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Kein Leben mehr... ganz unten.

Sehe ich genauso. Es geht eigentlich niemanden etwas an und keiner dürfte etwas rumerzählen. Theoretisch.... meist ist es aber leider so, dass es reicht wenn einer die Wahrheit kennt, dann rutscht es ihm einer weiteren Person gegenüber heraus - und zack macht es im ganzen Kollegium die Runde... Deshalb ja meine Frage ob ich rechtlich gesehen meinem Arbeitgeber, also irgendwem dort, den wahren Grund meiner Krankschreibung nennen müsste.
Dazu bist du nicht verpflichtet. Du kannst sogar die weiteren Ärzte zum Stillschweigen verdonnern, denn eine Krankheit ist Privatsache. Also...das nennt man Schweigepflicht, die die Ärzte einhalten müssen.
 
Was mir grade doch noch sehr durch den Kopf geht... Natürlich brauche ich unbestritten eine Psychotherapie und akut Hilfe von ärztlicher Seite gegen die Depression. Aber dennoch ist es ja leider nicht so einfach als wäre ich einfach ein kaputtes Auto welches man nur mal zur Reperatur in die Werkstatt bringen muss und danach ist alles wieder schön. Danach habe ich immer noch keine Familie, keine echten Freunde, aber immer noch all die Umstände die mich so verletzen... Ich möchte damit gar nicht meine Mitschuld an meiner derzeitigen Lage bestreiten oder die Verantwortung für meine Zukunft auf andere abwälzen. Doch Menschen brauchen doch auch Menschen... oder nicht? Und das mit meinem Bruder z.B. kann mir einfach nie gleichgültig werden... Er ist ja schon mein ganzes Leben lang einer der Menschen die ich liebe und jetzt eben auch meine nächste Familie. Die Situation mit ihm tut mir also nach wie vor wahnsinnig weh. Und ich befürchte wenn ich um mich herum gar nichts an meinem Umfeld ändern kann, werde ich ja letztlich auch in diese Einsamkeit und Trauer darüber nach einer Therapie zurückfallen... Es ist ja nicht alles nur meine psychische Erkrankung, bzw. bloße Einbildung die man einfach wegtherapieren und aus meinem Kopf verbannen kann... es gibt ja daneben auch sehr handfeste, reale Dinge die wahrscheinlich selbst einen gesunden Menschen ziiemlich traurig machen könnten. Ich weiß leider trotz aller Einsicht nun wirklich eine Therapie machen zu müssen nicht wie ich mit DIESEN Problemen fertigwerden bzw. umgehen soll....

Ab und zu ging mir sogar schonmal durch den Kopf an einem ganz anderen Ort, ganz frei von meinem hier so kaputten, verletzenden Umfeld neu zu starten.... und alle dieser schmerzhaften Kontakte abzubrechen. Vielleicht wäre das sogar gesünder für mich... aber ich kann mir nicht so recht vorstellen wirklich diese Härte zu besitzen... zumindest was meinen Bruder betrifft. Ich glaube die falschen Freunde ganz abhaken zu können wäre dagegen tatsächlich eine Erleichterung...
 
Das unter anderem werden die Themen sein, die du in einer Therapie bearbeiten kannst. Es geht dort ganz sicher nicht nur darum, dass du "gesund gemacht" wirst, sondern auch und vor allem darum, wie du mit belastenden Lebensumständen lernst so umzugehen, dass du nicht dabei auf der Strecke bleibst.

Du kannst nicht alles ändern, was von außen auf dich einwirkt, ABER du kannst deine innere Haltung dazu ändern und wie du damit in Zukunft umgehst. Glaube mir, damit hast du dann schon eine Menge gewonnen. Und wer weiß, vielleicht wirst du danach tatsächlich den Schritt wagen und weiter wegziehen.
 
Kannja,

dann trau Dich doch und werde Deinem Nick hier für Dich selber auch gerecht: Kann ja
wirklich gut gehen! 🙂 Oder auch: Kannja, kann ja!
Hole Dir Unterstützung und verändere aktiv Dein Leben!

Möchte Dich gerne anstuppsen... . *stupps* 🙂


LG
Landkaffee
 
liebe Kannja, ich finde dich unheimlich tapfer.
wenn du magst schreib ich dir die adresse, hab heute mittag gegoogelt, die klinik gibt es noch, zwar unter anderer leitung, aber das könnte positiv sein.

es ist einfach ein schritt für schritt vorwärts gehn, und manchmal geht man auch mal ein oder zwei schritte zurück, aber nur um wieder eiligen schrittes zwei drei vorwärts zu gehn.
mit einer therapie egal welche , bist du nicht allein, klar allein ist man irgendwie immer, aber du hast ansprechpartner, die mit dir arbeiten, an genau den schwierigkeiten die dich berühren, die dich behindern.
eins ist auf jeden fall wichtig, echt zu sein vor sich selbst. und das ist wirklich schwer. wenn man als mensch so viel leid ertragen mußte, soviel emotinale verletzungen.

mache atemübungen, jeden abend, und denke dir beim ein und ausatmen: es geht mir gut ich fühle mich wohl, ich bin entspannt gelöst und befreit. einatmen mit dem leitwort ruhe, ausatmen mit dem leitwort entspannung. und langsam einatmen ruhe-denken, und ausatmen entspannung-denken.
die wirkung bis du davon etwas spürst, dauert ca 3-4 wochen. kommt auf den menschen an.

