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Job meiner neuen Freundin

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Gast

Gast
Hallo zusammen!
Ich weiß nicht an wen ich mich wenden soll, daher versuche ich es in der Anonymität des Internets und hoffe von euch ein paar gute Ratschläge zu erhalten.
Ich bin 35 Jahre und Maschinenbauingenieur und habe vor einigen Wochen eine tolle Frau (30 Jahre) kennengelernt. Sie ist hübsch (zumindest sehe ich das so, liegt ja immer im Auge des Betrachters), liebevoll und sehr zärtlich. Im Prinzip die Frau nach der ich schon lange suche. Leider arbeitet sie "nur" (und das sind dicke Anführungszeichen) als Küchenhilfe. Ich habe damit überhaupt kein Problem, ich verdiene im Notfall auch genug für Zwei, nur bin ich mir unsicher was meine Eltern und auch mein Freundeskreis sagen werden.
Von meinen Eltern kommt vermutlich das sie mich nur ausnutzen will und mein Freundeskreis, ich weiß nicht, ich bin total unsicher. Ich schäme mich nicht für meine Freundin, ich schäme mich eher dafür was meine Eltern und Freunde über sie sagen bzw. denken könnten.
Ich bitte nur um ernstgemeinte Antworten.

Danke und liebe Grüße aus Österreich
 

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GirlOnFire

Gast
Hi,

wenn du sie gerne hast, sollte dir egal sein was Eltern oder Freundeskreis sagen. Ich weiß, klingt einfacher als es ist. Es ist DEINE Entscheidung mit wem du zusammen bist. Und wenn deine Eltern und auch deine Freunde sie nicht akzeptieren, solltest du zu ihr stehen.
Meiner Erfahrung nach kriegen die sich alle wieder ein. Meinen jetzigen Mann haben anfangs auch so einige Leute aus meinem Umfeld abgelehnt, da er zwanzig Jahre älter ist. Mittlerweile mögen ihn alle sehr und meine Familie hat ihn mittlerweile auch angenommen.
Sie haben alle begriffen, dass uns nichts trennen kann und dass die Gefühle füreinander stimmen.
Nichts Anderes zählt.
Genieße die Zeit mit ihr und mache dir nicht so viele Gedanken.
Etwas zu zerdenken, was noch gar nicht eingetroffen ist, schürt nur Unsicherheiten.

LG
GOF
 

Kolya

Aktives Mitglied
Ich wieß jetzt gar nicht was so schlimm an dem Beruf Küchenhilfe ist.

Ist sie wirklich "nur" Hilfe oder steht dahinter ein abgeschlossener Beruf? Bsp.: gelernte Hauswirtschaftsleiterin.

Ich weiß, Küche ist von alleine von der Begrifflichkeit abgedroschen, obwohl ALLE LIEBEVOLL UMSORGT WERDEN WOLLEN und dazu gehört nun mal Essen dazu. Im Hintergrund gibt es Personal, die es in windeseile und im Streß gut organisiert zur Zufriedenheit der Gäste zustande bringen muß.

Oh, Mann, ich hasse auch solche Diskussionen. Geht doch niemanden etwas an, oder? Ihr seid sowieso noch am Anfang der Beziehung und es zeigt sich alles später was wird. Du kannst ja auf Dich aufpassen, so daß Du die Bez. beenden könntest, wenn sie dich wirklich ausnutzen sollte.

Mensch, sei froh, daß sie in Dein Leben ist. Es ist so schwer, jmd zu finden, den man liebt und diese Liebe erwidert wird. Ich finds klasse.

Der Beruf ist wirklich egal...

Viell. sollten Deine Eltern mal auf der Onkologie oder im Hospiz ein Praktikum machen _ dann relativiert sich so einiges im Leben ;)

Ich als Freundin würde nie auf die Idee kommen den Freund meiner Freundin zu verurteilen weil er diesen oder jenen Beruf hat...wieso denn? Was geht mich die Berufswahl eines Menschen an? Nix...Unsere Gesellschaft und Wirtschaft muß funktionieren und dies geschieht durch all die fleißigen Mitmenschen...


k.
 

Möpp Mööp

Mitglied
Na, deine Familie klingt ja echt sympathisch...

