Anzeige(1)

Ich weiß nicht mehr weiter...

Shorty90

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

zunächst einmal weiß ich nicht so recht, ob die Kategorie richtig passt, aber da ich Studentin bin und einiges mit meinem Studium zu tun hat, poste ich einfach mal hierein.

Mein Problem ist ziemlich komplex. Kurz gefasst: Ich bin im 7. (bald 8.) Semester, werde in ca. einem Jahr mit meinem (ersten) Studium fertig sein in Regelstudienzeit, kann mich aber im Moment zu nichts aufraffen, mache teilweise tagelang gar nichts Produktives, obwohl ich eigentlich Examensprüfungen vorbereiten müsste. Ich bin absolute Perfektionistin, eine 1,3 ist gerade noch so ok, eine 1,7 nagt schon extrem an meinem Ego und stellt mich vor die Frage, ob ich den Verbesserungsversuch wagen sollte oder nicht (so tatsächlich bei einer der letzten Prüfungen gewesen). Ziel ist immer das Perfekte, die 1,0. Mein Studium macht mir auch Spaß, im Grunde beide Studiengänge (mache nebenbei noch ein zweites Studium parallel, sog. Doppelstudium) und ich hab riesen Angst vor dem Ende des Studiums, ich will einfach nicht, dass es vorbei geht. Die Phase danach (Referendariat) lockt mich gar nicht, ich würd viel lieber weiter wissenschaftlich arbeiten, aber um an der Uni zu bleiben sind die Bedingungen dort einfach zu schlecht, die Perspektive zu unsicher und das System (socializen, ständig dem Job hinterher ziehen, 12-Jahres-Regelung etc.) einfach nicht mein Fall. Obwohl ich so viel Spaß an meinen Fächern habe, krieg ich im Moment einfach nichts gebacken, bin faul und kann mich nicht aufraffen, irgendetwas zu tun. Klar, das ist mal einen oder zwei Tage in Ordnung, aber danach muss man sich doch auch mal wieder zusammenreißen können. Schaff ich aber einfach nicht. Ein paar finanzielle Sorgen kommen auch noch dazu, weil ich ab April meinen Job als studentische Hilfskraft los bin (Chef an eine andere Uni gegangen), Ende des Jahres fürs Ref meinen Führerschein machen muss und dann auch ggf. ein Auto brauche, aber das ist halt nur ein Teil des Problems. Meine Partnerschaft (4 Jahre) ist Ende letzten Jahres auch in die Brüche gegangen und meinen Ex-Chef, der Dozent an meiner Uni war und über die Zeit auch zu einem guten Freund geworden ist, vermisse ich auch. Ohne seine Seminare und ihn als Person ist es an der Uni nur noch halb so schön, seitdem hab ich auch ein wenig Lust am Studium verloren. Da er mich aber (unter anderem) auch demnächst prüfen wird in zwei Teilgebieten muss ich jetzt alles geben, schließlich stellt er an mich als seine ehemalige studentische Hilfskraft nochmal höhere Anforderungen und alles schlechter als 1,0 wäre indiskutabel. Es ist momentan echt ein Teufelskreis... zum einen Spaß am Fach, zum anderen keine Lust auf Uni, Einsamkeit, dann aber wieder der Perfektionismus, der mir so ein schlechtes Gewissen macht. Zum Nichtstun: Damit meine ich wirklich den ganzen Tag am PC sitzen, im Internet surfen, in irgendwelchen Foren lesen, ab und zu Mal Musik hören - das höchste der Gefühle ist es dann schon, die Katzenklos zu säubern und meine Küche einigermaßen in Ordnung zu halten sowie mir was zu Essen zu machen (lebe alleine).

Wie komm ich da bloß nur wieder raus?

Danke schonmal und liebe Grüße,
Shorty
 

Anzeige(7)

Rhenus

Urgestein
Hallo Shorty90,

Wie komm ich da bloß nur wieder raus?
Indem du einen Schritt nach dem anderen machst und nicht zwei auf einmal.
Dich selbst realistischer einschätzt.
Und dich damit zufrieden gibst, was du als Dauerleistung erbringen kannst.
Alles und jedes hat neben seiner Ursache auch eine Wirkung.

Manchmal sind Ziele und Wünsche nicht erfüllbar, immer gut wenn man dafür eine Variante bedenkt. Dein Unterbewusstsein sendet dir Botschaften, die du gerne ignorieren möchtest.
Ob das auf Dauer gut ist?

Ich wünsche dir die Einsicht zu erkennen, wann du dich überforderst.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben