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ich will sterben ...

ich erzähl euch erstmal die vorgeschichte, damit ihr meine Situation besser verstehen könnt ...
mein Opa ist schon sehr früh an Krebs gestorben ich glaub es war 1996 ... meine Oma ist lange Zeit alleine geblieben, aber irgendwann vermutlich sommer 2003 hat sie uns ihren neuen Freund vorgestellt ... sie waren so glücklich gemeinsam, ham viel unternommen, hatten die gleichen interessen usw. ... sie durften aber nicht lange glücklich, sie haben einen ausflug gemacht, meine Oma ist gestürzt und hat sich den arm gebrochen ... im krankenhaus dann die schreckliche diagnose, der ganze Körper voll Krebs ... kurze Zeit später (winter 2004) ist sie gestorben ...
ich konnte sie vor ihrem Tod nicht mehr sehen und vermiss sie bis heute ganz schrecklich .... :'(

Ihr Freund is uns aber erhalten geblieben und ein richtig guter Freund der Familie geworden ...
aber wie das leben so spielt ist er vor einer Woche gestorben ... es war absehbar ... weil auch er Krebs hatte
ich hab ihn davor noch gesehen, er hat mich immer mit meiner Oma verglichen und hat sich sehr darauf gefreut zu sterben und sie endlich wieder sehen zu dürfen ...

und jetzt bin ich einfach nur unglücklich, nicht weil er tot ist, sondern weil er bei meiner Oma sein darf ... ich hab noch nie so gefühlt, aber ich möchte grad einfach nur sterben ... ich will bei den beiden sein ...
 

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E

Eisfuchs

Gast
Warum willst du sterben? Da muss es doch noch andere Gründe geben? Schreib wenn du magst, was los ist, hier wird dir geholfen.

Ich habe auch erlebt, wie meine Großeltern gestorben sind und jetzt ist es bei meinem Onkel soweit. Trotzdem möchte ich nicht sterben.

Es ist nicht einfach das mitzuerleben, kenn ich, aber so ist nun mal das Leben. Man muss irgendwann gehen.

Sie bleiben aber im Herzen!
 
Q

*quasi*

Gast
Ja, das Gefühl habe ich auch, denn aus deinem thread spricht eine ungeheure Verlassenheit. Du erwähnst keine Familie, keine Freunde, keine Kollegen oder Mitschüler - nichts. Nur diese ungeheure Sehnsucht nach deiner Oma und ihrem Freund. Magst einfach mal etwas mehr aus deinem Leben erzählen, damit wir verstehen, was dein Leben so sehr schwer macht?
Alles Liebe quasimodo
 
Um allen hier die Angst zu nehmen, ich werde mich nicht umbringen, dazu bin ich vielleicht zu feige, aber die Angst mir dabei weh zu tun, ist einfach zu groß .... (klingt irgendwie lächerlich, aber ist tatsächlich so)

also erstmal zu der Frage ...ich möchte sterben, weil ich diese wahnsinns Sehnsucht nach meiner Oma hab und mir nichts mehr wünsch sie wieder zu sehen ...
aber auch meine anderen großeltern, ich hab in kürzester Zeit alle verloren ...

klar mein Leben ist grad nicht einfach, ich hab meine ausbildung abgebrochen und hab dadurch Depressionen bekommen, d.h. meine momentane Stimmung ist sehr labil. ich bin zurück gezogen zu meinen Eltern die mich sehr lieben, ich habe auch seit 2Jahren nen Freund der hinter mir steht und meinen Freundeskreis die mir alle super wichtig sind (und ich ihnen)
 
E

Eisfuchs

Gast
das ist normal, dass du erstmal trauerst und so wie ich sehe bist du auch nicht allein. Das ist gut!

Es ist nicht lächerlich, dass du dich nicht traust dir was anzutun, das ist auch normal und gut so!

