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Ich will nicht mehr leben

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Gast

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Ich fühle mich leer und nicht gewollt. Das Leben ist nur noch eine Qual und tut weh. Ich will einfach nicht mehr leben. Seit meiner Kindheit wollte ich nur eines und habe alles dafür getan: eine Familie. Aber alle anderen haben immer dagegen angekämpft. Ich komme aus einer zerrütteten Familie. Wahrscheinlich bin ich auch etwas selbst schuld, ich bin einfach zu sehr verletzbar und zu sensibel. Ich fühle mich allein und unverstanden. Immer habe ich eingesteckt in der Hoffnung, das am Ende alles gut wird. Aber nein am Ende war ich immer der Verlierer. Ich fühle mich ausgenutzt und weggeschmissen. Ich habe immer alles getan für meine Eltern und Geschwister. Alles. Weil ich sie liebe. Ich ertrage diesen Schmerz nicht mehr. Ich habe schon oft über den Tod nachgedacht und wünsche mir auch jetzt manchmal tot zu sein.
 

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*lisa-marie*

Gast
was ist denn mit deiner Familie?
wisrt du von deiner familie nicht angenommen oder was? und wieso fühlst du dich nicht gewollt?
versuch doch mal mit deinen freundenzu reden, das hilft bestimmt.
aber denke ja nicht überselbstmord nach! Es ist es einfach ncht wert..
versuch möglichst viel über deine probleme, und bitte denk nicht an ritzen oder selbstmord.
wenn du möchtest,
kannst du gerne erzählen was dich bedrückt screib einfach über deione probleme und ich denke,
ein paar hier könnten dir helfen..
ich persohnlich habe damit keine efahrungen gemacht, aber vllt. ein paar andere hier..
lg,
lisa-marie:)
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,
es gibt mehr Menschen wie dich, die auch das Ziel haben, eine Familie zu gründen - sogar sehr viele, auch sensible und verletzbare Menschen wie dich. Wie hast du denn bisher versucht, einen Partner dafür zu finden? Bestimmt gibt es noch was, das du nicht versucht hast. Ich will dir nur nicht die ganze Liste hier reinschreiben und was empfehlen, das du schon erfolglos probiert hast ...
Gruß, Werner
 
Q

*quasi*

Gast
Gast, bitte melde dich nochmal. Ich mache mir Sorgen um dich nach deinem Posting. Es klang so ernst und so hoffnungslos.
Bitte bleib mit uns im Gespräch!!!
LG quasimodo
 
G

Gast

Gast
Die Scheidung meiner Eltern war im ersten Augenblick eine Erlösung. Den täglichen Streit und manchmal sogar auch Gewalt, konnten ich und meine Geschwister auf Dauer nicht weiter ertragen. Und sie selbst auch nicht. Mein kleiner Bruder kam zur gleichen Zeit ins Heim, weil meine Eltern einfach keinerlei Interesse an ihn gezeigt haben. Nur wir Geschwister hielten den Kontakt untereinander. Meinen Eltern war es scheinbar egal, was mit ihrem jüngsten Sohn passiert. Wir mussten schon früh Verantwortung für uns selbst übernehmen. Meine Mutter kümmerte sie so gut wie um nichts, schlaf bis in die Mittagsstunden. Hingegen ist mein Vater das totale Arbeitstier. So trennten sich meine Eltern und hassen sich gegenseitig bis heute. Meine Mutter ist wie es aussieht nun schon lange psychisch krank, was wir aber erst seit nicht so langer Zeit wissen. Es begann damit das sie ihre Nachbarn bei Tag und Nacht belästigte. Sie hört Stimmen, die über sie lästern und sie belasten wie sie immer sagt. Sie hat mittlerweile einen richterlichen Vormund. Ohne das Verständnis des Vermieters wäre sie wahrscheinlich schon obdachlos. Ich habe sie gezwungen mit mir in die Psychatrie zu fahren, was auch geklappt hat. Als ich dann weg war, wollte sie die Klinik sofort verlassen und hat dort randaliert. Die zuständige Ärztin ließ sie aber nicht mehr fort und seitdem ist sie in der Geschlossenen. Wahrscheinlich Schizopfrenie. Bisher ist sie nicht sehr kooperativ. Mir kommt es so vor als müsste ich mich um alles kümmern. Mein Vater z.B. steht jetzt wieder kurz vor der Arbeitslosigkeit und erwartet meine Hilfe. Alle haben Erwartungen an mich. Eigentlich wollte ich schon seit längeren ausziehen, ich wohne noch bei meinem Vater. Aber ich weiß nicht ob es das richtige ist, ich meine wer kümmert sich dann um all die Dinge? Meine Mutter würde mir dann bestimmt Vorwürfe machen. Überhaupt ist unser Verhältnis nicht das Beste. Nicht mal gut.
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,
ich denke, du hast das Richtige gemacht, als du mit deiner Mutter in die Klinik gegangen bist. Das ist zwar hart, aber die Alternativen sind schlimmer.

Was die Erwartungen betrifft, die andere an dich haben oder noch haben könnte scheint mir, du könntest mit einer eigenen kleinen Wohnung wenigsten ab und zu ein bisschen Privatsphäre und Ruhe bekommen - und dich ja trotzdem je nach Situation um die Arbeit bei deinem Vater kümmern. Aber du hättest eine Wahl und Ausweichmöglichkeit, die dir jetzt fehlt.

Es ist ja auch niemand geholfen, wenn du irgendwann zusammenklappst und gar nicht mehr kannst.

