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Jeden morgen das selbe: Depressionen auf Arbeit!

Schneggi89

Mitglied
Hallo und Huhu

Also: Ich bin seit 1 Woche als FSJ in einem Krankenhaus. Davor war ich auch schon 1,5 Monate als FSJ in einem anderen Krankenhaus (habe eine andere Einsatzstelle bekommen, weil jetzt mein Arbeitsweg um einige km kürzer ist). Finde ich persönlich sehr gut und die Arbeit ist auch zufriedenstellend. Nur habe ich ein einziges Problem:

Ich fange früh 6:30 Uhr an und kaum bin ich aufm Parkplatz geht es los: ich bekomme Depressionen und könnte nur noch heulen!!
Ich weiß garnicht warum das so ist. Die Arbeit stellt mich zufrieden und auch sonst gibt es keine Probleme. Nur könnte ich die ganze Zeit heulen. Ich werde dann sehr melancholisch und denke viel an die anderen Menschen, die ich sehr gern habe und würde dann einfach nur gern in ihrer nähe sein. Es ist so ein Gefühl,als wenn ich ganz allein dastehen würde und ich sehne mich in diesem augenblick nach wärme und geborgenheit, nur leider bin ich ja auf arbeit. Es fällt mir dadurch unheimlich schwer jeden morgen auf arbeit zu gehen. nach 2-3 stunden ist das ganze dann vorbei und ich kann mich konzentrieren, aber früh ist das die pure hölle. ich denke dann immer an meinen freund und meine familie, was die wohl gerade machen und würde am liebsten nur bei ihnen sein. kennt jemand meine situation??
ich mich mich auch noch ganz schön an die arbeitswelt gewöhnen. es ist zur zeit so, dass ich denke: "Man,warum tut man sich denn das ganze an? Ich habe doch zu hause selbst genug arbeit und stress"
Verstehe teilweise auch denn sinn garnicht, warum ich auf arbeit gehe,wenn es mich doch früh so unglücklich macht. geld bekomme ich ja nicht viel als FSJ. Und überhaupt stinkt es mich sogar selber an, dass ich auch nur am rumjammern bin und das ich immer meckern tue,weil ich arbeiten muss. diesen sonntag muss ich zum beispiel arbeiten und es ist wirklich der einzige tag,wo ich mal meinen freund teilweise für mich habe und dann muss ich auch noch arbeiten.....ganz prima.....klasse.....bin begeistert...... :cool: auch früh wenn ich 6:00 uhr losfahre und mir kommen autos entgegen denke ich mir "sind die denn alle doof?? warum bleiben die nicht einfach zu hause und entspannen sich" ...... das leben ist doch schwer genug und da rennt man auch noch auf arbeit....hallo? gehts noch??
ich weiß natürlich, arbeit befriedigt den menschen und wenn keiner arbeiten würde,wäre das pure chaos. aber trotzdem.....ich will arbeiten,es macht mir spaß,aber ich will keine depressionen früh haben..... was kann ich dagegen tun???
ich dachte mir mal, dass ich an meinen spind ein foto von meinen freund reinkleben könnte,aber ich glaube da fange ich erst recht an zu heulen....warum auch immer..... voll bescheuert.
gehts jemanden vieleicht so ähnlich??? oder habt ihr wenigstens ein paar gute ratschläge????

ich danke euch...:eek:
 

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G

Gast

Gast
kenne das sehr gut , habe das selbe problem seit wir (meine frau ) eine fehlgeburt hatten ... kann dir nur raten dass du mal zu einem psychiater gehst und dir helfen lässt . es ist nix schlimmes dabei solchen arzt aufzusuchen und dich wird auch keiner für verrückt erklären -was die meisten beim psychiater denken... du bist noch jung und bitte lass dein leben nich so traurig vergehen , auch deine chefs merken sowas , was deine berufschanchen später nich gerade verbessert ! viel glück und gute besserung deiner probleme , thomas
 

