Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

ich weiß nicht was ich tun soll.. :(

G

Gast

Gast
Hallo,

ich versuche mich kurz zu fassen.

Ich bin 34 Jahre alt. Die meisten in meinem Umfeld finden mich recht attraktiv und ich habe auch kein Problem mit meinem Aussehen. Dennoch hatte ich noch nie einen festen Freund. Es ist nicht so, dass es keine Angebote gab. Aber ich habe mich nie verliebt. Ich verliebe mich sehr selten und dann sehr sehr stark. Zweimal ist es in meinem Leben passiert. Der erste hatte nur Interesse an meinem Körper; er hat mir keine Hoffnungen gemacht. ich habe den Kontakt abgebrochen, weil ich es nicht ertrug ihn zu sehen mit anderen Frauen etc. Ich wusste ich muss damit leben, dass er kein Interesse an mir hat. Trotzdem hat es mich viele Jahre gekostet um ihn zu vergessen.

Irgendwann war ich wieder frei und sehnte mich nicht mehr nach dieser bestimmten Person...die Sehnsucht an sich war jedoch trotzdem da, schließlich war ich schon 32 und hatte noch nie erlebt wie es ist mit jemanden zusammen zu sein...gegenseitige Lieben zwischen Mann und Frau. Was Intimitäten angeht, habe ich es "versucht", aber es hat sich immer so falsch angefühlt, dass ich es letztlich nicht wollte...ich fühle mich auch wirklich nicht zu irgendwelchen Männern hingezogen, für die ich keine Liebe empfinde. Ich habe es lange nicht gewusst, aber scheinbar gehöre ich da zu einer krassen Minderheit, die nicht Liebe und Sex trennen können.

Naja jedenfalls war ich dann wie gesagt frei und trag dann ihn...er war perfekt. Er verstand mich. Ich verstand ihn. Wir haben uns so viele Dinge anvertraust. Wir haben uns irgendwie gar nicht kennengelernt, sondern uns eher "erkannt". Von Anfang an haben wir uns die privatesten Dinge erzählt...wie wir fühle, von unseren Depressionen etc.

Er war jedoch sehr schwer depressiv. Anfangs wusste ich noch nie wie schlimm es war, und ich fühlte mich sehr schlecht, weil ich mich so sehr darauf freute ihn zu treffen, doch es kam und kam nicht dazu, weil er immer wieder absagte. Ich kam mir irgendwann verarscht vor, aber er versicherte mir immer wieder, dass er mich so gern treffen möchte, er aber wegen seiner Depressionen einfach im Moment nicht kann...ob er mich wieder fragen darf etc. Ich glaubt ihm, weil ich ihm glauben wollte und auch heute noch denke ich, dass er da ehrlich gewesen ist. Ich kann vorweg nehmen, dass er mich nicht belogen hat, was die Depressionen anging. Er hat auch vor mir geweint und immer wieder gesagt, wie sehr er sich hasst...das er mich nicht verdient hätte, ich einen besseren verdient hätte, er mich nicht belasten will...usw.
Mir war das alles egal. Ich wollte ihn und keinen anderen. Im Nachhinein glaube ich habe es nur zu wenig gezeigt.. Er sprach von Seelenverwandtschaft und dass wir uns blind vertrauen... Aber ein anderes mal war er dann auch wieder wütend auf mich, weil ich ihm sozusagen verzeihe, dass er mich immer wieder versetzt hat und sich Wochen, teilweise monatelang nicht meldete. Aber ich habe ihn geliebt...ich wollte ihn verstehen, verstand ihn auch dadurch, dass ich selbst manchmal so bin...nicht so extrem wie bei ihm, aber ich habe eben auch meine Erfahrungen mit Depressionen. Naja irgendwann kam es zu einem Treffen (nach sehr langer Zeit, und er ich die ganze Zeit nur hoffen konnte, dass meine Vorfreude darauf ihn zu Treffen überhaupt noch Berechtigung hat) Bei dem Treffen kamen wir uns sehr nah. es war die schönste Nacht meines Lebens. Auch wenn ich innerlich im Gefühlschaos war...schließlich wusste ich, dass er nicht dasselbe für mich empfindet...jedenfalls sehnte er sich ja offensichtlich nicht so sehr nach mir, wie ich nach ihn, wenn er sich monatelang nicht bei mir melden will...naja und er sagte, dass er kalt ist und es nicht mit mir zu tun hat...das ist unglaublich toll bin und wenn er nicht depressiv wäre, wären wir zusammen...und er möchte so gerne es mit mir versuchen und versuchen einen Menschen wieder in sein Leben zu lassen, doch er hätte so große Angst wieder verletzt zu werden. Das hat er immer wieder gesagt. Ich denke heute immer wieder, dass ich ihm vielleicht alles hätte sagen sollen,w as ich fühlte…doch ich hielt oft damit hinterm Berg, denn ich dachte immer daran, dass ich mich ihm nicht so an den Hals werfen will…außerdem sprach er auch immer davon, dass ich Druck machen würde, dabei habe ich gar nichts getan, außer ihn sehen zu wollen… wie auch immer. Er wollte mich wieder sehen. und dann vergingen wieder Monate und er hatte immer irgendeine Ausrede. und ich saß da und war am Ende, weil ich seit nun über einem Jahr in ihn verliebt war und so in der Luft hing, weil er es nicht beenden wollte (ich hatte ihn sogar darum gebeten, mir einfach zu sagen, dass ich ihm egal bin) Doch er sagte, dass er etwas für mich empfindet…er könne nur nicht genau sagen was und dass sein Leben wegen seiner Depressionen kaputt ist und er sich für einen Versager hält und dass er da nicht rauskommen wird und wieder dass ich doch einen gesunden Kerl gedient hätte… Es war schwierig. Wenn jemand, den du liebst nicht zu dir sagt: Geh weg, ich will dich nicht. Sondern: Geh weg, ich bin deiner nicht wert. Dann kann man doch nicht gehen oder?
Im Laufe der Zeit sind meine Depressionen immer stärker geworden. Was auch daran lag, dass ich immer wieder zweifelte…wenn er sich so lange nicht meldete, da dachte ich immer: er kann doch auch jeden Tag zurArbeit gehen, wieso meldet er sich nicht wenigstens kurz?
Und dann wieder all was was er sagte und in so vielen dieser Dinge konnte ich mich selbst wieder finden und ihn verstehen…
Ich wollte ihm glauben, und das tue ich auch heute, denn wie ich es drehe und wende, hätte es keinen Sinn gemacht, dass er mich belügt. Was hätte er davon gehabt? Die meisten Männer lügen, um Sex zu bekommen. Den hätte er ja die ganze Zeit haben können, doch darum ging es wohl nicht. Das alles macht für mich nur Sinn, wenn er die Wahrheit gesagt hat.
Auf jeden Fall war ich irgendwann fertig, als er mir wieder absagte. Ich schrieb ihm wirres Zeug, war sauer. War auch nicht das erste Mal, aber ich fühlte mich missverstanden. Er entschuldigte sich mit seiner Krankheit und ich wollte nicht, dass er sich entschuldigt…dafür, dass er nicht dasselbe für mich empfindet oder sonst was. Darum ging es mir doch nicht. Ich fühlte mich schlecht, weil er es darstellte, als sei ich sauer, dass er mich nicht liebt. So ein Schwachsinn. Ich vermisste ihn nur so wahnsinnig und er hielt mich in der Luft…und auch wenn ich Verständnis für seine Depressionen haben wollte…an diesem einen Tag bin ich richtig ausgetickt. Und er wollte nicht darüber reden, antwortete nicht auf meine Nachrichten und ich schrieb weiter und sagte dann, er sollte jetzt sofort sagen, dass es vorbei ist. Und er schrieb es.
Das war dann auch das letzte was ich je von ihm hörte. Er ignorierte mich komplett, als hätte ich ihm was unheimlich Schlimmes angetan. Ich habe noch oft geschrieben, auch was ich für ihn empfinde, aber er ignorierte es. Und seit dem bin ich ein emotionales Wrack. Ich habe ihn verloren..den Mann auf den ich mein Leben lang gewartet habe. Ich habe versagt ihm bei seiner Krankheit zu helfen. Und alle sagen, dass er ein A******* ist und ich was Besseres verdient habe. Aber ich kenne ihn doch…der einzige sinnvolle Grund, deshalb er dann mit mir abgeschlossen hat war der, dass es ihm zu viel war…er war extrem sensibel,…oder, dass er, so wie er es immer sagte, dachte es wäre das beste, wenn ich ihn hasse…um ihn zu vergessen, weil er meiner sowieso nicht wert ist…das waren immer seine Worte. Auch, dass er mich niemals verletzten will…und dass er es vielleicht schon getan hat. Da hatte er auch angefangen zu weinen, weil ihm klar war, dass ich mich in ihn verliebt habe.
Das ganze ist jetzt 10 Monate her und meine Gefühle für ihn haben sich nicht geändert. ich denke ständig über alles nach und mache mir Vorwürfe. Dann denke ich, dass ich dumm bin, dass ich für jemanden so empfinde, der mich so ignoriert. In den letzten Monaten bin ich so stark depressiv geworden, dass ich mein Leben nur noch schwer ertragen kann. Ich kann nicht mehr lachen. Ich bin nur trauig. Und ich fühle mich am meisten schuldig dafür, dass ich meine Familie und Freunde mit meinem Depressionen belaste und traurig und wütend mache und ich weiß, dass sie mein Bestes wollen, und ich fühle mich so elend, dass ich es nicht annehmen kann…