Gruß, Werner
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

Ich habe immer alles getan für meine Eltern und Geschwister. Alles. Weil ich sie liebe. Ich ertrage diesen Schmerz nicht mehr. Ich habe schon oft über den Tod nachgedacht und wünsche mir auch jetzt manchmal tot zu sein.
leider war das ein Fehler..immer alles für andere zu tun...anstatt mal was für sich selbst. Wenn man sich nur nach den Erwartungshaltungen anderer richtet wird man zwangsläufig depressiv. Die psychische Labilität bzw. Anlage zu Depressionserkrankungen oder Schizophrenie (meist läuft beides zusammen es gibt Depressionen mit schizophrenen Anteilen oder Schizophrenie mit depressiven Anteilen etc...) scheint zudem in eurer Familie genetisch mit bedingt zu sein. Zudem spielen natürlich auch noch Umweltbedingungen (Überbelastung oder Unterforderung, ungesunde Lebensweise, ungünstige Verhaltensgewohnheiten etc.) mit rein.

Du brauchst also offenbar auch selber psychiatrische und psychologische Behandlung, da du an einer akuten Depression erkrankt bist oder kurz vor dem Burn Out stehst..kein Wunder bei dieser Überbelastung. Kennzeichen von Depressionen sind stark eingeengte und stark negativ eingefärbte Gedanken, Selbstmordgedanken...man ist niedergeschlagen, antriebslos, isoliert sich ab, sieht in nix einen Sinn mehr. Das liegt an einem biochemischen UNgleichgewicht im Gehirn (was die Ärzte als Depression bezeichnen) und ist an sich relativ gut und einfach behandelbar.
Danach geht allerdings der etwas schwierigere aber dennoch von dir (im stabilen Zustand, also nach der Behandlung der Depression) bestimmt zu meisternde Teil los: dein Leben so um zu gestalten, dass du deine Auslöser künftig meidest.
Du wirst dein Denken, dein Verhalten in einigen Punkten ändern müssen...damit die Depressionserkrankung nicht mehr akut wird.
Gut gegen Depressionen sind: genügend Sozialkontakte, sich selbst glückliche, ausgeglichene Momente schaffen, viel Sport machen, Drogen meiden, genügend Schlaf, Seelenhygiene (= regelmäßig offen mit Menschen über ALLES reden..aber auch face to face..nicht nur versteckt im Internet), aktive Lebensgestaltung etc. etc.

Das mit dem Vorschlag von Werner und der Privatwohnung halte ich ebenfalls für ne gute Idee...

Tyra

achja....betr. Mutter in Klinik zwangseingewiesen...gut gemacht!! alles andere wäre eher verantwortungslos gewesen...man kann einen akut psychisch Kranken nicht zu Hause angemessen versorgen...dazu braucht es Fachärzte...Dasselbe wie für deine Mutter gilt da natürlich auch für dich!
Das mit dem Randalieren und fehlender Einsicht kenne ich auch von meiner damals psychisch erkrankten Schwester, gehört leider oft zum Krankheitsbild dazu...da muss man jedoch konsequent bleiben und zwar solange bis der Betreffende angedoct ist also Einsicht zeigt und freiwillig fachärztliche HIlfe zulässt bzw. in den Therapien mitarbeitet...Es mag zwar hart klingen, aber ein therapieunwilliges Familienmitglied würde ich aus der family raus schmeissen...jeder, auch der Erkrankte sollte seinen Beitrag zum FAmilienleben leisten, wozu auch bei Krankheit Therapiewilligkeit gehört...sowas sollte selbstverständlich sein.
Richtig helfen will erst einmal gelernt sein..dazu braucht es Fachkenntnis, Abgrenzungsvermögen (genügend inneren Abstand) und Herz + Verstand. Nur mit dem Herzen also Mitleid bringt gar nix sondern oft eher Gefährdung des Erkrankten...
GGü den Erwartungen anderer muss man sich aus überlebenstechnischen Gründen ausreichend abgrenzen. Klar suchen die Menschen im Umfeld immer einen braven Packesel auf den sie alles laden können...das ist typisch menschlich. Menschen sind nun einmal Raubtiere, die den Weg des geringsten Widerstandes gehen.
Dein Vater ist übrigens erwachsen und kann sich alleine kümmern..und falls noch nicht wird es Zeit dass er das was er noch nicht kann (in Sachen Haushalt z.B) dazu lernt...oder dafür ne Putzfrau engagiert. Spiel nicht die Elli für Papi, sondern achte darauf dein eigenes Leben auf zu bauen und zu leben!
 
G

Gast

Gast
Wow danke. Vielen Dank für eure Zusprüche. Ich habe eigentlich niemanden mit dem ich wirklich über meine Sorgen sprechen kann. Ich denke das die die ich kenne mich nicht verstehen würden. Aber es hat wirklich gut getan sich mal hier ein Stück weit zu öffnen und eure Reaktionen dazu zu lesen. Das tut gut. Wenn ich mir die Schicksale anderer Menschen hier durchlese, dann komm ich mir mit meinen Problemen lächerlich vor. Ihr habt recht, ich sollte mich mehr auf mich und mein Leben konzentrieren und auf das was mir gut tut. Aber wenn halt alles zusammen kommt, dann ist es wieder so weit. Und ich fühle mich down und niedergeschlagen. Was aber sehr schnell wechseln kann und plötzlich ich fühle mich wieder gut. Ich habe schon erkannt das ich zu Depressionen neige. Und ich habe auch Angst davor eines Tages wie meine Mutter zu erkranken.
 

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