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Ich werde zur Gefahr für mich und andere

Mensch21JH

Neues Mitglied
Es kann sein, dass man wegen meinem Namen in diesem Forum denkt, ich würde es mit meinem Anliegen nicht ernst meinen, aber dem ist nicht so, ganz im Gegenteil. Ich denke seit Jahren darüber nach, mir Hilfe zu suchen, weil ich damit rechne, dass es irgendwann zu spät sein wird, wenn es das nicht schon ist. Die meiste Zeit glaube ich, keine psychischen Probleme zu haben und, wenn ich es doch so auslegen muß, denke ich oft, ich bin nicht viel gestörter, als die meisten anderen Menschen um mich, aber die Wahrheit ist wohl, dass ich es doch bin. Vor ein paar Jahren gab´ es ein Ereignis in meinem Leben, während dem ich einen psychischen Schaden erlitten haben muß, falls das nicht schon vorher passiert ist. In der folgenden Zeit fing ich jedenfalls an, das Leben zu verachten. Was immer es ist, in seinem Wesen ist es widerlich. Ich entwickelte eine sexuelle Identitätsstörung, die sich dadurch äußert, dass sich meine Sexualität ständig ändert. Dadurch lehne ich eine Beziehung ab. Ich habe extreme Gewaltfantasien und ich lebe und handle im Prinzip nur noch aus Rücksicht vor einer Hand voll Menschen. Niemand um mich herum weiß das. Ich bin für meine Mitmenschen "normal". Und jetzt überlege ich schon wieder, ob das wirklich Rücksicht ist, oder ob ich ein Soziopath bin, der alle nur an der Nase herumführt. Ich weiß nicht, was ich bin, aber ich habe Grenzen überschritten und Dinge getan, wegen denen ich im Gefängnis sitzen könnte. Bis jetzt hat durch mich noch niemand direkt Schaden erlitten, aber ich halte es für möglich, dass das passiert. Ich muß herausfinden, was mit mir los ist. Ich suche auf diesem Weg eine Sprechstunde, ein Gespräch, irgendetwas. Ich lehne es ab, mich das Geld kosten zu lassen und ich will von niemandem beraten werden, der mir Schwachsinn erzählt, wie: "Die Rettung ist Jesus" oder am besten niemandem, der überhaupt irgendwie religiös ist.
 

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Hallo!

Das du hier dein Problem schilderst ist doch schon mal Anfang!
Während meiner Therapie habe ich gemerkt,dass die Menschen,die von sich behaupten kein Problem zu haben,die schlimmsten sind.
Ich würde dir dringend raten dir Hilfe zu holen!Einen Psycholgen zum Beispiel....
Warum denkst du,ändert sich deine Sexualität?Warum kannst du nich bi sein?
Was war denn das für ein Ereignis was dich so verändert hat?
 
Q

*quasi*

Gast
Hm, Mensch21JH - du schilderst ausführlich deine Situation, forderst Rat und Hilfe ein, gibst aber gleichzeitig vor, wie dieser auszusehen hat oder eher, wie nicht.
So funktioniert das nicht, fürchte ich.
Gruß quasimodo
 

Mensch21JH

Neues Mitglied
Hallo!

Das du hier dein Problem schilderst ist doch schon mal Anfang!
Während meiner Therapie habe ich gemerkt,dass die Menschen,die von sich behaupten kein Problem zu haben,die schlimmsten sind.
Ich würde dir dringend raten dir Hilfe zu holen!Einen Psycholgen zum Beispiel....
Warum denkst du,ändert sich deine Sexualität?Warum kannst du nich bi sein?
Was war denn das für ein Ereignis was dich so verändert hat?
Ich habe in dieser Hinsicht kein Vetrauen in die ärztliche Schweigepflicht. Ich bin bi und so ziemlich alles andere, nur eben unregelmäßig abwechselnd.
Das Ereignis war, dass ich durch meinen Hass jemanden verloren habe. Deswegen habe ich versucht, mich umzubringen. Es hätte fast funktioniert, aber eben nur fast. Erst danach realisierte ich mögliche Folgen für meine Mitmenschen. Aus Scham habe ich es nicht noch einmal versucht. Ich beschloß, meine Probleme nur noch in den Hintergrund zu stellen, was mir aber nicht immer gelingt. Danach fing ich an, mich zu verändern.
Und du, wasdennnun? Was ist mit dir? Warum bist du unzufrieden?
 
