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Ich weiß absolut nicht mehr weiter

LunaLovegood

Mitglied
Seit fast 3 Jahren ist jeder Tag einfach nur eine Qual. Es fing ganz plötzlich an, mit kompletter Schlaflosigkeit. Und das ist nicht übertrieben. Ich schlief tagelang absolut gar nicht. Seitdem habe ich viele verschiedene Schlafmittel genommen. Das ist jetzt nicht mehr mein Hauptproblem. Denn etwa ein 3/4 Jahr später ging es erst so richtig los: eine starke Erschöpfung wie sie sich nicht vorstellen kann. Ich bin jetzt 18 und liege 20-23 Stunden am Tag im Bett. Alles ist zu viel. Ich kann nicht aufstehen, mir Essen machen, nichtmal lesen, fernsehen ist auch oft zu anstrengend. Dazu kommen starke Kopf- ,Gelenk,Muskel und Rückenschmerzen. Kein Schmerzmittel wirkt bei mir. Ich bin nicht hoffnungslos oder traurig, wie bei Depressionen. Ich habe diese 3 Jahre gekämpft, noch alles aus mir rausgeholt. Doch jetzt ist es noch viel schlimmer geworden. Ich bin seit 6 Wochen nicht in der Schule. Davor habe ich ich auch sehr sehr oft gefehlt. Meine Mitschüler halten mich für eine Schwänzerin, ich habe alle meine Freunde verloren. Die Lehrer wollen mich unterstützen, doch wie, wenn ich es gar nicht mehr aus dem bett schaffe?? WIE soll ich dann lernen und Hausaufgaben machen, wenn ich vor Qual nichtmal lesen kann??? Die Ärzte sind total überfordet. Ich werde immer nur weitergeschickt, erst heißt es "Ja, klar, wir können helfen". 2 Wochen später" Tut mir leid, aber mit sowas habe ich keine Erfahrung" Ich bin durch ganz deutschland gereist um mir hilfe zu suchen. Ich werde immer enttäuscht. Ich weiß, dass ich keine Depressionen habe. Wahrscheinlich leide ich an CFS(chronisches Erschöpfungssyndrom). Ich hatte so viele Ziele, ich war immer sehr gut in der Schule, und jetzt?? Ich will in die Schule, ich liebe meine Schule, aber ich schaffe es einfach nicht. Ich kann das nicht ertragen, immer zu hause zu sein, nichts zu tun zu haben!
Docvh die kleinste Anstrengung sorgt dafür, dass es mir mehrere Tage schlecht geht. Ich würde so gerne in die Stadt gehen, auf den Weihnachtsmarkt, doch ich kann nie das haus verlassen.
Wie soll das weitergehen? ich ahbe noch so viele jahre vor mir. Es wurde mir alles zerstört, ich hasse mein Leben einfach nur noch. Ich habe kein Leben! Jetzt kurz vorm Abi muss ich aufegebn, kann nicht studieren...Jeder Tag ist so sinnlos geworden.
Ich war so stolz, dass ich auf meine Schule ging(hat einen guten Namen, fast jeder dort macht eine tolle Karriere). Ich dachte, ich könnte alles erreichen und jetzt ist alles umsonst gewesen. Ich hoffe ich kann durch eine Fernschule das Abi machen, aber ich will auf meiner schule bleiben und das Haus verlassen. Aber meine Krankheit wird immer schlimmer. Ich weiß einfach nicht weiter!:(
 

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das Gefühl

Aktives Mitglied
Hier ein paar Gedanken, die Dich vielleicht weiterbringen könnten:

a.) Fibriomyalgie würde von Deiner Symptombeschreibung ja fast 100 % zutreffen. Hier der passende Link:
Fibromyalgie

Diese Krankheit wird nur von einigen Ärzten noch nicht ernst genommen, deshalb wird sie auch manchmal nicht diagnostiziert.

b..) Wieso weißt Du, dass Du keine Depressionen hast? Hast Du Dich ernsthaft damit auseinandergesetzt? Du sprichst von Erschöpfung und Sinnlosigkeit. Depressionen haben unglaublich hinterhältige Wege und müssen überhaupt nichts mit Traurigkeit zu tun haben (meist sind die Symptome Antriebslosigkeit und Erschöpfung). Außerdem leugnet jeder zweite Betroffene diese Symptome, weil die Erkrankung trotz Öffentlichkeitsarbeit immer noch einen schlechten Ruf hat.
Was raubt Dir denn Deine Kraft? Hast Du vielleicht eine Idee? Wenn ja, kannst DU etwas ändern?

c.) Du solltest Dich an die richtigen Ärzte wenden (vielleicht mit homöopathischer Zusatzausbildung; oder Neurologen).