Das Ganze ist so schlimm geworden, dass ich mich schuldig dafür fühle, dass dennoch solche Gefühle für ihn habe…obwohl so viel Mist passiert ist dadurch. Ich bin so am Ende, dass ich eine Therapie angefangen habe, aber ich habe das Gefühl es bringt mir nichts.

Ich kann nicht damit abschließen. Ich will so gerne mit ihm reden…klären was gewesen ist…die Missverständnisse aufräumen. Ihm sagen, das ich doch nur für ihn da sein wollte. Dass er mir niemals zu wenig wert war, sondern unfassbar viel…
Aber ich fühle mich schuldig dafür, dass ich das will. Ich fühle mich mittlerweile so schuldig, dass ich glaube ich habe es verdient mich für den Rest meines Lebens so zu fühlen. Ich denke manchmal ich will einfach nicht mehr aufstehen, und dann denke ich war für ein Miststück ich für so einen Gedanken bin…weil ich so ein wunderbares Leben habe und nur zu dumm, um es zu leben…zu genießen…glücklich zu sein :(
 

Anzeige(7)

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,
also eine Meisterin des Schuldigfühlens bist du
ja schon mal - das kannst du gut. Nun wäre die
Frage, ob du (dir) auch vergeben und damit eine
Episode deines Lebens hinter dir lassen kannst.

Stell' dir mal vor, du fängst mit dem Vergeben
erst mit 70 an und merkst dann, dass du so
viele Lebensjahre deine Kräfte auf die Schuld
statt auf die Chancen fokussiert hast, die dir
das Leben so bietet ... wäre doch übel, oder?

Gruß, Werner
 

quirlig

Mitglied
höre auf dir schuldgefühle einzureden!!!

wenn jemand nicht will dann will er nicht!!!! es nutzt nichts wenn du es gerne möchtest das er dich vermisst!!!

er vermisst dich nicht!!! wenn du selbst depresiv bist!!! bringt dir ei depresiver mensch ja nchts!!! solltest di jemanden suchen der dir hilft wieder aus der depesion zu finden!!

auch wenn esnoch so weh tut er dich ignoriert du musst ihn vergessen!!!

sei immer du du gib nicht auf!!!! bist noch jung wir sicher den passenden menschen beggnen er wirklich u dir steht und der sich deiner auch würdigt!!!!