Zuletzt bearbeitet:

coraeins

Mitglied
Halloechen,

ich wuerde mich gerne in deine Gedanken und deine Gefuehle miteinklinken. DAS hat mehrere Gruende: der fuer mich wichtigste ist, dass ich einen guten, mir sehr wichtigen Freund habe, der mir sehr sehr aehnliche Gedanken geschildert hat.
Auch ER verspuert enormste Aggression und Wut in sich, laut seinen Gedanken wuerde er am liebsten die ganze Menschheit ausrotten, wohl weil wir Menschen die Erde kaputt machen usw. Auch er haelt sich zurueck. Sein Grund sind seine Eltern, die es nicht verkraften wuerden, dass ihr einzigster "uebrig geliebener" Sohn (der andere ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen) so etwas tut.
Nunja, es gibt, wie ich das glaube zu erkennen, noch mehr Parallelen.

Ich zerbreche mir, auch wenn es eigentlich nicht meine Aufgabe ist, den Kopf, wie ich ihm sinnvoll helfen kann. Ich denke, dass der Wille, es zu aendern Grundvoraussetzung ist, es anzugehen. Ausserdem denke ich, dass es ok ist, eine helfende Hand zu reichen.

Was ich mich nun frage:
Welche Therapieform ist da hilfreich? Verhaltenstherapie? Gespraechstherapie? sonstiges?

Ich denke, du kannst trotz allem Stolz auf dich sein, denn du versuchst das Thema anzugehen, kannst es in Worte fassen und bisher hast du dich ja erfolgreich kontrollieren koennen. Versuch dich doch daran "festzuhalten", DASS du es bisher geschafft hast, dich selbst zurueck zu halten.
Ich denke nicht, dass es immer Sinn macht, den Ursprung solcher Gedanken und Gefuehle zu suchen, man wird sie wohl nicht immer finden koennen. Eher solltest du lernen, zu akzeptieren, DASS es eben so ist und dass du ab nun lernen moechtest, es zu aendern.
Im Grossen und Ganzen ist es DEIN Wille, der dich diesen Weg gehen laesst. Man kann dir nur helfend die Hand reichen, aber nicht den Weg fuer dich gehen.
Ich kann dir nur sagen, dass der Weg sicherlich hart, steinig und auch mit Rueckschlaegen gepflastert sein wird, aber wenn du dich irgendwann mal, nach einiger Zeit umdrehst, wirst du sehen, dass du doch mehr Weg geschafft hast, als du dachtest.

Bei Momo sagt der Strassenkehrer Bepo immer etwas a la:

"Es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man."

Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort:
"Und dann fängt man an, sich zu beeilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen."

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter:
"Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten."

Vielleicht kannst du dir Beppo als "Beispiel" nehmen.

Und ja, ich glaube, ab einer bestimmten Belastung muss man sich einen Fachmann als Hilfestellung suchen. Wo man ihn findet und dass man auch hierbei immer wieer Rueckschlaege haben wird, denke ich, ist ebenfalls normal

Ich hoffe, dir erstmal nen bisschen geholfen zu haben

coraeins
 

Mensch21JH

Neues Mitglied
...

Ich hoffe, dir erstmal nen bisschen geholfen zu haben

coraeins[/quote]

Das hilft mir tatsächlich. Danke, dass du dir so viel Zeit für mich genommen hast. Bei deinem Freund wird es schlimmer sein, denke ich, denn der Mensch, den ich verloren habe lebt noch und ich kann ihn ab und zu sehen, aber wir sprechen fast gar nicht miteinander. Nachdem ich das weiß, denke ich wieder, ich habe keinen Grund mir Sorgen zu machen und mich selbst zu bemitleiden, aber das habe ich schon zu oft gedacht. Wenn ich jetzt schon soweit bin, habe ich Angst davor, was passiert, wenn jemand stirbt, der mir nahe steht. Fragen nach einer Therapiemöglichkeit kann ich nicht beantworten, die stelle ich mir selber noch. Die Umstände hier erlauben es nicht, dass ich zu einem Arzt gehe, aber ich denke, ich werde hier weitermachen, solange was zurückkommt. Obwohl ich heute schon Dinge getan habe, die über ein sogenanntes normales Verständnis hinausgehen, fühle ich mich nicht so schlecht. Jetzt weiß ich, dass ich mit so einer Art Problem nicht alleine bin.
 
