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Innere Leere und Kraftlosigkeit

Groby

Mitglied
Danke, das ihr gewillt seid, meinen Text zu lesen und vielleicht auch den einen oder anderen Kommentar zu hinterlassen!

Ich sag es euch lieber gleich: Der Text ist eher ne Momentaufnahme, so wie man es vielleicht in ein Tagebuch schreibt und ich behaupte mal, das er auch etwas wirr ist. Aber so wie ich ihn schreibe, so sieht es gerade in meinem tiefsten Inneren aus. Ein Chaos an Gefühlen gepaart mit Leere und Kraftlosigkeit. So würde ich mein Inneres beschreiben.

Worum geht es eigentlich? Tja, diese Frage stelle ich mir selbst grad, denn ich weiß es selber nicht genau worum es gerade geht. Gestern war noch alles weitestgehend in Ordnung, auch wenn ich mal wieder hinter meinem Übergangsgeld herlaufen musste weil die Damen und Herren bei der Rentenversicherung nicht lesen können was sie selber in den Computer eingegeben haben. Aber trotzdem, ich fühlte mich auf alle Fälle relativ normal.

Heute Morgen aber bin ich aufgewacht und ich merkte sofort, irgendwas stimmte nicht. Als ich aufstehen wollte machten meine Beine was sie wollten, nämlich erstmal wieder zusammenklappen. Just beim Frühstück in der Mensa, fing es an: Ich habe mein Brötchen fallen lassen und musste auf einmal so mir nichts dir nichts weinen! Das schlimme ist, ich wusste nicht mal warum! Jetzt nach fast zwei Stunden wird mir immer mehr bewusst, welche Gedanken und Gefühle ich habe und was das in mir mehr oder weniger macht.

Im Moment bin ich erstmal verliebt! Und zwar das erste mal im Leben so richtig (Und ich bin 39!). Nur das der andere Mann (Ja ich bin schwul) diese Liebe nicht erwidern kann, weil er hetero ist. Ich vermisse ihn und immer wenn ich an ihn denke dann zieht sich in mir alles zusammen, weil es so weh tut. Ich werde ihn nie so erleben, wie ich es gerne hätte, auch wenn wir in den zwei Jahren, die wir uns kennen, richtig dicke Freunde geworden sind. Aber kann diese Freundschaft überhaupt bestehen, wenn ich ihn so liebe und meine Fantasie mit mir durchgeht wenn er mir gegenübersteht? Ich weiß es nicht. Das macht mir Angst... Ich glaube ich werde ihn meiden müssen, sonst schaffe ich das nicht. Diese Erkenntnis tut noch mehr weh.

Ich mache grad ne Umschulung. Im Januar habe ich die Prüfung versemmelt und muss im Mai ne Nachprüfung machen. Ich packe das nicht, da bin ich mir sicher. Ich sitze im Unterricht und versteh kein Wort von dem was man mir da erzählt. Ich lerne jeden Tag 8 Stunden (inclusive Unterricht) aber ich kapiere nichts! Das macht mir Angst... Ich will nicht wieder ein Harzt IV-Empfänger werden, aber so wie es jetzt aussieht, werde ich wohl nicht drum rum kommen. Auch der Nachhilfeunterricht hat bei mir noch nicht wirklich was gebracht.

So wie ich mich grad fühle, so leer und kraftlos, so sieht es auch um mich herum aus. Leer! Ich habe hier niemanden (Ich wohne während der Umschulung in einem Berufsförderungswerk) mit dem ich reden kann, außer die Psychologen. Aber die nehmen einen auch nicht in den Arm und drücken mich mal. Ich fresse alles in mich rein. Ich vermisse meine alte Klasse (Das klingt, als wenn ich ein Pennäler wäre und nicht ein Erwachsener) in der ich dazu gehörte und auch durchaus der eine oder andere da war, wenn es mir schlecht ging. Die haben alle ihre Prüfung bestanden und sind wieder zuhause. Jetzt ist keiner mehr da und ich bin hier wieder alleine. So wie es in meinem Leben immer gewesen ist. Ich glaube, das wird auch so bleiben. Auch das macht mir Angst... Ich glaube wenn es denn mal soweit ist, wird außer meine Familie keiner an meinem Grab stehen.

Wenn ich nach hause komme (also da wo ich eigentlich wohne) wartet keiner auf mich. Es fragt mich niemand, wie mein Tag war, ob es mir gut geht. Es ist niemand da, der sich mit mir aufs Sofa kuschelt und den Tag ausklingen lässt, oder der mich morgens mit einem freundlichen Guten Morgen begrüßt...

