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Ich weiss nicht mehr weiter

M

mutlos

Gast
Hallo,

möchte hiermit versuchen, mich irgendwie zu äußern, ohne meinen Freund, meine Familie und meine Freunde zu belasten. Das mache ich sowieso zuviel.

Ich habe alles, was man sich wünschen kann, und ohne die Gefühle in mir wäre ich verdammt glücklich! Aber trotzdem:

Ich weiss einfach nicht mehr weiter. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, zu leben. Ich kämpfe seit Jahren mit Angst und Depressionen. Ich bin nach einer 6-jährigen Psychotherapie, die mir unglaublich geholfen hat und einen großen Teil meiner Persönlichkeitsstörung "reparieren" konnte, aus verschiedenen Gründen völlig aus der Bahn geworfen worden. Als ich die Gefühle in mir drin nicht mehr ausgehalten habe und an einigen meiner Verhaltensweisen fast verzweifelt bin, wurde ich so mutlos, dass ich in die Psychiatrie gegangen bin. Der vollstationäre Aufenthalt hat mir unglaublich geholfen, allerdings bin ich nun in teilstationärer Behandlung und falle (zumindest meinem aktuellen Gefühl nach) genauso wieder runter. Ich habe Angst vor fast allem. Und kann fast nicht mehr alleine sein. Ein weiterer Psychiatrie-Aufenthalt würde das nur verschlimmern. Trotz der tollen therapeutischen und ärztlichen Betreuung - ich weiss nicht wie weiter.

Von allen Seiten höre ich immer nur, wie unglaublich gut meine Chancen stehen, meine Probleme auf lange Sicht zu einem hohen Prozentsatz zu lösen, da ich durch die Vorarbeit mit der Psychoanalyse, meinem guten Gespür für mich selbst und meiner Intelligenz und der Fähigkeit, auch selbstständig therapeutisch mit mir zu arbeiten die allerbesten Vorraussetzungen habe.
Ich aber sehe immer wieder Angst ANGST ANGST und depressive Gefühle.

Ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr, und meine Therapeuten und Ärzte, keine Ahnung, und Freunde, Familie, und vor allem mein Freund möchte ich nicht noch mehr belasten.

Ich habe das Gefühl, nicht leben zu können. Aber nicht leben geht auch nicht, da zerstört man zuviele Leben. Was kann man denn dann noch machen?

mutlos
 
Zuletzt bearbeitet:

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Anki

Mitglied
he du...

ich kenne diese innere, geistige leere, nicht zu wissen, wie es weiter geht, sich am liebsten in eine ecke verkriechen und mit niemandem reden zu wollen, um keinem weh zu tun... darum bin ich hier....

ich denke, dass die ärzte und therapeuthen dein potential erkennen, sehen, dass du dein leben und deine ängste in den griff bekommen kannst... das problem ist nur, dass sie immer nur mit einer angst von dir konfrontiert sind... du musst sie jede minute und alle auf einmal aushalten und verarbeiten...
dich in diesem forum anzumelden, ist der erste schritt denn so kannst du mit unabhängigen menschen reden, ohne verurteilt zu werden.

fasse mut, glaube an dich selbst... hört sich abgedroschen an aber setze deine heilung in den vordergrund und nicht die belange der menschen um dich. sie scheinen dich zu lieben, wenn sie zu dir halten, obwohl du (wie es sich anhörst) schon länger probleme hast und dich anscheinend auch schon öffnen konntest. sei stolz auf dich, soweit gekommen zu sein und sehe deine fortschritte, und nichts anderes!!!!!

ich habe meinem therapeuthen damals beschrieben: ich bin in ein tiefes loch gefallen und klettere langsam eine stufe nach der anderen hinauf... manchmal bricht eine stufe und man fällt ganz zurück oder auch nur ein paar stufen.... aber man muss sich wieder hoch ziehen, die zerbrochene stufe und deren brechen genau unter die lupe nehmen und aufbauen bzw. stärken....
 

Ein Reisender

Mitglied
Hei!
Ich kann Dich nur all zu Gut verstehen-wollte mir im letzten Jahr das Leben nehmen...
Ich habe keine Therapie oder so gemacht-hat schon ewig gedauert, bis ich es meinem Arzt erzählt habe...
Es gab/gibt doch "nur" einen Ausweg-der Weg nach unten und somit irgendwann nach ganz weit oben um Anderen von dort aus zu zu sehen, oder man versucht den anderen Weg...
Ich war einige Wochen krank geschrieben und musste mir überlegen was ich will (weiß es heute noch nicht richtig)...
Ich unterhalte täglich viel Menschen und innerlich kann ich mich selbst nicht begeistern das geht Dir vielleicht auch so...
Ich musste auch versuchen die schönen Dinge des Alltags zu erleben-zu finden und ich fand sie nicht leicht-die schönen Dinge...
Du hast eine wichtige Begebenheit, Deine Familie (meine ist weit weg...).
Letztens erst wieder gelesen-angeblich hat jeder 3.schon Selbstmordgedanken gehabt-schwacher Trost, aber ich weiß wenigstens-das auch ich nicht alleine bin mit meinem Unmut usw....
Suche die schönen Seiten des Lebens und Du wirst sie finden-wenn auch nicht gleich aber sie kommen!!!!