Ich bin 34 Jahre alt. Die meisten in meinem Umfeld finden mich recht attraktiv und ich habe auch kei meinem Aussehen. Dennoch hatte ich noch nie einen festen Freund. Es ist nicht so, dass es keine Angebote gab. Aber ich habe mich nie verliebt. Ich verliebe mich sehr selten und dann sehr sehr stark. Zweimal ist es in meinem Leben passiert. Der erste hatte nur Interesse an meinem Körper; er hat mir keine Hoffnungen gemacht. ich habe den Kontakt abgebrochen, weil ich es nicht ertrug ihn zu sehen mit anderen Frauen etc. Ich wusste ich muss damit leben, dass er kein Interesse an mir hat. Trotzdem hat es mich viele Jahre gekostet um ihn zu vergessen.

Irgendwann war ich wieder frei und sehnte mich nicht mehr nach dieser bestimmten Person...die Sehnsucht an sich war jedoch trotzdem da, schließlich war ich schon 32 und hatte noch nie erlebt wie es ist mit jemanden zusammen zu sein...gegenseitige Lieben zwischen Mann und Frau. Was Intimitäten angeht, habe ich es "versucht", aber es hat sich immer so falsch angefühlt, dass ich es letztlich nicht wollte...ich fühle mich auch wirklich nicht zu irgendwelchen Männern hingezogen, für die ich keine Liebe empfinde. Ich habe es lange nicht gewusst, aber scheinbar gehöre ich da zu einer krassen Minderheit, die nicht Liebe und Sex trennen können.

Naja jedenfalls war ich dann wie gesagt frei und trag dann ihn...er war perfekt. Er verstand mich. Ich verstand ihn. Wir haben uns so viele Dinge anvertraust. Wir haben uns irgendwie gar nicht kennengelernt, sondern uns eher "erkannt". Von Anfang an haben wir uns die privatesten Dinge erzählt...wie wir fühle, von unseren Depressionen etc.

Er war jedoch sehr schwer depressiv. Anfangs wusste ich noch nie wie schlimm es war, und ich fühlte mich sehr schlecht, weil ich mich so sehr darauf freute ihn zu treffen, doch es kam und kam nicht dazu, weil er immer wieder absagte. Ich kam mir irgendwann verarscht vor, aber er versicherte mir immer wieder, dass er mich so gern treffen möchte, er aber wegen seiner Depressionen einfach im Moment nicht kann...ob er mich wieder fragen darf etc. Ich glaubt ihm, weil ich ihm glauben wollte und auch heute noch denke ich, dass er da ehrlich gewesen ist. Ich kann vorweg nehmen, dass er mich nicht belogen hat, was die Depressionen anging. Er hat auch vor mir geweint und immer wieder gesagt, wie sehr er sich hasst...das er mich nicht verdient hätte, ich einen besseren verdient hätte, er mich nicht belasten will...usw.
Mir war das alles egal. Ich wollte ihn und keinen anderen. Im Nachhinein glaube ich habe es nur zu wenig gezeigt.. Er sprach von Seelenverwandtschaft und dass wir uns blind vertrauen... Aber ein anderes mal war er dann auch wieder wütend auf mich, weil ich ihm sozusagen verzeihe, dass er mich immer wieder versetzt hat und sich Wochen, teilweise monatelang nicht meldete. Aber ich habe ihn geliebt...ich wollte ihn verstehen, verstand ihn auch dadurch, dass ich selbst manchmal so bin...nicht so extrem wie bei ihm, aber ich habe eben auch meine Erfahrungen mit Depressionen. Naja irgendwann kam es zu einem Treffen (nach sehr langer Zeit, und er ich die ganze Zeit nur hoffen konnte, dass meine Vorfreude darauf ihn zu Treffen überhaupt noch Berechtigung hat) Bei dem Treffen kamen wir uns sehr nah. es war die schönste Nacht meines Lebens. Auch wenn ich innerlich im Gefühlschaos war...schließlich wusste ich, dass er nicht dasselbe für mich empfindet...jedenfalls sehnte er sich ja offensichtlich nicht so sehr nach mir, wie ich nach ihn, wenn er sich monatelang nicht bei mir melden will...naja und er sagte, dass er kalt ist und es nicht mit mir zu tun hat...das ist unglaublich toll bin und wenn er nicht depressiv wäre, wären wir zusammen...und er möchte so gerne es mit mir versuchen und versuchen einen Menschen wieder in sein Leben zu lassen, doch er hätte so große Angst wieder verletzt zu werden. Das hat er immer wieder gesagt. Ich denke heute immer wieder, dass ich ihm vielleicht alles hätte sagen sollen,w as ich fühlte…doch ich hielt oft damit hinterm Berg, denn ich dachte immer daran, dass ich mich ihm nicht so an den Hals werfen will…außerdem sprach er auch immer davon, dass ich Druck machen würde, dabei habe ich gar nichts getan, außer ihn sehen zu wollen… wie auch immer. Er wollte mich wieder sehen. und dann vergingen wieder Monate und er hatte immer irgendeine Ausrede. und ich saß da und war am Ende, weil ich seit nun über einem Jahr in ihn verliebt war und so in der Luft hing, weil er es nicht beenden wollte (ich hatte ihn sogar darum gebeten, mir einfach zu sagen, dass ich ihm egal bin) Doch er sagte, dass er etwas für mich empfindet…er könne nur nicht genau sagen was und dass sein Leben wegen seiner Depressionen kaputt ist und er sich für einen Versager hält und dass er da nicht rauskommen wird und wieder dass ich doch einen gesunden Kerl gedient hätte… Es war schwierig. Wenn jemand, den du liebst nicht zu dir sagt: Geh weg, ich will dich nicht. Sondern: Geh weg, ich bin deiner nicht wert. Dann kann man doch nicht gehen oder?
Im Laufe der Zeit sind meine Depressionen immer stärker geworden. Was auch daran lag, dass ich immer wieder zweifelte…wenn er sich so lange nicht meldete, da dachte ich immer: er kann doch auch jeden Tag zurArbeit gehen, wieso meldet er sich nicht wenigstens kurz?
Und dann wieder all was was er sagte und in so vielen dieser Dinge konnte ich mich selbst wieder finden und ihn verstehen…
Ich wollte ihm glauben, und das tue ich auch heute, denn wie ich es drehe und wende, hätte es keinen Sinn gemacht, dass er mich belügt. Was hätte er davon gehabt? Die meisten Männer lügen, um Sex zu bekommen. Den hätte er ja die ganze Zeit haben können, doch darum ging es wohl nicht. Das alles macht für mich nur Sinn, wenn er die Wahrheit gesagt hat.
Auf jeden Fall war ich irgendwann fertig, als er mir wieder absagte. Ich schrieb ihm wirres Zeug, war sauer. War auch nicht das erste Mal, aber ich fühlte mich missverstanden. Er entschuldigte sich mit seiner Krankheit und ich wollte nicht, dass er sich entschuldigt…dafür, dass er nicht dasselbe für mich empfindet oder sonst was. Darum ging es mir doch nicht. Ich fühlte mich schlecht, weil er es darstellte, als sei ich sauer, dass er mich nicht liebt. So ein Schwachsinn. Ich vermisste ihn nur so wahnsinnig und er hielt mich in der Luft…und auch wenn ich Verständnis für seine Depressionen haben wollte…an diesem einen Tag bin ich richtig ausgetickt. Und er wollte nicht darüber reden, antwortete nicht auf meine Nachrichten und ich schrieb weiter und sagte dann, er sollte jetzt sofort sagen, dass es vorbei ist. Und er schrieb es.
Das war dann auch das letzte was ich je von ihm hörte. Er ignorierte mich komplett, als hätte ich ihm was unheimlich Schlimmes angetan. Ich habe noch oft geschrieben, auch was ich für ihn empfinde, aber er ignorierte es. Und seit dem bin ich ein emotionales Wrack. Ich habe ihn verloren..den Mann auf den ich mein Leben lang gewartet habe. Ich habe versagt ihm bei seiner Krankheit zu helfen. Und alle sagen, dass er ein A******* ist und ich was Besseres verdient habe. Aber ich kenne ihn doch…der einzige sinnvolle Grund, deshalb er dann mit mir abgeschlossen hat war der, dass es ihm zu viel war…er war extrem sensibel,…oder, dass er, so wie er es immer sagte, dachte es wäre das beste, wenn ich ihn hasse…um ihn zu vergessen, weil er meiner sowieso nicht wert ist…das waren immer seine Worte. Auch, dass er mich niemals verletzten will…und dass er es vielleicht schon getan hat. Da hatte er auch angefangen zu weinen, weil ihm klar war, dass ich mich in ihn verliebt habe.
Das ganze ist jetzt 10 Monate her und meine Gefühle für ihn haben sich nicht geändert. ich denke ständig über alles nach und mache mir Vorwürfe. Dann denke ich, dass ich dumm bin, dass ich für

