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Katze langweilt sich offensichtlich, weiß nicht mehr weiter.

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Hallo,

ich habe zwei Katzen, beide 3 Jahre alt, beides Mädels. Die Zierlichere der zwei habe ich mit 4 Wochen aus schlechter Haltung geholt und mit der Flasche aufgezogen. Als sie 12 Wochen alt war, habe ich ihr eine gleichaltrige Freundin aus dem Tierschutz dazugeholt.

Leider mögen sich die beiden nicht unbedingt, sie liegen nie beeinander, putzen sich nicht gegenseitig und spielen auch nicht wirklich zusammen. Streit gibt es selten mal, die meiste Zeit gehen sie sich aus dem Weg.

Wir leben auf 85qm inkl. gesichertem Balkon. Die Zwei haben drei Kratzbäume, einen deckenhohen, einen 2m hohen und einen kleineren, etwa 1,20m hohen und alle werden auch gern und oft genutzt. Dazu zwei Spieltunnel, Sisalmäuse und Bällchen. Wir haben zwei große Fensterfronten, an denen sie oft sitzen und rausschauen.

Leider habe ich den Eindruck, dass vor allem die Kleinere (meine Handaufzucht) sich häufig langweilt. Sie streift oft ziellos in der Wohnung umher, ist aber auch nicht wirklich interessiert am Spielen. Das ist vielleicht 5 min interessant, wenn es irgendwo raschelt oder ich ihr was werfe und dann wars das.

Sie tut mir furchtbar leid, weil ich das Gefühl habe, dass sie gerne raus würde, aber das ist bei uns aus mehreren Gründen nicht möglich: Dritter Stock in Mehrfamilienhaus, vielbefahrene Straße direkt daneben und zudem ist sie Menschen gegenüber extrem gutmütig und vollkommen angstfrei. Sie lässt sich, wenn Besuch kommt, von jedem problemlos hochnehmen und ist zudem extrem neugierig und würde einfach überall reinlaufen.

Habt ihr irgendeine Idee, was ich noch tun könnte, um die Madame zu beschäftigen?
 

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Lalelu123

Namhaftes Mitglied
Wir hatten bis jetzt nur Freigänger. Ich finde Katzenhaltung nur in der Wohnung einfach nicht artgerecht.

Ob sich jetzt zwei Katzen verstehen, sich gegenseitig putzen usw. kann man nicht erzwingen, das hat auch nichts damit zu tun, ob sie aus dem gleichen Wurf sind, wie bei unseren Katzendamen damals. Jede Katze braucht einen Rückzugsort, sie haben ihren Lieblingsplatz und je nach Temperament brauchen sie Bespaßung.

Ich würde mich an deiner Stelle mal erkundigen, was es noch für Spielzeug gibt für Katzen, mechanisches oder ähnliches. Und dann einfach mal ausprobieren. Meine Katzen haben die Spielzeuge nicht interessiert, die fand nur im Haus die Bälle gut.
 

Johnny_B

Namhaftes Mitglied
Das ist vermutlich nicht die Idee, nach der du suchst, aber wäre ein neues Zuhause für die Katze eine Option für dich?
Wenn es dem Tier in der Wohnung so langweilig ist, dann wäre das meiner Meinung nach doch die richtige Entscheidung.

Ich kenne das von meiner Katze: Für die ist Spielzeug gerade mal 5 bis maximal 10 Minuten interessant und das auch nur, wenn ich dabei bin und mitspiele. Den Freigang braucht sie einfach, um sich auszupowern und an purer Wohnungshaltung würde sie wohl auf Dauer zugrunde gehen.

Wie das bei deiner Katze ist, ob ihr also vielleicht ausgiebige Lauf- und Klettermöglichkeiten an den Wänden reichen könnten, kannst nur du wissen.
 

Alopecia

Namhaftes Mitglied
1) meine erfahrung mit weiblichen katzen deckt sich mit deiner @ TE : die können miteinander oft nichts anfangen. mit katern (kastriert) habe ich bessere erfahrungen, aber gut - ist ja nun wie es ist. WENN Du überlegst dir ne dritte dazu zu holen, hol dir ein unkompliziertes männliches tier ausm tierheim - meine meinung basierend auf meiner erfahrung.

