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Irreale Angst vor Schwangerschaft - welcher Therapeut geeignet ???

R

Rinna

Gast
Ich bin w. und schon über 20 Jahre alt , und habe leider trotzdem das Problem

Da ich Tokophobie habe, löst das Thema Schwangerschaft, Geburt nur Angst, Panik und Ekel aus.
Im Gegensatz zu manch anderen Leuten mit Tokophobie ist es bei mir zum Glück so, das ich auch kein Kinderwunsch habe.

Bei mir ist es so extrem, das ich mich nicht mal traue mit Kondom, Pille & Co. Sex zu haben, weil ich immer denke die Verhütung versagt.
Ich kann nicht mal sagen, das bei meiner Angst eine Sterilisation noch was bringen würde, weil selbst da würde ich denken, dass bei mir sicherlich alles wieder in kurzer Zeit zusammengewachsen ist und ich dann leider wieder fruchtbar wäre.

Selbst wenn laut Statistik Kondom, Pille & Co zu 99 % ihren Zweck erfüllen wird, ist es bei mir dann leider so, das mich das nicht beruhigt.
Mein Kopf ist felsenfest davon überzeugt, das ich dann zu den 1 % gehören werde, wo es total versagt, und eine Schwangerschaft die Folge wäre.

Daher hat ich noch nie Sex mit einen Mann und will es auch zukünftig nicht.

Und jetzt zu meinem eigentlichen Problem

Die Tatsache das es mir nicht passieren kann, beim Sex mit einem Mann schwanger zu werden, weil ich eben Sex mit einen Mann gar nicht erst zulasse, hat leider nur dazu geführt das ich stattdessen den Wahn entwickelt habe, zu denken, das ich von Sachen/Situationen schwanger werden kann, wo man gar nicht schwanger werden kann.

Bsp. Wenn mir ein Mann die Hand geben würde und ich müsste danach auf die Toilette, selbst da schwingt schon der Gedanke mit, kann ich dadurch schwanger werden.
Oder wenn ich auswärts jemanden die Hand gegeben hätte, und mich an demselben Tag dann zuhause selbst befriedigen würde, frage ich mich dann ob ich dadurch schwanger werden könnte.

Ich weiß nichtmal, warum ich denke, das ich in solch normalen Alltagssituation schwanger werden könnte.

Ist es so, das ich bei jeden Mann im Hinterkopf habe, ob er evtl. gerade Sex gehabt haben könnte, ob er davon noch Sperma an den Händen kleben hat, und daher wenn er mir die Hand gibt, ich dann sein Sperma drauf hab etc., obwohl es keinen Anlass dafür gibt. Es sind alles nur meine Hirngespenste, die keinen Sinn ergeben.

Aber nachdem ich wegen dem Schwangerschaftsthema immer mehr das Gefühl habe nur noch in Angst und Schrecken zu leben, weil ich überall die Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft sehe, wo in echt gar keine Gefahr besteht, merke ich immer mehr das es wohl ohne darüber mit einem Therapeuten zu reden nicht mehr geht.

Nur es hat mich schon sehr viel Überwindung gekostet es hier zu schreiben, weil ich mich für den Text und überhaupt für meine Problem in Grund und Boden schäme, und die Vorstellung es einer Person unter 4 Augen sagen zu müssen ist schrecklich.

Ich war früher auch schon wegen Depressionen bei mehreren Leuten in Behandlung, diese Therapeuten waren okay um über die normalen Probleme in Beruf und Privaten Bereich zu reden, aber das Vertrauen war nicht soweit da, das man über dieses Thema damit reden konnte.
Bzw. bei weiblichen Therapeuten habe ich das Thema schon mal angedockt, aber nur in dem Sinne das ich Angst habe beim Sex ungewollt schwanger zu werden (das ich bei surrealen Situationen ebenfalls diese Angst habe, habe ich ihr verschwiegen), aber ich habe allein bei den Blick von ihr schon gemerkt, das ich nur auf Unverständnis stoße.

Mit Unverständnis meine ich, das die Therapeutin die Angst und die Folgen als nicht so schlimm erachtet hat, das man darüber reden müsse, weil auch eine ungeplante Schwangerschaft nicht so schlimm sei, weil letztendlich sich doch jede Frau nach kurzer Zeit sich auf das Kind nur noch freuen würde etc.
Daher traute ich mir dann mein Wahn bezüglich des Themas nicht mehr sagen.

Es war schon bei mehreren weiblichen Therpeuten (Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, EMDR) so, das ich da einfach nur auf totales Unverständnis traf und diese dann schnell das Thema wechselten, vielleicht auch einfach teilweise deshalb, weil sie nicht wussten was sie dazu sagen sollten.
Bei männlichen Therapeuten ist es mir schon zu unangenehm das Thema überhaupt anzuschneiden, weil es mich davor gruselt.

Ich frage mich nur mit welchen Therapeuten könnte ich über das ganze verqueere Thema sprechen, um den ganzen Wahnsinn in meinem Kopf mal zu entzerren?

Mit einer Sexualtherapeutin, oder mit einem Therapeuten der eher schizophrene paranoide Leute behandelt?

Was das betrifft wäre auch meine Frage, gibt es ein speziellen Ausdruck für Therapeuten die Leute behandeln, die eben Stimmen hören, Geister sehen etc., damit ich nach solchen Therapeuten auch mal googeln könnte, weil vielleicht würde ich mich mit so einem noch am ehesten trauen, darüber zu reden?

Weil im Moment habe ich einfach das Gefühl das ein Patient der zu einen Therapeuten gehen würde, weil er Angst hat morgen von Ausserirdischen entführt zu werden, dass noch eine realistischere nachvollziehbare Angst wäre, und Therapeuten so jemand noch eher ernst nehmen könnten als mich.

Falls euch noch ganz anderen Therapeuten, Therapieformen einfallen würde, könntet ihr die mir gerne schreiben, mit um jeden Ratschlag dankbar.
 

miasma

Aktives Mitglied
Hast du dich denn mal damit beschäftigt... das du ja auch eine Schwangerschaft abbrechen könntest... wenn du sie rechtzeitig bemerken würdest?

Oder macht dir das auch Angst?
Nur mal theoretisch... wenn du dich so in diese Situation reinsteigerst... selbst durch unmögliche Dinge wie ein Kuss oder Umarmung schwanger zu werden... dann versuch es doch mal "von hinten aufzuzäumen"

Du könntest zum Beispiel all 2 Wochen einen Schwangerschaftstest machen und dich damit beruhigen... das dann nach so kurzer Zeit unbemerkter theoretischer Schwangerschaft ein recht unkomplizierter Abbruch möglich wäre.

(bitte nicht falsch verstehen... ein Abbruch ist nix banales... es geht nur um das Durchbrechen des Gedankenkarussells)
 
D

Die Katze

Gast
Ich glaube, dass größte Problem ist, dass du das Ausmaß deiner Phobie nicht klar kommunizierst. Ein Therapeut kann schwer helfen, wenn er nicht weiß wie schlimm es eigentlich ist.

Ich würde dir, bevor du bei einem Therapeuten noch mal vorstellig wirst, raten dir Notizen zu machen, was dann dir ein wenig erleichtern sollte es anzusprechen.

Du könntest so aufbauen:

- Welches Ausmaß hat deine Angst vor Schwangerschaft? Wie sehr schränkt dies deinen Alltag und deine Lebensqualität ein?
- Wann hat es angefangen?
- Gab es spezielle Ereignisse aus deiner Kindheit und Jugend die sich auf das Thema Schwangerschaft bezogen?
- Wie geht dein Elternhaus mit Schwangerschaft um?
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Ich finde das nicht so ungewöhnlich, wie du denkst. Ich kenne einige Frauen, die aus genau diesem Grund keinen Sex mehr haben. Seit meinem letzten Kind habe ich auch ständig Angst, schwanger zu sein, obwohl ich nicht vor habe je wieder Sex zu haben, weil ich keine Geburt mehr erleben möchte und mich vermutlich vor ein Auto werfen würde, wenn ich schwanger wäre. Ein Abbruch käme auch nicht in Frage, dann müsste ich zu einem Arzt, das geht auch nicht. Obwohl ich keinen Sex habe, bekomme ich ständig Panik und frage mich, ob es möglich wäre, dass ich vergessen habe, dass ich doch Sex hatte. Ich mache sogar gelegentlich Tests, um mich zu beruhigen. Naturgemäß gibt es ziemlich viele Frauen, die davon temporär oder länger betroffen sind. Besonders viele natürlich nach einer Geburt. Aber nicht so wenige schon davor! Manche sogar im Kindesalter. Wenn man das mal so in einer Runde aufbringt, kommen da erstaunlich viele, die das entweder mal hatten oder gehört haben. Scheint irgendwie eine Urangst zu sein. Eine Bekannte hat erzählt, dass sie sich sogar schon einen Abtreibungstermin ausgemacht hat, obwohl sie noch nicht einmal einen positiven Test hatte, weil sie so überzeugt war, dass sie schwanger sein könnte.

