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Ich verstehe diese Welt einfach nicht mehr...

Rising_Shine

Mitglied
In letzter Zeit neige ich zur Verzweiflung... nichts klappt so wie ich es mir erhoffe oder von tiefstem Herzen wünsche und möchte mal alles rauslassen was mich so bedrückt (ich hoffe das stört hier niemanden),denn meistens geht es mir danach besser.

Manchmal frage ich mich, was mich so gemacht hat und wieso ich einfach nicht in diese Welt passe.

Ich habe in den letzten 3-4 Jahren viel Schmerz erfahren, den ich mir meist nicht anmerken lasse.
Seit geraumer Zeit sehne ich mich nach einer Freundin (Beziehung) mit der man über alles mögliche reden kann und eben so sein kann wie man ist. Ich halte von mir persönlich nicht viel... doch falls mich eine Person wirklich mag so wie ich bin und mir das Gefühl gibt kein niemand zu sein, dann möchte ich nichts lieber als dieser Person ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Wenn ich etwas schenke oder für sie vorbereite, dann muss es einzigartig sein. Ich gebe mir immer sehr viel Mühe für andere Personen. Ich behandel sie so wie ich gerne behandelt werden möchte.
Viele Leute sagen mir, ich wäre zu lieb und zu nett und das ich mich dann nicht wundern soll ausgenutzt zu werden. Da widerspreche ich ihnen auch nicht, aber ich möchte nicht meine persönliche Art ändern um anderen zu gefallen...

Ich möchte so sein wie ich bin, ohne mich zu verstellen. Meist tue ich Dinge die ich eigentlich nicht machen möchte, aber zuliebe der Leute die mich mögen, trotzdem mache. Einfach um sie glücklich zu sehen. (z.B länger für sie aufbleiben /Sachen unternehmen die sie gerne machen wollen, ihnen ständig Gefallen tun).
Leider hab ich nie das zurück bekommen, was ich mir so sehr wünsche.
- Eine Person, die auch mal für mich länger aufbleibt oder die sich mal Zeit für mich nimmt. Immer werde ich ignoriert / ausgenutzt oder ersetzt. Wie oft ist es mir schon passiert, dass ich der "Lückenfüller" war. Für langweile ausgenutzt wurde und weggeworfen wurde wie Abfall. Mittlerweile habe ich nur noch Angst wieder ausgenutzt zu werden und als Niemand zu enden. Mit ist das mittlerweile schon 4x in Folge passiert, dass mich die Leute dann wieder aus ihrem Leben streichen wollen.

Ich bin immer wieder aufgestanden und habe so weitergemacht wie zuvor, in der Hoffnung irgendwann vielleicht mal die richtige zu finden. Doch mittlerweile weiß ich einfach nicht mehr weiter. Ich hab das Gefühl das für zu hilfsbereite und aufopfernde Menschen kein Platz ist. Und einen Vorteil durch gutes Aussehen habe ich auch nicht. Ich habe Gewichtsprobleme(bin sehr dünn) zudem bin ich noch anfangs sehr schüchtern... das sich nach der Zeit aber legt.

Außerdem verspüre ich einen Hass gegen die heutige Gesellschaft, die mir das Leben noch zusätzlich schwerer macht. Überall wo ich hinschaue... überall sieht man durchtrainierte perfekte Körper / Stars die jedem sagen wollen wie man abnimmt oder wie toll es ja ist so perfekt zu sein... und bekomme das Gefühl ohne einen durchtrainierten muskulösen Körperbau garkeine Chancen bei Mädchen in meinem Alter zu haben. Habe da schon viel Erfahrung gemacht... das man nicht mal beachtet wird, wenn man nicht "normal" ausschaut.