2)
Wir hatten bis jetzt nur Freigänger. Ich finde Katzenhaltung nur in der Wohnung einfach nicht artgerecht.
eher was allgemeines, dein beitrag dient nur als aufhänger :

sehr viele kommen bei dem argument "katzenhaltung nur wohnung" mit ' dies sei nicht artgerecht'.

tatsächlich ist aber freigang in der stadt genauso wenig artgerecht. katzen sind eher einzelgänger und jagen alleine. in einem recht großen revier. dieses haben sie innerhalb der städte absolut nicht, wodurch freigänger DAUERHAFT stress ausgesetzt sind, die sie bei normaler, artgerechter haltung (eine katze / ein eigenes revier) nicht hätten - weil fremde katzen in ihrem revier rumhampeln. ich wohne hier in ner ruhigen wohngegend und sehr viele haben freigänger. abseits davon, dass die kleinen selbst hier (alles zone 30) regelmässig überfahren werden, kriege ich den stress, den die draussen haben, hautnah mit, wenn sie sich mal wieder zoffen, was fast immer vorkommt (ich meine nicht die geräusche, wenn unkastrierte katzen miteinander loslegen).

wenn man mich also fragen würde, dann ist wohnungshaltung genauso "nicht artgerecht" wie freigang. die frage ist, was sich vereinbaren lässt mit den lebensumständen. wohnung nahe landstraße? freigang = verabschiede dich geistig schonmal von deiner katze. wohnung mit zig katzenbesitzern in der nachbarschaft = stress für die katze, kaum besser als wohnungshaltung, sofern die katze freitag NICHT gewohnt war vorher. war sie freigang gewohnt, kann man daraus natürlich eher schlecht ne wohnungskatze machen bzw nur auf freiwilliger basis (gemeint ist : katze will nicht mehr raus und bleibt lieber zumeist drinnen). wichtig bei reiner wohnungshaltung : katze nur in ausnahmefällen alleine halten (z.b. bei einer älteren, die nachgewiesen mit mitbewohnern nix anfangen kann)

nun mag es leute geben die sagen, ohne freigang eben keine katze, weil umstände dann nicht perfekt sind. da schüttele ich persönlich dann den kopf, denn lieber ein sehr schönes, liebevolles zuhause ohne freigang als GAR KEINES (!). auch viele kinder wachsen nicht in den perfekten lebensumständen auf (nicht im grünen, eltern wenig geld, nicht nur gesundes essen, etc pp) und trotzdem haben sie liebevolle eltern und sind froh, auf der welt zu sein. oder würde man menschen von kindern abraten, nur weil sie eben nicht die 100% umgebung bieten können?


Ob sich jetzt zwei Katzen verstehen, sich gegenseitig putzen usw. kann man nicht erzwingen, das hat auch nichts damit zu tun, ob sie aus dem gleichen Wurf sind, wie bei unseren Katzendamen damals. Jede Katze braucht einen Rückzugsort, sie haben ihren Lieblingsplatz und je nach Temperament brauchen sie Bespaßung.
100% korrekt. auch aus selbem wurf verstehen sich mädels oft nicht. ich würde IMMER männer wählen, wenn ich könnte, es sei denn es wären tierheimkatzen, wo der charakter (und das verstehen) schon bekannt ist.

ich kenne so gut wie keinen fall von komplizierten männlichen (kastrierten) katern, aber jede menge von mädels. ich schätze z.b. die mädels meiner freundin sehr, aber beide sind extrem kompliziert, genau wie meine. unsere kerle sind das genaue gegenteil und unkompliziert sein vater.

allgemein kann man sowas bestimmt nicht garantieren, aber auch in allen anderen mir bekannten katzenhaushalten verhält es sich ähnlich. männer sind "im groß" deutlich unkomplizierter -

ICH REDE VON KATZEN bzw KATERN! (nur nochmal angemerkt! :D)


Ich würde mich an deiner Stelle mal erkundigen, was es noch für Spielzeug gibt für Katzen, mechanisches oder ähnliches. Und dann einfach mal ausprobieren. Meine Katzen haben die Spielzeuge nicht interessiert, die fand nur im Haus die Bälle gut.
meine können mit spielzeug auch recht wenig anfangen. ausser federwedel, aber auch nicht lange.