du kannst dir auch denken, wenn du das andere eine zeitlang geübt hast: ich fühle mich kraftvoll und gestärkt. und so kannst du dir je nach zeitrahmen wie du es brauchst neue kraftwörter sagen.
am effektivsten sind wörter die eine kraftvolle bilderreihe bei dir auslösen.

die fantasiereise:
du kannst auch in deiner fantasie die treppe hoch gehen die zu einem garten führt und dich dort hinlegen , auf die wiese, die sonne strahlt dir entgegen, und wärmt dich so warm und wohlig. das ist dein kraftort. dort hast du ruhe und zuflucht vor allem, was dich belastet. alles fällt von dir ab, und du kannst frei denken und fühlen ohne traurigkeit, ohne bedrücktheit. in diesem ort oder garten, darfst du du selbst sein.
deine gedanken sind frei.
so nach einer viertelstunde stehst du auf bedankst dich für die gute zeit, die wohlig wärmende sonne, das vogelzwitschern, die duftenden blumen in deiner fantasie, und gehst wieder den weg zurück, den du in der fantasie gekommen warst, zur wirklichkeit. gestärkt von der ruhe und der kraft.
(das ist ganz wichtig bei fantasiereisen. ich nenne es die rückfahrkarte sichern.)
die wirklichkeit, egal wie die dann ist , nimm sie so wie sie ist , und fühl das beste heraus, für dich.

ein klasse buch ist, von verena kast, imagination als raum der freiheit.
jeder mensch trägt diese kraft in sich, es geht nur darum, sie zu erwecken und gut und wertvoll und mit würde damit umzugehen.

ich persöhnlich suche in meiner fantasie sowie in der realität gerne bäume auf um kraft zu sammeln, sie sind so sehr verwurzelt mit der erde, das pure leben, und sie reinigen die energien der menschen.
wenn du mal verrückt sein willst , wenn es bald wärmer wird , kannst du auch mal mit nackten füßen durch den frühen morgentau einer wiese laufen, 5 minuten, damit du dir keinen frost holst, das belebt ungemein.

ich hab dir dies jetzt deswegen erzählt, weil ich dir eine kraftquelle in dir selbst aufzeigen will, die dir helfen kann bis du irgendwie therapeutisch termine bekommst. das dauert ja immer etwas.
eigentlich schreibe ich so etwas nicht in der öffentlichkeit. weil mich eventuell negative kommentare von anderen nicht unbedingt glücklich machen.
aber durch die kritik der anderen, kannst du auch besser für dich entscheiden, ob das überhaupt was für dich wäre.
ist auch wieder von vorteil, die meinung von anderen, lächel.

du mußt das natürlich nicht machen, und wenn du damit kein ding hast, weil es dir nicht gefällt ist es auch okay.
ich komme damit super zurecht.

wir können die vergangenheit nicht verändern, aber wir können uns eine bessere gegenwart schaffen in unseren gefühlen. und unsere eigenen stärken erkennen.

ich möchte jetzt nicht öffentlich über all die schrecklichkeiten schreiben, die mir schon als kind widerfahren sind und sich durch mein leben ziehen.
doch glaube ich, obwohl ich es oft unerträglich fand, das du wohl noch mehr schrecklichkeiten hattest, und dafür möchte ich dir meine ach
 
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Hallo Kannja,
vielleicht interessiert dich ein Buch über Depressionen und ihre Entstehung: Josef Giger-Bütler: "Sie haben es doch gut gemeint. Depression und Familie." Der Autor ist Psychotherapeut und Depressionsforscher; die Erkenntnisse, die er in der Arbeit mit seinen Patienten gewonnen hat, haben zu einer anscheinend sehr genauen Kenntnis der elterlichen Denk- und Verhaltensstrukturen geführt, die Kinder (und später Erwachsene) in ein Verhalten und Denken treiben, das sie depressiv macht. Ich denke, vieles davon weißt du schon, aber vielleicht hilft es dir, es Schwarz auf Weiß zu lesen, dass du keine Schuldgefühle haben musst, wenn du jetzt einen Gang (oder auch zwei) zurückschaltest. Das ist natürlich ein Prozess.
Mir hat es jedenfalls gut getan, all das zu lesen; ich fühlte mich verstanden. Es war schön, immer wieder beim Lesen zu denken: "Genau so ist es bei uns gewesen; ich bin nicht schuld an der Entstehung meiner Depression."
Der Autor hat noch mehr Bücher über Depressionen geschrieben; da gehts natürlich auch darum, wie man sie überwinden kann. Das o. g. ist wohl das, das sich am ausführlichsten mit den Ursachen auseinandersetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo KAnnja,
auf jeden Fall wünsche ich dir morgen viel Glück in der KLinik, ich hoffe die können die ersten Schritte unternehmen um dir zu helfen.
MAch dir um deinen Job nicht solche Gedanken, so schnell wird man nicht gefeuert und selbst wenn- du und dien Psyche gehst jetzt erstmal vor. Erst wenn es dir wieder gut geht hast du auch Kraft genug dich um dein weiteres Leben zu kümmern.
Drück dich mal ganz fest, ALles Gute
 

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