Zuletzt bearbeitet:
T

Truth

Gast
...

Obwohl ich heute schon Dinge getan habe, die über ein sogenanntes normales Verständnis hinausgehen, fühle ich mich nicht so schlecht. Jetzt weiß ich, dass ich mit so einer Art Problem nicht alleine bin.
Was sind denn das für Dinge? Wenn du dir über diesen Weg Hilfe erhoffst, dir über dich Klarheit zu verschaffen, bleibt dir nichts anderes als ganz offen zu sein und ins Detail zu gehen. Das ist der Nachteil eines öffentlichen Forums - kann aber auch zum Vorteil für dich werden. Je nachdem, wie du das selber anpackst und wie weit du gehen kannst. Wenn du Dinge aussprichst, die dich belasten, machst du sie erstmal greifbar - oft sogar für dich selbst. Alles was du nach Außen tragen kannst - auch tiefste Abgründe - kehren anders wieder zu dir zurück:)

LG Truth
 
V

venia

Gast
Hallo!

Das Schreiben hier im Forum ist ein erster Schritt sich Rat/Hilfe zu holen. Ich meine diese/Deine Entscheidung war schon mal die richtige…

Sicherlich kann man Themen regelrecht ausschlachten und sich diverse Ratschläge einholen. Probleme - und dazu zähle ich deins insbesondere - sind
Meiner Meinung nach sehr individuell zu betrachten.
Hier bedarf es ein gewisses Fingerspitzengefühl um geeignete Tips auch gerade für das Problem, was du hier schilderst ohne Schaden für sich und andere hervorzurufen, anwenden zu können.

Ich frürchte die hier schriftliche Form wird nicht ausreichend sein und kann bestenfalls eine Art "Bestärkung" in Deinem Vorhaben die Sache zu ändern darstellen.


Siehst du eine Möglichkeit mit jemanden in Deinem Umfeld darüber zu reden?

Sehr viel Vertrauen solltest du in diese Person schon setzen können…

*Gruß*
 

Mensch21JH

Neues Mitglied
Ich kann hier nicht darüber schreiben, was ich tue und es gibt in meinem Umfeld auch niemanden, dem ich zutraue, diese Dinge für sich behalten zu können bzw. sich nicht direkt deswegen von mir abzuwenden. Hilft alles nichts. Ich muß zu einem Arzt, oder es gibt hier früher oder später eine Kathastrophe. Ich denke, ich werde hier erst wieder etwas schreiben, wenn ich diesen Schritt hinbekommen habe.
 
T

Truth

Gast
Ich kann hier nicht darüber schreiben, was ich tue und es gibt in meinem Umfeld auch niemanden, dem ich zutraue, diese Dinge für sich behalten zu können bzw. sich nicht direkt deswegen von mir abzuwenden. Hilft alles nichts. Ich muß zu einem Arzt, oder es gibt hier früher oder später eine Kathastrophe. Ich denke, ich werde hier erst wieder etwas schreiben, wenn ich diesen Schritt hinbekommen habe.
Hallo Mensch21JH,

wenn es meine Worte waren, die dich dazu bewegen, gar nichts mehr zu schreiben, dann tut es mir wirklich leid und dann habe ich wohl einen Bockmist geschrieben. Solange du gar niemandem hast, dem du dich anvertrauen kannst, wäre es schade, dir auch diese Art und Weise irgend etwas von der Seele zu reden zu nehmen. Hör auf jeden Fall nicht auf mich:eek:.

Liebe Grüße
Truth
 

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