Das Ganze ist so schlimm geworden, dass ich mich schuldig dafür fühle, dass dennoch solche Gefühle für ihn habe…obwohl so viel Mist passiert ist dadurch. Ich bin so am Ende, dass ich eine Therapie angefangen habe, aber ich habe das Gefühl es bringt mir nichts.

Ich kann nicht damit abschließen. Ich will so gerne mit ihm reden…klären was gewesen ist…die Missverständnisse aufräumen. Ihm sagen, das ich doch nur für ihn da sein wollte. Dass er mir niemals zu wenig wert war, sondern unfassbar viel…
Aber ich fühle mich schuldig dafür, dass ich das will. Ich fühle mich mittlerweile so schuldig, dass ich glaube ich habe es verdient mich für den Rest meines Lebens so zu fühlen. Ich denke manchmal ich will einfach nicht mehr aufstehen, und dann denke ich war für ein Miststück ich für so einen Gedanken bin…weil ich so ein wunderbares Leben habe und nur zu dumm, um es zu leben…zu genießen…glücklich zu sein :([/QUOTE]
 

Sikrah

Mitglied
Liebe TE,

ich muss gestehen ich habe deinen Text nicht ganz gelesen... aber ich habe gelesen dass du dir heftige Vorwürfe machst: dass du ihm nicht helfen konntest, dass du ihn verjagt hast, dass du ihn jetzt nicht vergessen kannst...

Zuallererst: Du kannst keinen Menschen retten. Punkt. Lass diesen Satz ruhig ein wenig auf dich wirken.

Es ist wichtig dass du das verstehst, auch wenn es weh tut. Vor allem wir Frauen haben daran sehr zu knabbern, weil wir gerne wollen dass es unseren Lieben gut geht. Wir wollen immer helfen. Aber das geht nicht. Das einzige was man tun kann, ist einem Menschen beistehen, ihn unterstützen. Du hättest diesem Mann anbieten können mit ihm Hilfe für seine Depression zu suchen. Aber du kannst nicht sein Therapeut werden. Und da ist es egal wie sehr du dich anstrengst, wieviel du gibst... einen depressiven Menschen kannst du nicht retten. Er muss gerettet werden WOLLEN.

Viele depressive Menschen machen einen mehr oder weniger langen Kampf durch. Aber letztendlich muss eines Tages aus ihnen selbst heraus der Wunsch kommen zu heilen. Es ist schwer als Außenstehender diesen Umstand zu akzeptieren. Dass man seine Hand zwar hinhalten kann, aber nicht darauf bestehen kann dass man sie auch greift.
Der Mann, über den du redest, war ganz einfach noch nicht soweit. Und daran ist niemand schuld. Nicht er, aber auch nicht du. Es wäre ganz egal gewesen was du ihm angeboten hättest, wie sehr du ihm deine Gefühle vermittelt hättest. Er KONNTE nicht so reagieren, wie du/er es gewollt hast. Ende. Lass auch diesen Satz einfach mal auf dich wirken.
Du bist daran nicht schuld.