Jeder prahlt mit seinen perfekten Körpermaßen. Heutzutage werden ja nichtmal Fotos vom Gesicht geschossen, sondern nur noch vom Körper! Als ob der BMI mehr Aussagen würde als der Charakter eines Menschen. Ich habe das auch schon versucht... versucht mit der Masse zu gehen und bin trainieren gegangen (leider ohne Erfolg). Ich gefalle mir eigentlich - obwohl ich so dünn bin, aber um glücklich zu sein brauch ich wohl mehr als nur Gefallen an mir selbst.

Ich gehe oft weg und treffe mich mit Freunden... gehe gerne raus, aber liebe es auch gemütlich auf dem Sofa oder vor dem PC zu sitzen und über Gott und die Welt zu reden. Bin auch noch relativ jung mit meinen 19 Jahren. Dennoch fühle ich mich allein ... ohne eine feste Person an meiner Seite, die mich so nimmt wie ich bin.

Geht es denn jemanden von euch auch so?
 

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notbad3

Mitglied
Ich bin auch 19 Jahre alt, weiblich und so wie du war ich zuu nett. Meine Mutter sagte immer, dass ich hilfsbereit sein soll. Dann habe ich mal meine Familie von außen betrachtet und gesehen, dass wenn sie immer so hilfsbereit sind, sie nur ausgenutzt werden. Deswegen beschloss ich nicht so zu sein. Mich finden jetzt noch viele sehr hilfsbereit, das nur weil sie auch meine Hilfsbereitschaft verdienen, andere, die mich nicht als einen Menschen sehen, finden mich nervig oder sonst was, weil ich zu denen kalt bin. Das finde ich auch gar nicht schlimm. Anfangs habe ich mich schlecht gefühlt, doch dann dachte ich mir "hey, du lebst nicht um andere glücklich zu machen, sondern um dich selbst glücklich zu machen." So fing ich an all das zu tun, worin ich mich wohlfühle. Ich bereue nichts. Solange ich mich wohlfühle, ist alles okay.

Du solltest niemals auf andere hören. Sei du selbst, denn andere gibt es schon. Dünn sein, schüchtern sein und noch weiteres, all das gehört zu deinem Charakter. Dies sind die Dinge die dich zum dich selbst machen. Versuche niemals eine Kopie von jemanden zu sein. Auch ich schaue mir die Mädchen in meiner Gegend an. High Heels, Bauchfreie Shirts, Tonnenweise Schminke... wenn die sich so hübsch und wohl fühlen, dann sollen die auch. Ich finde es nicht schön wie alle anderen auszusehen. Ich werde auch ausgelacht, weil ich das einzige Mädchen in der Oberstufe bin, die einen Kunterbunten Rucksack trägt. Sie finden sowas kindisch. Ich respektiere deren Meinung. Wäre natürlich schöner, wenn die mir das ins Gesicht sagen würden, aber die können sowas nur hinter dem Rücken sagen. Mir jedenfalls macht das nichts aus. Ich finde den Rucksack schön, fühle mich damit wohl.

Ausserdem habe ich angefangen ehrlich zu sein. Da gab es natürlich wieder einige Leute, die das nervig fanden. ZB. wenn man mich fragt, ob das Oberteil einem steht und ich etwas negatives sage, dann können die mit Kritik nicht umgehen. Auch das ist okay. Kann eben nicht jeder und ich kann auch nicht so tun, als würde mir es gefallen. Weil wenn ich so tue als ob, dann fühle ich mich unwohl. Das möchte ich nicht. Das Leben ist viel zu kurz um permanent an andere zu denken.

Du solltest dir unbedingt Gedanken darüber machen, womit DU dich wohl und womit unwohl fühlst. Wenn du auf dem Weg zum Wohlfühlen bist und dabei einige Freunde verlierst, glaub mir, dass waren dann die, die nicht mal zu deiner Beerdigung kommen würden. Habe lieber wenige gute Freunde, als viele falsche.
Und lasse dir mit einer Beziehung Zeit. Da denke ich auch, dass man lieber auf die/den Richtige/n warten sollte, als mit hundert anderen was zu starten. :)
 

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