bei mir sind einige Symptome nur einseitig. Deshalb werde ich auch dies mal bei einem Neurologen abklären lassen. Die hatten ja schon damals im Krankenhaus die Vermutung das ich ein Schlaganfall hatte aber haben dann doch nichts gefunden. Kann man so etwas übersehen? Ich hoffe einfach mal das ich so vielleicht etwas weiter komme...
 

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