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Ich verstehe es selbst nicht

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Gast

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Das ist jetzt eine ziemlich krasse Geschichte:

Ich weiblich ü40, früher mal polytox. Da war alles dabei...Ecstasy, Haschisch (klar), LSD, Koks und last but not least...Junk. Eine gute Freundin ging daran zu Grunde und ein Freund. Ja, damals habe ich noch die Kurve gekriegt, während meine Freundin nur noch H. im Kopf hatte, sich sogar prostituiert hat, habe ich meine Ausbildung straight durchgezogen, das war damals, als alle Welt feiern ging, in diese Technoclubs und auf Raves. Das fand ich irgendwie alles viel besser, als diesem Opiat nachzurennen.

Trotzdem, der Turn von Heroin ist schon sehr schön, man ist zutiefst befriedigt und entspannt. Was zwischen den Junkies abläuft kann man schwierig in Worte fassen, dennoch versuche ich es mal. Der Moment nach der Injektion tut einfach enorm gut, man lehnt sich zurück und geniesst einfach...Die Freunde empfinden das gleiche...man ist wie von einer wunderschönen inneren Wärme erfüllt, eine "Kuscheldroge", so würde ich es nennen. S ex, Aktivität spielen im Grunde keine Rolle mehr, man fühlt sich wohlig und beruhigt. Dieser Zustand hält über Stunden an, sofern man diesen Stoff nicht oft konsumiert, aber das schönste sind die ersten 20, 30 Minuten, danach wird es sanfter, aber man kommt nicht negativ runter, sondern ist nach wie vor angenehm beruhigt. Zumeist hat man direkt nach dem Druck einen bestimmten Geruch in der Nase, auch das ist sehr angenehm. Ist man den Stoff nicht gewoht kann es sein, dass man sich erbrechen muss, aber das stört gar nicht. Ausserdem sieht man verschwommen, da kann man sich anstrengen wie man will. Also Fernsehen wird egal. Viel schöner sind Händchenhalten und Kuscheln, das reicht völlig um zufrieden und erfüllt zu sein.

Was ich aber eigentlich erzählen wollte:
Ich, eine fast normale alleinerziehende Mutter....tja, Alkoholproblem zwar....Und ja der Alkohol ist nicht ganz unwesentlich beteilgt gewesen an der Geschichte vor ein paar Tagen. Ich fahre nach FFM und werde dort rückfällig.

Bereits im Zug bin ich besoffen und quatsche irgend einen Typen an, den ich sympathisch finde....ich benehme mich so oder so den ganzen späten Abend wie eine Irre (beschimpfe einen Mann, den ich gar nicht kenne). Gott sei dank begleitet mich recht bald ein jüngerer Junkie. Ich weiss seinen Namen nicht mehr, habe ich vergessen, aber ich sage ihm, dass ich H. suche und er solle mir doch helfen, ich habe sogar etwas Geld. Irgendwann sitzen wir auf einer Treppe (U-Bahn Schacht?) und ich bekomme den ersten Druck gesetzt. Zwei andere Junkies sind noch dabei. Es tut gut. Dann will ich in ein Hotel, billig. Mein Begleiter kennt sich aus und wir sind im Hotel. "Wir haben die Asco vergessen!" das sagt er noch. Dann sage ich ihm er soll von irgendwo eine Zitrone holen, das macht er, er macht an diesem Abend alles was ich sage, ganz einfach weil ich eh schon so bedient war. Er kommt zurück und endlich kommt der ersehnte Schuss.

Plötzlich spüre ich, wie welche mich tracktieren. Eine Herzmassage. Ziemlich brutal. Ich wache auf. Mein Freund sagt ich wäre umgegangen.....Die Sanitäter wollen wissen wer ich bin. Sie durchwühlen meine Handtasche. Ich bekomme alles nur halb mit. Mir ist alles egal. Ich will nur schlafen. Dann sind alle weg. Ich lebe noch.
 

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Gast
Das ist jetzt eine ziemlich krasse Geschichte:

Ich weiblich ü40, früher mal polytox. Da war alles dabei...Ecstasy, Haschisch (klar), LSD, Koks und last but not least...Junk. Eine gute Freundin ging daran zu Grunde und ein Freund. Ja, damals habe ich noch die Kurve gekriegt, während meine Freundin nur noch H. im Kopf hatte, sich sogar prostituiert hat, habe ich meine Ausbildung straight durchgezogen, das war damals, als alle Welt feiern ging, in diese Technoclubs und auf Raves. Das fand ich irgendwie alles viel besser, als diesem Opiat nachzurennen.