Ich will dir da jetzt nicht zu nahe treten, aber hast du schon mal an eine Therapie gedacht? Du hast auch Depressionen
 
keine Angst, du tritts mir nicht zu nahe, vielen Dank für deine Hilfe ... und ja wegen meinen Depressionen bin ich in ärztlicher Behandlung, der mich alle 1-2Wochen sehen will.
Ich war auch schon bei mehreren Therapeuten, wobei wir bei der letzten Sitzung der Meinung waren, dass ich es mit ein paar einfachen Tricks und mit Hilfe von Medikamenten alleine mit meinem Arzt hinbekomm .... aber ja vielleicht sollt ich da nach den neusten Ereignissen nochmal hingehen
 
E

Eisfuchs

Gast
Gern geschehen. Ich helf doch gern!

Das hört sich gut an. Mach das, vielleicht sind die einfachen Tricks doch zu wenig

Ich geb dir Kraft, du schaffst das schon
 
O

Old-Lady

Gast
Hallo Little,
nein um Himmelswillen, das würde Deine Oma und Dein Opa keinesfalls wollen! Glaube mir, sie wollen Dich glücklich und fröhlich sehen! Sie haben Dich sicher sehr lieb gehabt, Du würdest sie mit Deiner jetzigen Einstellung sehr sehr traurig machen, glaube mir das. Lasse sie in Deinen Gedanken weiterleben, aber lebe Dein Leben! Du sollst Dein Leben geniessen, Du bist noch jung. Das Sterben ist der Lauf der Dinge, das kommt an jeden, die Zeit von Oma und Opa war eben abgelaufen. So musst du das verstehen und akzeptieren lernen. Im Gedenken an Deine lieben Grosseltern LEBE UND SEI GLÜCKLICH UND FROH ! Das hätten sie gewollt, da bin ich ganz sicher, denn ich bin selbst eine Omi.
Ich drück Dich mal ganz fest und wünsche Dir jetzt eine positive Einstellung zu allem.
Ganz liebe Grüsse an Dich
Old Lady
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

erst einmal mein herzliches Beileid zu deinen Verlusten. In so schneller Abfolge gleich mehrere geliebte Menschen zu verlieren ist sehr hart und will natürlich erst einmal bewältigt sein. Ich will dich nicht erschrecken aber ich war über deine Haltung ein wenig erschrocken..denn meiner Meinung nach verhältst du dich recht egoistisch indem du an deiner Oma klammerst, die indirekt über deine Mutter oder Vater das Leben geschenkt hat und deren Geschenk du offenbar ablehnst?...was deine Oma sicherlich sehr enttäuschen würde. Glaube mir: deine Oma hätte keine Lust darauf sich bei sich zu haben...jedenfalls noch nicht...wenn du bei ihr im Himmel oder sonstwo ankommen würdest würde sie dir sagen: "Mädchen hast du nen Knall?..sieh zu dass du fortkommst ins und im Leben!" Und dir dann nen Tritt in den Hintern geben der dich auf den Boden der Tatsachen bzw. des Lebens zurückbringen würde... Ich denke so zu denken wie du derzeit denkst machst du natürlich nicht absichtlich sondern eher krankheits- und depressionsbedingt..wogegen du umgehend was tun solltest.

