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Ich stehe ständig unter Strom.

M

muddle

Gast
Hallo,

ich hoffe mal, dass ich mich einigermaßen kurzfassen kann :)

Also ich besuche derzeit eine Fortbildung, gehe also zur Schule. Wenn ich zu Hause bin setze ich mich immer noch hin und tue etwas, weil ich das Gefühl habe ich kann mir absolut nichts mehr merken. Das war früher anders. Ich sauge von überall Informationen auf, lese im Internet, kaufe mir Bücher (schulisch und zur Erweiterung der Allgemeinbildung), um mir irgendwie mehr Wissen anzueigenen, weil ich der Meinung bin, ich bin ziemlich unwissend. Ständig lese ich irgendwas nach, gucke hier und gucke da. Ich habe das Gefühl, mein Hirn ist ständig beschäftigt meine ganzen Gedanken zu sortieren. Ich kann mir nicht sagen "Hey, ich lese jetzt erstmal das eine Buch und beschäftige mich mit diesem Thema", sondern will immer zig Dinge gleichzeitig machen. So kommt es oft vor, dass ich so fünf Bücher rumliegen habe, in denen ich aktuell lese. Mal das eine, mal das andere. Dass bei dieser Methode am wenigsten hängen bleibt, ist mir natürlich selbst klar.

Außerdem ist es so, dass ich mir keine Termine, zu erledigende Dinge, zu machende Anrufe, etc. merken kann. Wenn ich es nicht sofort im Handy als Erinnerung zum richtigen Zeitpunkt speicher, würde ich total viel verplanen.

Zusätzlich ist es so, dass ich nicht zur Ruhe kommen kann. Schlafen tu ich wunderbar, aber am Tag mal ausruhen geht gar nicht. Wenn ich mit meinem Freund auf dem Sofa lieg, weil er zum Beispiel was im FErnsehen sehen will, bin ich in Gedanken schon dabei, wann ich wieder aufstehe und was ich dann noch so alles machen will. Er merkt das immer, weil ich scheinbar dann so eine UNruhe ausstrahle und sagt mir dann schon meist "Möchste was tun? Dann mach ruhig.". Aber mir tut das ja auch Leid, weil ich ihn dadurch vernachlässige...

Das ist mal ein kurzer Einblick...ach übrigens, ich hatte/habe mit psychischen Dingen zu tun. Depressionen, Essstörungen oder so. Keine konkrete Diagnose. Nehme derzeit auch Antidepressiva.

Kennt das jemand von euch? Wie gehts ihr damit um? Fühle mich irgendwie so hilflos...
 

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GastRitis

Gast
Hallo!

So wie ich das sehe, wär für Dich die fast gegenteilige Handhabung Deiner bisherigen sinnvoll, das heißt:

Anstatt Dich mit immer neuen Eindrücken und Texten richtiggehend zuzuschütten, seien beispielsweise Spaziergänge an der frischen Luft angesagt; einfach-nur-da-sitzen und "relaxen", zum Beispiel bei 'ner Tasse Tee und unaufgeregter Musik; an einen schönen Ausflug denken (und neuen ggf. "planen"), usw. usf.
Also all das, was Dich immer wieder auf's neue aufreibt, erstmal so gut es geht "ersetzen". So kann sich Körper und Geist regenerieren, und Du wirst bald merken, daß die "Sicht" klarer und der Kopf freier und wieder aufnahmefähiger ist!

Und die Antidepressiva sind zu hinterfragen, d.h., zusätzlich ein Beratungsgespräch zur Thematik beim Heilpraktiker kann nützlich sein.
 
M

muddle

Gast
Hallo GastRitis,

sicher wäre die gegenteilige Handlung sinnvoll, aber irgendwie bekomme ich es nciht hin runterzukommen. Ich kann einfach nicht abschalten. Beim Spaziergang oder so (den ich auch ab und zu versuche zu machen), versuche ich abzuschalten, aber meine Gedanken kreisen doch dann wieder darum, was ich noch so zu tun habe oder so.

Ich bekomme es nicht hin, mich mit was anderem zu beschäftigen, ohne mit dem Kopf woanders zu sein.
 

Tabiti

Neues Mitglied
Ich bin kein Arzt und nichts dergleichen aber für mich klingt das zwanghaft.Wie Zwangsgedanken. Kenne das selber wenn man nicht zur Ruhe kommt-nur mit anderen Themen halt.
 
M

muddle

Gast
Ich bin kein Arzt und nichts dergleichen aber für mich klingt das zwanghaft.Wie Zwangsgedanken. Kenne das selber wenn man nicht zur Ruhe kommt-nur mit anderen Themen halt.
Hallo Tabiti,

danke für deinen Beitrag. Wie ist das denn bei dir, wenn du nicht zur RUhe kommst? Kannst du das selbst auch nicht abstellen? Ich habe noch nie so intensiv darüber nachgedacht, ob das zwanghaft sein könnte...denn beim Nachdenken verlier ich jedes Mal den Faden, ich kann keinen Gedanken zu Ende bringen. Aber irgendwie mag das schon sein, denn abstellen oder zuminderst vermindern kann ich es ja irgendwie nicht und es fängt an mich wirklich zu belasten.
 
A

Aloha

Gast
Hallo muddle,

ich denke auch, dass Du nicht zur Ruhe kommst und Deine Psyche da auf Dauer wohl eher nicht mitspielen wird.


