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Kann man jemanden quasi 'zwangseinweisen'?

B

_BabyMiss_

Gast
Hallo!

Ich habe seit 2 Jahren das Problem, dass der neue Partner meiner Mutter ein starker Alkoholiker ist und sie seitdem auch oft zu viel trinkt.

Er hat meine ganze Familie zerstört....und ich muss wirklich sagen, dass er mir kein bisschen leid tut mit dem Benehmen, was er an den Tag legt.

Er schreit meine Mutter an, schreit meine Brüder an, bschimpft sie. Hat meine Mutter sogar schonmal geschubst und gebissen (was'n Idiot! -.-) und wegen ihm musste das Ja quasi meine ganze Familie aufwühlen und vieles ist kaputt gegangen.

Aber man muss sagen, dass meine Mutter einfach zu dumm und zu naiv ist und viel zu große Angst vor'm 'allein' sein hat, um ihm den Laufpass zu geben.

Ich ziehe zwar im nächsten Jahr aus (wann genau steht nicht fest)....aber ich möchte meine Brüder eigtl nicht in solch einem Umfeld lassen. Ich habe schon einen Onkel und meinen Vater durch Suizid verloren, weil sie Depressionen (scheinbar) durch ihre Kindheit hatten. Ich glaube nicht, dass ich sowas nochmal durchstehe. -.- :(

Deswegen frage ich mich ernsthaft ob man solche Menschen denn nicht irgendwie quasi 'zwangs einweisen' kann oder so.

Denn er schadet nicht nur sich und seiner Gesundheit, sondern uns allen. Und vorallem meinen Brüdern.

Und jetzt wird die JA-Hilfe für meinen kleinen Bruder auch noch beendet. Weil die da keinen bedarf mehr sehen.....ähm bitte??!! Ö.ö

Ich meine, der 18 Jährige muss selbst wissen, was er tut.....aber der 14 Jährige kann nunmal nichts machen.

Weiß da jemand was??

LG, _BabyMiss_
 

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Q

*quasi*

Gast
Wenn er eine Bedrohung für sich und andere darstellt, kann man dies veranlassen. Leider sind solche Situationen oft "Grenzfälle" - aber du könntest dir Rat und Hilfe vom sozialpsychiatrischen Dienst deiner Stadt holen (zu erfragen über das Gesundheitsamt). Wenn du den Fall dort meldest, sind die auf jeden Fall erst einmal verpflichtet zu kommen und zu schauen, was anliegt. Und ggf. veranlassen sie schon alles weitere.
Viel Bewahrung und Kraft wünsche ich dir! quasimodo
 
B

_BabyMiss_

Gast
Wenn er eine Bedrohung für sich und andere darstellt, kann man dies veranlassen. Leider sind solche Situationen oft "Grenzfälle" - aber du könntest dir Rat und Hilfe vom sozialpsychiatrischen Dienst deiner Stadt holen (zu erfragen über das Gesundheitsamt). Wenn du den Fall dort meldest, sind die auf jeden Fall erst einmal verpflichtet zu kommen und zu schauen, was anliegt. Und ggf. veranlassen sie schon alles weitere.
Viel Bewahrung und Kraft wünsche ich dir! quasimodo
Kann man das auch anonym machen?
Naja....das hört sich ja erstmal nicht schlecht an. Ich werd mich da mal informieren. =) danke
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
....aber ich möchte meine Brüder eigtl nicht in solch einem Umfeld lassen.
Hallo BabyMiss,
ich finde es beachtenswert, dass du dir diese Gedanken machst und diese Fürsorge zeigst. Es könnte nur sein, dass du in dieser Sache nicht sehr viel ausrichten kannst, weil keine Straftat vorliegt und die "Gefährdung" einfach viel zu normal ist und dann große Alkoholikercamps eingerichtet werden müssten. Trotzdem würde ich an deiner Stelle ein Gespräch mit dem JA suchen und um Diskretion bitten. Dort weiß man sicher auch, ob es Rechtsmittel gibt, die sinnvoll sind. Vielleicht fällt dort jemand etwas ein, wie wenigstens deine Brüder ein anderes Zuhause (zeitweise, bis deine Mutter zur Vernunft kommt?) bekommen können - vielleicht mit dir zusammen? Versuchen würde ich es. Ansonsten drücke ich dir und euch die Daumen, dass ihr die Zeit noch durchsteht oder einen Weg findet, mit der Situation irgendwie klar zu kommen. Sie wird auch auf jeden Fall auch stark machen, da bin ich recht sicher.
Alles Gute!
Werner
 
