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Kein Leben mehr... ganz unten.

Muss das mit dem Callcenter evtl. noch etwas relativieren... Sitze in einem was nicht offiziell eines ist - also eines was offiziell zu 100% einem großen, eigentlich seriösen Konzern angehört. Zwar herrschen bei uns auch riesiger Druck und Stress seitens des Arbeitgebers, aber wenigstens mache ich seriösen Kunden-Support, keinen Verkauf und keine Vertragsabschlüsse etc. Leute am Telefon übers Ohr hauen zu, ihnen irgendeinen Mist andrehen zu müssen usw., wäre ein echter Alptraum für mich. So weit möchte ich wirklich nicht abrutschen. Zudem verdiene ich zwar sehr knapp aber im Vergleich zu richtigen Callcentern noch ein Stück besser. Zumindest muss ich nicht mit Hartz IV aufstocken. Soll heißen: Nach einer Therapie in ein RICHTIGES Callcenter gehen zu müssen, wäre so-zu-sagen noch ein Schritt vom Regen in die Traufe... also nochmal ein Abstieg. Somit könnte es für mich durchaus noch schlimmer kommen als jetzt, wenn ich jetzt aus meinem Job gefeuert werden würde...

Du bist in einem seriösen Call-Center beschäftigt, aber dennoch ist der Druck da. Wie wäre es, wenn Du das mit dem "Regen in die Traufe" umkehrst und Du bekämst den Job in Deiner Firma wieder oder einen vergleichbar guten bis besseren Job in einer anderen Company? Bei Krankheit muss der Arbeitgeber 6 Wochen Lohnfortzahlung leisten und im Anschluss bekommst Du Krankengeld, das höher als ALG I ist. Du bist während der Krankschreibung bis zu 18 Monaten unkündbar, soviel ich weiß. In dieser Zeit bekommst Du Krankengeld, voausgesetzt Du bist krank geschrieben. An ALG I oder ALG II ist noch weit Luft und der AG kann Dich nicht wegen Krankheit kündigen. Er muss eine gewisse Zeit (ich glaube an die 18 Monate) Deinen Arbeitsplatz freihalten. Zusätzlich darf der AG aufgrund Deiner Krankheit kein schlechtes Zeugnis ausstellen. Sofern der Fall eintritt, kannst Du den Arbeitgeber um ein besseres Zeugnis bitten, oder wenn er Deinen Wunsch dahingehend verweigert, bleibt Dir das Arbeitsgericht. Weitere Informationen findest Du ganz gewiss bei Mr./ Mrs.Google. Und, ganz wichtig: Gesundheit geht vor! Du hast ungeheuerlich viele Baustellen, die ich gelesen habe und puh, Du hast sehr viel mitgemacht. Arbeite daran, für Dich.

Edit: Krankengeld nur solange Dein befristeter Arbeitsvertrag läuft.
 
Hi Kannja,

ja, verstehen kann ich dich da schon sehr gut. Nur leider wird dir das nicht wirklich helfen.

Hier musst du dich ernsthaft fragen, ob du es auf einen kompletten Zusammenbruch ankommen lassen willst, oder ob du als heute erwachsene Frau versuchen solltest mit dem Verstand gegen das was dir als Kind antrainiert wurde, soweit anzukämpfen, dass du die nötige Hilfe dir angedeihen lassen kannst.

Ich finde es in jedem Fall gut, dass du wenigstens Medikamente bekommst. Wenn es nicht die richtigen sind, musst du halt in Absprache mit dem Arzt andere ausprobieren. Allerdings dauert es bei Antidepressiva immer erst ein paar Wochen, bis die erwünschte Wirkung eintritt.

Vielleicht fällt denen in der Krisenberatungsstelle ja noch was ein, wie du schnellstmöglich an einen guten und passenden Therapeuten kommen kannst. Gibt es evtl. eine Psychiatrische Klinik mit einer Klinikambulanz wo du hinkönntest?

