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Ist es normal dass man vieles gelernte wieder vergisst

  • Starter*in Starter*in Sisl
  • Datum Start Datum Start
S

Sisl

Gast
Habe letzten November meinen Wirtschaftsfachwirt gemacht, d.h. Prüfungen geschrieben, bekomme aber erst nächste Woche das Abschlusszeugniss. Irgendwie muss ich feststellen, dass vieles mit dem ich mich vor den Prüfungen befasst habe schon wieder aus dem Kopf ist. Ist das normal wenn man sich ne zeitlang nicht mehr damit beschäftigt? Habe das Gefühl wenn ich die gleiche Prüfung heute nochmals schreiben müsste würde ich durchfallen.

Vor allem kann das nachteilig sein wenn man sich nun weiter bewirbt und man die ganzen Sachen nicht mehr aus dem FF kann?
 
Das kommt darauf an, wie man lernt. Vieles hämmert man sich kurz vor Prüfungen ins Kurzzeitgedächtnis, in der Prüfung rattert man das alles runter, nach der Prüfung fällt man dann in dieses Loch (kopf ist leer, man ist ausgepowert, will von dem nervigen Kram erstmal nix mehr lesen und hören 😉) - wie soll da was hängen bleiben? Um dieses Wissen wirklich zu konservieren, muss man sich immer wieder und über lange Zeiträume damit befassen. Es sei den, man hat ein fotografisches Gedächtnis 😉
 
Um dieses Wissen wirklich zu konservieren, muss man sich immer wieder und über lange Zeiträume damit befassen.

So sieht es aus!

Wir lernen mit Kopf, Herz und Hand (die Hand als Symbol für den Erwerb einer Fertigkeit). Erst das wirkungsvolle Zusammenspiel dieser Prozesse führt zu einer erfolgreichen Umsetzung des Gelernten.
Die Schwerpunkte bei jedem Lernprozess liegen jedoch woanders...
Während bei einem "Grundkurs Betriebswirtschaftslehre" für die meisten das Verstehen des Stoffs im Mittelpunkt steht, geht es bei einem Führungstraining hauptsächlich darum, sich mit seinen Gefühlen und Einstellungen auseinanderzusetzen, um seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln.
Wer Auto fahren lernt, muss in erster Linie verschiedene Abläufe so einüben, dass er diese irgendwann automatisiert...ähnlich dem Radfahren (=extrapyramidal)

Kognitives und affektives Lernen heißt, Gelerntes auch anzuwenden...ansonsten verblasst es
sehr schnell...Halbwertzeit von Gelerntem halt!

Wer ganz allgemein geistig fit und flexibel bleiben will, sollte seine Hirnwindungen regelmässig und fortlaufend mit neuem Input füttern - dadurch erhält er sich auch die Fähigkeit, Neues
mühelos aufzunehmen, anzuwenden und zu vertiefen!
 
Okay, danns cheint das ja wohl doch eher normal zu sein. genauso iste s nämlich, man hämmert sich alles ein paar Wochen vorher rein um dann hoffentloich das abrufen zu können was verlangt wird. Manchmal denke ich mir nur dass man eigentlich mit dem Abschluss trotzdem nicht sofort punkten kann bzw. irgendwo hinkommt und in der Praxis die Dinge dann genauso beherrscht, vor allem nicht wenn man sich eben schon Monate nicht mehr damit beschäftigt hat.

Im Prinzip ist das doch nichts halbes und nicht ganzes, da man ja in einer Firma dennoch wieder für seinen Bereich eingelernt werden muss, oder sehe ich das falsch ?
 

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