B

_BabyMiss_

Gast
Hallo BabyMiss,
ich finde es beachtenswert, dass du dir diese Gedanken machst und diese Fürsorge zeigst. Es könnte nur sein, dass du in dieser Sache nicht sehr viel ausrichten kannst, weil keine Straftat vorliegt und die "Gefährdung" einfach viel zu normal ist und dann große Alkoholikercamps eingerichtet werden müssten. Trotzdem würde ich an deiner Stelle ein Gespräch mit dem JA suchen und um Diskretion bitten. Dort weiß man sicher auch, ob es Rechtsmittel gibt, die sinnvoll sind. Vielleicht fällt dort jemand etwas ein, wie wenigstens deine Brüder ein anderes Zuhause (zeitweise, bis deine Mutter zur Vernunft kommt?) bekommen können - vielleicht mit dir zusammen? Versuchen würde ich es. Ansonsten drücke ich dir und euch die Daumen, dass ihr die Zeit noch durchsteht oder einen Weg findet, mit der Situation irgendwie klar zu kommen. Sie wird auch auf jeden Fall auch stark machen, da bin ich recht sicher.
Alles Gute!
Werner
Hallo Werner!

Naja, ich kenne meine Familie ja auch so wie sie vorher war. Und daher muss ich mich echt zurück halten, dass ich auf diesen mann nicht einen TOTALEN Hass entwickel.
Auf der einen Seite tut mir so ein armseeliger Dummkopf leid. -.- Auf der anderen Seite könnte ich Tage, nein Wochen am Stück kotzen, wenn ich daran denke, wie viele Leben er bisher schon mit zerstört hat.
Alleine meine Gesundheit hat darunter sehr gelitten.
Ich möchte nicht, dass meine Brüder auch mal so enden. Bei meiner Mutter tut es mir zwar auch im herzen weh, aber der kann man so scheinbar nicht helfen. -.-
Ganz ehrlich habe ich schon oft gehofft, dass er von seinen monatlichen Alkoholschocks (hat Epylepsie) mal nicht mehr wieder kommt. Hört sich böse an.....aber alleine 2 Tage ohne ihn und man fühlt sich wie ein neuer Mensch.

Das Jugendamt *schmunzel*. Die sind wirklich witzig, muss ich sagen. ^^

Sind seid 2 Jahren bei uns gewesen und seid einem halben Jahr nur noch eine (neue) Betreuerin nur bei dem 14 Jährigen Bruder. Die haben auch nur irgendwas gespielt und Eis gegessen oder so.
Und jetzt soll die Maßnahme beendet werden.
Das kann ich einfach nicht fassen!
Es kommen immernoch Beschwerden über die beiden Alkis beim JA an und sauffen tuen sie beide noch. Auch wenn meine Mutter nicht SOO schlimm.

Aber das find eich echt toll..... wär ja mit Arbeit verbunden. -.-
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Echt traurig, stimmt. Gibt es keine Verwandten, zu denen ihr ziehen könntet und die die Pflegschaft für euch beantragen?

Vielleicht auch mal beim Vorgesetzten des Sachbearbeiters auf dem Jugendamt den Fall schriftlich (!) schildern und wegen Kindeswohlgefährdung vorstellig werden; zur Not über einen Rechtsanwalt.

Ich weiß, dass dir das nicht leicht fallen wird, gegen die eigene Mutter so etwas zu machen. Aber vielleicht bringt es sie zur Vernunft und sie trennt sich von diesem Mann und vom Alkohol oder beide machen eine Entziehungskur. Es soll auch ab und zu Wunder geben.

Wenn nichts anderes geht würde ich an deiner Stelle so oft es geht mit deinen Brüdern darüber sprechen, wie ihr gemeinsam die Situation durchsteht, bis ihr ausziehen könnt - und nach Wegen dahin suchen.
 
B

_BabyMiss_

Gast
Ich werd nochmal versuchen die Situation bei meinem Sachbearbeiter an zu sprechen. Und wenn der da nichts sagt/macht, werd ich mich schriftlich an den Vorgesetzten wenden. Ich habe ja im Moment auch mit einer etwas doofen Sachbearbeiterin zu tun. :rolleyes:

Ich wohne ja nun shcon mit meinem Verlobten in einer abgetrennten Wohnung unter denen im Haus.
Und bis wir was Neues gefunden haben, ist es für uns nicht so dramatisch. Wir bekommen ja eigtl nichts mit. ;)
Mein kleinster Bruder kommt am Wochenende immer zu uns und isst auch bei uns mit.