Leider kann ich nicht sagen, dass es dafür spezielle Therapeuten gibt. Auch die Therapeuten, die auf Geburtstraumata spezialisiert sind, können damit erstaunlich wenig anfangen, obwohl es doch so viele Betroffene gibt. Sobald man meint, man hätte Angst, auch ohne Sex, kommen sie nicht mehr mit. Ich finde die Vorschläge der Vorschreiberin nicht so schlecht. Ich habe Tests zu Hause und auch ein Medikament, mit dem man zu einem frühen Zeitpunkt abtreiben könnte. Brauche ich nicht. Aber ich habe es. So geht es mir tatsächlich besser. Und ich bin nicht die Einzige, die sowas zu Hause lagernd hat. Allerdings ist das nicht so einfach zu bekommen, wenn man niemanden kennt, der Zugang hat.
 

Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Oje, das tut mir echt leid...für euch beide, die ihr solche Ängste habt.
Ich selber habe auch ziemliche Angst vor dem Thema und kann es in Maßen nachvollziehen, aber bei mir ist es nicht so extrem und auch ein bißchen anders gelagert.
Also ich könnte mir vorstellen, dass eine so extrem ausgeprägte Angst ist die Richtung Zwangsgedanken gehört und wahrscheinlich auch so therapiert werden sollte.
Das tückische ist ja: Selbst wenn man ALLE möglichen Auslöser meidet, "sucht" sich die Psyche eine weitere Ecke, wo sie ihre Zangsgedanken haben kann: Also erst betreibt man extreme Verhütung, aber anstatt sich zu beruhigen, redet sich die Psyche ein, es könnte ja die Verhütung versagen, dann lässt man es ganz mit dem Sex, und dann holt sich die Psyche ihren Zwang über den Gedanken, man könnte sich auch auch eine Schwangerschaft holen, wenn man einem Mann nur nahe kommt usw.
Also ähnlich wie beim Waschzwang oder bei den Zwangsgedanken, die manche Leute vor Krankheitskeimen haben: Ich kannte mal jemanden, der hatte so große Angst vor Aids, dass er zuerst komplett auf Sex verzichtete, dann aufs Küssen, dann nur aufs handgeben und irgendwann bekam er dann heulkrämpfe, weil er sich einbildete im Zug durch das sitzen auf einem Platz Aids bekommen zu haben. Der hat dauernd Tests gemacht, aber nichts davon hat ihn irgendwie beruhigt. Auch dass er sicher wusste, dass man sich ja nicht durch sitzen in der S-Bahn mit Aids anstecken kann, halt bei den Panikzuständen überhaupt nicht. Das ging so weit, dass man den Notarzt rufen musste, weil er sich in eine ecke kauerte und nicht mehr weiter gehen wollte in dem anfallartigen Glauben, dass da vorne menschen mit Aids wären, an denen er nicht vorbeigehen kann.
So ähnlich ist doch auch die Angst "aufgebaut", die ihr hier schildert (nur zum Glück nicht so extrem, aber so in die Richtung geht es doch, oder?)
Also eigentlich dürfte dieses Phänomen Therapeuten nicht neu sein. Ihr solltet euch beide einne Therapeuten suchen, der sich mit solchen Zwangsneurosen auskennt. Die sind ja in der Regel gut behandelbar. Und wenn ihr das klar schildert und nichts beschönigt, dann kann euch sicher gut geholfen werden.
Ich denke, es ist auch wichtig, dass man keine Vermeidungsstrategien anwendet und versucht Dinge auszuhalten: Also eben zB NICHT darauf verzichten, jemandem die Hand zu geben oder im besten Fall nicht auf Sex verzichten, damit man lernt: Es geht nicht schief....
Alles Gute! Bitte lasst euch helfen!
 

