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In welchem Verhältnis steht ihr zu eure m/r Therpeuten / Therapeutin

Passiondancer

Mitglied
Hallo! Einfach mal aus reinem Interesse: Frage steht ja oben...
Ich selbst gehe seit ca. einem halben Jahr einmal die Woche zu einer Kinder- und Jugendpsychologin. (mit tiefenpsychologischer Ausbildung) Bis jetzt hatte ich 15 Sitzungen. Muss sagen mit dieser Psychologin hatte ich einen totalen Glücksgriff. Chemie hat direkt gestimmt zwischen uns. Sie dutzt mich (hat mir zu Anfang auch das "Sie" angeboten, aber mit 16 find ich "du" einfach sehr viel besser und auch einfacher:)
Ich sietze, einfach aus dem Respekt heraus.
Als wir uns für längere Zeit mal nicht gesehen haben (da war ich für 6 wochen in Kur) hat sie mich beim Wiedersehen zur Begrüßung umarmt. Fand ich sehr schön von ihr.
Hier meine Frage: gab es bei euch auch schon eine Umarmung beim Therapeuten? Ich persönlich finde es gar nicht schlimm, im Gegenteil, es hat mich eher bestärkt und es hat mir gerade in meiner Situation gezeigt, dass sie für mich da ist.

Wünsch euch nen schönen Abend!

Vanessa
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Vanessa,
ich arbeite zwar nicht direkt als Therapeut, aber
als psychologischer Berater und Coach - da sind
solche Themen auch auf der Tagesordnung, also
wie "nah" man einem Klienten kommen soll und
darf.

Nach einigen positiven Erfahrungen habe ich be-
schlossen, es so zu handhaben, wie ich es auch
mit normalen "Bekannten" machen würde: also
wenn mir danach ist und es passend scheint, gehe
ich über das Handgeben hinaus, klopfe z.B. auf die
Schulter, gebe beide Hände oder nehme auch mal
jemand herzlich in den Arm oder lasse mich in den
Arm nehmen.

Da solche Gespräche ja durchaus persönlich und
besonders sein können, wäre zu viel Künstlichkeit
eher schädlich (für beide Seiten). Denn obwohl
mich jemand für meine Zeit und Kenntnis bezahlt,
bleibe ich doch ein Mensch und bin nicht nur der
"Professionelle". Und das darf sich auch ausdrücken,
finde ich - und fahre gut damit.

Was du beschreibst klingt für mich auch passend
und angemessen und hilft sicher, gute Gespräche zu
führen.

Alles Gute!
Werner
 

weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Man muss zwischen therapeutischer körperlicher Nähe (also dem, was Tränenarm beschreibt) und normalem Kontakt unterscheiden.

Ich finde, das kommt sehr darauf an. Meine Therapeutin und ich haben uns zum Abschied umarmt, das war das einzige Mal. Für mich war das in Ordnung. Deins klingt auch gut.

Schwierig wird es, wenn die körperliche Nähe therapeutische Kompetenz ersetzen soll, damit irgendwelche Absichten verbunden werden. Dann wirds missbräuchlich und unprofessionell.
 

Rose

Urgestein
AW: Der gute Draht zum Therapeuten ist bekanntlich das heilende Agens!

Und zu einem guten menschlichen Draht und einer herzlichen, liebvollen und heilenden therapeutischen Begegnung gehört auch ein angemessener Körperkontakt, der natürlich immer feinfühlig den Möglichkeiten, Ängsten und Bedürfnissen des Klienten angepaßt werden sollte!
Ein Therapeut wird dafür bezahlt sich dein Gesabbel anzuhören und dazu gehört kein Körperkontakt außer sich die Hand zu geben.
 

bird on the wire

Aktives Mitglied
Der Körperkontakt zwischen meinem Therapeuten und mir beschränkt sich aufs Handgeben bei Begrüßung und Abschied. Ich glaube, bei der Mann-/Frau-Konstellation ist es noch mal besonders wichtig, diese Distanz zu wahren.

Mein Therapeut ist außerordentlich einfühlsam und mitfühlend, herzlich, ermunternd, stützend, herausfordernd und und und... Um das zu erleben braucht es keinen Körperkontakt. Die Energie seiner Empfindungen ist auch so spürbar. Ein Blick, ein Ein- oder Ausatmen, eine Geste das sagt sehr viel. Worte, Stimme, Sprechrhythmus, Pausen natürlich erst Recht. Heilende Energie benötigt sowieso keinen Körperkontakt.

Gleichwohl kann ich mir (einige wenige) Situationen und Konstellationen vorstellen, wo eine Umarmung auch mal angezeigt und akzeptabel sein kann. Z.B. als tröstende Umarmung bei einem sehr jungen Menschen, der einen sehr schweren Verlust erlitten hat. Oder in der von Tränenarm beschriebenen Sondersituation.

Aber wenn es sich nicht ausdrücklich um einen Körpertherapeuten handelt, halte ich die Gefahr, daß das therapeutische Verhältnis dadurch verschwimmt zumindest für beachtenswert und sollte vom Therapeuten verantwortungsvoll abgewogen werden.
 

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