Du hast ziemliche Verluste erlitten und ggf. keine ausreichende Trauerarbeit geleistet, d.h. den Schmerz in dir verschlossen anstatt ihn raus zu lassen...was dann bewirken kann dass man psychisch erkrankt. Ich vermute bei dir Depression mit suizidalen Anteilen und erneuter Mit-Auslöser war der neue Verlust. Gegen Depressionen gibt es gute Therapien, was du ja bereits zu wissen scheinst... Mach diese Therapien erneut (und lange genug und sorgfältig genug) , geh also ggf. in eine Klinik oder zu einem Psychiater und begleitend zum Psychologen in dem du Seelenhygiene und Trauerarbeit nachholst..damit diese Auslöser erstmal bewältigt werden. Es gibt immer mehrere Auslöser, die Trauer allein wird es nicht gewesen sein..du selber musst mal mit einem guten Therapeuten gucken wo deine Auslöser liegen damit du dich mehr stabilisierst und nicht zu oft akut wirst. Depressionen können immer wieder ausbrechen, müssen das aber nicht...wenn man ein wenig Skillstraining macht und Vorsorge trifft kann man sich ganz gut stabil halten...
Bei einer Depression können dich Hinweise wie "lebe glücklich" oder "denke positiv" wenig aufbauen und helfen wenig...denn dein Gehirn ist im Ungleichgewicht (Oft Mängel an Hormonen und Lithium und anderen Stoffen die man medikamentös ausgleichen muss und zwar möglichst schnell bevor das Gehirn das unnormale Ungleichgewicht als Normalität definiert und sich die Depression manifestiert, also festsetzt,,also schnell zum Facharzt!) was zur Folge hat dass du nicht mehr normal denkst...du denkst und bewertest alles extrem negativ, bist antriebslos, total niedergeschlagen, hast Selbstmordgedanken, die nicht deine sondern krankheitsbedingte Gedanken sind und du daher nicht auf diese Gedanken hören solltest. Kurzum: dein Gehirn ist derzeit außer Kontrolle und du musst zusehen wie du es wieder so schnell wie möglich ausreichend unter Kontrolle kriegst. Eine medikamentöse Therapie (aber sorgfältig inklusive sehr langsamen Ausschleichen etc.) kann dich da relativ schnell wieder aufbauen. Auf Dauer solltest du jedoch auch tablettenvermeidende Methoden für dich finden und in deinen Alltag einbauen um stabil zu bleiben...regelmäßige Seelenhygiene (sprich quatschen mit Freunden etc. und zwar über ALLES, radikal also Seelenstriptease) gute Ernährung (die auf Depressionskrankheit optimiert ist...Ökotrophologen oder Arzt fragen), genügend Schlaf, Drogen meiden, viel Sport und Bewegung, Stressbewältigungsstrategien lernen etc. etc.

Geh nochmal zum Facharzt, erzähl offen deine Probleme lass dich behandeln. Ich denke auch deine Großmutter hätte das von dir erwartet.
Du ehrst die Toten würdig indem du nicht anhaftest sondern sie ziehen läßt und ihr Andenken in Ehren hältst indem du dich aufrichtig bemühst glücklich und v.a auch gesund zu leben. Wann es für dich Zeit ist zu sterben solltest nicht du bestimmen...insbesondere nicht wenn du höchstwahrscheinlich krank bist und nicht klar denken kannst im Moment.

Viel Erfolg!
Tyra

Meine Empfehlung: Kombitherapie psychiatrisch-medikamentös + psychologisch (Verhaltenstherapie, Skillstraining), dazu nach Abklingen der Akutphase konsequentes Sportprogramm, u.a. Kampfsport

achja und auch noch wichtig...die Disposition zur Depression scheint bei dir Anlage zu sein...mach dich fachkundig wie die Krankheit funktioniert, mach ne Liste deiner Auslöser, erarbeite dir nen Plan wie du vermeiden kannst erneut akut zu werden. Kannst du alles in einer Therapie erledigen...ist Arbeit..heißt ja auch Therapiearbeit...diese Arbeit solltest du für dich und auch damit für deine Oma (die dich mit geschaffen hat) erledigen
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
Ist man lange genug allein kracht die weltanschauung in sich zusammen.ich hatte ne menge freunde.eine gruppe von menschen die mich so akzeptierten so wie ich bin.die mich liebten so wie ich bin.seit jahren bin ich alleie.ab und zu muß ich in diese welt hinaus.
es klappt nicht mehr. nix klappt mehr.
jetzt bin ich nur noch allein.das net hilft mir auch nicht.
immer nur allein.
Leben will ich!!!!! aber wie??????
ich will nich alleie sterben.

BYE !!!!!!
 

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