Idcce

Mitglied
Das klingt schon nach einem ernsten Problem, ich kann dich da so halb verstehen… habe tatsächlich zu dem Prozentsatz gehört die trotz Pille schwanger wurden und es aufgrund der Pillenblutung 6 Monate nicht bemerkt (an alle die sagen wie geht das, hatte auch keinen Baby Bauch jediglich 2kg mehr aufgefallen ist die Schwangerschaft durch dehnugsschmerzen bei welchen ich dachte es wäre eine Eileiter Entzündung ), danach kam wahrscheinlich alles negative was in der Schwangerschaft passieren kann von verlassen worden vom Kindesvater bis fast einer Totgeburt, einer gerissen Kaiserschnittnaht und danach ein streikendes Amt das 10 Monate kein Geld gezahlt hat… mein jetziges Männchen ist steril aber ich habe da auch Panik das ich trotzdem von ihm nochmal schwanger werden könnte und das ganze nochmal durch machen muss, ist aber natürlich nicht so gravierend wie bei dir. Ich komme damit eigentlich ganz gut klar mir zu sagen das dass alles nur in meinem Kopf ist.

Könntest du vl deinem, bzw gehe an Hand deiner Schilderung von einer sie aus daher deiner Gynäkologin darüber reden ? Vl haben sie in dem Bezug schon mehr Frauen um Rat gefragt und sie kann dir einen guten Therapeuten in die Richtung empfehlen… ich gehe anhand deines Problems davon aus das du ein starkes Vertrauens Verhältnis zu deiner Gynäkologin hast und es dir vielleicht leichter fällt dich mit ihr darüber zu unterhalten.
 

Daoga

Urgestein
Mit Unverständnis meine ich, das die Therapeutin die Angst und die Folgen als nicht so schlimm erachtet hat, das man darüber reden müsse, weil auch eine ungeplante Schwangerschaft nicht so schlimm sei, weil letztendlich sich doch jede Frau nach kurzer Zeit sich auf das Kind nur noch freuen würde etc.
Daher traute ich mir dann mein Wahn bezüglich des Themas nicht mehr sagen.
Der hätte ich auf der Stelle um die Ohren gehauen, warum es dann in Deutschland pro Jahr so um die 100.000 Abtreibungen gibt, ist da überall ein böser Partner der Schuldige, der die Frau zur Abtreibung zwingt? Oder sind es doch meistens die Frauen selber, die sich den Tort mit Schwangerschaft und Kind nicht antun wollen?
Beim Gedanken, selber schwanger zu werden und eine Geburt mitmachen zu müssen, täte ich auch Zustände kriegen. Zumal ich Kinder auch nicht mag, ich weiß (dank mehrerer jüngerer Halbgeschwister) wie viel Arbeit und Streß Kinder machen. Manche fahren auf sowas voll ab, ich nicht. Ich muß mir nicht zwanghaft anderer Leute Schuhe anziehen, die mir nur Blasen und Schmerzen verursachen würden, bloß weil jemand anderer meint, die sehen aber so toll aus!
 
R

Rinna

Gast
Danke euch allen für eure Antworten

@ miasma
Grundsätzlich macht mir beides Angst, also bei Abbruch, schwingt schon ein schlechtes Gewissen mit (wegen Sünde und so), obwohl ich nichtmal ein Gläubiger Mensch bist.

Allerdings würden wieder vermutlich die meisten Menschen denken es gibt nur die zwei Möglichkeit Abbruch oder das Kind auf die Welt bringen.
Bei mir hingegen hab ich beim Weiterdenken festgestellt, das ich das Kind nicht austragen könnte, weil ich würde mich dann 9 Monate lang nur noch vor meinen Körper ekeln, vor mir selber ekeln, und für mich wäre das Ekelgefühl wohl so extrem, das ich Selbstmord begehen würde.

Daher käme die Option das Kind austragen für mich nicht in Frage, daher ja ich weiß ich das ich im Falle einer Schwangershhaft abtreiben würde(notfalls sogar in den Niederlanden wo man bis zur 22 Schwangerschaftswoche abtreiben könnte), weil ich nur so weiterleben könnte. Und würde ich nicht abtreiben, sondern stattdessen Selbstmord begehen, würde es für das Kind ebenfalls den Tod bedeuten und Selbstmord ist auch eine Sünde.
Daher steht für mich schon fest, im Falle des Falles würde ich die Abtreibung wählen, und dann die Sünde im Kauf nehmen, weil es für mich schlichtweg nur diese Option gäbe, und damit könnte ich wohl auch mein Gewissen wieder beruhigen.