Aber das ist auch nicht schlimm. Ich verstehe wie sehr es weh tut jemanden vergessen zu müssen, sich nach jemanden zu sehnen, der uns aber wegstößt. So etwas habe ich auch schon erlebt und dachte ich zerbreche daran. Aber weißt du was? Eines Tages wurde mir einfach klar: wir sind nicht schuld daran. Wir sind uns zu einem Zeitpunkt in unserem Leben begegnet, in dem wir uns gebraucht haben. Wir haben uns einen Augenblick lang halt gegeben. Wir haben uns über Dinge hinweg geholfen. Und das war die "Mission" unseres Kennenlernens. Es war einfach nie bestimmt dass wir ein Paar werden. Das tut weh, weil wir uns so ungern verabschieden.... aber schau mal, ich wette du hast unglaublich viel über dich, über deine Ansichten und das Leben gelernt. Oder? Du weißt nun ein Stück weit besser wer du bist, wie du in bestimmten Siutationen reagierst. Was du im Leben brauchst, worauf du verzichten kannst. Denke dir, dass du durch dieses Tal musst, um später deinen Weg am Gipfel wieder klarer sehen zu können.

Vielleicht kannst du das jetzt noch nicht nachvollziehen, weil es noch zu sehr schmerzt. Das darf es auch. Aber beginne auch wieder zu sagen: So. Genug geweint. Es war wundervoll, aber es war nicht das, was auf mich wartet. Das tut weh, aber es ist ok. Ich komme darüber hinweg.

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Perspektivenwechsel zeigen, den du vielleicht ausprobieren willst :)
Schreib uns ruhig, wie es dir mittlerweile geht.
 

mikado92

Aktives Mitglied
Das ist wirklich ne menge Text zu lesen.
Ich hoffe das ich alles richtig verstanden habe.

Ich geh davon aus das du selbst kein therapeut bist? Dann wirst du ihm auch nicht helfen können. Und dafür trägst du auch keine Schuld!
Mir scheint ihr habt beide ähnliche Probleme. Sowas verbindet zwar in gewisser Weise, aber in eurem Fall habt ihr euch wohl gegenseitig runtergezogen.

Hast du dir schonmal überlegt daß er das erkannt haben könnte und dich nun deshalb ignoriert?
Das fällt ihm vielleicht genauso schwer wie dir aber ihr solltet wohl erstmal getrennt eure probleme angehen und eure Lage verbessern.
Wenn ihr das geschafft habt und es jedem wieder besser geht könnt ihr ja nen neuen Versuch machen das was war zu besprechen und vielleicht sogar einen neuen Beziehungsversuch wagen.

Ich verstehe daß du Sehnsucht nach ihm hast, das ist so wenn man Gefühle für jemanden hat. Aber im Moment muß sich jeder von euch um sich selbst kümmern, du um dich und er um sich.
Das wird auch alles seine zeit brauchen. Ich wünsche dir viel Kraft und viel Erfolg!
 
G

Gast

Gast
Ich danke euch allen für eure Antworten.


Hallo Werner,
ich weiß, dass du recht hast und ich danke dir für deine Worte. Das Problem ist, dass ich einfach nicht weiß, wie ich es anstellen soll.
Der Gedanke, dass ich mein Leben verschwende…die letzten 3 Jahre damit verbracht habe, in ständiger Vorfreude ihn zu sehen…die Depressionen, die entstanden sind, als es dann vorbei war und die ewige Frage, ob meine Gefühle umsonst sind oder ob ich Recht habe mit der Annahme, dass es alles ändern würde, wenn ich nur mit ihm reden und die Missverständnisse klären könnte… das alles macht mich so fertig, dass ich nicht mehr richtig leben kann.
Ich weine sehr viel und der Gedanke, dass ich meine besten Jahre verschwende zieht mich immer mehr runter.
Und genau das…mit 70 erst „aufzuwachen“ und leben zu wollen…davor habe ich so eine Angst.
Die Zeit vergeht so schnell und meine Gefühle für ihn ändern sich einfach nicht, was aber daran liegt, dass ich eben die ganze Zeit daran denken muss, wie es zwischen uns war und dass es am Ende nur wegen seiner Depression geendet ist…wegen seiner und meiner :( Dabei hat uns diese auch so sehr verbunden. Wir hatten beide Angst verletzt zu werden und wir haben uns beide so sehr einen Partner gewünscht…und er sagte, dass bei uns alles passt…nur seine Depression… ich wusste nicht was ich machen sollte.

Hallo quirlig
Ja, wenn er will, dann will er nicht. Aber er hat mir 2 Jahre lang gesagt, dass er will…dass nur seine Depression im Weg steht.
Wenn jemand zu dir sagt „Geh weg, ich will dich nicht“ dann bin ich wirklich nicht so dumm, um es zu verstehen und würde mich dann auch damit abfinden können, auch wenn es dann natürlich auch seine Zeit bräuchte, weil man das Verliebtsein eben nicht einfach abstellen kann.
Aber wenn dir jemand sagt „Geh weg, ich bin deiner nicht wert“, dann würde man doch nicht gehen oder? Wenn man ihn liebt und er die Person ist, von der du überzeugt bist, dass es die ist, auf die du dein Leben gewartet hast…dann würde man ihm doch vom Gegenteil überzeugen wollen.. oder nicht?

Ja ich soll ihn vergessen und gucken, dass ich jemanden finde, der zu mir passt, der zu mir steht, der sich meiner würdigt…die Sache ist die, dass ich diese Person in ihm gefunden habe. Hätte er mich geschlagen oder sonstwas…dann wäre das keine Frage das Richtige ihn abhacken zu müssen…aber er war nur depressiv und dadurch ist es so gekommen..