liebe TE,
wenn die katze rumläuft ist das auch nicht zwingend ein zeichen für langweile. solange sie nicht anfängt sachen kaputt zu machen oder anders verhaltensauffällig zu werden, würde ich entspannt bleiben. ne dritte katze ist aber natürlich ne option, aber denke nicht, dass das unbedingt einfach wird. wenn überhaupt brauchst du, wie erwähnt, nen kerl ausm tierheim, welcher sehr unkompliziert ist im umgang. dann hast du ne chance, dass es klappt. aber ne garantie gibts nicht dafür, leider.
 

Findefuchs

Moderator
Teammitglied
Ich habe schon einmal mit sog. "Katzenpsychologen" zusammengearbeitet und mir hat man damals gesagt, dass das Thema Drittkatze so eine Sache ist. Man sollte dann bereit sein, unter Umständen eine vierte Katze aufzunehmen, falls die Konstellation sich dann so umkehrt, dass eine Katze von den dreien das fünfte Rad am Wagen wird. Drittkatzen werden manchmal gerne als "Puffer" hergenommen oder in der Hoffnung, eine Konstellation verbessert sich, obwohl man mit Verhaltenstraining schon die Zweierkonstellation ändern könnte.

Zuerst, dieses Bild von Katzen, die miteinander kuscheln und sich gegenseitig putzen, das muss nicht bei jedem Tier der Fall sein und ist auch kein Beleg dafür, wie gut oder schlecht Katzen sich wirklich miteinander verstehen. Das ist bei Katzen sehr individuell und nicht jede muss eine Schmusekatze sein. Auch muss es nicht immer so sein, dass Katze und Kater sich am besten verstehen - tatsächlich ist es so, dass Katze und Kater sich von ihrem Spielvorlieben und Spielverhalten öfters nicht so gut ergänzen: Die Kater (gerade die jungen) wollen oft raufen, haben dann halbstarkes Getue und die Katzen spielen oft lieber Fangen, Verstecken usw. Ich will hier niemanden seine Erfahrungen absprechen, nur sagen, dass das sehr individuell sein kann und keine optimale Konstellation sein muss, dass Katze und Kater zusammenleben. Bei meinen war es z. B. so, dass meine Katze und mein Kater sich oft gestritten haben, weli das Spielverhalten so unterschiedlich war: Mein Kater will raufen und kloppen, meine Katze war viel zarter gebaut und wollte lieber nicht die wilde Klopperei haben.

