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Jugendpsychatrie: Fragen & Ängste

anonymous.

Neues Mitglied
Hei liebe Community.
Ich bin 17 Jahre alt und muss ab Montag für einige Monate aufgrund von Depressionen, Zwangs-Ängsten, Anpassunsstörrung und Aufarbeitung der Vergangenheit freiwillig die Kinder- und Jugendpsychatrie aufsuchen.
Dort werde ich die älteste Patietin sein. Ich bin relativ starker Raucher und werde aus Kulanz dort ein paar Zigaretten rauchen dürfen. Es gelten die allgemeinein Regeln. (Handy nur 15 min am Tag usw.) Mir ist bewusst das die Regeln von Klinik - zu - Klinik variieren können.
Ich habe entgegengesetzt der Regeln vor, in einen Teddybär einen Schlitz zu schneiden um ein zweit Handy zu haben um mit meinem Freund in Kontakt zu bleiben. (Mir selbst ist bewusst das die Regeln nicht unnütz sind und gewiss einen Sinn haben) Das Problem, weshalb ich das Handy haben möchte ist folgendes: Mein Freund und ich sind seit weit über 2 Jahren zusammen, wohnen zusammen mit meiner Mutter und schlafen seit über einem Jahr jede Nacht gemeinsam ein. WIE ZUM TEUFEL SOLL ICH MICH VON NULL AUF 100 DARAUF EINSTELLEN ALLEINE ZU SEIN?
Es klingt übertrieben und mir ist bewusst das ich dort weitere Patienten und geschultes Personal um mich habe, dennoch ist mir jetzt bereits klar dass ich einen Solo Auftritt hinlegen werde.
Ich hab echt Schiss dort eingesperrt zu sein. Es ist keine geschlossene Psychatrie, ich leide nicht unter Selbstverletzungen. Außerdem habe ich Angst dass die kleinen Girlys von 12/13 Jahren in ihrer pupatären Phase mir Probleme bereiten, da es mir ja "nicht schlecht geht, weil ich mich ja nicht ritze etc.".
Ich bin leicht reizbar und genervt. Ich habe Angst das mir dort jemand so auf den Zeiger geht, dass ich explodiere.

Kann mir jemand meine Ängste davor nehmen?
Lieben Dank, schon einmal im Vorraus. :)
 

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Gast

Gast
Alles was einen im Leben passiert hat einen Sinn.

Ich verstehe deine Ängste, wenn man plötzlich "allein" ohne Freund leben soll, oder schlafen,nach so langer Zeit , macht man sich Gedanken. Leider ist das Leben doch so, das man sich immer mal wieder trennen muss. Man wird ja auch als Einzelperson geboren,hat schon Sinn, das man dann auch allein für sich klar kommt und nicht immer ein Doppelpack ist.

Sehe es mal als Chance, nun zu lernen ohne deinen Freund klar zu kommen. Nächte sind Nächte,darin schläft man und erholt sich. Und dazu brauchst du nicht nbedingt deinen Freund . :) Versuche doch abends Entsapnnungmusik über KOpfhörer zu hören...wenn das erlaubt ist,mitzunehmen?
Oder ihr beide schriebt euch zu Haus ein kleinen Gutenacht Brief und gebt ihn euch gegenseitig. Dann kann den jeder von anderen lesen und mit einen lächeln auf den Lippen einschlafen.

Doch hey, weisst du was ich sofrot dachte, vielleicht gehen die Girlies dir garnicht auf die nerven,sondern sie unterhalten dich und bringen dich auf andere Gedanken?
Steck dir in deinen Teddy ein süßes Bild deines Freundes und leg es zum schlafen auf dein Kopfkissen, so ist er immer da.
 

Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Lass das mit dem Teddy...das bringt Dir nur Ärger. Ich denke auch Dein Freund würde das nicht wollen, denn die Regel dient vor allem dazu: Deine Heilung zu beschleunigen. Um gesund zu werden, ist es manchmal nötig, komplett aus dem alten Leben rauszugehen und einfach frei für neues zu sein. Dazu gehört auch, dass Du eben das Handy aus lässt.
Außerdem kannst Du sonst Ärger bekommen und rausfliegen. Also das ist es nicht wert.
Lass Dich mal drauf ein, völlig frei zu sein. Das ist gut für die Heilung!
Ein Teddy ist ok, aber ohne Handy. Glaub mir- die erwischen Dich doch, denn die kennen alle Tricks.
 
G

Gast

Gast
Es klingt übertrieben und mir ist bewusst das ich dort weitere Patienten und geschultes Personal um mich habe, dennoch ist mir jetzt bereits klar dass ich einen Solo Auftritt hinlegen werde.
Ich hab echt Schiss dort eingesperrt zu sein. Ich bin leicht reizbar und genervt. Ich habe Angst das mir dort jemand so auf den Zeiger geht, dass ich explodiere.

Kann mir jemand meine Ängste davor nehmen?
Ich arbeite in so einer Einrichtung mit Jugendlichen.
Was für Ängste , wir sollten die andern vor dir warnen !
Das mit dem Solo Auftritt schmink dir mal ab.
Das ist keine Theaterbühne, da sind Menschen mit unterschiedlichen Problemen, wie du.
Ist eine Chance was für dich zu tun, da passiert nichts was du nicht willst.
Gibt aber auch Pflichten, willst du unabhängig werden und dein späteres Leben selbst bestimmt führen ist das nötig.
Und ausrasten bringt nichts, grad die sich für besonders Stark und überlegen halten, in der Klinik bist du im geschützten Rahmen, da kann dir nichts geschehen.
Aber du willst ja auch nachher im echten Leben wieder, ja , was denn eigentlich.....ohne Angst selbst bestimmt leben ?
Du weißt was mit Fremd- oder sich selbst gefährdenden psychisch Kranken passieren kann durch richterlichen Entscheid?
Was ist dein Ziel?
 

anonymous.

Neues Mitglied
"Was für Ängste , wir sollten die andern vor dir warnen !
Das mit dem Solo Auftritt schmink dir mal ab.
Das ist keine Theaterbühne, da sind Menschen mit unterschiedlichen Problemen, wie du."




Ernsthaft? Vor mir warnen?? Ich bin kein Mörder, der, wenn es im zu viel wird wild durch die Zimmer spatziert undwahrlos alle umbringt oder zusammenschlägt!!!!!!! Ich denke einfach nur, dass ich, mit den ganzen Regeln, die ich auch nicht gewohnt bin nicht sofort klar kommen werde. Mein Gott.... Danke... Dieser Zuspruch hier..
 

Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Naja, dass Du an diese Regeln nicht gewohnt bist...da kannst Du das ganze echt als Gelegenheit sehen: Neues zu lernen und auch neue Seiten an Dir zu entdecken.
Außerdem: Sooo schwer sind diese Regeln auch nicht einzuhalten: Man verlangt da nichts ungewöhnliches. Ich denke, das stellst Du Dir zu schlimm vor. Das sind keine besonders abgefahrenen Regeln. Das wird nichts so schwer einzuhalten.
Lass es mal auf dich zukommen!
 
Ich rate dir ganz ehrlich von der Psychatrie ab, aufgrund persönlicher Erfahrung.

Nach der Scheidung meiner Eltern musste ich die Schule wechseln und wurde in der neuen Schule gemobbt, weil ich nun in der Sozialhilfe lebte.
Ich war in der Psychatrie wegen angeblicher "Schulangst", da ich gemobbt wurde. Ich wollte immer nur die Schule wechseln, was nicht geklappt hat. Wurde dann zum Schulpsychologen geschickt und der sagte ich hatte Schulangst.

6 Monate Therapie, gebracht hat es nichts.

Nach keine 2 Wochen meinte man, man müsste mich auf Medikamente setzen, ich wollte es nicht, mein Vater wurde gezwungen es zu unterschreiben, da sonst mit Jugendamt gedroht wurde.

Ich nahm ohnehin schon Ritalin, weil ich meiner Mutter "zu aktiv" war. Das wurde erhöht und ich bekam noch Risperidon, wegen angeblichen Autismus. Ich war total zugedröhnt, habe alles nicht mehr richtig wahrgenommen.

Das nächste war, man wollte mir einen Waschzwang aufdrängen, weil ich gerne ausgiebig Dusche, da ich mich dort entspannen kann. Jedes mal wenn ich aufs Klo musste, wurde ich beobachtet.

Ich war froh als ich draußen war, als die merkten, dass es nix gebracht hat, durfte ich die Schule wechseln. Ich wählte eine Dorfschule auf dem Land. Es klappte. Ich hatte wieder Freunde und bin gut mit der Klasse klargekommen. Die Medikamente hab ich auf eigene Faust abgesetzt. Ja, danach ging es mir wieder gut :)
Zumindest bis ich den ersten Kontakt mit dem Arbeitsamt hatte und wieder umziehen musste, da es auf dem Land keinen Job gab...

Ich hatte / habe ähnliche Probleme mit du.

Vergangenheitsbewältigung? Kann man auch selber machen, am besten mit dem besten Freund, viel Reden und nachdenken hilft definitiv!

Zwangs-Ängste. Was sind den deine Zwänge? Ergründe die Ursachen, überlege dir, warum genau es auftritt. Ängste können oft auch durchs Umfeld begünstigt sein.

Depressionen sind oft berechtigt und absolut menschlich. Läuft der Job nicht oder hat man Ärger in der Partnerschaft oder kein Geld, so ist das absolut normal und nicht behandlungsbedürftig. Wird die Situation besser, so gehts dir besser. Sorgen würde ich mir nur machen, wenn du alles hast und es dir eigentlich Prima geht und du denkst "boah, ist das leben scheiße".
Ich habe auch oft schlechte Laune, das liegt aber daran, dass ich oft über die kapitalistische Welt und die Ausbeutung der 3.ten Welt nachdenke, was aber absolut berechtigt ist.

Anpassungsstörungen? Modekrankheit! Sei so wie du bist! Das Leben besteht nicht aus Anpassen an den Chef, an unsere Konsumgesellschaft und westliche Werte (die im Endeffekt für die Mülltonne sind). Sei du, sag was dir nicht passt. Renne nicht jedem Modetrend oder Gesellschaftstrend hinterher. Wichtig ist nur, dass du es im Job nicht übertreibst, deine Arbeit brauchst du, um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Gehst du in die Psychiatrie, wird man dir zu 100% sagen du brauchst Medikamente, das ist ein Riesen Geschäft. Und man wird immer mehr Krankheiten feststellen.

Ich hätte angeblich über 10 psychische Krankheiten und müsste 5 Psychopharmaka nehmen. Sonst würde ich angeblich Suizid begehen. Blablabla. Ich nehme gar nix und mir geht es psychisch gut. Habe einen Schulabschluss und eine Lehre gemacht, hat wunderbar funktioniert. Achso und ich lebe noch ;-) Ich bin in einigen Gesellschaftskritischen Gruppen und weiß nun, woher meine "Probleme" kommen. Vieles was man als Problem erzählt bekommt ist kein Problem, sondern nur der Wille der Gesellschaft, dass du dich so und so verhälst...

Momentan bin ich wieder in einem gesellschaftlichen Tief, da ich körperlich nicht so fit bin und meinen Werkstattberuf aufgeben musste und nun körperlich arbeiten soll, was ich nicht kann und dareingedrängt werde. Aber dafür finde ich auch wieder eine angenehme Lösung ;-)

Also Kopf hoch! Und stelle dich deinen Problemen alleine. Suche gleichgesinnte und Selbsthilfegruppen.

Hier noch eine Doku:

https://www.youtube.com/watch?v=kWwn6zznwkE
 
G

Gast

Gast
Ich rate dir ganz ehrlich von der Psychatrie ab, aufgrund persönlicher Erfahrung.

[/url]
Würdest du auch keinen Führerschein machen, weil der ( abrät ) durchfallen ist bei der Prüfung ??
Lasse dich nicht verunsichern von Menschen dir Ihren Platz und Weg nicht gefunden haben im Leben.
Die sollten nicht Vorbild sein für deine Zukunft, die selbst versagt haben....
Und mach da nicht den dicken Max in der Einrichtung, geht um dich, wenn du nicht willst, ist es dein Verlust...
Sei ehrlich mit dir selbst, was du jetzt verbockst, stellt dir immer wieder ein Bein im Leben.
Noch kannst du selbst Entscheiden, nutze deine Freiheit, Türen die nicht mehr zu öffnen sind, fallen schneller zu, als dir lieb ist.
Dabei meine ich mit ( Türen ) deine Chance, selbst bestimmt dein Leben zu führen...
Irgendwann gibt es selbst Hausverbot in der K.... , Eltern Tod, was dann?
 
Moin,

Würdest du auch keinen Führerschein machen, weil der ( abrät ) durchfallen ist bei der Prüfung ??
Lasse dich nicht verunsichern von Menschen dir Ihren Platz und Weg nicht gefunden haben im Leben.
Die sollten nicht Vorbild sein für deine Zukunft, die selbst versagt haben....
Sagt der, der sich nicht traut mit seinem Nicknamen zu posten, sondern anonym postet :)

Der persönliche Angriff hätte nicht sein müssen. Es war meine persönliche Meinung und Erfahrung. Die Entscheidung liegt letztendlich beim TE.

Es gibt viele Opfer der Psychatrie, das beste Beispiel ist Christel Mollath.
Und alleine bin ich nicht mit meiner Erfahrung, hier kannst du dir ja ein Bild darüber machen: https://www.google.de/search?q=opfe...lLTVqWUGKK_ywOpqoPICw#q=opfer+der+psychiatrie

Gruß
 

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