Hallo Sirah,

vielen Dank für deine Antwort..sie hat mich sehr berührt. Du hast recht. Ich weiß, dass es vielleicht nicht meine Aufgabe war ihn zu retten und dass es von einem selbst kommen muss.
Die Sache war die, dass er ja, vor allem, nachdem wir einen wunderschönen Tag zusammen hatten, an dem er wirklich glücklich schien und auch später sagte, dass er nicht depressiv war…es ihm gut getan hat in meiern Nähe zu sein…danach wollte er ja unbedingt, dass wir uns wieder sehen, nur gab es weiterhin diese Absagen…zwar immer scheinbar aus wirklich Gründen, die sich nicht ändern ließen..und selbst wenn es seine Depressionen waren, weshalb er es noch nicht „schaffte“…so war ich doch nach einiger Zeit (Monate) in denen wir uns nicht gesehen haben einfach so fertig…ich wurde depressiv, weil ich ihn so sehr vermisste und weil immer alle sagten, dass er mich verascht, weil er sich doch immer so lange nicht meldete etc… ich wollte ihn doch nur sehen und mit ihm persönlich reden…ihm sagen, wie gern ich ihn habe und dass ich überhaupt kein Druck auf ihn ausüben will, wie er oft dachte…nur wollte ich immer wissen, ob meine Gefühle umsonst sind, weißt du?
Darauf konnte er mir keine Antwort geben…er sagte, dass sich Gefühle entwickeln können und dass er sich so sehr wünscht, wieder jemanden in sein Herz zu lassen und dass ich ihm Zeit geben soll…es würde einfach nur an ihm selbst liegen und ich soll auf keinen Fall denken, dass es etwas mit mir zu tun hat, sondern allein mit seinem Problemen..
Ich mache mir Vorwürfe, weil mir teilweise erst zu spät klar wurde, mit welchen Worten ich ihm hätte helfen können…er hat zb Komplexe wegen einer Sache, die in meinen Augen überhaupt nicht schlimm ist…aber ich habe es ihm nie wirklich gesagt. Erst im Nachhinein ist mir klar geworden, wie wichtig ihm das gewesen wäre…ich weiß es sicher. Und naja allgemein habe ich immer versucht, ihm nicht zu zeigen wie viel ich für ihn empfinde…auf der einen Seite, um ihm nicht „Druck“ zu machen, denn das hat er immer so empfunden… und auf der anderen Seite, weil ich Angst hatte mich lächerlich zu machen :( Alle haben immer gesagt,dass ich mich erniedrige, weil ich überhaupt noch Kontakt zu ihm habe, weil er immer so lang nicht schreibt etc…und ich war innerlich immer so sehr damit beschäftigt, ob die Leute recht haben und ich es nur wegen meiner rosaroten Brille nicht erkennen kann…aber dann war da ich, die selbst depressiv war, es verstand, verstehen wollte, ihn liebte…ihn als wunderbaren und sehr liebenswerten Menschen sah…

Ihr sagt, dass ich keine Schuld trage, aber zusammengefasst war es so:

Wir hatten uns gefunden, er sprach von Seelenverwandtschaft und davon, dass wir uns blind vertrauen…und ich habe ihm nicht vertraut, sofern gezweifelt, ob er wirklich ehrlich zu mir ist, wenn wir uns in 1,5 Jahren genau zweimal treffen konnten…ich wollte glauben, dass es nur seine Depressionen sind und heute glaube ich auch fest daran, denn es hätte keinen Sinn gemacht mich anzulügen…er hatte doch nichts davon.
Er hatte immer Angst verletzt zu werden und mich zu verletzten und war davon überzeugt nicht liebenswert zu sein und meiner nicht wert zu sein. Immer wenn wir etwas aneinandergerieten, weil er mir vielleicht wieder mal absagte, sagte er er hätte mich gewarnt dass er krank ist und was ich überhaupt an so einem Versager wie ihm finde….er wollte mich auch nicht mit seinen Problem belasten…er war eigentlich sehr lieb und ich wollte nichts anderes, als für ihn da sein…natürlich konnte und wollte ich ihn auch nicht dazu zwingen, aber ich wusste auch nicht was ich tun sollte.
Als er wieder länegr nicht schrieb und es schon ein halbes Jahr seit unserem letzen Treffen vergangen war, ging es mir sehr schlecht und ich schrieb ihm wirres Zeug und dass es eh keinen Sinn macht…dass ich mich wenigstens von ihm verabschieden will etc..ich wollte nur, dass er es bestreitet und dass er erkennt, wie wichtig es mir ist, ihn zu sehen. Er hat es auch bestritten und gesagt, dass er mich treffen will und ich ihm wichtig bin und nur gerade so einen Stress hat etc…aber ich konnte nicht mehr und ich wollte ihn einfach sehen. Ich schrieb ihm, dass er mich in sein Leben lassen oder es bleiben lassen soll, er es aber sagen soll! Dass er sagen soll, dass es das war! ich schrieb, dass er es sagen soll! Und er schrieb „Ja das wars“

Versteht ihr, dass mich dieses Ende unfassbar beschäftigt und nicht los lässt, weil es eben keine wirkliche Aussprache gab…wir wollten uns eigentlich sehen und es war alles gut. Ich bin nur ausgetickt, weil ich wieder so lange ohne ihn war und letztlich habe ich ihm mit meinen wütenden Nachrichten gesagt „u hast recht, ich ertrage das so nicht mit dir..also entweder Ja oder Nein, aber ich habe kein Verständnis mehr für deine Depressionen“
So empfinde ich, was gewesen ist und deshalb kann ich es nicht vergessen…es ist kein richtiger Abschluss für mich. :( Ich würde so gerne mit ihm reden…aber die Versuche danach scheiterten. Er ignorierte mich komplett.
Und ich glaube, dass er einfach entschieden hat, dass er nicht gut für mich ist…wie er immer gesagt hat. Er wollte mich, glaube ich, dazu bringen ihn zu hassen. Was anderes hat er in seinen Augen auch nicht verdient, weil er meint er sei ein Versager..

Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich glaube mittlerweile, dass ich es nicht abschließen, wenn ich es nicht mit ihm geklärt habe…aber ich habe Angst, dass es nie dazu kommt. Und ich habe Angst, herauszufinden, dass er schon längst mit jemand anderen glücklich ist….schließlich ist es jetzt so lange her….und ich habe Angst herauszufinden, dass meine Gefühle die ganzen Jahre absolut umsonst gewesen wäre. Schlimmer wäre fast noch, wenn er mir sagt, dass er sich damals von mir nicht verstanden gefühlt hat und es ihm zu viel war…und dass er nun aber jemand anderen gefunden hat…

Verdammt, ich weiß einfach nicht was ich tun soll… ich will verstehen was er damals dachte und fühlte…es erscheint mir so ironisch, dass gerade wir, die sich so viel anvertraut…so viel über ihre Gefühle geredet haben, nicht darüber reden können…ich verstehe es nicht :(
 

Sikrah

Mitglied
Ich glaube du hast einen Denkfehler, auf den du die ganze Zeit hereinfällst. Du sprichst davon, dass du eine Aussprache willst, dass du ihm noch so viel sagen willst, dass du nochmal Dinge von ihm hören willst um sie zu verstehen.