Dazu eine kleine Geschichte für "Tausendsassa" wie Dich:


Ein Mann wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so glücklich sein könne.


Er sagte:
"Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich sitze, dann sitze ich,
wenn ich esse, dann esse ich,
wenn ich liebe, dann liebe ich ..."


Dann fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten:

"Das tun wir auch, aber was machst Du darüber hinaus?"

Er sagte wiederum:
"Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich ... "


Wieder sagten die Leute:
"Aber das tun wir doch auch!"



Er aber sagte zu ihnen:

"Nein -
wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon,
und wenn ihr lauft, dann denkt Ihr bereits, Ihr seid schon am Ziel."






Ich wünsche Dir, dass Du Deine innere Ruhe findest!:blume:


LG


Aloha
 
M

Monarose

Gast
Ruhe hat mit ENTspannung zu tun. Du musst Spannung auflösen. Das geht prima über einen Orgasmus. Oder Sport.
 

Tabiti

Neues Mitglied
Hey Muddle,

ich habe bereits erfahrungen mit psy. Erkrankungen- allerdings mit Depressionen. Daraus wurde dann eine Angststörung, zwischenzeitlich eine Essstörung. Mit Hilfe von medikamenten und einer langen Therapie konnte ich alles in den Griff kriegen. Aber jetzt merke ich wie ich wieder krank werde-dank meines JObs. Ich nenne es den "Grübelzwang". Google mal danach-vielleicht findest du dich darin auch wieder. Ein Indiz dafür ist ja auch, dass die Grübelei eh zu keiner Lösung kommt. Bei mir sind es Zukunftsgrübeleien. Völlig absurd, weil dafür gibt es keine Lösung, aber ich denke und denke und d enke. male mir die schlimmsten Sachen aus, stelle mir alle möglichen sachen vor. wasd wäre wenn..... Es macht mich fertig, raubt mir Kraft, Schlaf und irgendwann auch meinen Verstand.
 
M

muddle

Gast
@ Aloha: Danke, der Text ist sehr sehr passend! Und sowas von wahr... :daumen:

@ Patch: Ja, mit Sport hab ich es leider nicht so. Habe zwar immer mal phasenweise etwas gemacht, aber nie "erfolgreich", sodass ich irgendwann immer die Lust und die Motivation verliere. Beim Laufen zum Beispiel..wenn ich es mache, macht es Spaß, aber die letzten Male hatte ich heftige Schmerzen dabei. Das klingt wie eine Ausrede, ist es aber nicht. Ich geb ja zu das es mir schwerfällt mich aufzuraffen...und wenn dann noch etwas anderes dazwischenkommt, verliere ich die Motivation. Hast Du einen Tipp? :)



Hey Muddle,

ich habe bereits erfahrungen mit psy. Erkrankungen- allerdings mit Depressionen. Daraus wurde dann eine Angststörung, zwischenzeitlich eine Essstörung. Mit Hilfe von medikamenten und einer langen Therapie konnte ich alles in den Griff kriegen. Aber jetzt merke ich wie ich wieder krank werde-dank meines JObs. Ich nenne es den "Grübelzwang". Google mal danach-vielleicht findest du dich darin auch wieder. Ein Indiz dafür ist ja auch, dass die Grübelei eh zu keiner Lösung kommt. Bei mir sind es Zukunftsgrübeleien. Völlig absurd, weil dafür gibt es keine Lösung, aber ich denke und denke und d enke. male mir die schlimmsten Sachen aus, stelle mir alle möglichen sachen vor. wasd wäre wenn..... Es macht mich fertig, raubt mir Kraft, Schlaf und irgendwann auch meinen Verstand.
Und nun noch zu Dir Tabiti: Es ist schade zu hören, dass du wieder krank wirst, nachdem Du scheinbar schon vieles geschafft hast. Ich hoffe für Dich, dass du irgendwie die Reißleine ziehen kannst, um es nicht zu weit kommen zu lassen?! Bist du derzeit in ärztlicher Betreuung?

Der "Grübelzwang" klingt schon ein wenig nach mir. Nur, dass es derzeit bei mir keine Grübeleien und vor allem Sorgen um die Zukunft oder so sind, sondern mehr Dinge des alltäglichen Lebens. Sicher hat das auch mit meinem Perfektionismus zu tun. Ich will immer mehr wissen, immer mehr lernen, immer besser werden...aber so wie ich das angehe, gehe ich damit in falsche Richtung. Wenigstens ist mir das bewusst...dagegen tun kann ich derzeit trotzdem nichts.

Als ich meine AD noch nicht genommen habe, gingen meine Grübeleien aber auch eher in Richtung Zukunftsängste, Vergangenheit, etc. Das hat sich mit den AD gelegt, da diese für einen emotionalen Ausgleich sorgen und ich so kaum über mich nachdenke.
 
M

muddle

Gast
Hat sonst noch jemand irgendwelche Tipps parat?

Ich habe nun mal bewusst versucht, meine Schulsachen etc. wegzupacken, mich aufs Sofa zu legen und angefangen ein Buch (einen Thriller, also kein Schulkram :p) zu lesen, was ich wirklich lange nicht gemacht habe. Aber es geht nicht. Ich schweife dauernd ab. Könnte alles zig mal lesen...
 

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