Lass dich auf jeden Fall bei allen in Frage kommenden Therapeuten auf die Warteliste setzen. Manchmal wird ja auch etwas eher was frei. 😉

Alles Gute
Sisandra
 
Du bist in einem seriösen Call-Center beschäftigt, aber dennoch ist der Druck da. Wie wäre es, wenn Du das mit dem "Regen in die Traufe" umkehrst und Du bekämst den Job in Deiner Firma wieder oder einen vergleichbar guten bis besseren Job in einer anderen Company? Bei Krankheit muss der Arbeitgeber 6 Wochen Lohnfortzahlung leisten und im Anschluss bekommst Du Krankengeld, das höher als ALG I ist. Du bist während der Krankschreibung bis zu 18 Monaten unkündbar, soviel ich weiß. In dieser Zeit bekommst Du Krankengeld, voausgesetzt Du bist krank geschrieben. An ALG I oder ALG II ist noch weit Luft und der AG kann Dich nicht wegen Krankheit kündigen. Er muss eine gewisse Zeit (ich glaube an die 18 Monate) Deinen Arbeitsplatz freihalten. Zusätzlich darf der AG aufgrund Deiner Krankheit kein schlechtes Zeugnis ausstellen. Sofern der Fall eintritt, kannst Du den Arbeitgeber um ein besseres Zeugnis bitten, oder wenn er Deinen Wunsch dahingehend verweigert, bleibt Dir das Arbeitsgericht. Weitere Informationen findest Du ganz gewiss bei Mr./ Mrs.Google. Und, ganz wichtig: Gesundheit geht vor! Du hast ungeheuerlich viele Baustellen, die ich gelesen habe und puh, Du hast sehr viel mitgemacht. Arbeite daran, für Dich.

Edit: Krankengeld nur solange Dein befristeter Arbeitsvertrag läuft.

Oh, vielen Dank! Dass ich einen Kündigungsschutz habe solange ich krankgeschrieben wäre, wusste ich gar nicht! Das ändert natürlich schon etwas und würde mir ein wenig von der Angst nehmen. Muss man seinem Arbeitgeber eigentlich wahrheitsgemäß sagen, dass man PSYCHISCH erkrankt ist und deshalb in eine Klinik muss? Ich finde es ja selbst total blöd und traurig, aber leider werden psychische Erkrankungen doch immer noch sehr stigmatisiert...🙁

Ja, einen besseren Job in einer anderen Firma MÜSSTE ich mir auf jeden Fall suchen... nur bin ich derzeit nicht in der Lage dazu. Das klingt sicher total blöd und ich ärgere mich auch maßlos über mich selbst, dass ich all solche Dinge einfach nicht mehr gebacken bekomme... aber neben meiner Arbeit bin ich momentan nur noch komplett platt, ausgebrannt, müde und leer... ich schaffe daneben gar nichts mehr. Das ist es ja grade... :wein:


@Sisandra
Das mit den Wartelisten werde ich machen... dauert etwas, da die meisten Therapeuten nur einmal wöchentlich Telefonzeit haben, wie ich gesehen habe. Ob es hier so eine psychatrische Ambulanz gibt bzw. wie sowas überhaupt abliefe weiß ich ehrlich gesagt gar nicht... Auf jeden Fall lebe ich in einer Großstadt und hier gibt es unter anderem eine medizinische Hochschule die laut Google eine "Ambulanz" hat. Und Tageskliniken soll es laut meiner Hausärztin auch geben.... Ob man da allerdings einfach so kurzfristig aufgenommen werden kann, weiß ich nicht. Mir fehlt leider jegliche Erfahrung in diesen Dingen. Ich versuche jetzt mal etwas mehr per Internet herauszufinden und hoffe auf den Termin am Freitag, um dort vielleicht noch konkrete Tipps zu bekommen.
 