Im Moment ist es bei mir zum Glück schon so, das ich davon ausgehe, das ich nicht schwanger bin, solange ich immer meine Tage kriege. Liegt aber wahrscheinlich daran, das ich den Kontakt zu Männern wirklich sehr unnormal eingeschränkt hab, das ich irgendwo weiß, eine Schwangershaft ist ausgeschlossen. Allerdings isoliere ich mich dadurch natürlich selber, und diese Isolation wirkt auch wieder auf die Psyche.

Daher denke ich schon das es vielleicht gut wäre, mich weniger zu isolieren bezüglich Männer, und vermutlich wäre da ein Schwangerschaftstest schon hilfreich, weil ich dann eben es wenigstens bisschen Kontrollieren könnte, wo ich dann evtl. mich beruhigen kann.





Danke auch für deine Antwort Knirsch

Es tut mir auch gut zu lesen das es wohl noch mehr Frauen gibt, die das Thema beschäftigt, und es nicht nur mir so geht, auch wenn es natürlich zum Glück nicht bei jedem so extrem ist wie bei mir.

Ich habe auch schonmal ein Schwangerschaftstest gemacht, weil meine Periode mal ausblieb, zum Glück war dieser letztendlich negativ. Weiß auch, das ich mir damals blöd vorkam, weil ich kein Sex hatte, und der Gedanke schon da war, mein Umfeld würde mir den Vogel zeigen, wenn die wüssten, das ich ein Schwangerschaftstest mache.
Daher finde ich es beruhigend, zu lesen das du auch manchmal zu Tests zurückgegriffen hast, und ich nicht die einzige bin.

Nachdem ich mal eine Werbung für eine Sendung über Geburtstraumata gesehen habe, habe ich diese zwar nicht angeschaut, weil mich dieses nur aufgewühlt hätte, aber habe mich gerade zurückerinnert, dass ich nach dieser Reklame mich auch schon fragte, ob ein Therapeut der auch so Geburtstraumata behandelt was wäre für mich. Aber genau das hab ich mir damals auch schon gedacht, das die es wahrscheinlich auch nicht nachvollziehen können, wenn eine Frau mit dem Problem kommt, das sie denkt ohne Sex schwanger zu werden. Daher finde ich es auch gut, jetzt das auch von dir nochmal bestätigt zu bekommen, das auch die Geburtstraumata-Therapeuten da nicht mehr mitkommen.

Aber da du ja geschrieben hast, du bist nicht die Einzige die so ein Medikament zuhause lagernd hat, würde mich jetzt doch interessieren, wie diese Leute alle an so ein Medikament rangekommen sind?
Kanntest du so jemanden der dir den Zugang ermöglichte, und haben es die Leute wo auch so eines haben, von derselben Person bekommen?
Oder kann man es doch auf ganz normalen Wege ausgehändigt bekommen, wenn man bei Hausarzt und zig Ärzten ein entsprechendes Problem oder Gutachten bekommt, das man aufgrund der Angst so ein Medikament braucht etc?
Wenn du diese Frage nicht beantworten willst, kann ich das auch nachvollziehen, aber würde mich halt interessieren, weil ich wüsste nicht an wen ich mich wenden könnte um sowas zu bekommen.
 
R

Rinna

Gast
Danke auch für deine Antwort Die Katze

Das ich das Thema immer nur angedockt habe, gebe ich dir Recht, dass dem Therapeuten das ganze Ausmaß verborgen geblieben ist. Und gebe dir auch Recht das dieser mir nur helfen kann, wenn er ihm die komplette Situation preisgebe.


Allerdings eben die Frage, warum ist es bei den Therapeuten so gelaufen. Und was das betrifft würde ich sagen, weil man sich am Anfang ja kennenlernt, und bei dem Kennenlernen war es nicht so, das diese mir so unsymphatisch gewesen wären, das ich gleich gesagt hat, zu dem geh ich nicht wieder. Sondern für kleinere Probleme konnte ich mit denen gut reden, und hat mir das auch gut getan. Aber bei den sehr mit Scham behafteten Themen, war irgendso eine Barriere oder Sperre oder weiß nicht wie ich es sonst beschreiben soll, wo ich schon merkte das soweit mein Vertrauen nicht geht, ihm das zu offenbaren.
Vielleicht auch daher nur das andocken, weil ich beim andocken allein schon ein unangenehmes mulmiges Gefühl hatte, und es kam ja genau so eine komische Reaktion zurück, wo ich dann den Entschluss fasste, ihm das ganze Ausmaß nicht zu erzählen, weil er das Problem eh nichtmal ansatzweise nachvollziehen kann.
Glaube auch leider nicht, wenn ich dann alles offenbart hätte, das diese dann darauf eingegangen wären.