Ich versuche mal zu erkennen wo du da hängst. Vielleicht kannst du mir ja folgen. Also:
Wenn ihr euch morgen wiedersehen würdet und du könntest ihm nochmal all die Dinge sagen, die du jetzt noch auf dem Herzen hast, glaubst du, es würde sich etwas ändern? Ich glaube nicht. Warum?
Er hat dir nämlich schon längst alle Antworten gegeben: Er hat viel zu viel mit sich selbst zu tun. Es liegt nicht an dir, dass er sich nicht meldet und dich nicht treffen kann. Seine Erkrankung hat ihn gerade voll ihm Griff. Wieso willst du ihm dann so einen Druck machen und ihn dazu zwingen, wenn er dir schon selbst sagt, dass es nicht geht?

Was möchtest du erzwingen? Nur weil er an diesem einen Tag glücklich war, dass er mal unter Menschen kam, heißt noch lange nicht dass das jetzt seine Dauermedikation werden soll. Es tat ihm gut mal rauszukommen. Nicht mehr und nicht weniger. Seine Erkrankung bleibt, und das was ich im letzten Post sagte, auch. Er KANN im Moment nichts anderes als sich um sich selbst zu kümmern. Und er tut damit auch genau das richtige.
Schau mal, du zerrst regelrecht an ihm und fühlst dich letztendlich verraten. Du überlegst sogar ob er dich belogen hat. Dabei war er bereits vollkommen offen zu dir: Es tut ihm leid, aber ich KANN nicht.
Und du zerrst weiter... da bleibt einem doch nichts anderes, als denjenigen zu ignorieren.

Ich kann verstehen dass dich das schmerzt. Aber versuche doch zu verstehen, dass du dir und auch ihm keinen Gefallen tust dich so in deinem Leid zu suhlen. Er MÖCHTE nicht mit dir reden. Wie soll er es noch ausdrücken? Deutlicher kann er doch nicht sein. Er muss sich zunächst um sich selbst kümmern. Wieso tust du ihm nicht den Gefallen, wenn du doch willst dass es ihm gut geht?

Verrenn dich nicht in die Idee, dass sich irgendetwas ändern würde, wenn du ihm noch irgendwas erklärst. Er würde es gar nicht hören wollen (weil er gerade eine ganz andere Baustelle hat!). Und selbst dann könnte er noch immer nicht darauf eingehen. Und du würdest dich wieder verraten fühlen. Siehst du, dass du nichts damit ändern könntest?
Was ich dir aber raten kann, um diesen Gefühlsstau loszuwerden, ist ihm einen Brief zu schreiben. Setz dich hin, schreibe wild und unleserlich drauf los, heule die Seiten voll. Sprich ihn direkt an und schreibe dir schonungslos alles von der Seele. Dann verabschiedest du dich in diesem Brief, wünschst ihm von Herzen die Kraft dich er jetzt FÜR SICH (nicht dich!) braucht und hoffe dass er diesen Weg zu Ende gehen kann. Dann wirst du den Brief los. Zerreis ihn in Fetzen und lass die Fetzen wegfliegen, verbrenne ihn auf einem Feld, lass ihn einen Fluss wegspülen. Was auch immer dir einfällt.
Das mag gerade wie Psyscho-Gedusel klingen, aber genau das hat in mir eine unglaubliche Mauer gesprengt.


Du weißt nicht was du tun sollst? Loslassen.
Heule dich mal so richtig aus weil das so schmerzt, das ist ok. Aber lass ihn trotzdem los. Zwinge ihn doch nicht, wenn er als einzigen Ausweg nur noch hat dich zu ignorieren. Mehr kannst du nicht tun.
Und entschuldige wenn ich hier einen härteren Ton angeschlagen hab, aber du weißt bestimmt wie gut die knallharte Wahrheit manchmal tut ;)
 

mikado92

Aktives Mitglied
Also ich denke ja das Gefühle nie umsonst sind.
Sie sind ein wichtiger teil der menschlichen Existenz, letztlich machen sie uns zu Menschen.
Du hast einen Menschen gefunden, den du liebst oder zumindest geliebt hast. Dafür solltest du dankbar sein, auch wenn es nun im moment nicht klappt mit euch beiden.

Du möchtest ihn sehen, ihn verstehen und ihm helfen. Das ist verständlich und auch völlig normal wenn man jemanden liebt.
Aber, wer liebt muß auch loslassen können.

Ich sehe das wie Sikrah. Er braucht im Moment alle Zeit und Kraft die er hat für sich selbst um seine Probleme in den griff zu kriegen. Und du brauchst die zeit und die Kraft für dich um deine probleme zu lösen.
Keiner von euch beiden kann sich da auch noch um den jeweils anderen kümmern, das schafft ihr beide nicht.

Du fragst dich ob er vielleicht eine andere hat. Das ist auch normal, aber letztlich eher unwichtig. Denn selbst wenn das so wäre weißt du nichts darüber. Du weißt nicht ob er dabei die gleiche Seelenverwandschaft spürt wie bei dir oder wie gut oder schlecht es in der eventuellen Beziehung läuft.
Ich vermute auch das es nicht an dem ist, denn er dürfte mit sich selbst wirklich genug zu tun haben.

Mit scheint als ging es bei euch beiden nicht nur um eine Beziehung sondern ihr wart vielleicht auch eine kleine 2-mann Selbsthilfegruppe. Aber in einer guten Selbsthilfegruppe gibt es halt einen Profi der den Überblick behält und aufpasst, daß nichts aus dem Ruder läuft oder sich in eine falsche Richtung entwickelt.
Genau das könnte bei euch passiert sein. Eine falsche Formulierung oder jemand hat ne schlechten tag oder fasst etwas falsch auf und schon geht es euch schlecht.