Pass auf Dich auf!!!

möchte hiermit versuchen, mich irgendwie zu äußern, ohne meinen Freund, meine Familie und meine Freunde zu belasten. Das mache ich sowieso zuviel.

Ich habe alles, was man sich wünschen kann, und ohne die Gefühle in mir wäre ich verdammt glücklich! Aber trotzdem:

Ich weiss einfach nicht mehr weiter. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, zu leben. Ich kämpfe seit Jahren mit Angst und Depressionen. Ich bin nach einer 6-jährigen Psychotherapie, die mir unglaublich geholfen hat und einen großen Teil meiner Persönlichkeitsstörung "reparieren" konnte, aus verschiedenen Gründen völlig aus der Bahn geworfen worden. Als ich die Gefühle in mir drin nicht mehr ausgehalten habe und an einigen meiner Verhaltensweisen fast verzweifelt bin, wurde ich so mutlos, dass ich in die Psychiatrie gegangen bin. Der vollstationäre Aufenthalt hat mir unglaublich geholfen, allerdings bin ich nun in teilstationärer Behandlung und falle (zumindest meinem aktuellen Gefühl nach) genauso wieder runter. Ich habe Angst vor fast allem. Und kann fast nicht mehr alleine sein. Ein weiterer Psychiatrie-Aufenthalt würde das nur verschlimmern. Trotz der tollen therapeutischen und ärztlichen Betreuung - ich weiss nicht wie weiter.

Von allen Seiten höre ich immer nur, wie unglaublich gut meine Chancen stehen, meine Probleme auf lange Sicht zu einem hohen Prozentsatz zu lösen, da ich durch die Vorarbeit mit der Psychoanalyse, meinem guten Gespür für mich selbst und meiner Intelligenz und der Fähigkeit, auch selbstständig therapeutisch mit mir zu arbeiten die allerbesten Vorraussetzungen habe.
Ich aber sehe immer wieder Angst ANGST ANGST und depressive Gefühle.

Ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr, und meine Therapeuten und Ärzte, keine Ahnung, und Freunde, Familie, und vor allem mein Freund möchte ich nicht noch mehr belasten.

Ich habe das Gefühl, nicht leben zu können. Aber nicht leben geht auch nicht, da zerstört man zuviele Leben. Was kann man denn dann noch machen?

mutlos[/quote]
 

neuewege

Neues Mitglied
Hallo,
es ist sehr schwer die richtigen Worte zu finden.
Ich kann dir keinen Ratschlag geben, denn dazu weiss ich zuwenig und bin auch fachlich nicht kompetent.
Aber ich schreibe dir, was bei mir geholfen hat. Wohlbemerkt "geholfen"! Denn das was geschehen ist, lässt sich nicht rausschneiden. Und obwohl ich Wege gefunden habe um mein Leben im Griff zu bekommen, habe ich mehrmals im Jahr depressive Verstimmungen, in denen ich mich isoliert, verletzt und ganz unten fühle. Ich habe gelernt damit umzugehen, und weiss, dass es mit jedemmal besser wird. Ich kann nur hoffen, dass dir diese Zeilen helfen.
Als ich nach jahrelangen ertragen von Tod, Gewalt und Mißbrauch mir in einer völlig ohnmächtigen Situation das Leben nehmen wollte, habe ich glücklicherweise erkannt, dass ich mir eigentlich gar nicht das Leben nehmen wollte, sondern sehr, sehr verzweifelt über alles war.
Seitdem ich das erkannt habe, habe ich mein Leben in die Hand genommen. Das hört sich einfacher an als es ist. Ich habe mehrere psychische Störungen gehabt und würde mein Leben lang Therpien zugesprochen bekommen.
Nachdem ich meine Situation erkannt habe, wollte ich raus aus meiner Glocke, die andere Mensche nicht durchdringen konnten und durch die ich auch nicht raus kam.
1) Ich klebte mir einen Zeitungsausschnitt an die Pinnwand. Darauf war ein Bild von einer depressiven Frau mit dem Untertitel: Wer sich aufgibt, wird auch von den anderen aufgegeben. Da ist was wahres dran. Ich habe mich nicht aufgegeben, ich will nicht ganz unten bleiben ich will raus an die Oberfläche.
2) Ich habe mir überlegt, was mir Gutes widerfahren ist, woran ich Freude habe, auch welches Tun mir guttut, wer mir guttut.
Diese Menschen, Taten und Momente habe ich gesucht, getan.
3) Ich habe mich wietergebildet und darüber neue Kontakte hergestellt und erweitert.
4) Eine ähnliche Funktion hatte auch der Sportverein, dem ich beigetreten bin. Später habe ich erfahren, dass Sport gut gegen Depressionen ist. Mit dem Kampfsport habe ich ausserdem meine Ängste sowie meine Agressionen kanalisieren können. So dass ich ihnen nicht mehr ohnmächtig ausgeliefert bin.
5) Genausowichtig waren die Therapien, die ich gemacht habe und die mir mal sehr viel, mal ein bischen geholfen haben. Aber Therapien sind halt nicht alles. Man kann da auch in einer Hilfsbedürftigkeit und einer Abhängigkeit zum Therapeuten verharren. Ein guter Therapeut weiss das und bringt es auch zur Sprache.
Ich wünsche dir auf deinen Weg viel Mut, Kraft und Ausdauer.
Du bist es wert.
 

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