Sie hat einen Job und verdient ihr eigenes Geld. Als was sie arbeitet, ist doch völlig wumpe.
Ich habe auch einen Maschinenbauingenieur im Bekanntenkreis und der verdient weder die Welt noch ist er irgendwas besonderes. Daher verstehe ich die Einstellung, die deine Familie an den Tag legt, nicht wirklich. Akademiker sind keinen Dreck besser als Leute, die eine Ausbildung gemacht haben. Im Gegenteil, viele stehen mit den Beinen fester im Leben als so mancher abgehobener Uni-Absolvent. Deine Familie soll also bitte schön mal den Ball flach halten.

Steh zu deiner Freundin und lass deine Eltern denken, was sie wollen.
 

Nordrheiner

Urgestein
Lieber Gast,

mich und meine Entscheidungen darf jeder kritisieren, der mir hilft, glücklich zu leben und Aufgaben zu bewältigen. Deswegen habe ich keine Angst vor Kritik. Negative Kritik sowie Vorurteile tropfen an mir ab wie ein Tropfen Wasser auf Seife. Zu den Menschen, die ich liebe, stehe ich ohne „wenn und aber“. Daher akzeptiere ich auch nicht, wenn dies jemand zu hintertreiben versucht. Da rede ich sehr klare Worte. Das empfehle ich auch Dir!


Du wirst Deine Familie kennen. Wenn Du denkst, dass Du mit negativer Kritik rechnen musst, dann bereite Dich schon jetzt auf klare Antworten vor, mit denen Du üble Kritik und ggf. boshafte Bemerkungen in die Schranken weist. Gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Und evt. wirst Du ja wider aller Erwartung positiv überrascht.

Deine Liebe wird es Dir danken, wenn Du mit breiter Brust für sie einstehst. Tust Du es nicht, empfinde ich es als Verrat an der Liebe. Feigheit ist keine Lösung!

LG; Nordrheiner

 
G

Gast

Gast
Danke für eure Antworten, iht habt mir wirklich geholfen!
Ich habe meine Eltern wohl falsch eingeschätzt, als ich ihnen von ihr erzählte gab es absolut keine Kritik. Das einzige was ihnen wichtig war, ist das sie einen Job hat, was für einer war komplett egal. Jetzt schäme ich mich fast ein wenig. Ich bin wirklich erleichtert und Mittwoch stelle ich ihnen meine Kleine vor. Ich bin so glücklich endlich meinen Schatz gefunden zu haben!

Danke nochmals aus Österreich!
 
W

Westfale

Gast
Hallo,

das Interessante ist ja, wäre es die nicht tätige Anwaltsgattin, die Frau von einem Arzt oder der Armschmuck von einem Fussballer würde keiner auf den Gedanken kommen, was die Eltern wohl sagen. Solche Konstellationen sind gesellschaftlich toleriert, warum auch immer da mit zweierlei Maß gemessen wird.


Bevor die Emanzipationswelle heran gerollt kam, hat auch keiner danach gefragt, ob die Frau arbeitet und wenn ja was. Es wurde das Gegenteil erwartet, nämlich das sie in den meisten Fällen eben nicht berufstätig ist und der Mann für beide die Brötchen verdient. Durch die Emanzipation sollte eine Frau die Freiheit der Wahl erhalten, ob sie lieber zu Hause bleiben möchte oder raus in die Welt geht um sich zu "verwirklichen". Eine Geringschätzung von "Herd" gegen "Karriere" oder verschiedenen Jobs gegeneinander, war witzigerweise gar nicht die Intention hinter der Bewegung.


Einige Leute haben da wohl vergessen, das diese Entwicklung hier im Westen immer noch jung ist, verglichen mit den uralten Kulturen im arabischen Raum oder generell fernöstlichen Kulturen, wo nie eine wirkliche Änderung der Basis statt gefunden hat. Daher überrascht mich auch das Anspruchsdenken mancher Menschen á la "die Frau muss nicht nur arbeiten sondern eine vorzeigbare Karriere vorzuweisen haben" war ja schon immer so. Nee, muss sie nicht. War nicht immer so.


Es ist heutzutage überhaupt nicht einfach eine passende Person kennen zu lernen. Wenn es passiert und es funkt, bitte nicht wegen solchem Kleinkram alles auf den Haufen schmeissen, das ist es nicht wert. Die richtigen Probleme kommen mit der Zeit sowieso hinterher.
 

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