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Jede Nacht panik attacken wegen Vergewaltigung

pauli98

Mitglied
Ich wurde im Februar vergewaltigt und hab schon anzeige erstattet und es ist alles schon im laufen. Ich war auch schon 2 monate in der klinik wegen selbstmord versuch,aber seit ich dort war ist alles noch schlimmer! ich rieche ihn,sehe ihn,und kann nciht mehr schlafen!
Ich bekomme jede nacht panik und bekomme keine luft mehr und fang an zu weinen,was kann ich erst mal tun,damit ich wieder schlafen kann und erst mal keine albträume habe und so`?
BITTE HELFT MIR!
 

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Kelvin

Mitglied
... Flashbacks können sehr oft durch Realitätsübungen unterbrochen werden.
Eine Re-orientierungsübung, die sich auch beim schlafen eignet geht so:
5-4-3-2-1
Hören
Sehen
spüre

lautes Aussprechen ist sillvoll, weil Du dann noch Deine Stimme hören kannst. Und auch die Zahlen mit benennen:

5 - ich höre [und das einsetzen, was Du in der Realität hören kannst] ... das Rauschen des Computers
5 - ich sehe [das einsetzen, was in der Realität zu sehen ist] ... das Blinken des Kursers
5 - ich spüre [das, was real zu fühlen ist] ... meine Füße auf einer weichen Unterlage

4 - ich höre [...]
4 - ich sehe [...]
4 - ich spüre [...]

3 - ich höre [...]
3 - ich sehe [...]
3 - ich spüre [...]

2 - ich höre [...]
2 - ich sehe [...]
2 - ich spüre [...]

1 - ich höre [...]
1 - ich sehe [...]
1 - ich spüre [...]


Bei Bedarf wiederholen. Und wenn etwas zu arg triggert, dann weglassen und sich auf die anderen Sachen konzentrieren. (Nicht geeignet in der Schule, da es eher müde machen kann ;) )



andere Möglichkeit in der Realität anzukommen:
ein Geruch, was mit Jetzt - Heute verbunden wird.
Etwas anderes (Gegenstand, Stofftier, Bild/Foto, Musiktitel (Klang), Buch, Steinchen, Holz (Fühlbar), Gedicht [.....] ) das Deine Emotionen so stark bindet, dass die Gedanken unterbrochen werden - die Voraussetzung ist, dass Du auch aus dem Flash austreten magst. (Blöd geschriebene Voraussetzung, aber erfahrungsbedingt schreibe ich es trotzdem hin.)




3. Möglichkeit:
das aufschreiben oder aufmalen, was an Gedanken/Bildern da ist. Vielleicht als Gedicht oder als Geschichte, wo Du auch das Ende selbst bestimmen kannst, wenn es Dir gelingt. (Braucht Übung).



Generell braucht vieles Übung. Vielleicht magst Du etwas ausprobieren....
 
G

Gast

Gast
@ Kelvin:
Wie hast du das genau gemeint - "...Voraussetzung ist, dass du auch aus dem Flash austreten magst."?

Ich frage, weil ich das von mir selber kenne: Dieses sich ganz intensiv beschäftigen müssen mit dem Vorgefallenen, in einer ganz zwanghaften Weise.
Dass man alles richtiggehend "sezieren" muss und sich gedanklich und emotional völlig darin verliert.
Ich habe diese Anfälle immer wieder, eigentlich kann man sagen, dass ich je nachdem am Morgen aufwache - und dann ist die Vergangenheit da. Und dann verschwindet sie ebenso plötzlich auch wieder.
Ich habe darüber überhaupt keine Kontrolle und kann das Ganze null steuern.

Gleichzeitig verwirrt mich diese Diskrepanz zwischen dem, was sich in meinem Innern abspielt und dem, was tatsächlich in der Realität geschieht: Dass es mir in meinem Alltag unmöglich ist, über das Geschehene zu sprechen, Worte dafür zu finden, jemandem meine Gefühle mitzuteilen - auch wenn ich das gerne möchte.

Ich hab auch schon gelesen, dass dieser Zwang, sich immer und immer wieder so eingehend mit einem traumatischen Ereignis zu beschäftigen schon unter anderem daher rühren kann, dass man es verstehen will, dass das Gehirn zu begreifen versucht, was da eigentlich passiert ist.

Aber ich komme mir schon oft sehr gestört vor, weil es doch eigentlich so sein müsste, dass ich den Wunsch hätte, das Ganze zu verdrängen, zu vergessen - und nicht, immer wieder erneut darauf "herum zu kauen"...
 
G

Gast

Gast
Hi pauli98

bist du nach der Klinik in ambulante Therapie gegangen? Es gibt da gute Möglichkeiten, z.B. Traumatherapie, Verhaltenstherapie und manchmal gibts auch gute Ergotherapeuten. Vorübergehend können Antidepressiva helfen. Gute Informationen gibt´s z.B. bei Wildwasser. Ansonsten schließe ich mich der Meinung von Kelvin an.
 

111kleinbuchstabe

Aktives Mitglied
es tut mir so leid ich hätte es wissen müssen!
Ich habe ihn angezeigt u.s.w.!
Die Gesetze setzen voraus, dass 13-Jährige und Jüngere eben keine Entscheidungsmöglichkeiten haben, ob sie sich von einem Erwachsenen etwas gefallen lassen oder nicht.

Die Verantwortung liegt alleine beim Erwachsenen, besonders wenn Du noch im Kindesalter (0-13 Jahre) bist. In diesem Alter darfst Du Dir nichtmal selber was kaufen, wenn es nicht von Deinen Eltern genehmigt ist.

Früher hat man solche Leute als Sittenstrolche bezeichnet.
 

Kelvin

Mitglied
Hallo pauli, wie geht es Dir inzwischen!?

an "Gast 1" (wenn beide nicht die gleiche Personen sind) :

@ Kelvin:
Wie hast du das genau gemeint - "...Voraussetzung ist, dass du auch aus dem Flash austreten magst."?
Mit Deiner Erläuterung hast Du einen Teil im Prinzip geschrieben: die Auseinandersetzung mit dem Thema. Weil... alles was unverarbeitet ist, braucht eine "Verdauung". Das Unbewusste kann vielleicht für eine gewisse Zeit verdrängen, aber trotzdem kehren die Flashbacks zurück. Unverarbeitet dann, wenn "Ängste aus dem Nichts" entstehen.... als Beispiel.


Auch die Frage nach dem "Warum" ist so quälend - aber auch fesselnd. Allein diese Frage kann schon einen Flashback auslösen. [....]

mh.... so richtig-richtig kann ich diese Frage nicht beantworten.



Aber einige Gedanken hier mitteilen:
Gleichzeitig verwirrt mich diese Diskrepanz zwischen dem, was sich in meinem Innern abspielt und dem, was tatsächlich in der Realität geschieht: Dass es mir in meinem Alltag unmöglich ist, über das Geschehene zu sprechen, Worte dafür zu finden, jemandem meine Gefühle mitzuteilen - auch wenn ich das gerne möchte.
Vielleicht magst Du Dir überlegen, was passieren kann, wenn Du darüber sprechen würdest, was im Kopf ist!? - Welche Gedanken kommen Dir bei dieser Frage in den Sinn?

Im weiteren Verlauf magst Du vielleicht ein neues Thema für Dich öffnen!? Damit pauli auch die Chance hat, sich mitzuteilen, wenn die Zeit da ist. :)


Lieben Gruß
 

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