Muss man seinem Arbeitgeber eigentlich wahrheitsgemäß sagen, dass man PSYCHISCH erkrankt ist und deshalb in eine Klinik muss? Ich finde es ja selbst total blöd und traurig, aber leider werden psychische Erkrankungen doch immer noch sehr stigmatisiert...🙁

Nein, du musst deinem Arbeitgeber nicht sagen, dass du psychisch erkrankt bist. 🙂
 
Die ersten 6 Wochen wird es der AG nicht erfahren, Danach, wie ich es sah, kommen Atteste verschiedener Ärzte, in der die Krankheit des AN ersichtlich war. Was ist wichtiger als die eigene Gesundheit? Die Firma, die Kollegen, der Chef? Nein! Nimm Dich einfach wichtiger als Deine Arbeitswelt, als Deine Familie. Die Firma wird Dich entweder mit offenen Armen aufnehmen und nach der Genesung langsam integrieren oder schlimmstenfalls werden sie Dich fallen lassen. Der Kollege, übrigens, ist glücklich in seinem neuen Job!😉
 
Oh, das ist ja irgendwie krass wenn da so wenig Privatsphäre bzw. Schweigepflicht besteht... Nicht so sehr wegen der Vorgesetzten, ich glaube wenn nur die es wissen, wäre es nicht so schlimm. Aber wenn dann getratscht und es per "Stille Post" innerhalb der Firma weitererzählt wird... Wie gesagt, auch wenn ich und ihr sicher auch der Meinung sind, dass eine psychische Erkrankung nichts ist wofür man sich schämen muss - man hört leider täglich in der realen Welt wie abfällig über Betroffene geredet wird. 🙁

Das Problem daran wäre für mich, dass ich ja irgendwann - wenn ich idealerweise nicht wegen der Krankschreibung gekündigt werden sollte, nach einer stationären Therapie wieder in den Arbeitsalltag zurück müsste. Das stelle ich mir sowieso nicht ganz einfach vor... aber umso schwerer wenn die Kollegen dann auch noch hinter vorgehaltener Hand reden würden oder sich komisch verhalten.

Würdet Ihr es Eurem Chef und den Kollegen ehrlich sagen oder lieber eine andere Krankheit vorschieben?
 
Sorry, aber meine Krankheiten gehen Arbeitskollegen nichts an. Jede/r hat versteckte Höhlen, die Du nicht kennst.😉
Denke für dich und nicht in Schematas anderer. Nur Du kannst Dir helfen.
 
Kannja, dein Arbeitgeber darf bezügich deiner Erkrankung gar nichts weitergeben. Das fällt unter seine Fürsorgepflicht.
Und wenn du länger (weiß jetzt nicht genau wie lange länger) krankgeschrieben warst, bekommst du eine sogenannte Wiedereingliederung, was soviel bedeutet, dass du in den ersten Wochen nur wenige Stunden am Tag arbeitest und erst danach wieder voll einsteigst.

Getratscht wird wohl immer, aber das sollte dich kalt lassen. Erst einmal geht es darum, dass du wieder auf die Füße kommst. 🙂
 
Sorry, aber meine Krankheiten gehen Arbeitskollegen nichts an. Jede/r hat versteckte Höhlen, die Du nicht kennst.😉
Denke für dich und nicht in Schematas anderer. Nur Du kannst Dir helfen.

Sehe ich genauso. Es geht eigentlich niemanden etwas an und keiner dürfte etwas rumerzählen. Theoretisch.... meist ist es aber leider so, dass es reicht wenn einer die Wahrheit kennt, dann rutscht es ihm einer weiteren Person gegenüber heraus - und zack macht es im ganzen Kollegium die Runde... Deshalb ja meine Frage ob ich rechtlich gesehen meinem Arbeitgeber, also irgendwem dort, den wahren Grund meiner Krankschreibung nennen müsste.
 
Kannja, DU musst gar nichts. Es reicht, wenn du deinen Arbeitgeber anrufst und ihm mitteilst, dass du krank bist. Die Krankmeldung reichst du dann nach, das musst du ohnehin. 🙂

Mach dir nicht so viele Sorgen, kümmere dich darum, dass dir geholfen werden kann, denn du hast ja schon erkannt, dass du es diesmal alleine nicht schaffst.
 

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