Ich denke bei den Therapeuten wo es so gelaufen ist, glaube ich war es schon so, das bei der ersten Therapiestunde schon irgendwas da war(an seim Auftreten, Verhalten, Charakter), wo ich eben bei mir eine gewisse Barriere gespürt habe, das bei Schamhaften Themen mein Vertrauen aufhört, weil ich nicht das Gefühl habe das er so Themen nur ansatzweise nachvollziehen kann. Nur das ich andererseits halt auch dachte, das es am Anfang normal ist diese Barriere zu spüren, aber auch dachte, das es sich mit der Zeit legt, wenn man sich besser kennenlernt. Nur leider war bei den Therapeuten wo ich war bis jetzt keiner dabei, wo sich das Vertrauen mit der Zeit soweit gesteigert hätte, das die Barriere verschwunden wäre.

Teilweise frage ich mich auch, wenn man ein neuen Therapeuten per Email anschreibt, sollte man da schon bisschen schreiben, um was es grob geht, und ob er sowas auch behandelt. Und hoffen das die Therapeuten wo das Problem nichtmal ansatzweise nachvollziehen können, das die dann gleich schreiben, das sie dafür der falsche Ansprechpartner sind.

Andererseits habe ich auch wieder Angst, wenn bei dem Schreiben dann doch jemand dabei wäre, der das bejahen würde, das er das behandelt bzw. nachvollziehen könnte, das es dann trotzdem beim ersten persönlichen Gespräch sich herausstellen könnte, das es am Vertrauen meinerseits scheitert, wenn irgendwas an sein Auftreten mich wieder hemmt (bsp. Wenn mir der Therapeut rein vom Anblick her streng und dominant und vom Charakter her eher kühl rüberkommt) dann glaube ich würde bei mir schon wieder die Barriere kommen, wo ich mir schon wieder nicht vorstelllen könnte ihm das komplette Ausmaß anzuvertrauen.

Einerseits glaub ich halt, würde ich gern per Email das Thema grob andocken, um mir Vorstellungen bei Therapeuten zu ersparen, die mit Thema ohnehin nix anfangen können.
Andererseits denke ich aber, wenn mir ein Therapeut per Email sagt, er behandelt das, und es dann aufgrund seines Auftretens wieder am Vertrauen meinerseits scheitert, das es dann beim Therapeuten blöd rüberkommt, wenn man dann zum Therapeuten sagt, das es meinerseits nicht passt.
Weil ich mir dann wiederum denke, wenn der Therapeut denkt, das er für mein Thema der Richtige wäre, das er dann sich denken wird, wenn Thema für beide passt, dann müsste doch automatisch mein vollstes Vertrauens gegenüber ihn da sein, und dieser dann wenig Verständnis hätte, wenn ich sagen würde, das er doch nicht der Richtige ist, weil es am Vertrauen scheitert .
Daher würde ich mich dann fast schon verpflichtet fühlen bei diesen zu bleiben, obwohl das fehlende Vertrauen dazu führen wird, das ich wieder das Ausmaß nicht preisgebe, was dazu führen wird, das mir die Therapie nicht viel helfen würde.

Aber wie ist es in der Zukunft, woran kann ich merken das ich endlich mal den für mich geeigneten Therapeuten gefunden habe, wo es natürlich notwendig ist, mein komplette Situation preiszugeben.

Denkt ihr es wäre gut, evtl. per Email schon bisschen zu schreiben, um was es geht, ob er das behandelt?

Und denkt ihr, es kommt beim Therapeuten blöd an, wenn man sagt, das man sich gefreut hat, das er das Thema mit mir behandeln würde, aber das es trotzdem am Vertrauen meinerseits scheitert, und ich lieber einen anderen suche?
Bei mir ist es sogar so, das ich mir denke das der Therapeut dann sogar böse auf mich wäre und sich angegriffen fühlen würde von mir, wenn ich ihm das sagen würde.
Aber wäre die Reaktion wirklich so, oder bilde ich mir das nur ein?