Trotzdem, der Turn von Heroin ist schon sehr schön, man ist zutiefst befriedigt und entspannt. Was zwischen den Junkies abläuft kann man schwierig in Worte fassen, dennoch versuche ich es mal. Der Moment nach der Injektion tut einfach enorm gut, man lehnt sich zurück und geniesst einfach...Die Freunde empfinden das gleiche...man ist wie von einer wunderschönen inneren Wärme erfüllt, eine "Kuscheldroge", so würde ich es nennen. S ex, Aktivität spielen im Grunde keine Rolle mehr, man fühlt sich wohlig und beruhigt. Dieser Zustand hält über Stunden an, sofern man diesen Stoff nicht oft konsumiert, aber das schönste sind die ersten 20, 30 Minuten, danach wird es sanfter, aber man kommt nicht negativ runter, sondern ist nach wie vor angenehm beruhigt. Zumeist hat man direkt nach dem Druck einen bestimmten Geruch in der Nase, auch das ist sehr angenehm. Ist man den Stoff nicht gewoht kann es sein, dass man sich erbrechen muss, aber das stört gar nicht. Ausserdem sieht man verschwommen, da kann man sich anstrengen wie man will. Also Fernsehen wird egal. Viel schöner sind Händchenhalten und Kuscheln, das reicht völlig um zufrieden und erfüllt zu sein.

Was ich aber eigentlich erzählen wollte:
Ich, eine fast normale alleinerziehende Mutter....tja, Alkoholproblem zwar....Und ja der Alkohol ist nicht ganz unwesentlich beteilgt gewesen an der Geschichte vor ein paar Tagen. Ich fahre nach FFM und werde dort rückfällig.


Bereits im Zug bin ich besoffen und quatsche irgend einen Typen an, den ich sympathisch finde....ich benehme mich so oder so den ganzen späten Abend wie eine Irre (beschimpfe einen Mann, den ich gar nicht kenne). Gott sei dank begleitet mich recht bald ein jüngerer Junkie. Ich weiss seinen Namen nicht mehr, habe ich vergessen, aber ich sage ihm, dass ich H. suche und er solle mir doch helfen, ich habe sogar etwas Geld. Irgendwann sitzen wir auf einer Treppe (U-Bahn Schacht?) und ich bekomme den ersten Druck gesetzt. Zwei andere Junkies sind noch dabei. Es tut gut. Dann will ich in ein Hotel, billig. Mein Begleiter kennt sich aus und wir sind im Hotel. "Wir haben die Asco vergessen!" das sagt er noch. Dann sage ich ihm er soll von irgendwo eine Zitrone holen, das macht er, er macht an diesem Abend alles was ich sage, ganz einfach weil ich eh schon so bedient war. Er kommt zurück und endlich kommt der ersehnte Schuss.

Plötzlich spüre ich, wie welche mich tracktieren. Eine Herzmassage. Ziemlich brutal. Ich wache auf. Mein Freund sagt ich wäre umgegangen.....Die Sanitäter wollen wissen wer ich bin. Sie durchwühlen meine Handtasche. Ich bekomme alles nur halb mit. Mir ist alles egal. Ich will nur schlafen. Dann sind alle weg. Ich lebe noch.
dein armes Kind
 

Ondina

Sehr aktives Mitglied
Mehr fällt mir dazu auch nicht ein.
Vielleicht noch folgendes, wenn du einen lichten Moment hast, dann wende dich an die Fürsorge mit der Bitte, man möge dein Kind in Staatliche Obhut nehmen sofern das noch nicht geschehen ist.

Ansonsten wünsche ich dir von Herzen, das du von diesem Mist los kommst.
 
G

Gast

Gast
Und was haben die Sanitäter dann gemacht?
Als die Tasche durchwühlt war und deine Personalien festgestellt?
Wo hast du dich ausgeschlafen?
Ich hoffe, dass irgendwem aufgefallen ist, dass du ein Kind hast.
Um das sich irgendjemand kümmern muss.

Ich hab`das selten, aber jetzt habe ich ganz doll das Gefühl, du solltest dich schämen.

Armes Kind.
 

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