Mit 18 durch die Bundesrepublik zu reisen, obwohl Du so erschöpft bist, kann ich Dir nicht glauben. Und Deine Symptome sind so selten auch nicht, dass kein Arzt etwas weiß.
Ich glaube, Du hoffst auf ein Wunder. Willst gar nicht hören, dass Du leider aktiv werden musst, damit sich etwas ändert. Und das verstehe ich auch, da Dir ja im Moment jede Kraft fehlt. Aber Fernabitur obwohl Du noch nicht einmal lesen magst, ist doch auch so eine Idee, um sich aus dem Leben zurückzuziehen.
Sei mir nicht böse, ich will Dir nur helfen. Doch dazu musst Du auch ehrlich zu Dir selber sein. Und die Sache mit der Fibriomyalgie halte ich für die Wahrscheinlichste (aber bin ja kein Arzt).
Ich wünsch Dir die Kraft, für Dich zu kämpfen!!!
Alles Gute!
 

Shelti

Mitglied
Ich habe Deinen Text aufmerksam gelesen und vielleicht kann ich Dir helfen.

Erkundige Dich wo es in Deiner Nähe einen guten Rheumatologen oder besser noch ene Klinik mit einer Rheumatologischen Ambulanz gibt. Mir ging es viele Jahre wie Dir, niemand fand heraus was mir fehlte und zum guten Schluss hieß es, es seih die Psyche weil ich ein en schwer kranken Sohn zu Hause hatte. Dann kam ich Gott seih Dank als ich mich eines Nachts in die Klinik schleppte an einem Arzt der mir sagte dass er das er das Gefühl habe das ich Rheumatikerin bin. Die Klinik hatte auch eine rheumatische Ambulanz. Da meine Rheumfaktoren im Blut aber noch nicht nachweisbar war, dachte man auch dort erst, das die Beschwerden psychisch seien. Aber ich blieb am Ball. Las viel über Rheuma, ging immer wieder in die Rheuma- Ambulanz und nach einem weiteren halben Jahr war dann die Diagnose gefestigt. Chron. Polyartritis und Fibromyalgie.

Sicher geht es mir Heute nicht sehr gut, aber ich weiss was ich habe und kann damit gut leben. Die Krankbheit hat einen Namen und es gibt Mittel um sich etwas wohler in der Haut zu fühlen. Angefangen bei Medikamenten bis hin zu Physio und Psychotherapie. Die Psychotherapie lehne bitte nicht ab, wenn Du auch Rheuma hast, denn die Kranlheit verändert das Leben doch einschneident und da ist eine ps<chische Unterstützung soch sehr wertvoll.

Habe jetzt keine Angst weil ich geschrieben habe, daß es mir nicht sehr gut geht. Alles Andere was nach der Diagnose kam war nicht mehr so schlimm als der jahrelange schwebende Zustand in dem mir niemand helfen konnte. Das war Psychoterror. Wenn man den Feind in seinem Körper kennt, dann kann man damit leben.

Wäre schön wenn Du dich mal wieder meldest und berichtest wie es weiter geht mit Dir. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen. Wenn Du rat brauchst oder ich Dir in irgend einer Form beim finden eines guten Rheumatologen behulflich sein kann, dann schreibe mich ruhig privat an. Ich helfe Dir gerne weiter.

Lieben Gruss

Gaby / Shelti
 
Zuletzt bearbeitet:

LunaLovegood

Mitglied
danke für die Antworten.
Ich weiß, dass ich keine Depressionen habe, da ich auf dieser Schiene auch schon alles abgearbeitet habe. Ich habe eine Therapie gemacht und war in einer psychiatrischen Klinik. Ich dachte auch erst, ich sei psychisch krank. Aber dort habe ich erst gemerkt, dass ich es nicht bin. Alles hat absolut nicht geholfen, kein Medikament und keine Therapie.
Fibromyalgie könnte ich auch haben, die Symptome passen. Es ist nur so schwierig, jemanden zu finden, der sich wirklich damit auskennt, da ich auf dem Land lebe. Ich werde wohl noch einiges vor mir haben. Ich will nicht auf Schule, Freunde und Hobbies verzichten. Alle sagen immer, die Gesundheit geht vor, aber der Verzicht auf dinge, die ich mag ist so schwer. Wäre gerne auf den Weihnachtsmarkt gegangen, aber ich kann kaum länger als eine viertel Stunde stehen.
 

Shelti

Mitglied
Jeder kleine Ort hat auch eine größere Nachbarstadt. Erkundige Dich da nach einem Rheumatologen oder eine rheumatologische Ambulanz in einer Klinik. Du kannst jetzt nicht auf den Weihnachtsmarkt und wenn Du weiter untätig bleibst, dann im kommenden Jahr auch nicht. Wenn Du Freunde und Dein Umfeld behalten willst, dann mußt Du etwas tun und nicht sagen daß es keine Möglichkeit gibt, denn Du hast sie ja nicht alle ausgeschöpft.

Also, raffe Dein letztes bisschen Mumm zusammen und los, dann kann Dir auch geholfen werden. Oder aber Mithilfe und den guten Glauben geht gar nichts. Ist nun mal so, die Erfahrung musste ich auch machen,

Alles Liebe und Gute

Gaby
 

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