Und denkt ihr, wenn ich bei der ersten Stunde schon merken sollte, das wieder die Barriere da ist, was mir signalisiert, das mein Vertrauen nicht so weit reicht, um mit ihm über das komplett Ausmaß zu sprechen, das es dann der falsche ist und ich mir eine neuen suchen sollte oder denkt ihr am Anfang ist das normal, und man sollte trotzdem bei diesen bleiben?


Was die Notizen betrifft, diese finde ich grundsätzlich für eine gute Idee, allerdings fürchte ich werden diese nur helfen, wenn man beim persönlichen Gespräch auch zu dem Therapeuten so viel vertrauen hat, das man sich traut diese auszusprechen.

Habe jetzt das alles geschrieben, weil ich mich echt frage, ob ich einfach bei den falschen Therapeuten geblieben bin, und es nichtmal gemerkt habe.
Weil es wäre natürlich gut, wenn ich zukünftig nicht wieder bei den falschen bleiben würde, wo es aufgrund des fehlenden Vertrauens wohl zum scheitern verurteilt ist.
 
D

Die Katze

Gast
Danke auch für deine Antwort Die Katze

Das ich das Thema immer nur angedockt habe, gebe ich dir Recht, dass dem Therapeuten das ganze Ausmaß verborgen geblieben ist. Und gebe dir auch Recht das dieser mir nur helfen kann, wenn er ihm die komplette Situation preisgebe.


Allerdings eben die Frage, warum ist es bei den Therapeuten so gelaufen. Und was das betrifft würde ich sagen, weil man sich am Anfang ja kennenlernt, und bei dem Kennenlernen war es nicht so, das diese mir so unsymphatisch gewesen wären, das ich gleich gesagt hat, zu dem geh ich nicht wieder. Sondern für kleinere Probleme konnte ich mit denen gut reden, und hat mir das auch gut getan. Aber bei den sehr mit Scham behafteten Themen, war irgendso eine Barriere oder Sperre oder weiß nicht wie ich es sonst beschreiben soll, wo ich schon merkte das soweit mein Vertrauen nicht geht, ihm das zu offenbaren.
Vielleicht auch daher nur das andocken, weil ich beim andocken allein schon ein unangenehmes mulmiges Gefühl hatte, und es kam ja genau so eine komische Reaktion zurück, wo ich dann den Entschluss fasste, ihm das ganze Ausmaß nicht zu erzählen, weil er das Problem eh nichtmal ansatzweise nachvollziehen kann.
Glaube auch leider nicht, wenn ich dann alles offenbart hätte, das diese dann darauf eingegangen wären.



Ich denke bei den Therapeuten wo es so gelaufen ist, glaube ich war es schon so, das bei der ersten Therapiestunde schon irgendwas da war(an seim Auftreten, Verhalten, Charakter), wo ich eben bei mir eine gewisse Barriere gespürt habe, das bei Schamhaften Themen mein Vertrauen aufhört, weil ich nicht das Gefühl habe das er so Themen nur ansatzweise nachvollziehen kann. Nur das ich andererseits halt auch dachte, das es am Anfang normal ist diese Barriere zu spüren, aber auch dachte, das es sich mit der Zeit legt, wenn man sich besser kennenlernt. Nur leider war bei den Therapeuten wo ich war bis jetzt keiner dabei, wo sich das Vertrauen mit der Zeit soweit gesteigert hätte, das die Barriere verschwunden wäre.

Teilweise frage ich mich auch, wenn man ein neuen Therapeuten per Email anschreibt, sollte man da schon bisschen schreiben, um was es grob geht, und ob er sowas auch behandelt. Und hoffen das die Therapeuten wo das Problem nichtmal ansatzweise nachvollziehen können, das die dann gleich schreiben, das sie dafür der falsche Ansprechpartner sind.

Andererseits habe ich auch wieder Angst, wenn bei dem Schreiben dann doch jemand dabei wäre, der das bejahen würde, das er das behandelt bzw. nachvollziehen könnte, das es dann trotzdem beim ersten persönlichen Gespräch sich herausstellen könnte, das es am Vertrauen meinerseits scheitert, wenn irgendwas an sein Auftreten mich wieder hemmt (bsp. Wenn mir der Therapeut rein vom Anblick her streng und dominant und vom Charakter her eher kühl rüberkommt) dann glaube ich würde bei mir schon wieder die Barriere kommen, wo ich mir schon wieder nicht vorstelllen könnte ihm das komplette Ausmaß anzuvertrauen.

Einerseits glaub ich halt, würde ich gern per Email das Thema grob andocken, um mir Vorstellungen bei Therapeuten zu ersparen, die mit Thema ohnehin nix anfangen können.
Andererseits denke ich aber, wenn mir ein Therapeut per Email sagt, er behandelt das, und es dann aufgrund seines Auftretens wieder am Vertrauen meinerseits scheitert, das es dann beim Therapeuten blöd rüberkommt, wenn man dann zum Therapeuten sagt, das es meinerseits nicht passt.
Weil ich mir dann wiederum denke, wenn der Therapeut denkt, das er für mein Thema der Richtige wäre, das er dann sich denken wird, wenn Thema für beide passt, dann müsste doch automatisch mein vollstes Vertrauens gegenüber ihn da sein, und dieser dann wenig Verständnis hätte, wenn ich sagen würde, das er doch nicht der Richtige ist, weil es am Vertrauen scheitert .
Daher würde ich mich dann fast schon verpflichtet fühlen bei diesen zu bleiben, obwohl das fehlende Vertrauen dazu führen wird, das ich wieder das Ausmaß nicht preisgebe, was dazu führen wird, das mir die Therapie nicht viel helfen würde.

Aber wie ist es in der Zukunft, woran kann ich merken das ich endlich mal den für mich geeigneten Therapeuten gefunden habe, wo es natürlich notwendig ist, mein komplette Situation preiszugeben.

Denkt ihr es wäre gut, evtl. per Email schon bisschen zu schreiben, um was es geht, ob er das behandelt?

Und denkt ihr, es kommt beim Therapeuten blöd an, wenn man sagt, das man sich gefreut hat, das er das Thema mit mir behandeln würde, aber das es trotzdem am Vertrauen meinerseits scheitert, und ich lieber einen anderen suche?
Bei mir ist es sogar so, das ich mir denke das der Therapeut dann sogar böse auf mich wäre und sich angegriffen fühlen würde von mir, wenn ich ihm das sagen würde.
Aber wäre die Reaktion wirklich so, oder bilde ich mir das nur ein?

Und denkt ihr, wenn ich bei der ersten Stunde schon merken sollte, das wieder die Barriere da ist, was mir signalisiert, das mein Vertrauen nicht so weit reicht, um mit ihm über das komplett Ausmaß zu sprechen, das es dann der falsche ist und ich mir eine neuen suchen sollte oder denkt ihr am Anfang ist das normal, und man sollte trotzdem bei diesen bleiben?


Was die Notizen betrifft, diese finde ich grundsätzlich für eine gute Idee, allerdings fürchte ich werden diese nur helfen, wenn man beim persönlichen Gespräch auch zu dem Therapeuten so viel vertrauen hat, das man sich traut diese auszusprechen.

Habe jetzt das alles geschrieben, weil ich mich echt frage, ob ich einfach bei den falschen Therapeuten geblieben bin, und es nichtmal gemerkt habe.
Weil es wäre natürlich gut, wenn ich zukünftig nicht wieder bei den falschen bleiben würde, wo es aufgrund des fehlenden Vertrauens wohl zum scheitern verurteilt ist.
Hm, ich glaube, die Themen Scham, Vertrauensprobleme und "Was würden die Anderen denken?" könntest du auch in deiner Therapie mit einbeziehen. Hinter jeder Angst steckt oft mehr dahinter als das eigentliche Angstobjekt.

Der mit Höhenangst, sorgt sich in Wahrheit mehr um das Fallen, als um die Höhe an sich.
Der, der sich vor der Dunkelheit fürchtet, hat er eher vor dem Angst, das etwas in der Dunkelheit sein könnte, was er nicht sieht, als vor der Dunkelheit selbst.
Der Hypochonder hat sogar mehrere unbewusste Sorgen (Lebe ich richtig? Sorge ich gut um mich? Verpasse ich was wenn ich sterbe?), die er mit seiner Angst vor eingebildeten Krankheiten zu kompensieren versucht.

Ähnlich wird es wahrscheinlich mit deiner Schwangerschaftsangst zu tun haben, dass in dir gewisse Komplexe, Sorgen und Glaubenssätze schlummern, die indirekt mit deiner Phobie in Verbindung stehen und es dir in Wahrheit gar nicht um die Schwangerschaft an sich geht.
 

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