Ich habe ihm auch gesagt (dem anderen natürlich auch;) ), dass sie auch wenn wir wo anders wohnen, jeder Zeit vorbei kommen können.
Der Sachbearbeiter sagte letztens zu mir ''Wenn deine Brüder nicht schon so 'groß' wären, dann wären sie deiner Mutter sachon längst weg genommen worden.'' Na toll! Ö.ö
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Genau, mach das so!
Finde ich gut, dass du deinen Brüdern einen Unterschlupf anbietest - das kann langfristig viel gut machen.
Alles Gute,
Werner
 

Suffer_soul

Neues Mitglied
Naja fakt ist ja,das es nichts hilft ihn einweisen zu lassen,der "Fehler"liegt ja bei deiner Mutter.
Ich finde es unverantwortlich als Mutter,den Kindern sowas zuzumuten,solang sie nicht in der lage sind ihren eigenen Weg zu gehen,danach kann sie sich ja behandeln lassen wie sie meint,das sie muss,denn allein ist sie ja nicht,hat ja noch die Kinder.
Ich denke man sollte da eher an sie ran gehen,denn sie scheint ja eine gewisse co-abhängigkeit entwickelt zu haben.
Aber an sich ist sie,als Sorgeberechtigte dafür zuständig ihre Kinder zu schützen und immerhin hat sie das Übel ja "angeschleppt"
Hast du ihr mal gesagt,dass man ihr die Kinder weggenommen hätte,wenn sie nicht schon so alt wären? (eigentlich mal garkein grund:mad:)
Vielleicht solltest du auf die Problematik nochmal hinweisen,also das mit den Selbstmorden,dass das für die Jungs ja auch traumatisierend war und der Typ da sicher nicht hilft (außer es schlimmer zu machen)
Und ich meine irgendwann willst du ja mit deinem Mann ne eigene Familie,und immerhin sollten die Jungs ja auch irgendwann eigenverantwortlich sein,eure Mutter lebt das ja im Moment wohl leider nicht vor...

Auf alle Fälle wünsch ich euch viel Glück und Durchhaltevermögen

LG
 
B

_BabyMiss_

Gast
Naja fakt ist ja,das es nichts hilft ihn einweisen zu lassen,der "Fehler"liegt ja bei deiner Mutter.
Ich finde es unverantwortlich als Mutter,den Kindern sowas zuzumuten,solang sie nicht in der lage sind ihren eigenen Weg zu gehen,danach kann sie sich ja behandeln lassen wie sie meint,das sie muss,denn allein ist sie ja nicht,hat ja noch die Kinder.
Ich denke man sollte da eher an sie ran gehen,denn sie scheint ja eine gewisse co-abhängigkeit entwickelt zu haben.
Aber an sich ist sie,als Sorgeberechtigte dafür zuständig ihre Kinder zu schützen und immerhin hat sie das Übel ja "angeschleppt"
Hast du ihr mal gesagt,dass man ihr die Kinder weggenommen hätte,wenn sie nicht schon so alt wären? (eigentlich mal garkein grund:mad:)
Vielleicht solltest du auf die Problematik nochmal hinweisen,also das mit den Selbstmorden,dass das für die Jungs ja auch traumatisierend war und der Typ da sicher nicht hilft (außer es schlimmer zu machen)
Und ich meine irgendwann willst du ja mit deinem Mann ne eigene Familie,und immerhin sollten die Jungs ja auch irgendwann eigenverantwortlich sein,eure Mutter lebt das ja im Moment wohl leider nicht vor...

Auf alle Fälle wünsch ich euch viel Glück und Durchhaltevermögen

LG
Ja, der 'Fehler' liegt bei meiner Mutter.
Aber leider sieht sie das nicht ein. Sie bemittleidet sich selbst für ihr bisheriges Leben und dass sie ja immer 'die Böse' sei und der Kerl unterstützt sie dabei natürlich auch noch.
Früher waren sie und ich ein Kopf und ein A****. ;) Sie war nciht nur meine Mutter, sondern auch meine beste Freundin.
Heute kann ich leider nicht einmal behaupten, dass sie noch eine richtige Mutter ist.

Ich hatte ihr schon alles mögliche angeboten. z.B. auch, dass ER auszieht.....sie muss sich ja nicht trennen (besser wärs natürlich). Und dass sie sich therapieren lässt.
Oder dass sie eben einen Entzug+Therapie macht und die Jungs eben so lange wo anders unter kommen. Als Mutter muss man eben auch sehen, wenn es besser für die Kinder ist, nicht bei einem zu sein.

Ich hab sie angefleht, angeschriehen, mit ihr diskutiert, heulend vor ihr gesessen und war einfach nur noch verzweifelt. Aber sie hat ihr Hirn wohl schon vollkommen weggesoffen. -.-

Aber anstatt das JA das gut heißt, dass meine Brüder immer zu mir kommen können, sehen sie das negativ. Sie meinen, dass mich das zurück wirft und dass das net normal ist, wenn mein Bruder jedes Wochenende bei mir ist.
Soll ich ihn denn vor der Tür stehen lassen? Soll ich ihm sagen: 'Du wohnst oben!' wenn er wieder mal erzählt, dass es abends nichts zu essen gibt!?
Sowas fasse ich nicht! -.-
 

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