nadiiine31

Mitglied
Hallo Schneggi,

dein Beitrag hat mich sehr ergriffen. Ich denke, dass es selten ist, dass einem Menschen noch solche Gedanken durch den Kopf gehen und einfach das Leben mit der notgedrungenen Arbeit (zum Broterwerb) mal in Frage stellen.
Ja wofür das Ganze?
Mir fallen dazu verschiedene Dinge ein. Zuerst kam der Gedanke, dass du vielleicht mit der Arbeit in einem KH überfordert sein könntest, vielleicht siehst du Menschen, denen es schlecht geht und du hast Angst, dass es Deinen Angehörigen ähnlich gehen könnte.
Dann der Gedanke, vielleicht kannst du dich nicht mit deiner Arbeit identifizieren?
Aber du schreibst, dass es Dir gefällt.
Ähnliche Gefühle wie du hatte ich in der Kindheit, als ich immerzu in Einrrichtungen bleiben musste und ich habe so meine Familie vermisst und fragte warum ich da sein musste und nicht zu Hause.
Oder mit 16, als ich gekellnert habe. An Wochenenden fuhr ich da hin, während andere frei hatten, bis auf welche die auch arbeiteten.
War grausam....
Jetzt arbeite ich auch und denke mir auch, dass ich schöne Hobbys habe und daheim genug zu tun, mir würde nie langweilig, ich könnte mit Menschen zusammen sein, denen meine Nähe gut tut.
Statt dessen gehe ich zu einer Arbeit hin und kann manches nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, reiße mir den A**** auf und es kommt nichts zurück, keine Anerkennung.
Aber warum arbeiten wir denn?
Ja, wegen dem Geld.
Ach und noch was- Wir wollen doch ein anerkanntes Mitglied der Gesellschaft sein und einen lückenlosen , astreinen Erwerbstätigkeitslebenslauf haben- darum arbeiten wir. Ja, die Gesellschaft ist wohl so gemacht.
Hier gilt es Mut zu haben, Mut zum Risiko, vielleicht gibt es irgendwo Nischen, wie man einigermaßen leben kann ohne Reue.
Ja, ich denke du hast im Moment eine Identitätskrise und solche werden in deinem Leben immer wieder vorkommen und es ist schön, dass Du Dinge noch in Frage stellst.
Paar Sitzungen bei Psychologen, einfach mal zu reden könntest du nehmen.
Mir kommt das Bild vor Augen, dass viele Menschen einfach vor einen fremden Wagen gespannt werden, sich spannen lassen und den dann ziehen , ein Leben lang, ohne zu hinterfragen. Wenn die Last schwerer wird, die sie ziehen müssen, dann strengen sie sich noch mehr an und ziehen und ziehen..., sie zerstören ihre Gesundheit wegen dem Wagen, manchmal verlieren sie ein Stück ihrer Seele. Und dabei ist nichts besonderes auf dem Wagen und der Wagen gehört ihnen nicht.
Den Wagen stehen zu lassen und befreit weiterzugehen, würde sie zu Außenseitern machen.
Ich wünsche dir alles Gute, wenn du deine Arbeit liebst, dann versuche die Krise zu überwinden.
lg
 

Schneggi89

Mitglied
Ja, also ich höre radio im auto wenn ich zur arbeit fahre. auch früh beim zähne putzen. aber meistens nützt es nichts. manchmal zieht es mich sogar noch mehr runter,wenn dann lieder kommen, die mir eigentlich gefallen,aber einen traurigen text haben.
ich habe mich schon bei meiner psychologin wieder angemeldet, muss nur noch auf einen termin warten. und in der zeit habe ich gedacht, dass ich erstmal eure hilfe gut gebrauchen kann. ich suche einfach gleichgesinnte denen es ungefähr genauso geht wie mir. dann weiß man, dass man nicht alleine ist.
morgen (sonntag) muss ich wieder arbeiten und ich habe letzte nacht wieder geträumt, was ich auf arbeit mache. ich kann auch gedanklich nicht wirklich abschalten wenn ich weiß: Morgen muss ich wieder arbeiten! Dann bin ich schon einen tag vorher depressiv und klammer mich so fest an meinen freund, der weiß teilweise garnicht was mit mir los ist. dann bin ich so anhänglich und würde am liebsten den ganzen tag nur bei ihm sein.

über weitere ratschläge und kommentare würde ich mich sehr freuen :) als schreibt mir noch ein wenig, bis ich einen termin beim psychologen habe. das tut mir gut .

lg
 

Gepard110

Neues Mitglied
hi
also ich habe ähnlich probleme. ich bin gerade am anfang meiner ausbildung (zur erklärung: erst studiert man das, dann hat man noch ne ausbildung, will erstmal nicht sagen, was es genau ist) und ich bin mir jetzt nicht so sicher, ob es das ist, was ich wirklich machen will. bin leider schon fast 25 jahre...außerdem kotzt mich auch das frühe aufstehen an, im schlimmsten fall muss ich um halb 5 aufstehen und so ein frühausteher bin ich nun mal nicht. hätte ich damals etwas mit allem gewartet (nach dem studium), hätte ich eventuell dieses problem mit dem weiten fahren und dem frühen aufstehen nicht, und ich zermürbe mir deshalb echt den kopf (wenn ich gewartet hätte, hätte ich eventuell einen arbeitsplatz in der nähe bekommen). außerdem denke ich auch, dass ich am liebsten alles stehen und liegen lassen würde, weil mir dann innerlich ein riesen stein vom herzen fallen würde. dazu kommt noch, dass ich ständig unter schwindelanfällen leide, kein arzt mir aber sagen kann,was es ist und was ich dagegen machen kann. so langsam bilde ich schon eine lebenskrise aus und ich weiß nicht, wie ich daraus kommen soll. da ich im moment nur richtig verdiene (also ist auch nur 1000 netto, mein mann ist noch im studium), weiß ich nicht, was ich machen soll.ich war noch nie bei der berufsberatung, außer in der schule einmal in so einem berufberatungscenter, aber wirkliche Hilfe ist das nicht gewesen. an wen könnte man konkret sich wenden?
 
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