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Ist das normal? Aufräumen und putzen

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Gast

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Hallo!

Ich wollte mal nachfragen, ob ihr meine Verhaltensmuster normal findet:

Ich kann nicht am Stück einen Raum bei mir zuhause putzen oder aufräumen
Nach zwei Stunden putzen oder aufräumen bin ich kaputt und will lieber andere Sachen machen. Diese können auch mit Pflicht zu tun haben.
Ich habe nach etlichen Monaten Diplomarbeit sie endlich abgegeben und hab zu gar nichts Lust
Ich schaffe nicht viel am Tag
Immer muss ich viele Pausen machen und frag mich, wieviel Pause beim Haushalt normal ist
Unter Druck kann ich lange arbeiten, aber nur, wenn es dafür Geld gibt, ich es für Freunde tue oder jemand eben peinlich genau drauf achtet. Dann bin ich aber am nächsten Tag auch nicht zu gebrauchen.
Ich mag aufräumen nicht, weil ich keine Grundordnung habe.
Ich hasse fremde Menschen in meinem Haus aus Angst vor Entwertung. Ich würde schon gern Menschen einladen, um es ihnen richtig nett zu machen, aber ich glaube, sie haben es immer schöner als ich, selbst wenn geputzt ist.
Die Erwartungen anderer an Sauberkeit mag ich gar nicht. Ja, auch ich möchte es schon sauber haben, aber wo teilweise andere Leute Dreck noch sehen und sich dann immer so schamlos drüber aufregen können, ist mir manchmal echt ein Rätsel. Ich mag mich nicht gegängelt fühlen von der Mutter einer Mitbewohnerin z.B....
Dass einige Leute immer alles vom Feinsten in ihrem Hausinnern haben wollen und anscheinend schon jedes Gefühl für ärmere Menschen verloren haben, regt mich maßlos auf.
Ich leide drunter, den Erwartungen so ziemlich aller nicht entsprechen zu können, was mein Eigenheim angeht. Ja, ich sollte mich wohlfühlen, aber ich mag diesen Druck nicht..
 

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omsele

Gast
Hi! Ich kann Dich insofern "beruhigen" dass ich das auch nicht kann! 2 Stunden am Stück fleissig zu putzen, finde ich schon eine Leistung!

Wie Du schon richtig erkannt hast, DU musst Dich wohlfühlen. Und dass tust Du scheinbar, sonst würde Dir das Aufräumen nicht schwer- sondern leichtfallen. Aber das Problem mit Besuch kenne ich. ICH fühle mich wohl in meiner Wohnung, aber Fremde möchte ich nicht unbedingt reinlassen, weil ich immer den Eindruck habe, bei anderen geht es noch sauberer. Wobei die Haushalte die ich kenne und die ich als super mega ordentlich empfinde, allesamt eine Putzfrau haben. Ich frage mich auch immer, wie das sonst machbar sein soll, sooo viel Zeit damit zu verwenden.

Menschen die ich kenne, Familie, enge Freunde, lasse ich auch gerne in mein "Chaos" und niemand findet es so schlimm wie ich, alle sagen, "was Du immer hast, passt doch". Wie unordentlich ist es denn OBJEKTIV betrachtet? Vielleicht steigerst Du Dich ja auch in was rein, um irgendwelchen Ansprüche gerecht zu werden, die total unnötig sind.
 

Neko

Aktives Mitglied
Hallo Gast,

1) Nein, das ist nicht unnormal. Ich putze immer einzelne Räume - für die ganze Wohnung auf einmal hätte ich gar keine Zeit! (geschweige denn Lust) Ich räume allerdings regelmäßig auf, daher ist es immer nur ein bisschen, was man tun muss. Ein oder zwei Mal im Jahr mache ich dann an einem Wochenende Dinge, die man sonst nicht mitputzt (Schränke von Innen, Wandfliesen, Fenster usw.).
2) Du bewertest deine eigene Wohnung viel strenger als die von anderen. Das tun die meisten. Wo du bei dir da noch einen Staubfleck siehst, übersiehst du das bei anderen, weil du da gar nicht drauf achtest oder selbst wenn, ist es dir egal. Andersrum ist das genauso ;)

DU musst dich wohlfühlen. Es wird immer welche geben, die mehr oder weniger Sauberkeit schätzen - lass dich davon aber nicht beeinflussen.
 

kiablue

Aktives Mitglied
Ja, das habe ich auch gerade gedacht. Wenn Du zwei Stunden durchhältst, dann bist Du doch richtig gut. Was ich nicht verstehe, warum musst Du den eventuellen Ansprüchen anderer gerecht werden? Es ist DEINE Hütte, die sieht genauso aus, wie Du es brauchst, wenn man das schafft. Wem es nicht gefällt, der braucht nicht zu kommen. Es wird niemand den Staubsauger in die Hand nehmen und das für Dich tun, weil es ihm nicht gefällt und wenn doch, dann ist das seine Sache. Ein "Wohlfühlerlebnis" hat doch jeder auf andere Weise. Wer zu Dir kommt, der kommt zu DIR und nicht vorrangig in Deine Wohnung. Viele Leute brauchen ihr ganz privates Chaos, zumal das oft einfach auch Ausdruck der Innenwelt ist. Es ist schwer, äußerliche Ordnung zu schaffen, wenn innerlich nichts stimmt oder man fällt in das andere Extrem, versucht, die innere Unordnung zu kompensieren mit Putzwahn. Jeder wie er es braucht. Warum sollst Du Dich an anderen orientieren, die können sich auch an Dir orientieren. Es ist immer alles relativ, also ist nur wichtig, wie Du Dich wohl fühlst, was Du selbst schaffen kannst. Es ist DEIN Lebensraum.

LG kiablue
 

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