Manchmal frage ich mich, warum ich überhaupt auf die Welt gekommen bin. Man sagt ja das Leben hat immer einen Sinn. Aber was hat es denn für einen Sinn, wenn man so leiden muß? Wem nützt es denn was, wenn andere Menschen einsam und allein sind und vor lauter Problemen nicht mehr weiter wissen? Wenn es ne Prüfung, von wem auch immer, ist, was will der oder die denn Prüfen und wozu soll das gut sein? Mal abgesehen davon, diese Prüfung dauert bei mir aber schon fast 15 Jahre, wie lange soll sie denn noch dauern?

Oder soll das ne Strafe sein, so wie einige Kirchenleute es mir weiß machen wollten? Dann frage ich mich wofür? Was ist das für ne Strafe, wenn mir keiner sagt was ich verkehrt gemacht habe und wie ich den Fehler vermeiden kann?

Kurz gefragt: Wer bin ich und wenn ja warum?

Fragen über Fragen und keine Antwort da rauf. Nur immer wieder neue Fragen und Probleme. Ich drehe mich Kreis. Habe ich ein Problem dann doch mal gelöst, stehe ich vor dem nächsten und die ganze Sche...e geht wieder von Vorne los!

Ein Bekannter hat mal gesagt ich soll auf hören zu jammern und den A**** bewegen. Denn von allein kommt das Glück nicht. Ich will doch gar kein Glück mehr haben. Zumindest nicht das Glück, was andere gemeinhin als Glück bezeichnen. Ich möchte einfach nur Freunde haben, eine Partner der mich bis ans Lebensende begleitet und die Gabe die anstehenden Probleme und Sorgen zu lösen. Mehr nicht. Ist das zuviel verlangt? Ich brauche keine Reichtümer. Mir reicht es, wenn ich am Monatsende wenigstens noch einen Notgroschen über hätte, den ich dann zur Seite legen kann. Im Moment habe ich nur 50 Cent. Ich kann ja froh sein, das ich während der Umschulung zu Essen bekomme...

So, ich glaube ich mache hier jetzt mal Schluss. Es hat gut getan hier alles von der Seele schreiben zu können und ich bin froh das es diese Seite gibt, auch wenn Hilferuf.de sicherlich nicht den Freund ersetzen kann. Ich bedanke mich schon mal bei Euch, das Ihr bis hier her gelesen habt. Und wer weiß, vielleicht finde ich hier ja den ein oder anderen Freund, mit dem man die berühmten Pferde stehlen kann... Aber das nur so am Rande, denn dies ist ja nun mal ne Hilfeseite und keine Partnerbörse..

Schönen Tag noch

Groby

Groby
 

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T-Bone

Mitglied
Ein Bekannter hat mal gesagt ich soll auf hören zu jammern und den A**** bewegen. Denn von allein kommt das Glück nicht. Ich will doch gar kein Glück mehr haben. Zumindest nicht das Glück, was andere gemeinhin als Glück bezeichnen. Ich möchte einfach nur Freunde haben, eine Partner der mich bis ans Lebensende begleitet und die Gabe die anstehenden Probleme und Sorgen zu lösen. Mehr nicht. Ist das zuviel verlangt? Ich brauche keine Reichtümer. Mir reicht es, wenn ich am Monatsende wenigstens noch einen Notgroschen über hätte, den ich dann zur Seite legen kann. Im Moment habe ich nur 50 Cent. Ich kann ja froh sein, das ich während der Umschulung zu Essen bekomme...
Also zuerst mal sprichst Du mir aus dem Herzen mit deiner Beschreibung nach dem Sinn des Lebens, wenn um einen herum alles dunkel und grau scheint. Ich hab für mich mal entschieden, das mein Sinn im Leben schon darin bestehen kann das ich möglichst viel mache was mir Spass macht. Auch wenn das für andere Zeitverschwendung sein mag.

Deine Definition von Glück (weshalb ich es auch nochmal zitiert hab)... Also für mich persönlich ist all das was Du unter "nur" aufgezählt hast, ne Aufzählung von Glück haben. Und insofern hat dein Bekannter sicher nicht unrecht. Du suchst ne Beziehung? Geh in Szenekneipen und schau dich um. Geh rein, setz Dich an den Tresen und schau Dir die Leute an. Du fühlst Dich allein in deiner eigenen Wohnung? Ich hab mir ne Katze besorgt dagegen. Ist kein Mensch, aber ein Lebewesen das auf Dich angewiesen ist.

Vielleicht besteht der Sinn des Lebens einfach nur darin, immer einmal mehr aufzustehen als man zu Boden geworfen wird.

Glaub an Dich.

T-Bone
 

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