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Ich stehe mir selbst im Weg

F

FlamingoBingo

Gast
Ich habe soeben eine miserable Klausurnote erhalten. Aktuell befinde ich mich zwar eigentlich im Urlaub, aber die letzten Wochen habe ich immer mehr gemerkt, wie sehr ich mir selbst in meinem Leben im Weg stehe. Jetzt fühle ich mich nur noch mehr deplatziert. Das Studium, es gefällt mir (für das was es ist. Ich will jedoch schnell ins Berufsleben eigentlich einsteigen) aber leider habe ich manchmal notentechnisch eklige Ausreisser. Eigentlich bin ich zwischen 1,8 bis 2,2 aber dann gibt es jedes Semester etwa eine Klausur, die mich runterreisst. Dieses Semester verständlich, wegen Corona, jedoch bin ich trotzdem sehr frustriert, denn eigentlich habe ich Ambitionen, die ich erreichen möchte. Das Studium ist nur ein Beispiel für andere Lebenssphären: Familie, Freunde, Partnerschaft und Arbeit. Ich setze mir Ziele, die ich eigentlich als erreichbar sehe und oft kann ich sie auch erreichen, aber leider nicht oft genug, um stolz darauf zu sein. Wenn ich mich nicht verbessere, muss ich meine Ziele niedriger stecken und ab diesem Punkt fange ich dann an mich zu fragen: Warum überhaupt? Ich kann doch einfach auch alles hinwerfen, eine Ausbildung zum Bäcker, Erzieher oder so machen und einfach "dahinleben." Streng genommen könnte ich auch einfach "hartzen," denn dann kann ich meine Ziele nach unten korrigieren. Das ist natürlich nicht meine Absicht - ich WILL etwas erreichen und schaffen, stolz auf mich sein und eine Unabhängigkeit erreichen. Hier gibt es aber nur ein Problem: Mich! Ich wünsche mir eigentlich eine Maschine zu sein, wenn es um Arbeit und Studium geht. Ich wünschte, ich könnte viel leisten, wäre nicht schnell geistig abgelenkt, nicht manchmal faul und vor Allem wünschte ich mir eine krasse Disziplin/Selbstbeherrschung(/Intelligenz) und den richtigen Weg, was Lernen oder erholsames Entspannen angeht. Durch Geräte wie Handys scheint es mir manchmal so vorzukommen, als würde es mir Energie und Zeit aus dem Körper ziehen. Oft ist am Abend keine Konzentration und Motivation zum Lesen, Entspannen oder Lernen vorhanden, was mich sehr niederschmettert. Aber leider bin ich darauf angewiesen. Dies wäre ja auch nicht so ein Problem, wenn ich selbst schon eine gewisse Disziplin hätte.
Konnte ich meine Grundproblematik ein verständlich schildern? Im Moment ist es so schlimm, das ich mir einen leistungslosen Tod eher wünsche, als mich zu irgendwas Notwendiges zu motivieren (Ich mache es trotzdem). Zudem fehlt mir der Anschluss mit Jemanden darüber zu reden, weil mir erstens meine Belange als "Luxusprobleme einer Memme" vorkommen und anderweitig ich vor meinen Freunden fast schon zwangsneurotisch mit meinen Leistungsansprüchen rüberkomme. Daher wende ich mich an dieses Forum und hoffe ich kann hier "Hilfe" und gute Denkansätze finden!
 

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Postman

Aktives Mitglied
Hallo. Notenschnitt zwischen 1,8 und 2,2 - und wenn du mal eine Klausur danebenhaust, dann ist das kein Weltuntergang. Das ist ein guter Schnitt!

Auch kommt es auf mehr an, als den reinen Notenschnitt. Wenn du eigentlich gar keinen Bock hast, dich zu motivieren, und schaffst es trotzdem, dann verfügst du doch über Disziplin? Disziplin heißt ja nicht, dass man immer auf alles Lust hast.

Kopf hoch, junger Mann!
 

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