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Ist das Leben nicht sch...e?!

winged soul

Mitglied


Hey alle zusammen, ich muss heute mal was loswerden, es einfach mal sagen....
das Leben ist manchmal einfach nur sch...e!

Ich bin nun mittlerweile 20 Jahre alt und bin leider schon zum Schluss gekommen das diese Welt und besonders die Menschen, schrecklich und ungerecht sind. Bis ich 10 Jahre alt war, war ich der Ansicht ein tolles Leben in einer tollen Welt zu leben wo es viele gute Menschen gibt. Dann beschloss ein Mann mir dieses Gefühl zu nehmen und ich verlor meine Kindheit und sah nun mit offenen Augen auf diese verkommene Welt und die Menschen die daran schuld waren. Meine Seele war zerbrochen.

Mit Jahrerlange Therapie und sehr guten Freunden erholte ich mich und meine Seele war wieder in einem Stück und dann kam der Verrat aller meine Freunde.



Ich hatte Meningitis, eine Hirnhautentzündung. Ich kam ins Krankenhaus und war dort für 3 Wochen, dank der schnellen Hilfe wurde ich gesund ohne Nachwirkungen. Ich fehlte ein Monat in der Schule, trotzdem wurde ich nicht allzu schlechter und war noch immer gut in der Schule. Eines Tages, mitten im Unterricht schiebt mir meine beste Freundin ein Zettel zu wo sie unsere Freundschaft kündigt und auch zu der ganzen Clique, wir hätten uns auseinander gelebt hat sie geschrieben. Alle meiner ehemaligen Freunde wussten was mir mit 10 passiert war.

Und wieder zerbrach meine Seele und es wurde noch schlimmer als meine Klasse anfing mich zu Mobben und ich nun ganz allein war.

An meinem letzten Tag in der Schule sagte kein einziger, KEINER, tschüss..

Ich hatte direkt nach der Schule ein Klinik Aufenthalt um meine verletzte Seele zu heilen, und habe dort viel gelernt, aber 6 Jahre lang Therapie haben mir gereicht und ich brach sie alle ab und machte einen riesen Fehler. Durch den Klinik Aufenthalt war es mitten im Jahr und nachdem ich nirgends ein Platzt gefunden hatte (Ausbildung, FSJ) blieb ich zu Hause.

In dieser Zeit, in diesem Jahr, ohne Therapie, ging es abwärts. Ich entwickelte eine Sozial-Phobie, verlernte wie man Menschen kennlernte und wie man Lebte.

2012 begann ich eine Ausbildung, doch auch hier war mir das Glück nicht gegönnt. Mein Ausbildungsbetrieb ist mies, weil ich dort eher eine billige Arbeitskraft bin und ich nicht zum Lernen komme. In einem halben Jahr hab ich Gesellprüfung und hab erst die 3. Abteilung von 6 durch.

Zudem werde ich dort alles andere als Nett behandelt.

Ich bin nun schon 20 und im 3, fast 4 Ausbildungsjahr, habe keine Freunde, kein Freund und misstraue der Welt und den Menschen. Ich habe das Gefühl das ich warte, die ganze Zeit warte ich, auf irgendwas was mich wieder zum Leben bringt. Denn momentan existier ich nur. Ich habe keinerlei Antrieb.

Ich weiß genau das ich professionelle Hilfe brauche und wieder eine Therapie machen sollte, aber mir fehlt jeglicher Antrieb und Kraft um diese Hilfe einzufordern.

Und zum krönenden Abschluss hatte ich heute einen Autounfall mit einem Reh.

Ich bin zwar nicht verletzt aber mein geliebter, erster, grüner, kleiner Corsa hat es nicht überlebt, total Schaden.

Noch habe ich es nicht wirklich realisiert, dass mein Auto weg ist. Ist ja NUR ein Auto, denken wahrscheinlich viele, aber ich habe es geliebt.
Närrische Weise rede ich mir ein, das mein Corsa mich „beschütz“ hat und allen Schaden abgefangen hat, er war schlicht MEIN Auto.

So das war mein Leben in kurz Format. Mir ist bewusst dass es längst nicht das schlimmste Schicksal ist aber sicher werde ihr mir zustimmen wenn ich behaupte…

Das Leben ist manchmal Sch…e!


P.S. Ich weiß das es hier keine richtige Hilfe gibt, aber es tut doch mal gut, es einfach mal aufzuschreiben und es jemanden anzuvertrauen und es sich von der Seele zu reden
 

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Nordrheiner

Urgestein
Hallo, winged Soul,

es tut mir sehr leid für all die schlimmen Erlebnisse, die in Deinem Kopf rumspuken, wie Gespenster, die sich nicht vertreiben lassen wollen. Und ja, jetzt noch der Autounfall. Ich verstehe gut, dass Du im Moment die Schn..ze voll hast.

In meinem Leben hab' ich auch schon viel mitgemacht. Wenn ich eines gelernt habe, dann: Wenn ich nicht für mich kämpfe, wer denn dann?

Also lasse Dich nicht hängen, nicht frustrieren. Jeder große Boxer geht schonmal zu Boden. Der eine mehr, der andere weniger. Aber danach steht man wieder auf und kämpft weiter.

Und das Kämpfen lohnt sich!! Wenn Du z.B. Deine Berufsausbildung gut packst, kannst Du Dich ggf. bei einem anderen Unternehmen bewerben und eine gute und zufriedenstellende Arbeit erhalten. In allem was Du bemeckerst, hast Du Recht. Aber diese Erkenntnis nutzt nicht viel. Du mußt den Kampf aufnehmen...

Wenn Du Deine Erfolge einheimst, wirst Du die Niederschläge der Vergangenheit auch schneller vergessen. Deine Erfolge werden Dich wieder und weiter aufbauen. Und dann wird der Tag kommen, an dem Du hier schreibst: "Ist das Leben nicht schön?"

Setz Dir weiterhin gute Ziele und kämpfe für Dich. Das macht Dich übrigens auch attraktiv für das andere Geschlecht, mal so nebenbei bemerkt. Kämpfertypen sind beliebt... Und wer für sich selbst kämpfen kann, der kann es auch für andere.

Ich wünsche Dir einen starken Kampfgeist und großes Durchhaltevermögen.

LG; Nordrheiner
 

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