Ich würde mir mal genauer ansehen, WAS besagter Katze, die sich so sehr langweilt, genau Spaß macht. Unter Katzen gibt es auch verschiedene Spieletypen: Der eine braucht viel Action und körperliche Auslastung, der andere freut sich über Denkspiele zum Tüfteln usw. Katzen sind von Natur aus sehr neugierig und Entdeckernaturen. Dies ist so, weil die Neugierde und das Beobachten ihnen instinktiv dabei helfen dazuzulernen. Deswegen probiere mal andere Wege aus, um deine Katze zu beschäftigen:
  • Kauf einen Rascheltunnel oder diese Cube-Würfel, die man zu Stationen zusammenfalten kann. Wichtig ist, dass man solche Spielzeuge immer mal wieder für längere Zeit wegräumt, damit sie spannend bleiben.
  • Befasse dich mit dem Thema "Catwalk" und dass du für deine Katzen weitere Ebenen in deiner Wohnung bauen kannst, schon mit wenigen Brettern und Klettermöglichkeiten oder Regalen als Erweiterung. Das tolle ist, dass diese Ebene uns Menschen gar nicht tangiert oder Platz wegnimmt, weil sie über uns stattfindet. Es gibt tolle Vorschläge, Turtorials und Ideen im Internet. Dort kann man sich auch fertige Modelle bestellen, die man nur noch installieren muss.
  • Rückzugsmöglichkeiten an verschiedenen Orten sind für Katzen sehr wichtig, besonders wenn es mehrere sind. Jede Katze sollte unabhängig zur anderen die Möglichkeit haben, sich verkriechen und zurückziehen zu können. (Z. B. in Höhlen oder versteckten Ecken)
  • Befasse dich mal mit Clickertraining. Das kannst du auch zum Verhaltenstraining und die Erziehung verwenden. Clickertraining verbessert auch die Kommunikation zwischen Mensch und Tier. Und lastet Katzen vom Köpfchen her aus. Anfangs reichen wirklich nur kurze Trainingseinheiten von wenigen Minuten.
  • Versuche mal Fummelbretter, Futterbälle und Denkspielzeuge auszuprobieren. Gerade Fummelbretter mögen viele Katzen. Du kannst sie auch selbst basteln. Deine Katze hat Denkarbeit und auch die Motorik wird dabei gefördert.
  • Lass deine Katze für Leckerlies arbeiten und fördere ihre Neugierde: Verstecke Leckerlie an verschiedenen Orten in der Wohnung. Wickele sie in eine Klopapierrolle ein (also der Karton, der übrig bleibt) und lass die bearbeiten. Nimm besagten Futterball her oder das Fummelbrett.
  • Auch innerhalb von Spielzeugen haben Katzen ihre Favoriten: Die eine mag Federn total gerne, kann aber nichts mit Spielangeln anfangen. Und wiederum eine andere mag Bälle sehr gerne usw. Wichtig kann auch sein, Spielzeug immer mal wieder wegzupacken und auszutauschen, damit es interessant bleibt.
Dann beobachte mal genauer, wie deine Katzen miteinander umgehen. Ich sage es mal so: Solange sie nicht Klomobbing betreiben, sich gegenseitig angreifen oder dem anderen aggressiv Futter und Rückzugsorte verweigern, ist die Lage nicht sooo schlimm. Wenn sie verschiedene Spieltypen sind, muss man auch einfach schauen, wie man sie zusammenbringt. Oft ist es so, wenn der gelangweiltere Part von beiden mehr ausgelastet wird, dass die Beziehung sich mehr entspannt.

Ich möchte auch den Punkt mit reinnehmen in die Überlegungen, dass deine besagte Katze, die sich langweilt, eine Handaufzucht ist. Sie ist somit von kleinauf sehr viel mehr an Menschen gewöhnt und verbindet diese eben mit der Aufzucht. Von den Wochen 9 bis 12 lernen Katzen oft noch viele wichtige Skills von ihren Müttern im Bezug auf Sozialverhalten und Körpersprache. Katzen, die sehr früh von der Mutter wegkamen und dann auch keine erwachsenen Katzen in ihrer Kittenzeit hatten, die diese Aufgabe übernehmen, haben manchmal ein anderes Verständnis für Kommunikation und Umgang mit Artgenossen. Das ist kein Vorwurf an dich - du hast da etwas wunderbares und wichtiges geleistet und ohne dich wäre die Katze vermutlich nicht mal mehr am Leben - sondern der Hinweis, dass es auch einfach an "Kommunikationsschwierigkeiten" liegen kann und nicht, dass deine Katzen sich nicht mögen. Manchmal haben Katzen, die von Hand aufgezogen wurden, eine ausgeprägtere Fixierung auf Menschen, die auch beim Spielverhalten zum Tragen kommt. Weil sie das Spielen mit den Geschwistern nicht von kleinauf kennengelernt haben. (Auch wenn du mit 12 Wochen eine weitere Katze dazugeholt hast) Das kann also auch mit reinspielen (muss es aber nicht, weil das von Einzelfall sehr verschieden sein kann). Aber auch hier kann man dann als Mensch unterstützend eingreifen und was machen.
 

Lalelu123

Namhaftes Mitglied
Katzen lassen sich nicht trainieren. Die reagieren ganz individuell. Wir hatten damals auch so den Gedanken, das wäre so schön, wenn die Katzen wie als Kätzchen zusammen spielen, sich putzen, kuscheln und aneinander geschmiegt schlafen. Nichts davon. Die Damen gingen sich aus dem Weg und die dominantere von beiden hat schon mal die andere verjagt (schönerer Schoß schon besetzt).

Mit Spielzeug konnten sie was anfangen oder nicht. Das teure hat sie nicht interessiert, die haben lieber mit einem tischtennisball gespielt oder ähnlichem.
 

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