Daher ist es wohl wirklich richtig und wichtig wenn erstmal jeder für sich an seinem Problemen arbeitet.
Gib ihm die Zeit die er braucht und nimm du dir die Zeit die du brauchst auch wenn es schwer fällt.

Niemand weiß, was die Zukunft bringt. Vielleicht könnt ihr ja nochmal einen Neuanfang machen irgendwann.
 
G

Gast

Gast
Ich weiß, dass ihr beide recht habt.

Ich weiß nicht, ob ich vergessen habe, es zu erwähnen, aber der letzte Kontakt ist jetzt fast ein ganzes Jahr her. Ich dachte ich könnte jetzt...nach all dieser Zeit, versuchen Kontakt zu ihm aufzunehmen.

Ihr habt so recht...ich wollte ihm kein Druck machen und ich möchte es ihm so gerne sagen... das wollte ich ihm eigentlich die ganze Zeit sagen. es hat mich so fertig gemacht, dass er dachte, ich würde ihm Druck machen wollen. Dabei habe ich nie etwas von ihm erwartet...es war doch nur eine gelegentliche Nachricht, damit ich weiß, dass ich nach wieder einmal 2 Monaten ohne ein Ton von ihm, nicht denken muss, dass ich ihm egal bin :( Scheiße, ich fühle mich als hätte ich alles falsch gemacht.

Was jetzt noch viel schlimmer ist: Da das ganze ein Jahr her ist und ich nicht einmal weiß, ob er noch da wohnt, wo er wohnt, habe ich mit unbekannter Nummer bei ihm angerufen...und rangegangen ist eine Frau! Er wohnte alleine in einer winzigen Wohnung. Und jetzt war dort diese Frau und es ist nicht eine neue Mieterin, denn sie meldete sich mit seinem Nachnamen! Hat er im letzten Jahr geheiratet? Oder war seine Schwester zu Besuch? Meldet sich eine Freundin, wenn sie bei ihrem Freund ans Telefon geht, mit seinem Nachnamen?
Ich bin so fertig mit den Nerven.. habe ich doch zu lange gewartet, um es mit ihm zu klären?

Das mit dem Brief habe ich gemacht...ich habe erst immer daran gedacht, dass ich meine Gedanken aufschreiben muss...ständig kamen mir die Gedanken..Sätze in den Kopf, die ich ihm sagen wollte...ich habe es monatelang nicht aufgeschrieben, aus Angst, dass es ein Brief wird, den ich ihm dann tatsächlich geben will...und dann habe ich doch geschrieben...seitenweise. und es war dann doch so, dass ich ihn ihm wirklich geben wollte. Aber ich habe mich nicht getraut. ich kam mir so dumm vor, weil ich mir vorstellte, wie er es liest und dabei denkt, wie dumm ich doch bin, ihm noch "nachzulaufen", wo er mich doch ignoriert...so wie es mir alle sagen. Ich wollte nicht, dass er den Respekt vor mir verliert. Aber ist es denn so dumm, dass man jemanden so sehr in sein Herz geschlossen hat und es einfach so schlimm und sinnlos und dumm zu ende ging, und es einfach klären möchte.
Ich fühle mich so schlecht, weil es keine Lösung mehr gibt...ich weiß nicht was ich tun soll. Ich will doch nur, dass er weiß, dass ich immer nur wollte, dass es ihm gut geht und dass ich das alles, was er sich eigentlich mit mir gewünscht hat, ich mir immer gewünscht habe...ich habe es viel zu oft nicht gesagt, aus Angst...
Ich hasse mich :(
 

Sikrah

Mitglied
Er möchte Abstand. Gib ihm den doch. Etwas besseres kannst du nicht tun. Du erfüllst ihm seinen Wunsch, und das hat er doch wohl mitbekommen. Er weiß also, dass du seinen Wunsch respektierst. Respektiere ihn weiter!

Du respektierst diesen Wunsch allerdings nicht, wenn du ihn anrufst, wo du doch weißt, er MÖCHTE KEINEN KONTAKT mit dir. Wieso ignorierst du das und zwingst ihn dazu, trotzdem Kontakt zu haben? Das ist etwas, dass ich gerade nicht verstehen kann.
Du pfeifst im Grunde auf ihn. Du möchtest nur, dass DU dich erklären kannst. Dass DU dich dann besser fühlst. Was mit ihm ist, scheint dir völlig egal zu sein! Das ist Egoismus! Mach dir das bewusst!

Genauso ist es mit deinem Anruf. Mal davon abgesehen, dass du ihm den Kontakt aufzwingen wolltest, was hast du dir davon erhofft? Ihn anbetteln dich anzuhören? Ich versichere dir, SO verlierst du jeden Respekt...
Und als Kirsche obendrauf, tust du das, wovon in so ziemlich jeder Frauenzeitschrift abgeraten wird: anrufen und sich dann verrückt machen wenn jemand fremdes rangeht. Wer ist das? Seine Schwester? Seine Freundin? Seine Frau? Hat er mich schon vergessen? Wie kann das sein?! Es ist doch total egal wer da dran war. Das findest du eh nicht raus. Damit hast du nur eines bezweckt: du hast dir selbst ins Bein geschossen. Warum? Also ich meine, wozu? Hat dich das jetzt weiter gebracht?

Willst du jetzt nach einem Jahr erneut alte Wunden aufreißen? Und dann? Du weißt es selbst. Nichts dann. Es tut nur weh und die ganze Sache bleibt wie sie ist. Menschen würden sich niemals selbst körperlich verletzen wollen, aber die Seele wird munter abgestochen.

Du redest von deinem Seelenverwandten, von Liebe. Ich sehe bloß, dass DU ihn WILLST. Dass er aber nicht will, interessiert dich nicht. DU willst ihm was erklären um DICH besser zu fühlen. Ihm ist damit null geholfen. Das ist keine Liebe. Sondern wie gesagt, einfach nur Egoismus.
Keine Briefe an ihn (die sollen für DICH sein!), keine Anrufe! DAS ist die Lösung! Es gibt keine andere.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
L Freund 35 weiß nicht , was er will Liebe 11
D Er weiß nicht mehr was er will Liebe 12
A Ich weiß nicht was ich tun soll Liebe 7

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben