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Jobwechsel in der derzeitigen Corona-Krise?

Abenteurer

Mitglied
Hallo zusammen,

ich arbeite derzeit in einem Krankenhaus-Labor, dessen Labor jedoch privatisiert wurde.
Schon vor der Krise war ich immer wieder am überlegen meinen Job zu wechseln. Zurück in den öffentlichen Dienst.

Bevor ich mich intensiver mit dem Thema beschäftige, wollte ich hier einige Frage in den Raum stellen:

Würdet Ihr an meiner Stelle in der derzeitige Lage den Job wechseln?

Gut, ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag, verdiene als Single mit WE-Dienste 1,9 -2,0 netto und bin somit nicht von der Krise betroffen.
Andererseits würde ich im ÖVD 200-300 Euro mehr verdienen.
Ich müsste hier jedoch wieder die Probezeit bestehen und wieder eingearbeitet werden um wirklich das zusätzliche Geld zu erhalten.

Was meint Ihr? Was würdet Ihr tun?

Vielen Dank im Voraus.

VG,
A.
 

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flower55

Namhaftes Mitglied
Hallo zusammen,

ich arbeite derzeit in einem Krankenhaus-Labor, dessen Labor jedoch privatisiert wurde.
Schon vor der Krise war ich immer wieder am überlegen meinen Job zu wechseln. Zurück in den öffentlichen Dienst.

Ich müsste hier jedoch wieder die Probezeit bestehen und wieder eingearbeitet werden um wirklich das zusätzliche Geld zu erhalten.
A.
Hallo,
da Du zurück in den öffentlichen Dienst möchtest, ist davon auszugehen, dass Du bereits
im öffentlichen Dienst gearbeitet hast. Was waren Deine damaligen Gründe, Dich
beruflich zu verändern?

Was ist aus diesen Gründen, die anscheinend zum Wechsel bewogen haben, geworden?
Haben sie sich im beruflichen Alltag nicht so dargestellt, wie Du es Dir erhofft hast?

ÖT ist angemessen.

alles Liebe
flower55
 

tonytomate

Namhaftes Mitglied
ÖD kann auch total Kacke sein. Ich sehe es an meinem Cousin. Ein ganzes Leben läuft nach Plan bis zum Tod. Der ist jetzt schon mit 40 nervlich am Ende. Kollegialität = 0 und Mobbing bei ihm auf der Dienststelle ohne Ende. Ich würde einen Probetag machen, bevor ich dort einen Job annehmen würde. Bedingung Festvertrag. Wenn die Dich nicht übernehmen, ALG 2 oder Hartz 4.
 

Pingunin

Mitglied
Kurz bevor die Corona Pandemie richtig gestartet ist, hatte ich viele Bewerbungen gestartet, da ich schon seit mittlerweile über einem Jahr in einem Job hänge, aus dem ich raus will - Kollegen, Organisation, gibt viele Gründe.

Das Vorstellungsgespräch wurde seitens des neuen Arbeitgebers auch abgesagt, was mir recht war, da ich nochmal überlegen konnte, wohin die Reise gehen soll. Ich habe eigentlich ganz klar gesagt - dort wechsel ich hin, ich kenne jemanden, der dort arbeitet......seit der Coronapandemie hab ich etwas überlegt, und mich entschieden, diese "Chance" die mich nicht nennenswert in den Dingen verbessert, die mir wichtig sind, an mir vorbei ziehen zu lassen.

Gründe sind nicht nur Corona, sondern eher die Tatsache, dass ich nochmal nachdenken konnte und mit der Zeit, die ich auch derzeit im HomeOffice verbringe, reflektiert man nochmal anders. Ich bleibe wo ich bin.

Aber - ich würde nur wegen Corona einen Job, der mir wirklich zusagt, nicht absagen. Blöd wäre natürlich wenn du niemanden hast, der dich einarbeitet und im HomeOffice, sofern es sowas gibt, vollkommen auf dich gestellt bist. Andererseits wäre es auch blöd, wenn du krank wirst und ausfällst binnen der Probezeit - ABER wer so kalkuliert, darf halt nie den Job wechseln.

Das viele aus Angst im Job verharren ist allerdings bei weitem kein Phänomen des Öff. Dienstes, sondern viel weiter verbreitet als man denkt, gerade in größeren Unternehmen, manchmal auch in sehr kleinen, je nach dem welche Freiheiten man hat und wie verbunden man ist mit dem Job.

Ich hab nach fast 8 Jahren gleicher Tätigkeit, nahezu unkündbar, den Job gewechselt, ich habs inhaltlich nicht bereut, nur kollegial und organisatorisch, aber das wird sich mit einem weiteren Wechsel auch ändern.

Wer einmal raus ist und ein bisschen was vorweisen kann an Qualifikationen, der weiß zu schätzen, dass er auch weiß - Hey, ich bin nicht abhängig, ich kann gehen, und das weiß ein Arbeitgeber im Zweifelsfall auch und zwar viel mehr als bei Mitarbeitern, die seit 20 Jahren zwar unzufrieden ständig von Kündigung reden, der Arbeitgeber aber weiß, der wird sowieso nie gehen.

Also Jobwechsel würde ich nicht abhängig machen von Corona, sondern die Zeit eher nutzen, zu reflektieren, ob man den neuen Job will - wenn ja - wechseln!
 

Abenteurer

Mitglied
Hallo,

vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten.

Bisher habe ich keinen Job im ÖVD in Aussicht. Ich habe mich vor der Krise in einem Unternehmen beworben, bisher aber weder eine Zu-noch Absage zu einem Bewerbungsgespräch bekommen.

Die Idee mit dem Probearbeiten werde ich wahrscheinlich, wenn es dann soweit ist, in Anspruch nehmen.

In meiner Vergangenheit habe ich schonmal im TVÖD gearbeitet - es war jedoch sehr schlimm. Ich denke nicht, dass es an der Arbeit an sich lag, sondern eher an den Personen mit denen ich gearbeitet habe. Meine Chefin war mir IMMER hinterher. Sie verbreitete durch ihre permanente "Überwachung" eine sehr schlechte Stimmung im Team.

Es endete letztenendes damit, dass ich selbst nach der Probezeit gegangen bin.
 

Abenteurer

Mitglied
Nachtrag:

Ich habe in den letzten Tagen eine Nachricht bekommen, dass die Stellenanzeige auf die ich mich vor einigen Wochen (vor Corona)beworben habe, reaktiviert und die Bewerbungsfrist verlängert wurde.

Was hat diese Nachricht für mich für eine Auswirkung? Muss ich mit einer Ablehnung rechnen?

Hatte jemand mit derartigen Nachrichten Erfahrungen? Wie ging es aus?
 
Ich würde an deiner Stelle noch warten. Du bist in einer Stelle die gerade in dieser Zeit gebraucht wird. Darüber hinaus wird es derzeit kaum eine Firma geben, die wirklich einstellt, auch der ÖD nicht.

Du bist derzeit absolut sicher, du weißt nicht wie es weiter geht, ich würde noch abwarten und in dem Moment, in dem diese Kriese sich langsam auflöst wieder anfangen aktiv zu bewerben. Die ausstehende Stelle natürlich ausgeschlossen, sollten sie dich wirklich nehmen wollen, wäre das was anderes.
 

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